In eigener Sache

Ich habe heute morgen einen Blogger aus Dresden um Auskunft über die Gruppe »dresden.soup.io« gebeten. Dort wurden Artikel von Bloggern zusammengefasst, die davon keine Ahnung hatten.

Der Blogger tritt jetzt via Twitter öffentlich gegen mich persönlich nach. Hier ist der Screenshot (Ausriss) der Twitter-Seite:

boehler_tweet

Nachtreten via Twitter …

In meiner E-Mail habe ich freundlich darauf hingewiesen, dass die Artikel und Bilder aus den einzelnen Layouts herausgerissen werden. Es sah wirklich grauenhaft aus und es passte auch inhaltlich nichts zusammen.

Abgesehen davon, dass man solche Anfragen schon aus Anstand nicht veröffentlicht, stimmt auch seine Darstellung der Angelegenheit überhaupt nicht. Ich habe geschrieben:

Es scheint, dass Du zu den Gründern diese Gruppe gehörst oder zumindest über die Gruppe Bescheid wissen solltest. Wir würden gern Kontakt zu der Gruppe aufnehmen und wollen erreichen, dass diese Blogs von der Liste genommen werden.

Ich habe ihn niemals dazu aufgefordert, die ganze Gruppe zu löschen.

Interessanterweise ist der gleiche Blogger auch Fotograf und hat im Impressum seines Blogs eine sehr deutlich formulierte Meinung zum Urheberrecht. Dort steht

Eine Verwendung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung durch [...] urheberrechtswidrig, daher strafbar und wird definitiv verfolgt.

Ich sehe zwischen seinem Twittern und seinem Impressum einen klitzekleinen Widerspruch.


44 Antworten zu In eigener Sache

  1. torsten sagt:

    mmm so ein mashup aus mehreren blogs scheint mir kein sooo schweres vergehen zu sein. oder habe ich da was falsch verstanden?

    • stefanolix sagt:

      Ich habe es nicht als Vergehen bezeichnet. Aber wenn völlig planlos alles durcheinandergeworfen wird, ohne die Urheber zu fragen, dann wird man doch wohl eine freundliche und sachliche Mail schreiben dürfen.

      Folgendes lief bei ihm völlig daneben:

      1. er hätte meine Anfrage nicht über Twitter mit meinem Bloggernamen veröffentlichen dürfen. Das ist völlig inakzeptabel.

      2. Er hätte alles mit mir privat klären können. Meine E-Mail war freundlich und es gab keine Veranlassung zum Nachtreten. Das ist unsportlich.

      3. Er hätte die Autoren vorher fragen müssen. Er hat nicht nur die Texte, sondern auch alle Bilder veröffentlicht. Und wenn er etwas vom Fotografieren versteht, sollte er wissen, dass man Bilder nicht aus dem Layout reißt, wenn sich der Autor damit Mühe gegeben hat.

  2. Erik mit k sagt:

    Willkommen im Web 1.0

    Wann lernen die Menschen den Unterschied zwischen Urheberrecht und Copyright? Urheberrecht wird durch Soup.io in keinem Fall begangen, da ausdrücklich auf das Original verwiesen wird und nicht der Anspruch gestellt wird, dass was dort zu finden ist, wurde selbst erstellt.

    Zum anderen tritt hier das Zitatrecht in Kraft. Die Gruppe dresden.soup.io hatte den Zweck Nachrichten, Bilder und sonstiges über und von der Stadt zusammen in einem Feed zu aggregieren. Dies dient zweifelsohne der “kulturellen [...] Weiterentwicklung [der] Gesellschaft” (§ 51 UrhG in Deutschland). Dazu ist es nicht nötig den Autor zu informieren. Das ist geltendes Recht in Deutschland.

    Aber nun ja… Es wurde ja inzwischen alles aus der Gruppe gelöscht und sie haben erreicht was sie wollten. Ich hoffe, sie freuen sich darüber. :)

    • stefanolix sagt:

      Das ist Unsinn. Es wird dort nicht zitiert, es wird voll übernommen.

