<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: »Der Turm« (1) in der ARD</title>
	<atom:link href="http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/</link>
	<description>Vermischtes aus Dresden</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 19:16:00 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
	<item>
		<title>Von: Verfilmung des Romans &#8220;Der Turm&#8221; von Uwe Tellkamp › Netzexil</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10741</link>
		<dc:creator><![CDATA[Verfilmung des Romans &#8220;Der Turm&#8221; von Uwe Tellkamp › Netzexil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 11:33:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10741</guid>
		<description><![CDATA[[...]  «Der Turm» (1) in der ARD  [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  «Der Turm» (1) in der ARD  [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Replik zur Verfilmung des Romans &#8220;Der Turm&#8221; von Uwe Tellkamp › Netzexil</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10740</link>
		<dc:creator><![CDATA[Replik zur Verfilmung des Romans &#8220;Der Turm&#8221; von Uwe Tellkamp › Netzexil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 11:32:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10740</guid>
		<description><![CDATA[[...]  «Der Turm» (1) in der ARD  [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  «Der Turm» (1) in der ARD  [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: B.L.O.G. &#8211; Bissige Liberale ohne Gnade &#187; Diese Woche (die 40.)</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10705</link>
		<dc:creator><![CDATA[B.L.O.G. &#8211; Bissige Liberale ohne Gnade &#187; Diese Woche (die 40.)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2012 19:07:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10705</guid>
		<description><![CDATA[[...] kann, beweist beispielhaft unser ehemaliger Mitblogger stefanolix mit seiner (passenderweise) zweiteiligen Rezension des ARD-Zweiteilers &#8220;Der [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] kann, beweist beispielhaft unser ehemaliger Mitblogger stefanolix mit seiner (passenderweise) zweiteiligen Rezension des ARD-Zweiteilers &#8220;Der [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hendrik</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10698</link>
		<dc:creator><![CDATA[Hendrik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2012 01:43:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10698</guid>
		<description><![CDATA[Seit gefühlten Monaten ;) schaue ich, ob es was zu Teil 2 bei Dir gibt. Nicht gesehen? Keine Meinung?

Meine TOP 10 der besten Filme ever ist etwas durcheinander geraten...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gefühlten Monaten ;) schaue ich, ob es was zu Teil 2 bei Dir gibt. Nicht gesehen? Keine Meinung?</p>
<p>Meine TOP 10 der besten Filme ever ist etwas durcheinander geraten&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10697</link>
		<dc:creator><![CDATA[stefanolix]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2012 20:04:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10697</guid>
		<description><![CDATA[Ich halte es für natürlich, dass Ihr Euch im Westen wenig für die DDR interessiert habt. Euch stand die ganze Welt offen. Da haben sich die Interessen auf ganz viele Länder verteilt. 

Wie viele Menschen interessieren sich denn heute in Deutschland so speziell für ein anderes Bundesland, dass sie viel Zeit dafür investieren? In ein anderes Bundesland oder in eines der Nachbarländer kann man heute ungehindert fahren — eine Reise in die DDR war für Westdeutsche immer mit Stress und Unsicherheiten verbunden.

Es gab für mich persönlich &lt;em&gt;nur einen einzigen Grund&lt;/em&gt;, misstrauisch gegen bestimmte Wessis zu sein: Das waren die unzähligen Plakate der linken Splittergruppen im TU-Gelände, ihre Veranstaltungen, ihr Habitus usw. — Wir hatten gerade die roten Bonzen und ihre Ideologie weggejagt und schon kamen linke Spinner aus dem Westen, die uns auf arrogante Weise und in verquaster Sprache belehren wollten, warum der Sozialismus doch gut sei und was die DDR falsch gemacht habe. 

