Verwunden

30. April 2010
Verwunden (Klick vergrößert).

Verwundener Stamm einer Amerikanischen Buche.


PR und Druck

30. April 2010

Wer viel druckt, kennt das ja: meist wird die Patrone im ungünstigsten Augenblick leer und man hat zwei Probleme. Erstens muss man eine neue Patrone besorgen und zweitens muss man die alte Patrone entsorgen.

Beide Probleme lösen viele Privatkunden einfach durch Nachfüllen der Patronen. Die meisten Tintenpatronen kann man selbst nachfüllen oder nachfüllen lassen. Von Tonerpatronen sollte man als Anwender die Finger lassen — denn mit Toner sollten nur Profis umgehen!

Die meisten Unternehmen tauschen die Patronen immer wieder gegen Originalpatronen aus oder verwenden nachgefüllte Originalpatronen von Drittanbietern.

Der Blogkollege vom Dresdner Rand greift nun eine Pressemitteilung auf, die per Mail an Dresdner Blogger verschickt wurde. Quintessenz: Man sollte doch den HP-Konzern dazu zwingen, seiner Selbstverpflichtung zum Abholen der Patronen nachzukommen. Ich habe diese PR-Mitteilung auch bekommen, doch ich habe dazu eine etwas andere Meinung als der Kollege.

In der Mitteilung wird vorausgesetzt, dass der HP-Konzern kein Interesse an der Rücknahme der Patronen habe und dass man ihn quasi zur Rücknahme antreiben müsse. Doch das stimmt nicht:

  1. keine zurückgegebene Patrone wird privat nachgefüllt,
  2. keine zurückgegebene Patrone wird von einem Drittanbieter nachgefüllt,
  3. aus jeder zurückgegebene Patrone kann teures Material zurückgewonnen werden.

Der HP-Konzern hat also ein vitales Interesse daran, dass möglichst viele Patronen zurückgegeben werden. Denn so kann er am besten Geschäfte mit den Originalpatronen machen. Dieses Geschäft ist sehr lukrativ und war oft der wichtigste Gewinnbringer des Konzerns. In der Computerzeitschrift c’t war mal eine Karikatur abgedruckt, wo die Einbrecher alle irdischen Werte im Tresor gelassen hatten — nur die Tintenpatronen waren weg.

Ich finde, dass das Einsammeln der Patronen beim Nutzer die schlechteste Möglichkeit ist. Wer umweltbewusst drucken will, hat heute schon folgende Möglichkeiten:

  1. Auswahl des Tintenstrahldruckers nach dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Die einzelnen Farbpatronen (C, M, Y, K) sollten sich separat wechseln lassen. Nachfüllmöglichkeiten sollten einkalkuliert werden.
  2. Auswahl des Laserdruckers nach dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Gerade die billigsten Laserdrucker erfordern einen häufigen Patronenwechsel — das geht ins Geld und belastet die Umwelt.
  3. Abgabe der alten Tintenpatrone beim Kauf der neuen: dafür gibt es in allen großen Elektronikmärkten Sammelbehälter.
  4. Rücksendung der alten Tonerpatrone im Kasten der alten: das ist immer kostenlos und belastet die Umwelt nur minimal (denn zur Post muss man sowieso).
  5. Und: »Think before you print«: man kann sich überlegen, ob man wirklich so viel drucken muss oder ob man nicht sparsamer drucken kann.

Für die Umwelt wäre mit dem Einsammeln allenfalls dann etwas getan, wenn große Mengen von Tintenpatronen an zentralen Sammelpunkten zurückgegeben werden könnten. Dann würde es sich lohnen, ein Fahrzeug dorthin zu schicken. Die Rückgabequote könnte HP auch durch materielle Anreize erhöhen.

Für mich persönlich sieht diese PR-Mitteilung im Grunde eher wie eine Maßnahme des viralen Marketings aus, damit der HP-Konzern eine größere Rückgabequote der Patronen erreicht und möglichst keine Anreize setzen muss.



Schuldenstadt

29. April 2010

Vielen Bürgern wird in diesen Tagen klar, wie gefährlich die Staatsverschuldung gestiegen ist. Nicht nur die Griechen haben auf Pump jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt. Trotz der scheinbar viel besseren Bonität haben wir dieses Problem auch in Deutschland, Sachsen, Dresden.

Daran sind wir als Wähler nicht unschuldig: viel zu lange haben wir uns von Versprechen blenden lassen, die aus den normalen Steuereinnahmen niemals finanzierbar gewesen wären. Kurzfristige Befriedigung war wichtiger als nachhaltige Entwicklung.

Auch in Dresden haben wir lange von Prestigeobjekten geträumt, die wir uns eigentlich nicht leisten können. Wir wollten zu viele Dinge zur gleichen Zeit haben. Das führt jeden Privatmenschen und jedes Gemeinwesen irgendwann in eine gefährliche Abhängigkeit.

Einige Dresdner Politiker denken trotzdem wieder über eine Neuverschuldung der Stadt nach. Angesichts der dramatischen Situation in Griechenland müssen wir uns jetzt entscheiden, ob wir einige schöne Projekte verschieben oder ob wir uns ein weiteres Mal in die Abhängigkeit von den Banken begeben wollen. Im Zweifel bin ich immer für die Unabhängigkeit.


Was wären wir ohne die Stadtverwaltung?

28. April 2010

Sie informiert uns: Am ersten Mai ist kein Wochenmarkt — darauf wären wir von selbst nie gekommen ;-)


Blüten im Park (1)

27. April 2010
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Blüten im Park (1).


Herbstfarbe im Frühjahr

26. April 2010
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Frische Blätter an einem Baum im Pohlandpark (26.04.2010).

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Frische Blätter an einem Baum im Pohlandpark (26.04.2010).


Fundsache

26. April 2010
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Fundsache im Pohlandpark (26.04.2010).


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