      Würde Deine Auffassung zutreffen, dann dürfte die komplette Böhler-Seite in tausendfacher Kopie überall im Netz veröffentlicht werden. Das fände er dann wohl doch nicht so gut.

      Außerdem sprechen seine Methoden gegen ihn: er hat meine freundliche Mail überhaupt nicht beantwortet, sondern sich für eine öffentliche Bloßstellung entschieden.

  3. Erik mit k sagt:

    Das ist kein Unsinn. Ein Zitat ist eine wörtlich übernommene Stelle aus einem Text mit explizitem Hinweis auf den Autor. Das ist kein Unsinn, das ist sich er Auslegungssache. Natürlich kann man kein ganzes Buch zitieren, verkaufen und daraus Profit schlagen. Da geh ich ja mit, aber das geschieht hier ja auch nicht. Und nebenbei gesagt besteht zwischen KOMPLETTEN WERK und ein paar Blogeinträgen ein Unterschied. :)

    Und ja im Internet wird JEDE Seite tausendfach kopiert. Stichwort: Google, WebArchive etc. Vielleicht weisen sie in dem Zuge auch sämtliche Suchmaschinen darauf hin, ihre Seiten aus dem Index zu nehmen und von ihren Servern zu entfernen.

    Oder ganz anderer Vorschlag: Sie lassen diese Kleinkariertheit ganz sein.

    Korrigieren sie mich, wenn ich falsch liege, aber sie verdienen mit ihrem Blog sicher nicht ihren Lebensunterhalt. Im Gegensatz zu einem Fotografen, der von seinen Bildern leben muss. Vielleicht versuchen sie auch mal die Gegenseite zu verstehen. Der Anspruch auf die eigenen Bilder von denen man LEBEN muss und einem Hobbyblogger (ich drück es mal so aus) sind da doch schon andere. Wieso freuen sie sich nicht darüber, dass Leute ihre Artikel lesen, verbreiten und verlinken, wie das der Blogger von Natur aus doch tun sollte? :)

    • stefanolix sagt:

      Ich empfehle Ihnen dringend: machen Sie sich rechtskundig.

      1. Eine regelmäßige vollständige Übernahme von Publikationen ist durch das Zitatrecht nicht gedeckt.

      2. Es gilt gleiches Recht für alle.

      3. Mir muss niemand erklären, was ich zu denken, zu tun oder zu lassen habe. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

  4. Erik mit k sagt:

    Was macht denn ihr RSS-Feed die ganze Zeit? Schalten sie den bitte aus. Er kopiert Inhalt in fremder Leute RSS-Reader! Unerhört!

    Aber nun ja, wie ich sehe ist hier alles verloren.

  5. Martin sagt:

    *sessel zurechtrück* *popcornnehm* *zurücklehn* *prächtig amüsier*

    • stefanolix sagt:

      Und, amüsiert? Magst Du auch was sagen?

      • Martin sagt:

        vorweg: ich hab mit jetzt nicht die ganze diskusson hier durchgelesen. aber da ich mich nunmal geäußert habe, mal mein statement etwas ausführlicher:

        eine meinung zu dem ganzen spaß hier hab ich logischerweise. leider ist es in den meisten fällen sinnlos mit leuten wie Erik mit k zu diskutieren. der hat seinen glauben und trollt nun fleißig hier rum, um sich irgendwie die sache irgendwie schön zu reden und sich somit vor sich selbst zu rechtfertigen.

        grundsätzlich sehe ich die sache so wie du. schon der anstand gebietet es normalerweise den autor eines werks zu fragen, ob man seine werke verwenden darf. aber der scheint leider für viele eine sache des zeitalters ohne internet zu sein. und die argumentation von wegen web 5477 punkt null in dem alles kopiert werden darf ist ist schwachsinn. web wieauchimmer.0 heißt eben nicht nur frei drauf los klauen, sondern miteinander reden. also entweder vorher fragen, oder auf eine email ebenso freundilch reagieren. allein die sehr übereilte löschaktion zeigt, dass du offensichtlich nen wunden punkt getroffen hast.

