26. Februar 2009
Seit heute bin ich 42. Von Beileidsbekundungen bitte ich abzusehen;-)
Ich kann bestätigen, dass man ab 40 abbaut. Ich habe zum Beispiel seitdem ein kleines Bäuchlein, eine Menge Sorgen und ein paar Vorurteile abgebaut. Das kleine Bäuchlein wurde zu einer Magengrube, die Sorgen wurden zu Gelassenheit und die Vorurteile wurden nach Prüfung abgehakt.
Ich habe beschlossen, mir für die nächsten 365 Tage jeweils ein Ziel zu setzen, dieses Ziel zu erreichen und das nächste zu setzen. Für jedes erreichte Ziel kommen zehn Euro in ein Sparschwein.
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42, Dresden, Persönliches |
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Verfasst von stefanolix
5. Februar 2009
Im »Turm« berühren mich die Szenen, in denen Christians Erlebnisse im Internat und auf der EOS beschrieben werden. Ich habe mich damals auch auf alles Lesbare gestürzt und ich habe auch sehr viel klassische Musik gehört. Als Schüler war ich Dauergast in der Bibliothek des »VEB Sachsenwerk« und später in der Berufsschule war ich Stammkunde im »Haus des Buches« in Dresden. Dort konnte man sich in eine Bestellliste für aktuelle Neuerscheinungen eintragen.
Und um ehrlich zu sein: es gab zumindest in den letzten zehn Jahren der DDR wirklich genug zu lesen. Man musste sich natürlich nach Büchern anstellen und man musste rechtzeitig vorbestellen. Aber die Bücher und die Schallplatten waren in der Regel zu subventionierten Preisen zu bekommen. Ich hatte als Schüler, Lehrling/Abiturient und Student niemals zu wenig zu lesen.
Ich weiß nicht mehr, ob diese Liste im »Haus des Buches« dienstags oder donnerstags ausgelegt wurde. Ich weiß aber noch ganz genau, dass ich oft mit C. aus meiner Klasse dorthin gegangen bin und dass sie mich eigentlich dazu verleitet hat. Hach! Jugenderinnerungen: ein wenig verliebt in C. und verrückt nach Büchern. Es war doch nicht alles schlecht in der DDR;-)
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Der Turm, Dresden |
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Verfasst von stefanolix
1. Februar 2009
Wie Christian Hoffmann war ich Ende der achtziger Jahre bei der NVA, allerdings nur für 18 Monate Grundwehrdienst. Aber ein gepanzertes Fahrzeug musste ich auch fahren. Es war eine »Selbstfahrlafette« (SFL), heute würde man wohl »Feldhaubitze« sagen.
Auch mit meinem Fahrzeug hätte es um ein Haar ein Unglück gegeben. Eines Tages kam ein Gefechtsalarm und wir mussten die Gefechtsmaschinen starten, um zu einer Übung auszurücken. Ich war für die Maschine nicht verantwortlich, ich war als Soldat nur Ersatzfahrer. Die Maschine war jedenfalls schlecht gewartet oder repariert worden. Auf freier Straße versagte plötzlich die Lenkung.
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Der Turm, Dresden, Wendezeit | Mit Tag(s) versehen: 1989, Der Turm, Wendezeit in der DDR |
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Verfasst von stefanolix
1. Februar 2009
In den nächsten Wochen und Monaten werde ich hier eine Art Tagebuch über die Erinnerung an die Ereignisse im Jahr 1989 führen. Der Anstoß kam … durch die Lektüre des »Turms« von Uwe Tellkamp. Mir ist klar, dass das Buch in erster Linie Fiktion ist, aber es stimmt auch vieles mit meiner Erinnerung überein. Ich bin etwa ein Jahr älter als der Autor und seine Hauptfigur Christian.
Ich wohne auf der anderen Elbseite, gegenüber den Schauplätzen des Romans. Ich lese das Buch jetzt zum zweiten Mal und erinnere mich dabei an meine eigenen Erlebnisse während der Wendezeit. Ich werde einige Passagen des Romans kommentieren. Auf den Bildern werden einige »Originalschauplätze« zu sehen sein. Ich freue mich auf Fragen der Leser dieses Buches;-)
Den Baron von Ardenne (Arbogast) habe ich einige Male gesehen und es waren viele Geschichten über ihn im Umlauf. Natürlich erinnere ich mich auch an Hans Modrow (Barsano), an Margot Honecker und an den damaligen Verteidigungsminister. Ich war wie Anne Hoffmann an den ersten Demonstrationen auf der Prager Straße beteiligt und hatte anders als Christian Hoffmann das Glück, zu dieser Zeit nicht mehr Wehrdienst leisten zu müssen.
Und hier, kann man sagen, beginnt das Buch …

Die Treppe zu einem geheimnisvollen Haus: so oder ähnlich werden in dieser Gegend viele Grundstücke erschlossen ...
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Der Turm, Dresden, Elbe | Mit Tag(s) versehen: Der Turm, Dresden, Elbe, Plattleite |
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Verfasst von stefanolix