Die Stadtverwaltung und ihr RSS-Feed

Als interessierter Dresdner Bürger kann man die Pressemitteilungen der Stadt in Form eines RSS-Feeds lesen. Die Stadtverwaltung schreibt dazu:

Wie erfahren Sie von neuen Pressemitteilungen auf dresden.de, ohne ständig alle relevanten Seiten im Auge behalten zu müssen? Mit RSS (Really Simple Syndication) können Sie permanent und komfortabel alle neuen Artikel einsehen.

Permanent und komfortabel? Vielleicht. Aber sicher nicht aktuell. Denn die Pressemitteilungen werden regelmäßig deutlich verspätet in den RSS-Feed gestellt. Manchmal sind sie sogar zuerst in den gedruckten Zeitungen zu lesen, bevor sie in den RSS-Feed kommen. Heute morgen wurde beispielsweise folgende Meldung veröffentlicht (Screenshot):

pm_2012-09-17

Im RSS: Eine leicht verspätete Pressemitteilung …

Im Text heißt es:

Der Sommer geht zur Neige und die Wassertemperaturen laden nicht mehr zum Baden im Freien ein. Dies ist auch in den Dresdner Freibädern zu bemerken, da die Badegäste ausbleiben. Aus diesen Gründen hat sich der Sportstätten- und Bäderbetrieb schweren Herzens entschlossen, die letzten noch offenen Freibäder ab Sonntag, 16. September, zu schließen.

So konnte man es dann auch am Wochenende in der Zeitung lesen.

freibad_dnn_400

Ausriss: DNN vom 15.09.2012 (Lokalteil).

Per RSS kommt die Meldung allerdings erst heute. Vielleicht sollte man die Stadt Dresden mal darauf hinweisen, dass RSS deshalb so weit verbreitet ist, weil man damit die Meldungen wirklich aktuell abrufen kann — wenn sie nicht gerade von der Stadtverwaltung Dresden kommen ;-)


Ergänzung: Links nachgetragen.


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16 Antworten zu Die Stadtverwaltung und ihr RSS-Feed

  1. Hallo Herr Vogelmeier,

    vielen Dank für den Hinweis. Da die PMs von den Verfassern jeweils manuell als Inhaltsseite ins Netz eingepflegt werden müssen, damit sie im RSS-Feed erscheinen, kann es aus organisatorischen Gründen manchmal passieren, dass dies erst am Folgetag (bzw. am Montag, wenn die PM am Freitag rausging) passiert, z.B. wenn der Verfasser terminlich verhindert war.

    Dies lässt sich leider nicht immer vermeiden oder im Voraus absehen.

    Wir bitten, dies zu entschuldigen.

    Dass die Meldungen dann schon in der Zeitung stehen, liegt daran, dass die Medien die PM über den E-Mail-Presseverteiler natürlich in jedem Fall bereits erhalten haben. Die Eintragung der PMs als Meldungen auf dresden.de sowie der damit zusammenhängende RSS-Feed und E-Mail-Newsletterversand sind ein zusätzlicher Service, um dessen Aktualität wir selbstverständlich immer bemüht sind.

    Viele Grüße

    Michael Müller

    Online-Redakteur
    Landeshauptstadt Dresden

    • stefanolix sagt:

      Prinzipiell sind dabei aber Blogger und alle anderen Autoren im Nachteil, die nicht im Presseverteiler stehen. Die Bürger ohne DNN übrigens auch: Wer sich zum Beispiel nur im Internet informiert, stand am Sonntag bei bestem Sommerwetter vor einem geschlossenen Freibad.

      Dass es an althergebrachten Verfahren liegt, hatte ich schon vermutet. Aber eine aktuelle RSS-Information funktioniert doch bei (fast) allen Medien. Man kann doch den Arbeitsablauf so verbessern, dass die Meldungen aus einer Quelle sowohl online als auch im Verteiler verbreitet werden. Das ist eigentlich Stand der Technik.