        wenn du dein blog per rss feed verfügbar machst, bietest du den lesern ja nur eine weitere möglichkeit, die inhalte zu sehen – neben der reinen webseite. daraus – wie geschehen – zu schlussfolgern, dass alles frei verwendet werden darf ist…nun ja, das wort mit sch hatten wir ja schon, vor allem bei dem von dir zitierten satz aus dem impressum. *kopfschüttel*

        apropos impressum: selbiges würde der seite von erik mit k auch mal gut tun…

  6. foster sagt:

    Erik, ein RSS-Feed kopiert normalerweise die eigenen Inhalte. Es steht jedem frei, die jeweils eigenen Inhalte frei verfügbar zu machen, wenn er das möchte.

    Bei den Inhalten anderer Leute sieht das nicht ohne Grund etwas anders aus.

    Es gibt Software, z.B. bestimmte WordPress-Plugins, mit denen sich beliebige, auch fremde Blogbeiträge in einen Feed kopieren lassen. Nur ist es außerordentlich empfehlenswert, den Autor der betreffenden Texte um Erlaubnis zu fragen, wenn man sowas einsetzt.

    Wenn Sie das für Käse halten: den Teil des Zitatrecht, der Komplettzitate abdeckt, ohne dass dafür irgendwelche Ausnahme-Voraussetzungen gelten müssen, würde ich gerne sehen. Mag sein, dass sowas bei einzelnen Äußerungen (Tweets, oder nur aus einem kürzeren Absatz bestehenden Artikeln) durchgeht, bei längeren Artikeln (und besonders bei mehreren davon) verhält es sich meines Wissens anders.

    Randbemerkung: Bemerkenswert, dass im Impressum von boehlersworld.de sogar ganz normale Zitate (“auch auszugsweise”) untersagt werden sollen. Ich frage mich, ob das auch für das Zitieren aus dem Impressum gilt – und wie rechtswirksam diese Ansicht ist. Komisch ist sie jedenfalls.

    • stefanolix sagt:

      Der Satz aus dem Impressum darf zitiert werden.

    • foster sagt:

      @stefanolix:
      Und wie ist das, jetzt mal ernsthafte Frage und das Impressum mal beiseitegelassen, mit normalen Inhalten? Darf man das Zitatrecht einschränken?

      • stefanolix sagt:

        Zitate sind Teile eines Werkes, nicht das ganze Werk. Zitate aus einem Werk sind erlaubt, wenn das Zitat in eine eigene Leistung eingebunden ist.

        »Böhler« kann sich aber nicht auf das Zitatrecht berufen, denn

        - er hat die Texte der RSS-Feeds vollständig kopiert;
        - er hat keinerlei eigene Leistung in Bezug auf diese Kopien erbracht.

        Eine eigene Leistung wäre zum Beispiel ein Kommentar zu einem zitierten Teil eines Textes mit Quellenangabe und Nennung des Autors.

      • foster sagt:

        @stefanolix:
        Das ist klar, das meinte ich auch nicht.

        Ich meinte, ob er mittels dieser Formulierung (Zitat: “auch auszugsweise”) in seinem Impressum auch ganz normal kurzes Zitieren aus Artikels seines Blogs verbieten kann, was ja vom Umfang her durch das Zitatrecht eigentlich gedeckt wäre.

      • stefanolix sagt:

        Das Zitatrecht darf man nicht einschränken. Aber darum geht es in dem Impressum auch nicht. Ich sehe da schon einen Unterschied zwischen »Zitieren« und »Verwenden«.

        »Verwenden« bedeutet, dass jemand ohne Genehmigung fremde Werke nachdruckt oder auf einem anderen Server anbietet.

