Strandgutplastik (1)

31. Juli 2009
Plastik aus Strandgut (1)

Plastik aus Strandgut (1)

Während man in Dresden noch über den Müll am Alaunplatz diskutiert, hat man auf einer kleinen ostfriesischen Insel aus der Not eine Tugend gemacht ;-)


Bicycle Bird

30. Juli 2009
Der Vogel übernimmt das Fahrrad.

Der Vogel übernimmt das Fahrrad (Klick vergrößert).


Wie müsste ein Reader aussehen?

29. Juli 2009

Nicht erst seit der Lektüre dieses F.A.Z.-Artikels habe ich mir überlegt, wie für mich ein Reader — also ein Lesegerät für eBooks — aussehen müsste.

  1. Der Reader müsste neben seinem herstellergebundenen Format mindestens noch PDF-Dateien und Textdateien anzeigen.
  2. Der Reader müsste mir das Anbringen von Korrekturzeichen und Anmerkungen in PDF-Dateien und Texten ermöglichen.
  3. Ideal wäre, wenn der Reader ein offenes Format unterstützen würde, in dem man gemeinfreie Texte, eigene Texte oder Texte unter CC-Lizenz auf den Reader übertragen kann.
  4. Der Anbieter darf unter keinen Umständen auf den Reader zugreifen können, um herauszufinden, was ich gespeichert habe oder um gar Dateien von meinem Reader zu löschen.
  5. Der Reader muss über WLAN mit neuem Datenmaterial gefüllt werden können, er muss darüber hinaus mindestens eine Art von Speicherkarten unterstützen und einen USB-Anschluss haben.

Und er darf nicht mehr kosten als ein 11-Zoll-Netbook mit Linux. Denn das hat all diese Möglichkeiten schon eingebaut;-)


Gutsherr(inn)enmentalität

28. Juli 2009

Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt führt im Mund die Parole »Das steht mir zu« — der Kutscher, die Kutsche und der unmündige Sohn des Kutschers stehen zu ihrer Disposition oder handeln nach ihrer gnädigen Maßgabe. Der Aufwand für die Überführung der Kutsche und die dienstlich zurückgelegten Kilometer stehen dem Vernehmen nach im Verhältnis 100:1.

Der Umweltminister und Ex-Popbeauftragte Sigmar Gabriel fährt nach Tschernobyl und referiert von dort aus über einen Störfall der Klasse Nullkommanix in einem deutschen Kernkraftwerk. Das sieht ungemein dramatisch aus —

und hat mit dem ersten Fall zwei Punkte gemeinsam: Sie tun es »legal«, obwohl sie es nicht tun müssten und aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht tun dürften. Und sie blasen völlig sinnlos Kohlendioxyd in die Luft, obwohl ihre Partei doch angeblich den Ausstoß reduzieren will:

Zentrales Ziel ist eine Reduktion der CO2-Emissionen Deutschlands um 40 Prozent bis 2020.

stand noch im Europawahlprogramm der SPD. Aber für eigennützige Zwecke darf es natürlich ein bißchen mehr sein. Ich werde es nicht vergessen, wenn ich diese Partei bei den nächsten Wahlen links liegen lasse. Das Vorgehen der Verräterpartei in Sachen Internetzensur und Internetüberwachung werde ich natürlich auch über den Wahltag hinaus immer gern berücksichtigen.


Marginalien zur Wahl (1)

27. Juli 2009

Auf den Plakaten der SPD kann man lesen: Unser Spitzenkandidat steht dafür, dass gute Arbeit gefördert wird. Und wer würde widersprechen, wenn Thomas »Kelle« Jurk seine Fördermittel ausreicht?

»Fördermittel« ist ein so schönes Wort. Es klingt fast so herzig wie »Weihnachtsgeschenk« — weil ja auch am Gabentisch niemand mehr darüber nachdenkt, woher das Geld für die Geschenke eigentlich gekommen ist.

Also, wer widerspricht noch?