      Eine Bevorzugung weniger Printmedien scheint mir heute nicht mehr gerechtfertigt.


      Bleibt die spannende Frage: Wer ist Herr Vogelmeier? ;-)

    • stefanolix sagt:

      Ergänzung: Herr Müller hat insofern Recht, dass eine so lange Verzögerung wie beim Freibad-Artikel nicht die Regel ist. Oft werden die Artikel noch am selben Tag für den RSS-Feed freigegeben. Es gibt aber technische Lösungen, mit denen man sich (manuelle) Routinearbeit spart und alle Empfänger zur gleichen Zeit informieren kann.

      • Gibt es da vielleicht einfache Tools, die wir nutzen könnten? Vorschläge sind immer gern gesehen :) Das würde uns sehr helfen. Danke!

      • stefanolix sagt:

        Man kann doch die Sache einfach mal von der anderen Seite betrachten: Warum stellt man nicht alle Meldungen zuerst in das CMS auf der Website dresden.de? Das CMS gibt sie doch automatisch als RSS aus.

        RSS ist heute Standard. Zeitungs- und Onlineredaktionen, Blogger und alle anderen Interessengruppen könnten ihre Informationen zeitgleich per RSS beziehen [zur Not kann man einen E-Mail-Verteiler sicher problemlos ergänzen]. Damit spart man sich doch schon mal die doppelte Eingabe.

    • David sagt:

      @Michael Müller

      Das Problem, was ich hier rauslese ist doch, dass jede Mitteilung zweimal angefasst werden muss. Einfache Tools (im Sinne von einfach zu bedienen) gibt es dafür. WordPress zum Beispiel. Das wäre als Presseserver geradezu prädestiniert und ließe sich auch in andere Systeme integrieren.

      Normalerweise sollte das aber von dem bestehenden System geleistet werden können, Pressemittleilungen automatisch per Mail an die Journalisten zu schicken und gleichzeitig via RSS/HTML zu publizieren.

      PS: es schein hier irgendwie nicht möglich zu sein, mit einer E-Mailadresse zu kommentieren, die im wordpress.com-Netzwerk schon mal verwendet wurde. (“Anmelden geht auch nicht”) Schade.

    • stefanolix sagt:

      Vielleicht hatte jemand mit diesem Namen auch bei der Stadt nach dieser PM gefragt und die Antwort passte gerade ;-)

      • Eine andere Anfrage gab es nicht. Ich habe Sie leider versehentlich mit einem anderen Blogger verwechselt, der sich einmal auf einen Blogeintrag von Ihnen bezogen hat, weshalb ich annahm, dies sei sein Blog. Vielleicht hilft ja in Zukunft ein Impressum für etwas mehr Transparenz? ;)

      • stefanolix sagt:

        Hier gibt es unter »Kontakt« schon immer eine E-Mail-Adresse und die E-Mails werden sogar beantwortet. Auch zu älteren Beiträgen ;-)

  2. Bin mir nicht sicher, ob ein Hinweis an die Stadt Dresden wie beabsichtigt fruchtet oder nicht vielleicht eine Diskussion a la Waldschlösschenbrücke auslöst!

  3. Antifa sagt:

    Eine Email-Adresse ist doch aber kein Impressum? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    • stefanolix sagt:

      Nein. Ja.

      Im Ernst: Eine solche Diskussion ist an einem so schönen Tag einfach überflüssig. Ich betreibe hier überhaupt nichts, sondern WordPress betreibt ein riesiges weltweites elektronisches »speakers’ corner«. Wer das möchte, kann darauf seine Meinung sagen. Andere können antworten. Ganz unbürokratisch.

      Oder ist jemand der Meinung, dass alle regelmäßig auf WordPress kommentierenden Menschen in Zukunft auch ein Impressum mit sich führen sollten? Nicht wenige davon geben noch nicht mal eine gültige E-Mail-Adresse an.

      Wer mich erreichen will, findet ein offenes Ohr. Belassen wir es bitte dabei.

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