        »Zitieren« bedeutet, dass jemand in einer Publikation Bezug auf ein fremdes Werk nimmt und einen [begrenzten] Teil aus diesem fremden Werk in die eigene Publikation einfügt.

  7. Erik mit k sagt:

    Foster, ein RSS-Feed kopiert die Inhalte eines Blogs weiter. Und zwar nicht nur die des eigenen. So kann man schließlich ein Blog abonnieren. Man gibt den Inhalt quasi an seine Leser weiter. Dazu muss der Leser nicht mal mehr auf die Seite kommen, sondern kann das bequem in der Applikation seiner Wahl lesen.

    • stefanolix sagt:

      Man darf es aber nicht weiterveröffentlichen. Und noch etwas: ein RSS-Feed enthält definitiv keine Bilder. Die Bilder sind aber trotzdem dort auf der Soup-Seite erschienen.

      Möchten Sie uns bitte erklären, wie das geht? Ich kann es Ihnen sagen: Die Bilder werden einfach von den Originalseiten geholt.

      Und das ist nun wirklich illegal: eine Seite zu betreiben und die Bilder vom Server des Urhebers einzubinden.

      • foster sagt:

        Das mit den Bildern stimmt so nicht. Zumindest zeigen auch manche RSS-Reader die Pics an.

        OT: ich habe oben im Kommentar (17:23) eine falsche EMail-Adresse eingegeben, deshalb ist da der Gravatar kaputt. Bei Gelegenheit bitte korrigieren. [OK, stefanolix]

      • stefanolix sagt:

        RSS ist XML und enthält keine Bilder. Die RSS-Reader holen sich Bilder vom Server des Blogs.

    • foster sagt:

      Erik,
      1) Du kann ein Blog nur dann per RSS abonnieren, wenn das der Blogautor in seinen Blogeinstellungen nicht verhindert. Das ist möglicherweise deshalb weitgehend unbekannt, weil nur wenige RSS verbieten wollen, weshalb das Unterbinden oft auch nur schwerig zu machen ist (bei WordPress mit Zusatz-Plugins oder Eingriffen am Sourcecode).

      Aber selbst in den ganz normalen Optionen des WordPress-Dashboards kann ich zumindest festlegen, wieviele (die x aktuellsten) Artikel meines Blogs per Feed überhaupt zu lesen sein sollen. Ich kann auch festlegen, ob im RSS der ganze Artikel oder nur ein Teil davon veröffentlicht wird. Das ist die Entscheidung des Autors, nicht die des Lesers.

      2) Selbst wenn ich der Allgemeinheit gestatte, meine Texte zu lesen, egal nun ob direkt im Blog oder auch per RSS, heißt das noch lange nicht (automatisch!), das ein Leser dieses Texte woanders nochmal (vollständig) veröffentlichen darf. Diese Entscheidung ist allein die des Autors. Er könnte die Wiederveöffentlichung sogar den Personen A und B erlauben und anderen nicht, wenn er das so will.

  8. torsten sagt:

    Können sich denn geneigte Blogleser die bemängelten Sachen irgendwo ansehen, um sich selbst ein Urteil zu bilden?

  9. Erik mit k sagt:

    An der Diskussion hier sieht man mal wieder wie verstaubt und starr das Urheberrecht bzw. die Einstellung von vielen Leuten ist, die so sehr an ihren Sachen klammern und sie nicht zu guten, NICHT-KOMMERZIELLEN Zwecken hergeben wollen. Meins! Meins! Meins!

    Wahrscheinlich liegt es an meiner komplett anderen Einstellung zu dieser Thematik, aber wir werden hier nie zu einem Konsens kommen und immer wieder aneinander vorbeireden.

    Das wird einfach nichts bringen, daher gebe ich es an dieser Stelle einfach auf.

  10. Herr Teddy sagt:

    Fakt ist: Wer komplette Beiträge oder Fotos anderer auf seiner Seite veröffentlicht und nicht explizit auf die Quelle hinweist, begeht einen Rechtsbruch (Urheberrecht).
    Fakt ist: Wer einen öffentlichen Blog betreibt, wünscht sich normalerweise das er zitiert, kopiert etc. wird.