&lt;hr&gt;

Ich denke, dass die Erstsemester 2012 nicht mehr allzu ärgerlich sind, wenn sie von der ZVS nach Dresden geschickt werden (gibt es die überhaupt noch?). Dresden hat sich einen guten Ruf als Reiseziel und Studienort erarbeitet. Die Freizeitbeschäftigungen der Studenten dürften sich angeglichen haben ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es für natürlich, dass Ihr Euch im Westen wenig für die DDR interessiert habt. Euch stand die ganze Welt offen. Da haben sich die Interessen auf ganz viele Länder verteilt. </p>
<p>Wie viele Menschen interessieren sich denn heute in Deutschland so speziell für ein anderes Bundesland, dass sie viel Zeit dafür investieren? In ein anderes Bundesland oder in eines der Nachbarländer kann man heute ungehindert fahren — eine Reise in die DDR war für Westdeutsche immer mit Stress und Unsicherheiten verbunden.</p>
<p>Es gab für mich persönlich <em>nur einen einzigen Grund</em>, misstrauisch gegen bestimmte Wessis zu sein: Das waren die unzähligen Plakate der linken Splittergruppen im TU-Gelände, ihre Veranstaltungen, ihr Habitus usw. — Wir hatten gerade die roten Bonzen und ihre Ideologie weggejagt und schon kamen linke Spinner aus dem Westen, die uns auf arrogante Weise und in verquaster Sprache belehren wollten, warum der Sozialismus doch gut sei und was die DDR falsch gemacht habe. </p>
<hr />
<p>Ich denke, dass die Erstsemester 2012 nicht mehr allzu ärgerlich sind, wenn sie von der ZVS nach Dresden geschickt werden (gibt es die überhaupt noch?). Dresden hat sich einen guten Ruf als Reiseziel und Studienort erarbeitet. Die Freizeitbeschäftigungen der Studenten dürften sich angeglichen haben ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10695</link>
		<dc:creator><![CDATA[stefanolix]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2012 19:52:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10695</guid>
		<description><![CDATA[Oh, das erfordert auch eine ganz lange Antwort. Ich kann nur für mich sprechen und meine (unvollständigen) Erinnerungen wiedergeben. 

Ich bin im Herbst 1989 gerade ein ganzes Jahr Student gewesen und war in dieser Zeit in der ESG aktiv. Vor und nach der Mauer-Öffnung gab es jeweils ein Treffen mit unserer Partner-ESG aus dem Westen. Solche Treffen wurden von der Bundesregierung unterstützt. Dabei wurde u. a. unser Bücherschrank in der ESG gefüllt, aber es gab vor allem sehr fruchtbare Gespräche und Arbeitskreise.

Im Mittelpunkt der Diskussionen mit Gleichgesinnten stand in der Lehre und auch im Studium der demokratische Rechtsstaat. Umweltfragen spielten auch eine Rolle (»Eine Mark für Espenhain«), aber sie waren nicht dominierend. 

Der »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« kam bei uns allenfalls als Zwischenstufe vor, weil wir ja in anderen Ländern sehen konnten, wie wenig sich mit einer Perestroika im Rahmen des alten Systems ändern würde. Ich erinnere mich: 1988 haben wir Stefan Heyms »&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Republik_Schwarzenberg&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Schwarzenberg&lt;/a&gt;« gelesen, weil wir mehr über Eigenständigkeit der Kommunen und demokratische Ansätze wissen wollten. 

Neben Orwells »Farm der Tiere« und »1984« kamen auch der »Archipel Gulag« (ganz oder in Ausschnitten) und andere Bücher über / von Dissidenten vor. Aber beim Lesen geht ja jeder seinen eigenen Weg, oft ist es auch Zufall, was einem in die Hände fällt. Aldous Huxleys »Brave New World« habe ich erst später richtig verstanden … Die Aufzählung ist unvollständig, ich müsste länger darüber nachdenken.

Dadaistische Avantgarde dürfte es eher in Berlin gegeben haben. In Weimar beeinflusste uns das Bauhaus. Das war an diesem Studienort aber auch unvermeidbar. 

&lt;hr&gt;

Ich hatte vor dem Studium die 18 Monate Wehrdienst geleistet und vor dem Wehrdienst kurzzeitig auf Montage gearbeitet. Mein Abschluss war Baufacharbeiter mit Abitur. 

