In die Botanik (27): Kakteenholz

31. Januar 2010

Veholzter Aststumpf an einem großen Kaktus»baum«
(Botanischer Garten, 31.01.2010), Klick vergrößert.


In der Kälte durch Dresden

31. Januar 2010

an einem Wintermorgen ganz früh an der Elbe zwischen zwei Brücken — mit den Red Hot Chilli Peppers im Kopf:

It’s hard to believe
That there’s nobody out there
It’s hard to believe
That I’m all alone
At least I have her love
The city she loves me
Lonely as I am
Together we cry …
[Red Hot Chili Peppers - Under the Bridge][Video auf Youtube]



In die Botanik (26): Aloe africana

31. Januar 2010

In meinem letzten Artikel aus dem Sukkulentenhaus hatte ich den unteren (trockenen) Teil einer sehr hohen Aloe-Pflanze gezeigt. Heute konnte ich die Blüte fotografieren. Sie befindet sich knapp unter der Decke des Gewächshauses.

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Aloe africana (Blüte) im Sukkulentenhaus, Botanischer Garten, 31.01.2010.

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Aloe africana: Übergang zum abgestorbenen Teil.

Auf diesem Bild aus der Wikipedia sieht man alle drei Teile einer (kleineren) Aloe africana. Ein Klick auf die Bilder vergrößert die Ansicht.



Stachlig

30. Januar 2010
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Stachlige Angelegenheit …

Ergänzung: Hier ist eine Version in 1280 Pixeln Breite. Wer andere Größen oder Seitenverhältnisse haben möchte, müsste sich bitte in den Kommentaren melden. Ich bin aber noch nicht ganz zufrieden mit dem Bild und werde wahrscheinlich noch mal ein neues veröffentlichen.

Zweite Ergänzung:

Neues Stachelbild, Klick vergrößert auf einer Breite von 1280px.

Stacheln, Version 2 …

IMG_5358_stacheln01x_k — Klick vergrößert auf einer Breite von 1280px.

Stacheln, Version 3 … (Seitenverhältnis 4:3).


Eine Pflanze

29. Januar 2010

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Blüte …


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und Dornen.

Hier muss ich mich korrigieren: Es sind zwei Pflanzen und die eine schlingt sich um die andere. Die Pflanze mit den schönen Blüten heißt Aloe ciliaris. Die stachlige Pflanze heißt Alluaudia procera. Weitere Bilder folgen in der kommenden Woche ;-)



Rätselhaftes Plakat

28. Januar 2010
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Plakat am Straßburger Platz


In die Botanik (25): Aus dem Sukkulentenhaus

27. Januar 2010

Die Blüten der Aloe-Pflanzen wurden in der vergangenen Woche gern mal in der Lokalpresse erwähnt — es gibt ja zur Zeit auch kaum etwas Spannendes aus Dresden zu berichten ;-)

Aloe sessiliflora (Botanischer Garten, 23.01.2010).

Hierhin würde ich gern noch einmal zurückkehren, dieser Blütenstand könnte auch interessant werden:

Aloe marlothii (Botanischer Garten, 23.01.2010).

Und zur Aloe gehören wohl immer auch die abgestorbenen Teile, wie an dieser sehr hohen Pflanze:

Trockene Teile einer Aloe-Pflanze …
(Botanischer Garten, 23.01.2010).


Baustelle

26. Januar 2010

Etwas Persönliches. Ich lebe momentan in einem Zustand, den man mit diesem Bild von der Baustelle »Neustädter Bahnhof« beschreiben kann: seit dem ersten Januar unter Dauerdruck, viel zu oft auf Achse, es ist kalt, ich bin viel zu oft viel zu müde —

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Sinnbild Baustelle … (Bahnhof DD-Neustadt, 26.01.2010, Klick …).


— aber ab und zu scheint doch noch die Sonne. Und Baustellen haben ja auch ihr Gutes …

Ich bekomme in diesen Tagen E-Mails von Freunden und Bekannten — manche dieser E-Mails haben in der Betreffzeile viele Fragezeichen. Mich gibt’s noch und es ist vieles noch in Ordnung. Anderes wird wieder in Ordnung kommen. Aber ich kann nur sehr wenig Zeit für das Bloggen und Diskutieren aufbringen.