    Der Knackpunkt ist m.E. das Böhler Beiträge von Stefanolix verändert veröffentlicht hat, und das geht nun mal gar nicht. Des weiteren geht es gegen den guten Anstand als Reaktion auf eine Anfrage per persönlicher Mail denjenigen öffentlich zu diffamieren.
    Der Ton macht die Musik. Ich glaube nicht das Stefanolix etwas dagegen hätte kopiert und/oder zitiert zu werden, jedoch sollte das korrekt erfolgen.

  11. Herr Teddy sagt:

    Hab nochmal recherchiert:
    “Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste (§ 51 UrhG in Deutschland, siehe unten).
    Zitate sind mit Quellenvermerken zu versehen (Gebot der Quellenangabe in § 63 deutsches UrhG im Sinne einer genauen Angabe der Fundstelle).
    Zitate unterliegen dem Änderungsverbot, doch sind Kürzungen zulässig, wenn sie den Sinn nicht entstellen.”

    • stefanolix sagt:

      Dort geht es aber um wissenschaftliche Zitate, die in eine eigene Arbeit eingebettet sein müssen.

      Blogs sind im Prinzip Informationsangebote wie Zeitungen oder Rundfunk. Da greift §49 des UrhG. Es trifft zwar zu, dass man aus einzelnen Artikeln Pressespiegel zusammenstellen darf, aber auch dabei ist selbstverständlich die vollständige Kopie des gesamten Angebots verboten. Sprich: Ich darf in einen Pressespiegel nicht die vollständigen Ausgaben der Zeitungen übernehmen.

  12. henteaser sagt:

    Ist ja nicht so, dasses bei Soup unmöglich wäre, Feeds so einzubinden, dass nur die Überschriften angezeigt werden.

    • stefanolix sagt:

      Es ist ja auch nicht so, dass es bei Soup unmöglich wäre, zuerst mal eigene Leistung zu bringen und dann vielleicht einen Artikel von jemandem anders zu zitieren. Aber das hat der ja nicht versucht.

      • henteaser sagt:

        Naja, ich meinte das auch eher wie: Wenn schon Soup als Feedaggregator nutzen, dann mit so viel wie möglich Anreiz für die Mitabonnenten, die Originalseiten zu besuchen.

        Ich hatte das anfangs ebenfalls nicht bedacht und dort (auch eigene) Volltexte gespiegelt. Deshalb ja die nicht so neue Möglichkeit, das zu umgehen.

        Zumal manche Blog-Feeds nur die ersten n Wörter anzeigen, während andere wirklich alles anzeigen und die eingebundenen Bilder in Feedreader oder Tumblogs hotlinken.

  13. Alex sagt:

    Zu allererst und das gebietet doch nun wirklich der Anstand, sollte wie schon erwähnt zumindest eine Anfrage erfolgen, ob bestimmte Artikel etc. der Verwendung zugeführt werden dürfen. Davon auszugehen das dies in jedem Falle, am Ende stillschweigend geduldet oder gar erwünscht ist, halte ich doch für sehr wage.

    Auch wir haben schon des öfteren Anfragen bezgl. der Verwendung bekommen und wenn es zum Topic des Anfragenden passt, so wurde dies von uns noch nie abschlägig beantwortet! Ja so eine Anfrage ist in Ordnung und freut natürlich auch jeden Blogger. Allerdings nur in einem gesunden Maße. Mag sein das der ein oder andere gern ein Duplikat seines Blogs im Netz sieht. Für meine Begriffe gibt es aber schon gewisse Grenzen.

