Am Donnerstag und Freitag der letzten Woche führte mich eine kurze berufliche Reise nach Hannover. Auf einer Plakatwand im Nieselregen war die folgende Frage zu lesen:
In Hannover gibt es sehr viel Kunst im öffentlichen Raum. Die folgenden Ansichten sind schon deshalb subjektiv, weil ich nur eine kleine Runde laufen konnte und weil es während meiner knapp bemessenen Freizeit meist genieselt hat. Aber sehen Sie selbst …
Spielkunst
Das hat in dieser Gegend wohl Tradition, wie man bei Tacitus lesen kann:
Das Würfelspiel, man muß sich wundern, üben sie unbetrunken als etwas Ernstes mit solcher Unvernunft für Gewinnen und Verlieren, daß, wenn Alles dahin ist, sie im äußersten und letzten Wurfe die Freiheit und den Körper daran setzen. Der Besiegte tritt in freiwillige Knechtschaft; obgleich jugendkräftiger, obgleich stärker, läßt er geduldig sich binden und verkaufen.
Ich dachte mir aber: Es gibt bessere Möglichkeiten, sein Geld auszugeben. Und warum sollte man freiwillig Glücksspielsteuern bezahlen? Das gefiel mir schon besser:
Skulpturen
An der nächsten Kreuzung warteten mehrere rätselhafte Figuren auf mich: Drachen? Vögel? Drachenvögel? Ein Beispiel:
Rätselhafte Figuren gab es auch an anderen Ecken …
… und auf dem Vorplatz der Nord/LB:
Baukunst (von oben)
Die nächsten beiden Bilder sind aus dem 10. Stock des Hotels aufgenommen.
Geschäftskunst
Ich sag ja immer: Werden Sie misstrauisch, wenn Sie Wendungen mit »Immer mehr …« oder »Immer besser …« lesen. In viel zu vielen Fällen ist das Misstrauen berechtigt.
Baukunst (von unten)
Schriftkunst am Bau

















Schön, auch mal was von anderen Städten zu sehen, von denen ich nur eine ungefähre Vorstellung habe.
Interessant scheint mir, dass man dort viele Kunstwerke in den öffentlichen Raum gestellt hat. Manchmal ist es vielleicht besser, ganz unbefangen und ohne Themenstadtplan durch die Straßen zu laufen. Ich werde die Stadt Hannover hoffentlich noch einmal bei besserem Wetter besuchen können, dann gibt’s mehr Bilder ;-)