Ich wäre für kein Studium der Welt drei Jahre zur Armee gegangen. In dieser Beziehung kann ich die Romanfigur Christian und auch den Autor Uwe Tellkamp überhaupt nicht verstehen. 

Ich wäre entweder Bauarbeiter geblieben oder ich hätte eine zweite Qualifizierung als Bibliothekar begonnen. Das hatte ich eigentlich auch nach der Armee noch einmal vor, als ich den Studienplatz schon sicher hatte.

&lt;hr&gt;

Ich bin mit der Theorie des Liberalismus eigentlich erst ab 2005 richtig in Berührung gekommen. Ich kann nicht ausschließen, dass es in der DDR Gruppen gab, in denen die Werke der liberalen Denker gelesen wurden. Die Grundlagen eines demokratisch verfassten Rechtsstaats waren aber den meisten Leuten bekannt, mit denen ich zu tun hatte. Genau den wollten wir auch ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, das erfordert auch eine ganz lange Antwort. Ich kann nur für mich sprechen und meine (unvollständigen) Erinnerungen wiedergeben. </p>
<p>Ich bin im Herbst 1989 gerade ein ganzes Jahr Student gewesen und war in dieser Zeit in der ESG aktiv. Vor und nach der Mauer-Öffnung gab es jeweils ein Treffen mit unserer Partner-ESG aus dem Westen. Solche Treffen wurden von der Bundesregierung unterstützt. Dabei wurde u. a. unser Bücherschrank in der ESG gefüllt, aber es gab vor allem sehr fruchtbare Gespräche und Arbeitskreise.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Diskussionen mit Gleichgesinnten stand in der Lehre und auch im Studium der demokratische Rechtsstaat. Umweltfragen spielten auch eine Rolle (»Eine Mark für Espenhain«), aber sie waren nicht dominierend. </p>
<p>Der »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« kam bei uns allenfalls als Zwischenstufe vor, weil wir ja in anderen Ländern sehen konnten, wie wenig sich mit einer Perestroika im Rahmen des alten Systems ändern würde. Ich erinnere mich: 1988 haben wir Stefan Heyms »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Republik_Schwarzenberg" rel="nofollow">Schwarzenberg</a>« gelesen, weil wir mehr über Eigenständigkeit der Kommunen und demokratische Ansätze wissen wollten. </p>
<p>Neben Orwells »Farm der Tiere« und »1984« kamen auch der »Archipel Gulag« (ganz oder in Ausschnitten) und andere Bücher über / von Dissidenten vor. Aber beim Lesen geht ja jeder seinen eigenen Weg, oft ist es auch Zufall, was einem in die Hände fällt. Aldous Huxleys »Brave New World« habe ich erst später richtig verstanden … Die Aufzählung ist unvollständig, ich müsste länger darüber nachdenken.</p>
<p>Dadaistische Avantgarde dürfte es eher in Berlin gegeben haben. In Weimar beeinflusste uns das Bauhaus. Das war an diesem Studienort aber auch unvermeidbar. </p>
<hr />
<p>Ich hatte vor dem Studium die 18 Monate Wehrdienst geleistet und vor dem Wehrdienst kurzzeitig auf Montage gearbeitet. Mein Abschluss war Baufacharbeiter mit Abitur. </p>
<p>Ich wäre für kein Studium der Welt drei Jahre zur Armee gegangen. In dieser Beziehung kann ich die Romanfigur Christian und auch den Autor Uwe Tellkamp überhaupt nicht verstehen. </p>
<p>Ich wäre entweder Bauarbeiter geblieben oder ich hätte eine zweite Qualifizierung als Bibliothekar begonnen. Das hatte ich eigentlich auch nach der Armee noch einmal vor, als ich den Studienplatz schon sicher hatte.</p>
<hr />
<p>Ich bin mit der Theorie des Liberalismus eigentlich erst ab 2005 richtig in Berührung gekommen. Ich kann nicht ausschließen, dass es in der DDR Gruppen gab, in denen die Werke der liberalen Denker gelesen wurden. Die Grundlagen eines demokratisch verfassten Rechtsstaats waren aber den meisten Leuten bekannt, mit denen ich zu tun hatte. Genau den wollten wir auch ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10694</link>
		<dc:creator><![CDATA[stefanolix]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2012 19:22:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10694</guid>
		<description><![CDATA[Danke! Das spornt mich nun doch an, einen zweiten Teil zu schreiben ;-)