    Fernab von jeder Rechtslage ist es in gewisser Weise auch eine Frage des eigenen Egos. Selbstverstädlich! Und das gebe ich auch offen zu! In solchen Beiträgen steckt teilweise viel Arbeit, Zeit und nicht zuletzt Herz. Ich persönlich möchte nun mal nicht die Hälfte meines Blogs auf einer anderen Domain wissen. Nenn es borniert. Aber wenn der Leser nach bestimmten Content sucht (ob über google etc.), dann kann man doch wohl davon ausgehen, das dieser Inhalt auf der eigenen Seite gefunden werden möchte und nicht mglw. wo anders, oder? Wie gesagt, Anfrage, mal nen Artikel verwenden oder 2 oder 3 ist doch nicht das Thema.

    Stefonilx Mail fand ich übrigens völlig in Ordnug! Sachlich und nicht unfreundlich. Ein Austausch per Mail wäre völlig angezeigt gewesen. Stattdessen wird hier gleich die halbe Zwitscherwelt verrückt gemacht. Großes Kino!

    Und nun schön Piratenpartei wählen!

    • stefanolix sagt:

      Richtig: man steckt viel Arbeit in ein Blog, in die Fotos und manche Blogger auch in das Layout. Das muss alles zusammenpassen.

      Und dann ist es doch absolut verständlich, dass man seine Arbeit nicht in irgend einer völlig zusammengewürfelten Suppe wiederfinden will: ohne Layout, ohne jede Gestaltung und Struktur.

      Das sah aus wie ein Datenmülleimer.

      Und die Leute, die sich gespiegelte Beiträge irgendwo anders ansehen, die kommen doch fast nie zum Original. Warum auch? Die haben doch schon alles gesehen.

      Ich habe einfach gedacht, ich komme mit dem Typen vernünftig ins Gespräch. Es ist ja nicht so, dass die Neustadt auf der anderen Seite der Erde wäre.

      Stattdessen stellt der meinen Namen auf Twitter. Das regt mich auf, dass der Typ noch nicht mal soviel Anstand besitzt, das Ganze persönlich zu klären.

      Und für den Fall, dass man Material von ihm selbst verwenden würde, droht er mit dem Urheberrecht.

  14. Dirk sagt:

    Wieso regt ihr euch darüber auf. Ich habe früher solche Leute angeschrieben und weil die mehrheitlich patzig wurden, mir das nicht mehr angetan. Das macht mein Anwalt ohne mich zu belästigen und Kosten trägt der Verursacher.
    Das kostet ca. 170,-EUR und lässt Verursacher mehr merken das Sie Diebstahl begangen haben (oder ist es Mundraub?).
    Übrigens habe ich Textdiebstähle z.b. von http://www.stromvergleich.de mehrmals wöchentlich, also würde auch mind 5 Stunden investieren für die Kommunikation. Mir reicht es schon was es mich aufhält zu recherchieren.

    Schlimmer wird es noch wenn meine Texte mit Werbung angezeigt werden und derjenige sich noch daran bereichert. Dann lass ich es teuer werden.

    Ich gestatte übrigens immer eine auszugsweise Verlinkung gegen Nennung (verlinkung) der Quelle. Also.. alles nur Faulheit.

    • stefanolix sagt:

      Der Kommentar musste erst freigeschaltet werden und ich war gerade nicht abkömmlich.

      Mir ist klar, dass die Content-Diebe bei Dir noch eine ganz andere Motivation haben. Da geht es ja gleich um offensichtlich geldwerten Inhalt.

      Mein Blog enthält Bilder, Glossen, Bemerkungen und viel Persönliches. Verkaufen würde ich die Artikel nicht und einen Werbewert kann man kaum berechnen. Mit einer Zusammenfassung von Artikeln aus vielen Dresdner Blogs könnte man aber sicher werben.

      Das Zitat aus meiner Mail oben zeigt ja, dass ich keine Namen genannt habe. Ich wollte nur ins Gespräch darüber kommen, was man machen kann und was nicht geht. Der Typ war dann offensichtlich so verunsichert, dass er sofort alles gelöscht hat. Was ja auch nicht unbedingt dafür spricht, dass er sich (moralisch) im Recht gefühlt hat.

