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Ich beginne vor dem Fragebogen mit einigen persönlichen Daten: Stefan, Jahrgang 1967, verheiratet, zwei Kinder; von Beruf freiberuflicher Ingenieur, Autor, Programmentwickler und (mitarbeitender) EDV-Berater.
In meiner Jugend- und Studentenzeit hat mich die Demokratiebewegung in der DDR geprägt und seit dieser Zeit bin ich auch Mitglied der Evangelischen Kirche. Allerdings inaktiv und sehr skeptisch …
Bisher war ich noch nie Mitglied in einer politischen Partei. Wenn ich heute in eine Partei eintreten müsste, wäre es wohl eine bürgerrechtsbetonte FDP oder eine wirtschaftsverständige Grüne Partei. Ich sehe sowohl in der FDP als auch bei den Grünen durchaus Vernünftiges.
Aber ich bin sehr froh darüber, dass ich heute in keine Partei eintreten muss. Denn eine Partei für mich kann ich in Dresden nicht finden. Die Grünen verstehen nichts von Wirtschaft und beharren auf dem Verhindern. Die FDP ist eine Beton- und Wirtschaftspartei ohne Sinn für Kultur und Bürgerrechte. Die CDU ist spießig und die SPD ist bedeutungslos. Außerdem bilden SPD und CDU eine Große Koalition für Internetzensur, Überwachung und immer höhere Staatsquote.
Also ziehe ich mich wie in der DDR ins Private zurück. Aber das reicht mir nicht. Seit vielen Jahren beteilige ich mich schon an politischen Diskussionen im Internet. Anfang 2006 habe ich selbst mit dem Bloggen begonnen. Zu meiner täglichen Lektüre gehören die »F.A.Z.« und die beiden Dresdner Lokalzeitungen, einige liberale Blogs und die üblichen IT-Neuigkeiten. Am Wochenende lese ich die »Zeit« und die »F.A.S.«
Seit Januar 2007 bin ich ein liberaler Freizeitsportler: das bedeutet, dass man aus Eigenverantwortung etwas für seinen Körper tut. Ich laufe längere Strecken und bereite mich auf noch längere vor. Seit dem ersten Mai-Wochenende 2009 bin ich ein Ultra-Läufer. Oder ist man das doch erst nach dem zweiten Mal?;-)
Was ist für Sie das grösste Unglück?
Einsamkeit.
Wo möchten Sie leben?
Aus Dresden geht man nicht weg,
auch wenn es manchmal wehtut.
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Vollkommenes Glück kann ich nicht allein erreichen.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Überhaupt nur Fehler, die nicht vertuscht wurden.
Ihre liebsten Romanhelden?
Robinson, Harry Haller …
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Frauen, die sich ihre Rolle selbst schreiben.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Antigone, Penelope.
Ihre Lieblingsmaler?
Michelangelo, Raffael.
Ihr Lieblingskomponist?
Da muss ich schummeln und
mindestens Bach, Mozart und Beethoven nennen.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Ehrlichkeit, Klugheit, Toleranz, Selbstbeherrschung.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Siehe oben,
warum sollte man da Unterschiede machen?
Ihre Lieblingstugend?
Kameradschaftlichkeit.
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Denken, Lesen und Schreiben.
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Leiter einer großen Bibliothek.
Ihr Hauptcharakterzug?
Neugierige Skepsis.
Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten?
Verlässlichkeit.
Ihr größter Fehler?
War lange Zeit die Unordnung;
seitdem ich sie erfolgreich überwinde, ist es die Ungeduld.
Ihr Traum vom Glück?
Ich träume nicht vom Glück,
ich lebe, um mir mein Teil davon zu nehmen.
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Hilflos ausgeliefert zu sein.
Was möchten Sie sein?
Ein klein wenig größer als 1.75m ; -)
Ihre Lieblingsfarbe?
Blau.
Ihre Lieblingsblume?
Sonnenblume.
Ihr Lieblingsvogel?
Eisvogel.
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Stefan Zweig, Hermann Hesse.
Ihr Lieblingslyriker?
Die Frage muss ich zurückgeben:
ich lese fast nie Gedichte.
Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Einsame Friedensstifter zwischen zwei Fronten.
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Die Frauen, die um das (aktive und passive) Wahlrecht kämpften.
Ihre Lieblingsnamen?
Johann, Sebastian, Maria …
Was verabscheuen Sie am meisten?
Jede Art von Intransparenz,
besonders das Vertuschen von Fehlern.
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?
Unterschiedslos alle Despoten und Diktatoren.
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?
Jede militärische Entscheidung,
durch die mehr Menschenleben gerettet als geopfert wurden.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Eigentlich bewundere ich solche Politik,
die Reformen gar nicht erst notwendig werden lässt.
Aber wenn reformiert werden muss:
Jede Reform, die den Menschen Rechtssicherheit bringt,
jede Reform, die den Menschen Eigenverantwortung ermöglicht.
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Das absolute Gehör
und die Gabe,
ein Instrument so zu beherrschen,
dass mir die Leute gern zuhören.
Wie möchten Sie sterben?
Niemals oder im tiefen Schlaf.
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Offene Neugier.
Ihr Motto?
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …
Stefanolix arbeitet auch bei den Bissigen Liberalen mit, er schreibt dort über Themen zwischen Freiheit und Wirtschaft.
3. Dezember 2008 um 20:55 |
Hi,
was ist eigentlich mit den Bissigen Liberalen?
3. Juni 2009 um 17:40 |
Obwohl Du ja schon seit einiger Zeit fleißig bei mir kommentierst, hatte ich bis eben nicht geschnallt, daß da noch ein ganzes Blog mit dran hängt. Bist natürlich somit in meine Hallo of Fame (auch Blogroll genannt) der „Menschen am Fluß“ (= Dresdner Blogger) aufgenommen. Auf gute Nachbarschaft mit freundlichen Grüßen!
3. Juni 2009 um 22:45 |
Seit heute abend bist Du in meiner Blogroll (und meine Blogroll ist überhaupt wieder aufgetaucht, diese Widgets können so widerspenstig sein). Danke für Deine Grüße und ganz bestimmt wird das eine gute Nachbarschaft.
»Menschen am Fluss« — dann sollte ich also wieder häufiger an der Elbe fotografieren;-)
3. Juni 2009 um 23:03 |
Oh ja, meine Widgets treiben mitunter auch Schabernack, nach dem Motto „now you see them, now you don’t“.
Da ich selber vom Fotografieren wenig Ahnung habe, freue ich mich immer an Dresden- & Elbe-Bildern.
3. Juni 2009 um 23:06 |
PS Von der Vorspeisenplatte auf der Blogroll habe ich auch schon genascht: hintersinnige Person!
3. Juni 2009 um 23:28 |
Die Vorspeisenplatte war eines der ersten Blogs, das ich gelesen habe (sicher schon vor mehr als fünf Jahren). Kurze Zeit später wurde dann Frau Pepa aus Berlin zum Bloggen überredet;-)
4. Juni 2009 um 00:13 |
Wie, und die arme Pepa muß immer noch aushelfen, weil die Andere nur mal eben kurz Zigaretten in Berlin holen gegangen is’?
4. Juni 2009 um 00:21 |
Nein, Pepa hat auf die Vorspeisenplatte kurz aufgepasst und hat kurze Zeit später ein eigenes Blog begonnen (ihr heutiges Blog ist in meiner Blogroll verlinkt). Nach dem Blogsitting wurde sie zum Weitermachen überredet. Leider gibt es das Archiv nicht mehr.