Die F.A.Z. berichtet vom Scheidungsmarkt

Heute habe ich in der F.A.Z. einen Artikel gefunden, der sich mit dem Markt für Dienstleistungen rund um die Scheidung befasst. Illustriert ist er mit dem Bild einer jungen Frau im Brautkleid, die auf einem Schrottplatz auf einen Kleinwagen einhämmert.


In der brand eins vom November habe ich zwei interessante Zahlen gesehen:

Risiko der Scheidung einer ersten Ehe: 50%
Risiko der Scheidung einer zweiten Ehe: 60%


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11 Antworten zu Die F.A.Z. berichtet vom Scheidungsmarkt

  1. Xeniana sagt:

    Es ist unglaublich womit sich alles Geld verdienen lässt….

    Die Zahlen erzeugen(jedenfalls in mir ) sofort die Frage, wieso bei der “. Ehe, dass Risiko noch mal steigt….Bedeutet das, das es keinen Lerneffekt gibt oder ist man schlichtweg einfach älter, individueller und kompromissloser?

    • stefanolix sagt:

      Vielleicht prägen sich bestimmte Verhaltensmuster ein oder es liegt an den bereits gesammelten Erfahrungen? ;-)

      Fairerweise muss man sagen: Es ist immer ein wenig unklar, woher die Zahlen kommen und welche Statistik mit welchem Ziel ausgewertet wurde.


      Wenn ich Versicherungsmathematiker wäre (die müssen ja oft Statistiken auswerten und Rückschlüsse aus den Zahlen ziehen), dann wäre ich wohl für immer ledig geblieben …


      PS: Wenn man die Angebote sieht, denkt man unwillkürlich: Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es spezielle Scheidungskindergärten gibt.

  2. Muyserin sagt:

    Wieso sortierst Du das unter Persönliches ein? Du provozierst damit die (nicht statthafte) Frage, ob das Thema für Dich relevant ist! ;P

    • stefanolix sagt:

      Weil ich die persönlichen Meinungen meiner Leserinnen und Leser hören wollte ;-)

      Wenn Du mich schon so direkt fragst: Ich wäre ganz sicher kein Kunde auf dem Markt der erwähnten Scheidungsdienstleistungen und ich würde auch ganz sicher nicht mit dem Vorschlaghammer auf Autos oder Computer losgehen. Ich denke, es gäbe in diesem Fall weder etwas zu feiern, noch etwas zu zerschlagen.

  3. Wolf sagt:

    Es gibt auch die statistisch untermauerte Aussage, dass die Ehe umso stabiler wird, je höher die ehespezifischen Investitionen sind. Je mehr auf dem Spiel steht, desto “teurer” wird die Scheidung, wobei in dieser Argumentation (a la Gary Becker) die Kosten nicht nur monetär verstanden werden.

    Ökonomie und Statistik versuchen, alle Lebensbereiche zu durchdringen – es gibt einen “Zauber” des Lebens, der für sie unzugänglich bleiben muss …

    • stefanolix sagt:

      Der Hinweis auf die Erhebungen zu den »Investitionen« ist interessant. Aber zwei Einwände:

      (1) Die Höhe der Investitionen sagt uns nicht die ganze Wahrheit. Entscheidend ist meiner Meinung nach, wie hoch der Aufwand ist, nach der Trennung wieder auf das gewünschte Lebensniveau zu gelangen.

      (2) Es erfordert viel mehr Energie, eine Beziehung zu erhalten, als eine Beziehung zu zerstören. Eine »reiche« Beziehung ist zerstörungsanfälliger als eine »arme« Beziehung.

      (3) Wie Du schon selbst sagst: Es kann längst nicht alles auf dieser Welt aus materieller Sicht erklärt werden.

      Ich würde mir die Statistiken gern mal näher anschauen. Wohlgemerkt: Nicht aus persönlichem Interesse, sondern nur, um etwas zu lernen ;-)

  4. Wolf sagt:

    Steigt das Scheidungsrisiko bei der zweiten Ehe tatsächlich? Da werden ja unterschiedliche Gruppen verglichen. Die erste Ehe kann bei allen geschieden werden, die jemals geheiratet haben. Die zweite Ehe kann nur bei denen geschieden werden, die schon eine Scheidung hinter sich haben. Das ist eine kleinere “Stichprobe” von Menschen, die mehr zur Scheidung “neigen” als die Gesamtgruppe aller Verheirateten.

  5. Rayson sagt:

    Ist doch logisch: Die bereits Geschiedenen sind offensichtlich (in ihrer Gesamtheit) auf Dauer weniger kompromissbereit als diejenigen, die so eine Ehe trotz allen Schwierigkeiten durchziehen. Dass unter denen sich dann ein höherer Anteil noch mal scheiden lässt, sollte wenig verwundern, zumal die Scheidung in diesem Kreis als Problemlösung ebenso offensichtlich akzeptiert ist.

    Ein “Lerneffekt” käme nur dann ins Spiel, wenn das Durchhalten als anzustrebendes Ziel gelten würde, das eigenen Bedürfnissen untergeordnet wird. Was gerade bei denen, die bereits einmal geschieden sind, mehrheitlich wohl gerade nicht der Fall sein wird.

    • stefanolix sagt:

      Ein Lerneffekt kann IMHO überhaupt nur dann eintreten, wenn der Mensch bereit ist, sein Verhalten und seine Fehler in der jeweils letzten Ehe ehrlich zu analysieren oder analysieren zu lassen.

      Dann muss er sich die richtigen Ziele setzen und seinen Egoismus zügeln.

      Ich glaube, dass viele im zweiten Versuch zwar ein schönes Ziel vor Augen haben, aber mit ihrer vorhergehenden Beziehung nie richtig fertig geworden sind.

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