In die Botanik (24): Aus dem Tropenhaus

25. Januar 2010

Wieder einige Bilder aus dem Botanischen Garten:

IMG_5246_tropen02_k, Klick vergrößert.

Palmendach (23.01.2010), Klick vergrößert.

IMG_5241_tropen01_k, Klick vergrößert.

Orchideenblüten (23.01.2010), Klick vergrößert.


Ein bißchen Gelb im Winter

24. Januar 2010

Viele Flächen im Botanischen Garten sind jetzt leer und sehen ein wenig nach Friedhof aus.

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Leere Flächen … (23.01.2010).


Die meisten Pflanzen sind im Winterquartier. Doch auch im Winter gibt es im Botanischen Garten im Freien ein paar Blüten. Hier sind es winzige gelbe …
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Zarte gelbe Blüten (1), Klick vergrößert.


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Zarte gelbe Blüten (2), Klick vergrößert.


Hinweis auf ein interessantes Thema bei coloRadio

24. Januar 2010

Bei coloRadio kommt heute abend um 19.00 Uhr eine Sendung vom letzten Kongress des Chaos-Computer-Clubs. Dort sprach der Sprachwissenschaftler Professor Martin Haase über »Leyen-Rhetorik«. Seine Folien und einen Mitschnitt der Veranstaltung kann man auch auf der Webseite der Veranstaltung herunterladen oder ansehen.

In dem Vortrag wird beschrieben, auf welche Weise Frau von der Leyen im Jahr 2009 trotz vieler sachlicher Gegenargumente ihre Kampagne für das »Zugangserschwerungsgesetz« geführt hat. Später stellte sich ja heraus, dass es vorwiegend um den Bundestagswahlkampf gegangen war.

Es wäre allerdings zu kurz gegriffen, die Erkenntnisse aus diesem Vortrag nur auf Frau von der Leyens Kampagne anzuwenden. In Wahrheit wird jeden Tag mit solchen rhetorischen Tricks Politik gemacht. Und keine politische Richtung ist in dieser Beziehung besser oder schlimmer. Wer diese Tricks kennt, durchschaut die Politik besser — wenn man das dann überhaupt noch will.


In die Botanik (23): Eine Glockenblume

23. Januar 2010
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Glockenblume (Botanischer Garten, 23.01.2010), Klick vergrößert.


In die Botanik (22): Die Stachelschlange

23. Januar 2010
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Stachelschlange, Botanischer Garten Dresden (Klick vergrößert).


Bitte sortieren Sie für mich!

22. Januar 2010

mag sich jemand gedacht haben, den die Dresdner Blog-Kollegin Kerstin mit der Briefkastenaufschrift

Bitte keinen geistigen Müll einwerfen!

erwischt hat. Genau so funktionierte in der DDR die freiwillige Unterwerfung unter die Zensur: irgend jemand wird schon entscheiden, was gut für mich ist. Die Genossen werden sich schon etwas dabei gedacht haben.

Und dann habe ich in Icklers Normaler Deutscher Rechtschreibung gerade durch Zufall noch ein schönes Wort gefunden, das man gleichermaßen als Zungenbrecher und zum Bluffen benutzen kann: »Quinquennium«. Das Wort kannte ich bisher noch nicht. Ich dachte immer gleich in Dezennien.

Diese tiefsinnig-müde Betrachtung ist natürlich kein geistiger Müll. Man darf sie bedenkenlos in jeden Briefkasten einwerfen ;-)


Kompetenter Wirtschaftsjournalismus bei SPON

21. Januar 2010

SPON hyperventiliert über ein Netz der Giganten:

Sie dominieren das World Wide Web, jetzt bauen sie es um. Apple, Google, Facebook & Co. weben ein neues, mobiles Netz, das sie zu Beinahemonopolisten macht – sogar Amazon plant nun einen App Store, der diesen Trend befeuern soll.

Aha. Und wo ist nun das Monopol – bei so vielen Anbietern?


Differenzierte Betrachtung der Demonstrationen zum 13. Februar (1)

20. Januar 2010

Nicht nur in Dresdner Blogs schlagen die Wellen hoch, nachdem der Staat die Organisationsbüros einer linken Initiative gegen den Nazi-Aufmarsch durchsucht hat. Ich möchte zu diesem Punkt ein klein wenig differenzieren und ich weiß, dass ich damit auf Widerspruch stoßen werde.

