Zwei Dresdner Blogger schreiben über sächsische Zeitungen

Ein Lesehinweis in Sachen Medien: Ich möchte hier einen Artikel und einen Kommentar im Dresdner Medienblog »Flurfunk« verlinken, weil sie beispielhaft zeigen, mit wie viel Kompetenz und Herzblut man auf Internetplattformen über die sächsischen Zeitungen schreiben kann.

Der Artikel von Peter Stawowy weist auf eine Sendung heute Abend im MDR-Radio hin. Der Kommentar von Steffen Peschel geht auf den Nutzen für die Leser und auf Qualitätskriterien für gute Lokalzeitungen ein.

Für mich steht fest: Die klassischen gedruckten Zeitungen werden auch in einem Mix aus Digital- und Print-Angebot nur dann überleben, wenn sie sich für fachlich fundierte Kritik und Beratung öffnen. Sie müssen den Lesern wieder mehr Nutzen bringen. Sie haben keine Chance, solange sie nur das Mantra »Wir waren noch nie so gut wie heute« vor sich hertragen. Denn erstens bezahlt ihnen das keiner und zweitens stimmt es weder hinten noch vorn.


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4 Antworten zu Zwei Dresdner Blogger schreiben über sächsische Zeitungen

  1. Zeitungsredaktionen sind für fachlich fundierte Kritik und Beratung offen, Das weiß ich aus eigener Erfahrung als Trainer und Berater. Auch kann ich nicht bestätigen, dass sie dem Leser keinen Nutzen bringen.

    • stefanolix sagt:

      Das kann ich auch nicht bestätigen. Ich habe geschrieben: »Sie müssen dem Leser wieder mehr Nutzen bringen.«


      Ich habe in den letzten beiden Jahren mehrmals gravierende Fehler aufgedeckt, zum Beispiel den Artikel in der »Sächsischen Zeitung« über einen Pirnaer Lehrer und eine Pirnaer Schule.

      Ich war auch der erste, der sich mit der Schleichwerbung auf dem Titel der »DNN« befasst hat.

      [Es gab auch noch schlimme Fehler bei der völlig ungeprüften Übernahme von Pressemitteilungen aus der Politik oder 50 frei erfundene Tote unter den Technikern von Fukushima].

      Die ersten beiden Themen wurden sogar überregional im BILD-Blog aufgegriffen. Mir ist nicht bekannt, dass sich die Zeitungsredaktionen in irgend einer Weise offen für Kritik gezeigt hätten.

      Entscheidend ist: Die Fehler wurden in keinem Fall berichtigt.

      Gestatten Sie mir deshalb eine gehörige Portion Skepsis, was die Offenheit der Dresdner Lokalzeitungen für fachlich fundierte Kritik betrifft.


  2. Lutz sagt:

    die Sächsische Zeitung hat zwar nun eine Kommentarfunktion, um zu interagieren, ist aber inhaltlich und vom Layout nun so schlecht, das man sich fragt, ob die bald zumachen wollen?
    Ich hab die SZ früher mit hergestellt und im Andruck sofort gelesen…
    das Interesse wird immer geringer, seitdem die allgemeine “Ver-BLÖD-ung” auch die SZ erreicht hat. Nicht so schnell, wie andere Blätter, aber durchgreifend.

    • stefanolix sagt:

      Geben wir ihnen einfach noch etwas Zeit. Wenn sie ihr Online-Angebot verbessern, hat die Kritik ja etwas gebracht.

      Die gedruckte »Sächsische Zeitung« hatte (hat?) in der Tat eine Schwächephase. Ich habe einige Dinge öffentlich kritisiert. Als regelmäßiger Käufer sehe ich in den letzten Monaten aber auch Tendenzen der Besserung. Man versucht wieder, auf die Leser einzugehen.

      Nicht alles ist nach meinem persönlichen Geschmack, aber man merkt, dass sie für bestimmte Zielgruppen wirklich etwas anbieten wollen.

      Natürlich müsste online eine ganz andere Fehlerkultur entwickelt werden (siehe: »Süddeutsche Zeitung«) und natürlich muss immer wieder die Trennung von redaktionellem Bereich und Werbung eingefordert werden. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben …

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