Ich widerspreche. Denn in einer Marktwirtschaft muss man gute Arbeit nicht fördern, solange die Bürger genug Geld in der Tasche haben, um für gute Arbeit adäquat zu bezahlen. Den Umweg über Staatsschulden, Zinsen, wachsende Fördermittelbürokratie und höhere Steuern kann man sich sparen …


Die Schrift der Götter

26. Juli 2009

In Dresden wird seit Mai eine einmalige Ausstellung gezeigt: »Verwandelte Götter« im Japanischen Palais. Ich durfte diese Ausstellung am Freitag mit einer kompetenten Begleiterin zum zweiten Mal sehen.

Götter im Stadtbild (1)

Götter im Stadtbild (1)

Vor dem Treff hatte ich noch etwas Zeit und ich habe mich rund um das Japanische Palais ein wenig nach den Plakaten für die Ausstellung umgesehen. Denn das Fotografieren in der Ausstellung ist nach wie vor verboten und ich möchte auch nichts aus dem Katalog übernehmen. So habe ich nur von außen ein klein wenig in das Innere geblickt

Die Götter in Dresden

und mich hat gleich die Schrift interessiert, mit der die Ausstellung präsentiert wird. Das Wort »GÖTTER« scheint auf den ersten Blick in der zweitausend Jahre alten »CAPITALIS MONUMENTALIS« gesetzt zu sein.

Doch schaut man auf die Eintrittskarte, dann ist es wohl eher die Schrift Centaur:

Centaur
Centaur_bold

Das Vorbild der »Centaur« stammt aus der Renaissance und ist eine frühe Form der dynamischen Antiqua. Im Gegensatz zu der alten römischen Schrift hatte die Antiqua aus der Renaissancezeit schon Kleinbuchstaben — aber für das Wort »GÖTTER« braucht man die natürlich nicht;-)

Dynamisch ist der Abstrich des »R«, ganz leicht und dynamisch sind die beiden kleinen seitlichen Linien am »T« — aber auf ganz interessante Weise ist auch das eigentlich so behäbige »O« dynamisch geformt.

Trotzdem ruhen die Worte in sich, es entsteht ein edler und würdevoller Eindruck. Das Vorbild dieser Schrift ist etwa so alt wie Leonardos berühmtes Bild des Menschen, ihr Ursprung ist so alt wie die Vorbilder der Skulpturen im Palais. Aber die »Centaur« selbst stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist an der Renaissance orientiert. Der Schriftdesigner hieß Bruce Rogers.

Man kann auch andere Worte damit gut setzen, zum Beispiel

homo

— ich denke, wenn man Gott und den Menschen aus einer Schrift setzen kann, dann muss sie gut sein.

Die Schrift auf der Trajanssäule wurde übrigens später von Adobe als »Trajan« nachentwickelt. Sie ist der »Centaur« sehr ähnlich, aber es gibt einige feine Unterschiede …

trajan

Wer bis zum 27. September noch etwas Zeit hat und in Dresden ist oder nach Dresden kommen kann, sollte sich diese einmalige Ausstellung nicht entgehen lassen.


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Götter im Stadtbild (2)

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Götter im Stadtbild (3)


Die Einstufung der »Centaur« als »orientiert an der dynamischen Antiqua in der frühen Form« stammt von dem Schriftexperten Hans Peter Wilberg, die Schriftproben kann man bei myfonts.com ausprobieren. Aber man muss wohl kein Experte sein, um die »Capitalis Monumentalis«, die »Trajan« und die »Centaur« als zeitlos zu empfinden — zumindest ich empfinde es so, weil ich einfach auch als Amateur schöne Schriften mag.



Rathausfiguren

25. Juli 2009

Man mag es kaum für möglich halten, aber auf dem Rathausturm in Dresden stehen wirklich folgende Figuren:

Klugheit
Wachsamkeit
Wahrheit
Gerechtigkeit
Güte
Weisheit
Aufopferung
Stärke
Beharrlichkeit
Mut
Treue
Glaube
Frömmigkeit
Barmherzigkeit
Hoffnung
Liebe

Waagschale

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