Gelebte Utopie im Oderbruch

31. August 2009

Kerstin schrieb gestern nach ihrem Einsatz im Wahlbüro:

Irgendwo in Deutschland, wo es verlassene Flächen gibt, etwa in Meck-Pomm oder Brandenburg, findet sich sicherlich genug Platz, um ein kleines Land zu gründen. Das nennen wir Lafontainia und besagter Bauernfänger darf seine Partei ansacken und dahin schleppen. All das ihm ergebene Stimmvieh darf als Kulissenvolk dienen und dann leben alle im demokratischen Sozialismus nach den Vorstellungen der Linkspartei.

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Was Frank-Walter Steinmeier gestern noch sagen wollte

31. August 2009

… zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen, vor den wahlkrampfbegeisterten Massen in der SPD-Parteizentrale:

Genossinnen und Genossen,
liebe Freunde hier im Willy-Brandt-Haus,

das ist ein guter Wahlsonntag,
ein guter Wahlabend für die SPD in Sachsen.
Beifall.

Es gab dramatische Verluste für die CDU …
Beifall.

… und eines ist ebenso sicher, meine Freunde: Schwarze Regierungen sind nicht gewollt in diesem Freistaat.
Beifall.

Die sächsische SPD, liebe Genossinnen und Genossen, hat mit Thomas Jurk das drittbeste Ergebnis bei Landtagswahlen in Sachsen seit 1990 erreicht.
Starker Beifall.

Sie konnte eine Alleinregierung der CDU in Sachsen verhindern.
Frenetischer Beifall.

Deshalb wird Thomas Jurk zurücktreten …
Ungläubiges Gemurmel.

und ab morgen eine Stelle in meinem Kompetenzteam einnehmen.
Schockstarre im Publikum.
[Das Original in der ZDF-Mediathek (begrenzte Speicherung).]

Am nächsten Tag plakatierte die SPD bundesweit einen Arbeiterführer mit drei gläubigen Anhängern:

Thomas Jurk auf einem echten Wahlplakat der SPD/Sachsen.

Thomas Jurk auf einem echten Wahlplakat der SPD/Sachsen.


Spiel mit dem schwebenden Sonnenhut

31. August 2009

Sonnenhut (1)


Sonnenhut (2)



Wahlrückblick (1): Die Linke und die SPD

30. August 2009

Die LINKE ist in Sachsen einer der beiden großen Verlierer, sie schrumpft um drei Prozentpunkte. In den Auswertungen der großen Fernsehanstalten im Internet lässt sich darüber hinaus ein interessanter Trend erkennen.

Während die LINKE insgesamt 20% aller Stimmen erhält, erreicht sie bei den bis zu 30jährigen nur etwa 12% und belegt damit den dritten Platz. Die CDU erreicht in der gleichen Altersgruppe etwa 30% und die FDP 14% [Quelle: ZDF/FG Wahlen, Befragungen nach der Abstimmung].

Das ist sehr interessant, denn normalerweise sind viele junge Leute aus Protest und aus Gerechtigkeitsempfinden für die LINKE. Es könnte darauf hinweisen, dass die Basis der SED-Nachfolger in Sachsen langsam bröckelt. Bei den über 60jährigen erreicht die LINKE noch 26% der Stimmen.


Die SPD ist in Sachsen der allergrößte Verlierer des Abends. »Opa« Karl Nolle wurde in unserem Wahlkreis mit unter zehn Prozent der Erststimmen abgestraft. Das reicht wohl nur für den fünften Platz. Die SPD erhielt in ganz Sachsen nur halb so viele Stimmen wie die LINKE.

Das ist ein Desaster, zu dem noch nicht mal der Genosse Müntefering Worte findet. Müntefering war einer der Architekten der Schröderschen Reformpolitik und am Anfang einer der Gestalter der Großen Koalition. Heute ist sein Credo: »Die CDU hat Verluste erlitten. In zwei Ländern reicht es nicht für Schwarz-Gelb«.

Dass seine SPD nur miese Ergebnisse eingefahren hat und in zwei Ländern sehr weit hinter der LINKEN liegt, scheint er zu verdrängen. Das traurige Ende einer politischen Karriere: Wir können noch verhindern.

Update: Inzwischen gibt es noch eine Reaktion der Bundes-SPD ;-)


Sind wir 1989 dafür auf die Straße gegangen,

30. August 2009

dass zwanzig Jahre später nur noch etwas mehr als die Hälfte der Bürger wählen geht? Nur wegen der geringen Wahlbeteiligung kann die NPD auf ein Ergebnis knapp über fünf Prozent kommen.

Das ist die Nachricht, die heute aus Dresden um die Welt gehen wird: Die NPD wird wahrscheinlich mit etwas über fünf Prozent wieder in den Landtag einziehen. Eine NPD, deren Fraktion sich im Landtag eigentlich schon selbst zerlegt hatte. Eine NPD die fünf Jahre lang nur durch Demagogie und Skandale aufgefallen ist. Jeder Zeitungsleser in Sachsen hätte das wissen müssen.

Nein, es wäre auch kein Trost, wenn die NPD am Ende des Abends bei 4.99 Prozent bliebe. Dann wäre das Problem nur verdrängt und nicht gelöst. Aber die Neonazis hätten sehr viel Geld und eine Position im Landtag verloren.


Wo aber Gefahr ist …

30. August 2009

Auf welchem Denkmal erinnert dieser junge Mann an eine Rettungstat?

Auf welchem Denkmal erinnert dieser junge Mann an eine Rettungstat?


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In die Botanik (16)

29. August 2009

Weiße Blüten (29.08.2009)


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