Wir sind uns sicher in der Ablehnung jeder Art des Neonazismus und des Rassismus einig. Aber auf der Grundlage unserer Verfassung haben die Rechtsextremen das Recht, sich am 13. Februar in Dresden zu einem braunen Mob zu versammeln.

Was hätte man tun können?

Die sächsischen Parteien haben im Landtag intensiv darüber diskutiert, ob man an das Demonstrationsrecht an ganz wenigen Orten im Freistaat einschränken könnte. Genannt wurden: das Völkerschlachtdenkmal und der Raum um die Synagoge zu Dresden. Man hätte also eine Demonstration der Neonazis am 13. Februar verbieten können.

Wenn ich mich recht entsinne, waren aber auch die drei linken Parteien im Landtag im Zweifelsfall eher für ein ungeteiltes Demonstrationsrecht als für dessen Einschränkung. Der Verzicht auf ein solches Verbot ist wohl vernünftig, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit hätten die Rechtsextremen in Karlsruhe am Ende recht bekommen. [Update: Inzwischen wurde das Versammlungsgesetz trotz verfassungsrechtlicher Bedenken geändert.]

Was hat man getan?

Alle Parteien des Dresdner Stadtrats haben sich für eine gemeinsame friedliche Aktion gegen die Neonazis ausgesprochen und dazu aufgerufen. Im Gegensatz zu den Jahren seit der Wende ist das ein riesengroßer Fortschritt. Ich habe mir immer gewünscht, dass an diesem einen Tag endlich mal Einigkeit gegen Rechtsextreme herrscht. Ich hoffe, dass man das durchhalten kann.

Einige Bloggerkollegen kritisieren die Menschenkette, weil die Idee von der Oberbürgermeisterin kam. Ich mag die Politik der Oberbürgermeisterin an den restlichen Tagen des Jahres persönlich auch nicht. Aber wenn es ihr am 13. Februar gelingt, deutlich mehr Menschen zu versammeln als die Rechtsextremen aus ganz Europa herankarren, dann würde ich sagen: Mission erfüllt. Dresden steht in großer Zahl gegen Rechtsextremismus.

Warum waren die Durchsuchungen politisch unklug?

In der Logik des Gesetzes ist die Demonstration der Rechtsextremen legal. Die Polizei hat (leider) die Pflicht, die Demonstration abzusichern. Wenn sie dabei angegriffen wird oder wenn es andere Gewalttaten gibt, muss sie gegen beide Seiten einschreiten. Aber sie muss nicht im Vorfeld einschreiten, wenn von Gewalt noch überhaupt nicht die Rede ist.

Die Durchsuchungen waren politisch unklug, denn infolge dieser Repression wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder (wie 2008 und in den Vorjahren) zu Gewaltaktionen der Gegendemonstranten kommen. Der Vorwand wurde ihnen gegeben. Die Gelegenheit wird genutzt werden.

Das Gewaltmonopol muss aber der Staat haben. Er muss die Menschenkette der demokratischen Parteien schützen. Er muss leider auch die Demonstration der Rechten gewährleisten. Beides ist verfassungsmäßig festgelegt.

Ich befürworte eine pazifistische Blockade von Brücken oder Straßen. Aber ich bin genauso entschieden dagegen, dass hier in Dresden schwarze Blöcke aus anderen Gegenden dieses Landes aufmarschieren, um Steine und Brandsätze zu werfen.



Die Stadt Dresden baut eine Behelfsbrücke am Waldschlößchen

20. Januar 2010

Anfang Januar hatte eine Nachricht die Dresdner Brückenbefürworter und Brückengegner aus dem Winterschlaf gerissen: der Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke wird sich aufgrund von Planungsfehlern der Stadt weiter verzögern.

Die Stadtverwaltung Dresden hat sofort professionell reagiert und den Bau einer Behelfsbrücke veranlasst. Der bisher kaum in Erscheinung getretenen Baubürgermeister Murcks ließ gegenüber gewöhnlich nicht unterrichteten Kreisen verlauten, dass die Behelfsbrücke auf eine Standzeit von etwa zehn Jahren vorbereitet sei.

»Während dieser zehn Jahre werden wir die Planung der endgültigen Brücke fertigstellen« sagte Murcks.