Übungsbedarf habe ich auch. Täglich. Wenn ein Mensch glaubt, dass er keinen Übungsbedarf mehr hat, sollte ein Nahestehender umgehend den Rettungswagen rufen ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke! Das spornt mich nun doch an, einen zweiten Teil zu schreiben ;-)</p>
<p>Übungsbedarf habe ich auch. Täglich. Wenn ein Mensch glaubt, dass er keinen Übungsbedarf mehr hat, sollte ein Nahestehender umgehend den Rettungswagen rufen ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erling Plaethe</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10688</link>
		<dc:creator><![CDATA[Erling Plaethe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2012 10:40:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10688</guid>
		<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;Die politischen Diskussionen in den Kreisen auf dem »Turm« dürften etwas tiefgründiger gewesen sein&lt;/blockquote&gt;
Genau das, lieber stefanolix, interessiert mich brennend. Worüber wurde denn in diesen Kreisen diskutiert? Wessen Bücher las man, abgesehen von den bekannten Dichtern und Denkern. Welche philosophischen Modelle wurden geschätzt? War Karl Popper bekannt oder F. A. Hayek, die Philosophen der Aufklärung, des klassischen Liberalismus? 
George Orwells &quot;1984&quot; machte die Runde, das ist mir bekannt, aber wie wurde es bewertet? War Ayn Rand vielleicht sogar ein Begriff?
Meine Erfahrungen aus intellektuellen Kreisen denen ich angehörte, waren damals, um ganz ehrlich zu sein, dürftig.
Viel Rauch um wenig; Angst, Vorsicht und Geheimniskrämerei bestimmten die Diskussionen. Es drehte sich viel um Umweltfragen (Bewahrung der Schöpfung), den &quot;Sozialismus mit menschlichem Antlitz&quot; und Avantgarde-Kunst - Dadaismus vor allem.
Also meine Frage lautet:
Gab es eine Szene in Dresden die von diesem Klischee abwich? Eine Szene welche nicht nur den Sozialismus in Frage stellte sondern auch den Sozialstaat.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die politischen Diskussionen in den Kreisen auf dem »Turm« dürften etwas tiefgründiger gewesen sein</p></blockquote>
<p>Genau das, lieber stefanolix, interessiert mich brennend. Worüber wurde denn in diesen Kreisen diskutiert? Wessen Bücher las man, abgesehen von den bekannten Dichtern und Denkern. Welche philosophischen Modelle wurden geschätzt? War Karl Popper bekannt oder F. A. Hayek, die Philosophen der Aufklärung, des klassischen Liberalismus?<br />
George Orwells &#8220;1984&#8243; machte die Runde, das ist mir bekannt, aber wie wurde es bewertet? War Ayn Rand vielleicht sogar ein Begriff?<br />
Meine Erfahrungen aus intellektuellen Kreisen denen ich angehörte, waren damals, um ganz ehrlich zu sein, dürftig.<br />
Viel Rauch um wenig; Angst, Vorsicht und Geheimniskrämerei bestimmten die Diskussionen. Es drehte sich viel um Umweltfragen (Bewahrung der Schöpfung), den &#8220;Sozialismus mit menschlichem Antlitz&#8221; und Avantgarde-Kunst &#8211; Dadaismus vor allem.<br />
Also meine Frage lautet:<br />
Gab es eine Szene in Dresden die von diesem Klischee abwich? Eine Szene welche nicht nur den Sozialismus in Frage stellte sondern auch den Sozialstaat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Xeniana</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10686</link>
		<dc:creator><![CDATA[Xeniana]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2012 09:38:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10686</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Stefanolix1 Eine richtig gute Filmkritik,bemerke dann immer das ich noch Übungsbedarf habe:) Ich freue mich auf das Lesen deines Blogs. Viele Grüße Xeniana]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stefanolix1 Eine richtig gute Filmkritik,bemerke dann immer das ich noch Übungsbedarf habe:) Ich freue mich auf das Lesen deines Blogs. Viele Grüße Xeniana</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10685</link>
		<dc:creator><![CDATA[stefanolix]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 13:24:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10685</guid>
		<description><![CDATA[Danke für den langen Kommentar, ich komme später noch mal darauf zurück. 

