10. November 2009
Meiner Blasewitzer Stadtteilzeitung entnahm ich gestern die folgende Information einer ortsansässigen Apotheke:
Salz tut nicht nur der Suppe gut. Gar lebenswichtig sind anorganische Salze für unseren Organismus. Fehlen diese mineralischen Substanzen, kommt es zu gravierenden Störungen der Zellfunktion.
So weit, so gut. Es geht dann weiter mit den üblichen Hinweisen: Stress, einseitige Ernährung und Arzneimittel können den Mineralhaushalt »durcheinanderbringen«. Das stimmt ja zweifellos. Dann kam die Zwischenüberschrift:
Doktor Schüßler entdeckt geradezu geniale Heilmittel
Ich schwöre, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts von Doktor Schüßler wusste. Ich Schussel! Ich las mit wachsender Spannung, dass sein biochemisches Heilverfahren weltweit anerkannt sei. Ich stellte mir vor, dass man einfach einen Salz-Cocktail nimmt, um dem Körper die wichtigsten Mineralstoffe zuzuführen. Schon wollte ich das Blättchen weglegen, doch dann kam der entscheidende Punkt:
Unsere Körperzellen können die angebotenen Mineralsalze am besten in homöopathischer Form aufnehmen.
Da lag ich fast unter dem Tisch vor Lachen ;-)
Vor einigen Tagen habe ich in dieser Apotheke eine Mineral- und Vitaminmischung für Sportler gekauft [entwickelt mit der Sporthochschule in Köln]. Jetzt bin ich doch etwas gekränkt, dass mich die Apothekerin nicht auf die Schüßler-Salze hingewiesen hat. Denn ich habe meine Brausetabletten an der Homöopathie-Theke bezahlt …
Der Link auf die November-Ausgabe (Seite 8!) ist wahrscheinlich nur einen Monat gültig. Ich weiß nicht, ob man auf vergangene Ausgaben verweisen kann. Deshalb habe ich einen Ausriss gespeichert.
PS: Ganz
unernst gehen die Betreiber von »Sheng Fui« mit dem Problem der Homöopathie in Apotheken um. So geht’s aber auch nicht!
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Verfasst von stefanolix
2. Juni 2009
Stephan schreibt in den Umgebungsgedanken über nachhaltige Gesetzgebung und sieht die Opel-Rettung im Widerspruch dazu. Das muss man so verstehen: bei der Opel-Rettung geht es nicht um Gesetzgebung, sondern um Wahlkampf. Da darf man nicht nachhaltig handeln.
In Dresden werden gerade mit staatlichem Fördergeld tausende Quadratmeter Einkaufsfläche gebaut und gleichzeitig steht die »Rettung« von Karstadt mit ebensolchem Geld unmittelbar bevor. Es ist klar, dass das völlig irre ist. Nur aus Interesse: wofür werden wohl mehr Millionen ausgegeben?
Nachhaltigkeit bedeutet in einem Wahljahr: Das Geld ist weg und die Schulden bleiben uns nachhaltig.
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Dresden, Dresdner Stadtpolitik, Geld, Politik, Wahlkampf 2009 |
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Verfasst von stefanolix
2. März 2009
Jemand wollte wissen, warum es hier manchmal so ruhig ist. Nun, immer wenn es etwas Licht zum Fotografieren gab, musste ich gerade arbeiten. Dazu das Theater um die Lehrerstreiks und das Hinterherlaufen nach der Bezahlung eines lange fertiggestellten Auftrags. Sinnloser Ärger mit der Krankenkasse wegen der Beitragsrückzahlung. Aber das wird alles wieder besser, schließlich ist der Frühling im Anmarsch und in vier Wochen beginnt die »Sommerzeit«;-)
Ich verweise heute mal auf einen Artikel, den ich gerade für die »Bissigen Liberalen« geschrieben habe: über lernende Kinder, erklärende Großeltern und streikende Lehrer.
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Dresden, Geld, Persönliches |
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Verfasst von stefanolix
19. Januar 2009
Sage niemand, dass er es nicht gewusst hat: Bereits 1994 und 1995 wurden verdiente Wertpapierhändler für ihr komplettes Versagen mit Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet. Damals hat man so etwas noch mit Humor gesehen …
1994: Jan Pablo Davila aus Chile, nimmermüder Händler von Finanzprodukten und früherer Angestellter der staatlichen Codelco Company [...] Er verlor eigenhändig 0.5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Chile.
1995: Gemeinsam verliehen an Nick Leeson und seine Vorgesetzte bei der Barings Bank und an Robert Citron aus Orange County, Kalifornien, für deren Gebrauch von Derivaten zur unmissverständlichen Demonstration, dass jedes Finanzinstitut seine Grenzen hat.
Quelle: Wikipedia (für 1994 und 1995).
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Geld, Politik | Mit Tag(s) versehen: Finanzkrise |
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Verfasst von stefanolix