nennt die »Sächsische Zeitung« einen sensationshaschenden Schnappschuss, auf dem der amerikanische Präsident Obama hinter der Scheibe einer Limousine in einen Schokoriegel beißt. Ich würde das Foto unter »Bilder, die die Welt nicht braucht« einordnen … Kann man einen Politiker nicht mal beim Essen eines Schokoriegels in Ruhe lassen?
Empowerment
19. Juli 2009Der amerikanische Präsident Barack Obama appellierte an die Afro-Amerikaner, sich selbst aus ihrer Opferrolle zu befreien. Obama forderte eine »neue Mentalität, eine neue Haltung«:
In einer leidenschaftlichen Rede rief Obama dazu auf, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sich mehr anzustrengen und gesellschaftlichen Aufstieg anzustreben. Am schlimmsten sei es, dass sich viele Schwarze mit ihrem Status als Bürger zweiter Klasse abgefunden und diese Rolle verinnerlicht hätten. [Quelle]
Wie viele Anhänger des amerikanischen Präsidenten Obama würden hierzulande den gleichen Forderungen zustimmen, wenn sie ein deutscher Politiker an sozial benachteiligte Deutsche gerichtet hätte?
Ein Obama-Pfad in Dresden
17. Juli 2009Wahr: Im Gedenken an eine Übernachtung des amerikanischen Präsidenten Obama in Dresden will die Stadt jetzt für die Touristen eine Art Obama-Gedenkpfad einrichten.
Falsch: Der Gedenkpfad wird mit Tafeln versehen, auf denen im Laufe der nächsten vier Jahre die enttäuschten Erwartungen an den amerikanischen Präsidenten Obama aufgezeichnet werden.
Die UNESCO flutet Dresden
1. Juli 2009Eilmeldung: Nach der Aberkennung des Welterbetitels und vor dem Eintreffen der ersten Brückensegmente hat die UNESCO mit der Flutung der Dresdner Innenstadt begonnen.
Eine Sprecherin sagte, man habe sich in Sevilla die Entscheidung für die »Operation Diluvio« nicht leicht gemacht. Es werde nun zunächst vierzig Tage und vierzig Nächte ununterbrochen regnen.
Aus Prag verlautet, der vertragstreue UNESCO-Partner Tschechien werde den Inhalt seiner Wasserspeicher elbabwärts schicken. Damit dürfte sich die Situation bis Freitag noch verschärfen.
Der alte Stadtrat beschloss in seiner hinterletzten Sitzung mit der Mehrheit der Stadträte von CDU und Blockparteien die Bestellung eines Flutmanagers. Der Macher Wolfram K. soll mit einer neuen Lederjacke und einem Anfangsgehalt von 100.000 Euro pro Woche ausgestattet werden. »Wir haben keine Orientierung, aber wir wollen Köhler!« blubberten die Stadträte der FDP, bevor sie in der Elbe versanken.
Auch die anderen Brückenbefürworter haben sich zur neuen Situation geäußert:
Der Freistaat Sachsen hat Fördergelder für den Weiterbau der Brücke zugesagt, falls die Bürger sich mehrheitlich gegen die UNESCO aussprechen. Ein Sprecher betonte, man werde die versunkenen Kosten aus Reserven der Sächsischen Landesbank refinanzieren.
Vertreter der Welterbe-Bewegung haben unterdessen schon seit mehreren Wochen an einem großen Kasten aus Holz gearbeitet. Das Holz trägt das Gütesiegel »Aus nachhaltiger Forstwirtschaft« und der Bau des Kastens erfolgte CO2-neutral. Unbestätigten Berichten zufolge haben die Brückengegner ein Paar von jeder Lebensform des Elbtals in den Kasten aufgenommen. Die Suche nach einer »Kleinen Hufeisennase« verlief leider vergeblich und auch die meisten Kröten waren bereits im Stadtrat verschluckt worden.
Ein Reporter von SPIEGEL-Online hat das vorerst letzte Lebenszeichen eines Dresdners aufgefangen. Der etwa dreißigjährige Mann sagte, er vertraue voll und ganz auf die Rückkehr des amerikanischen Präsidenten Obama. Solange dieser in der Stadt gewesen sei, habe es im Stadtrat keine falschen Entscheidungen und in der Verwaltung keine gravierenden Planungsfehler gegeben …
Obama und die Grünen: Der Unsinn geht weiter
6. Juni 2009Heute kam hier zum wiederholten Mal die Suchanfrage »obama weltkulturerbe wahlplakat grüne« herein und obwohl ich zur Zeit nur sporadisch auf mein Blog aufpassen kann, möchte ich gern über den aktuellen Stand berichten.
Die Grünen fühlen sich jetzt zensiert, weil die Stadtverwaltung die Plakate im Vorfeld des Obama-Gastspiels im Stadtzentrum abgenommen hat. Darüber kann man geteilter Meinung sein.
Prinzipiell ist es im Rahmen der Meinungsfreiheit möglich, den amerikanischen Präsidenten ungefragt auf einem Plakat für politische Ziele zu missbrauchen zu vereinnahmen. Übrigens hat auch das Logo der UNESCO auf Wahlplakaten nichts zu suchen. Schließlich muss wenigstens die verantwortliche Partei auf dem Plakat eindeutig erkennbar sein. Das war nicht der Fall:
Zur Erinnerung: Das Stadtzentrum war nicht nur ein Schauplatz des peinlichsten Wahlkampfes aller Zeiten, sondern auch Ort eines Staatsbesuchs. Das Plakat zeigt den Staatsgast in unvorteilhafter Weise und es ist ist in jeder Hinsicht misslungen. Dass man das Plakat also in Sichtweite der amerikanischen Gäste und der vielen Fernsehkameras in der Innenstadt abnimmt, ist möglicherweise verständlich. Ich will darüber kein abschließendes Urteil fällen.
Ich hätte Frau Orosz am Freitag gern mit einer NATO-Plane verhüllt, um diese schweinchenrosafarbene Peinlichkeit zu verbergen. Aber mich fragt ja wieder mal keiner und mich hätten sie sowieso nicht reingelassen.
Musik für Obama
4. Juni 2009Wahlplakate in Dresden (4): CDU und CDU-Parodie
4. Juni 2009Im Grunde liefert die CDU hier schon den Kommentar zum gesamten Wahlkampf: Symbole und Null-Aussagen ad nauseam. Die Grünen haben in den letzten Tagen wenigstens etwas Originalität bewiesen und die CDU noch ein wenig veräppelt. Aber dazu später mehr.
Verfasst von stefanolix 