Jetzt nur eine kurze Anmerkung: Meno Rohde (Götz Schubert) ist kein Zensor, sondern Lektor. Er gibt die Anweisungen von Zensoren weiter, er interpretiert sie, er versucht, mit der Zensur umzugehen. Aber er ist Verlagslektor.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den langen Kommentar, ich komme später noch mal darauf zurück. </p>
<p>Jetzt nur eine kurze Anmerkung: Meno Rohde (Götz Schubert) ist kein Zensor, sondern Lektor. Er gibt die Anweisungen von Zensoren weiter, er interpretiert sie, er versucht, mit der Zensur umzugehen. Aber er ist Verlagslektor.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lenbach</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10684</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 12:42:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10684</guid>
		<description><![CDATA[Ich möchte noch die schauspielerische Leistung des Zensors Götz Schubert hervorheben. Er wirkt mit seiner Mimik und Körpersprache so glaubhaft, so &quot;unschauspielerisch&quot;, daß man glaubt, der Mann sei wirklich so, in seiner Zerrissenheit. Großartig.

Als &quot;Altersgenosse&quot; ärgert es mich von Jahr zu Jahr mehr, mich damals nicht mehr für das Thema interessiert zu haben. Es passierten da quasi vor der Haustür der BRD die unglaublichsten Sachen, von denen ich gar keine Vorstellung hatte. Die DDR verband ich mich Mangel, maroder Bausubstanz und Menschen, an die irgendwie alle kränklich aussahen. Anscheinend war es dort so schlimm, daß alle weg wollten. Warum sollte man dort freiwillig hingehen? Diese im Nachhinein ignorante Haltung teilte ich mich vielen meiner Altersgenossen.

Als ich dann unfreiwillig durch die ZVS zum Studium nach Dresden geschickt wurde, war ich alles andere als begeistert. Das Verhältnis &quot;Wessis&quot;/&quot;Ossis&quot; betrug bei uns Mitte der 90er etwa 50/50. Auch hier blieben im Wesentlichen die Wessis unter sich, ebenso die Ossis, von denen mir viele irgendwie verstockt und mißtrauisch erschienen. Subjektiv: Die West-Studenten ließen die Sau raus, feierten rauschende Parties, die vielleicht um Mitternacht richtig losgingen, während die aus dem Osten ab 19:00Uhr in irgendeiner dunklen Altbauwohnung &quot;gemütlich&quot; zusammensaßen und eine Wurst grillten. Nicht wenige, die die DDR gerade mal als Kind erlebt hatten, erklärten mir, daß &quot;früher&quot; nicht alles schlecht war. Man schüttelte den Kopf über &quot;Die&quot; und kam sich überlegen vor. Kurz: Die beiden Seiten schienen einfach unkompatibel zu sein.