      Ich blogge (in Gruppe oder allein) jetzt wirklich schon viele Jahre und in der Zeit gab es viele Diskussionen über das ungefragte Zusammenfassen von Daten aus Blogs. Es waren sich über alle sonstigen Grenzen hinweg eigentlich immer alle Blogger einig, dass sowas nicht geht.

  15. Nur eine kleine Bemerkung: Das letzte S in “RSS” steht für “Syndication”, im Oxford English Dictionary erklärt als “to publish or broadcast simultaneously in a number of media”. Die Technologie wurde ursprünglich durchaus für genau solche Zwecke wie die Dresden-Soup erfunden.

    Was natürlich nicht heißt, das sich Aggregatoren nicht an die Richtlinien und Wünsche der Rechtinhaber halten sollten — aber ich finde es schon verständlich und fair davon auszugehen dass ein RSS-Feed ohne spezielle anderslautende Hinweise zur Aggregation mit Quellenangabe freigegeben ist, sofern dahinter keine kommerzielle Absicht steckt.

    Idealerweise gäbe es eine technische Lösung für dieses Problem, nämlich Lizenz-Tags im Feed — wir würden die natürlich auf Soup.io sofort unterstützen. Leider scheint aber keiner der bisherigen Ansätze in diese Richtung erfolgreich gewesen zu sein.

    • stefanolix sagt:

      Sehr geehrter Herr Clay,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist mir bekannt, wofür das »S« steht, vielen Dank ;-)

      Allerdings stimmen wir doch sicher darin überein, dass RSS meine Fotos nicht überträgt und dass Sie die Fotos unberechtigt auf Ihrer Seite darstellen. Korrigieren Sie mich bitte, aber es gibt nur zwei Möglichkeiten:

      - Sie kopieren jedes meiner Fotos auf Ihren Server oder
      - Sie holen es bei jedem Aufruf vom WordPress-Server.

      Welche der beiden Methoden verwenden Sie? Ich habe eigentlich gelernt, dass beide nicht legal sind.

      Sie könnten doch ganz einfach in Ihre AGB eine Klausel aufnehmen, nach der die Nutzer auf Ihren Servern nur Material darstellen dürfen, das zweifellos kopiert werden darf.

      Herzliche Grüße
      und trotz des Ärgers vielen Dank
      für Ihren Kommentar

      Stefanolix

      .

  16. randOM sagt:

    Die ganze Diskussion zu lesen, ist mir jetzt zu müßig. Als altmodischer Mensch möchte ich allerdings an dieser Stelle noch einmal die Bedeutung solcher antiquierter Kommunikationstechniken wie direktes Fragen hervorheben. Das vermeidet Stress und Anwaltskosten. Amen.

    PS: Anstand nennt man übrigens nicht nur das Ding, auf dem die Jäger sitzen…

    • stefanolix sagt:

      Selbstverständlich. Ich hätte wohl auch nie einen Anwalt mit so einer Sache beauftragt. Direkt, freundlich und diskret angefragt habe ich:

      Es scheint, dass Du zu den Gründern diese Gruppe gehörst oder zumindest über die Gruppe Bescheid wissen solltest. Wir würden gern Kontakt zu der Gruppe aufnehmen und wollen erreichen, dass diese Blogs von der Liste genommen werden.

      Dann hat die Sache eine gewisse Eigendynamik entwickelt, nachdem der Angeschriebene via Twitter über mein Ansinnen und meine Blog-Adresse informierte und ein Troll hier auftauchte. Ich freue mich auch nicht an solchen Diskussionen ;-)

  17. [...] Eintrag stammt vom 5. Januar des Jahres. Man hatte es dort wohl etwas zu leicht damit genommen und einige Blogger gegen sich aufgebracht. Der Betreiber von Wikipost ist so schlau, vorab zu fragen, ob die Schreiberlinge etwas gegen die [...]

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