Die Stadt Dresden sehe besonders in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Verkehrsnetzwerks POLIS eine besondere Verpflichtung, solche Planungsvorgänge schnell voranzutreiben und abzuschließen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnten fähige Architekten einen Brückenentwurf vorlegen, der den Ansprüchen dieses besonderen Ortes gerecht werde.

Die Teile der Behelfsbrücke werden hinter eilends aufgebauten schiefen Bauzäunen am Johannstädter Elbufer zusammengeschweißt:

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Bauzäune am Waldschlößchen — für den Bau der Behelfsbrücke.

Wenn man sich von der maroden Albertbrücke an die Baustelle annähert, kann man schon einen ersten Eindruck von der zukünftigen Behelfsbrücke gewinnen:

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Ein erster Eindruck von der Behelfsbrücke …



Kein Maßstab

19. Januar 2010

Der Blogger fefe schreibt über einen Besuch des israelischen Ministerpräsidenten in Berlin unter anderem:

Das war dann wohl auch der Grund, wieso ein Polizeiboot (!) auf der ansonsten mit schwimmenden Eisschollen gefüllten Spree rumgondelte. Da hätte ja ein Terrorist lang schwimmen können!1!! Gut, weit wäre der nicht gekommen, aber versuchen hätte es einer können! [Link]

Das ist doch gar nichts. Beim halboffiziellen Obama-Besuch in Dresden war mindestens ein Dutzend Polizeiboote im Einsatz — von der Verteidigung der Albertbrücke durch Berittene ganz zu schweigen. Und bis heute ist nicht klar, was uns der Besuch gebracht hat.


Goldene Frauen

18. Januar 2010

Reiche und prominente Frauen werben für ihre Stiftungen. Wenn ich die Plakate der Kampagne »GOLDENE BILD der FRAU« sehe, dann frage ich mich unwillkürlich: Könnte man dem Springer-Verlag in diesem Wettbewerb eine »Katharina-Blum-Stiftung« unterschieben? Oder würden die das noch merken?


Internationale Beteiligung am Treppenmarathon

18. Januar 2010

Drei Monate vor dem Start kam gestern die erste Mail des Treppenlauf-Teams. Am Radebeuler Treppenmarathon 2010 werden nach dem aktuellen Stand der Anmeldung Läuferinnen und Läufer aus insgesamt sechs Ländern teilnehmen: Frankreich, USA, Dänemark, Schweiz, Mexiko und Deutschland.

Sie alle haben ein Ziel: 8848 Höhenmeter und 84.390 Meter Laufstrecke in maximal 24 Stunden zu bewältigen. Und soviel kann man jetzt schon verraten: einige Sportler wollen in den 24 Stunden noch ein klein wenig mehr schaffen.

Bloggende Teilnehmer sind bisher: Ulf Kühne, Thomas Eller und ich. Sollte ich auf weitere Blogs stoßen, werde ich dezent darauf hinweisen.



An der Kette (2)

17. Januar 2010

Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es auf der Elbe noch die Kettenschifffahrt. Dieses Bild aus der »Gartenlaube« zeigt den Schiffsverkehr auf der Elbe.

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Kettendampfer auf der Elbe (1882).

Und die Ketten kann man heute im Verkehrsmuseum sehen — nebst interessanten Ausstellungsstücken und Medien zur Kettenschifffahrt.

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Kette eines Kettenschiffes (Bild 1).

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Kette eines Kettenschiffes (Bild 2).


Mitten auf dem Neumarkt

17. Januar 2010

steht bis heute dieser Container mit der Aufschrift »UNESCO-Weltkulturerbe«. Man sollte ihn unter Denkmalschutz stellen …

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Container auf dem Neumarkt in Dresden (Klick vergrößert).


ColoRadio: Die Kritik als Chance

17. Januar 2010

Ich habe in den letzten Tagen zum Thema coloRadio sehr schnell dazugelernt und mein Interesse an coloRadio ist gewachsen.

ColoRadio braucht eine breitere Unterstützung und Akzeptanz. Unterstützung und Akzeptanz können aber nur durch nachhaltige Veränderungen erreicht werden. Wenn der Träger sich eindeutig zu dem Ziel »Politische Meinungsvielfalt im freien Radio« bekennen würde, dann könnte coloRadio gegenüber der Politik punkten.