Heute bin ich froh, diese skurrile Zeit in Dresden erlebt und die Angelegenheit vor Ort kennengelernt zu haben, nicht nur als Besucher. Ich habe die Menschen hier mit den Jahren schätzen gelernt, die mir mit ihren Erzählungen und ihrem speziellen Humor die Verhältnisse in der DDR näherbrachten. Dabei fiel mir immer mehr auf, daß das DDR-System anscheinend etwas geschafft hat, was mit Sicherheit nicht beabsichtigt war: Nicht wenige Menschen hervorzubringen, die gelernt haben, sensibel zu sein, selbständig nachzudenken und das nicht an die große Glocke zu hängen. Das gefällt mir.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte noch die schauspielerische Leistung des Zensors Götz Schubert hervorheben. Er wirkt mit seiner Mimik und Körpersprache so glaubhaft, so &#8220;unschauspielerisch&#8221;, daß man glaubt, der Mann sei wirklich so, in seiner Zerrissenheit. Großartig.</p>
<p>Als &#8220;Altersgenosse&#8221; ärgert es mich von Jahr zu Jahr mehr, mich damals nicht mehr für das Thema interessiert zu haben. Es passierten da quasi vor der Haustür der BRD die unglaublichsten Sachen, von denen ich gar keine Vorstellung hatte. Die DDR verband ich mich Mangel, maroder Bausubstanz und Menschen, an die irgendwie alle kränklich aussahen. Anscheinend war es dort so schlimm, daß alle weg wollten. Warum sollte man dort freiwillig hingehen? Diese im Nachhinein ignorante Haltung teilte ich mich vielen meiner Altersgenossen.</p>
<p>Als ich dann unfreiwillig durch die ZVS zum Studium nach Dresden geschickt wurde, war ich alles andere als begeistert. Das Verhältnis &#8220;Wessis&#8221;/&#8221;Ossis&#8221; betrug bei uns Mitte der 90er etwa 50/50. Auch hier blieben im Wesentlichen die Wessis unter sich, ebenso die Ossis, von denen mir viele irgendwie verstockt und mißtrauisch erschienen. Subjektiv: Die West-Studenten ließen die Sau raus, feierten rauschende Parties, die vielleicht um Mitternacht richtig losgingen, während die aus dem Osten ab 19:00Uhr in irgendeiner dunklen Altbauwohnung &#8220;gemütlich&#8221; zusammensaßen und eine Wurst grillten. Nicht wenige, die die DDR gerade mal als Kind erlebt hatten, erklärten mir, daß &#8220;früher&#8221; nicht alles schlecht war. Man schüttelte den Kopf über &#8220;Die&#8221; und kam sich überlegen vor. Kurz: Die beiden Seiten schienen einfach unkompatibel zu sein.</p>
<p>Heute bin ich froh, diese skurrile Zeit in Dresden erlebt und die Angelegenheit vor Ort kennengelernt zu haben, nicht nur als Besucher. Ich habe die Menschen hier mit den Jahren schätzen gelernt, die mir mit ihren Erzählungen und ihrem speziellen Humor die Verhältnisse in der DDR näherbrachten. Dabei fiel mir immer mehr auf, daß das DDR-System anscheinend etwas geschafft hat, was mit Sicherheit nicht beabsichtigt war: Nicht wenige Menschen hervorzubringen, die gelernt haben, sensibel zu sein, selbständig nachzudenken und das nicht an die große Glocke zu hängen. Das gefällt mir.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Was denken die Dresdner über die Verfilmung von Uwe Tellkamps Der Turm? &#124; Journal ohne Ismus</title>
		<link>http://stefanolix.wordpress.com/2012/10/04/der-turm-1-in-der-ard/#comment-10683</link>
		<dc:creator><![CDATA[Was denken die Dresdner über die Verfilmung von Uwe Tellkamps Der Turm? &#124; Journal ohne Ismus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 09:16:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://stefanolix.wordpress.com/?p=18123#comment-10683</guid>
		<description><![CDATA[[...] verweise ich sehr gerne auf meinen geschätzten Blogger-Kollegen Stefanolix, der ein recht persönliches Zwischenfazit gezogen hat, wozu er als Zeitgenosse der Hauptfigur des Romans viel besser geeignet ist als ich. [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] verweise ich sehr gerne auf meinen geschätzten Blogger-Kollegen Stefanolix, der ein recht persönliches Zwischenfazit gezogen hat, wozu er als Zeitgenosse der Hauptfigur des Romans viel besser geeignet ist als ich. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