Bisher hat sich coloRadio nach außen politisch parteilich dargestellt. Aufgrund dieser Parteilichkeit ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass bei coloRadio nur linke Themen und linke Ideologie eine Chance haben. ColoRadio-Macher und Sympathisanten des Senders haben diese Position der Parteilichkeit in öffentlichen Diskussionen vertreten.

Inzwischen gibt es Signale einzelner coloRadio-Vertreter. Sie sagen sinngemäß: »Lege ein Konzept vor und mache eine Sendung. Es können auch liberale Themen sein. Mach einfach.«

Doch das sind einzelne Stimmen und Außenstehende können sehr schwer einschätzen, wie verlässlich diese Aussagen sind. Es ist definitiv nicht damit getan, dass Hals über Kopf ein außenstehender Blogger mal schnell eine Alibi-Sendung macht. Man kann nicht den dritten oder vierten Schritt vor dem ersten tun.

Aus meiner Sicht ist noch vieles unklar und ich bin für eine offene Diskussion, die ich mit folgenden Fragen einleiten würde:

1. Welcher Anteil der Verantwortlichen steht wirklich hinter dem Angebot der Öffnung für neue Angebote? Ist das die Mehrheit? Kann man sich auf Zusagen verlassen?

2. Wie kann die Meinungsvielfalt gesichert werden, wenn aus dem Kreis der bisherigen Hörer gegen »neue« Beiträge protestiert wird? Werden die neuen Angebote dann aus dem Programm genommen?

3. Welche Regeln sollen in Zukunft für vorgefertigte Beiträge aus externen Quellen [Organisationen, Parteien, Lobby-Organisationen, Radiosender] gelten? Entscheidet darüber der Moderator einer Sendung oder die Redaktion?

4. Wer genehmigt oder untersagt Sendungen? Gelten Sendeverbote aus der Vergangenheit weiter?



Hand in Hand

16. Januar 2010

Dresden wird am 13. Februar 2010 an die Opfer des Bombenangriffs und an die Versöhnung der einstigen Gegner nach dem Krieg erinnern. An diesem Tag werden sich demokratische Kräfte in einem ungewöhnlich breiten Bündnis zu einer Menschenkette zusammenfinden. Sie werden Gesicht gegen den Aufmarsch der Neonazis zeigen.

Nach langen Jahren des Streits haben sich CDU, FDP, Sozialdemokraten, das Bürgerbündnis, Grüne, Linke, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und viele zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengefunden. Bisher gab es immer wieder Konflikte, weil sich die Parteien nicht auf ein gemeinsames Konzept einigen konnten. Das soll nun endlich vorbei sein. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt.

Es gibt aber natürliche Gegner eines solchen Bündnisses: die Verächter der Demokratie vom rechten und linken Rand. Wenn sie denken, dass ihnen niemand zuhört, dann reden sie gern mal Klartext.


Im Traum sah ich heute nacht einen betrunkenen Mann in der Straßenbahn. Er las den Leuten mit lallender Stimme die Tageszeitung vor. Alles war Scheiße. Die Marktwirtschaft. Die Zeh-Deh-Uh. Die Eff-Deh-Beh. Und die weichgespülten Soozis sowieso.

Als die Bahn in eine Kurve fuhr, las er auch die Meldung über das Bündnis. Er wankte schwer und rülpste laut. Er konnte mit seiner Meinung nicht mehr hinter dem Berg halten:

»Hand in Hand
zum dreizehndn Februuuur
mit vergooohltn Kärzn,
Undersetzern aus Blasste.
Alles stinkt nach Blasste.
Haaand in Haaaand
Zum dreizehn …«

Dann brach mein Traum ab und ich konnte ihn nicht mehr fragen, was er damit meint. War es ein Demokratie-Verächter? War es jemand, der seine eigene Stadt und sein eigenes Land hasst?

Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Vielleicht laufe ich dem Traum heute nacht noch einmal nach.


Zielgruppenorientiert

15. Januar 2010

Ich nehme jetzt ein Rätsel mit ins Bett. In der lebhaften Diskussion um coloRadio sagte Falschgold mir heute:

und leider hast du das prinzip des freien radios wirklich nicht verstanden. die zielgruppe ist/entsteht mit den sendenden.

Ich würde mir ja schon lange vor dem Senden darüber Gedanken machen, wen ich erreichen will. Aber ich bin ja bloß ein kleiner Blogger und habe keine Ahnung ;-)


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