Wein für die Kranken

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Juliusspital in Würzburg. Die Geschichte des Spitals kann man in der Wikipedia nachlesen.

Gang im Juliusspital zu Würzburg

Gang im Juliusspital zu Würzburg

Interessant ist auch die Geschichte des Bürgerspitals. In beiden Fällen lautet die griffige Formel: Wein trinken für die Kranken und Gebrechlichen. Zum Wohl;-)

14 Responses to Wein für die Kranken

  1. Karan sagt:

    Feines Foto! :-)
    Dort würde ich immer am liebsten aus vollem Halse singen. Die Akustik von Wandelgang und Innenhof dürfte interessant sein. (Doch ich trau‘ mich nicht! ;-))

    Aber wann immer ich in’s Juliusspital komme, ärgere ich mich darüber, daß es im ganzen Gebäude immer noch keine Gedenktafel oder sonst eine Form der Erinnerung daran gibt, daß Julius Echter für die Errichtung seiner wohltätigen Stiftung den Würzburger Judenfriedhof plattmachen ließ, welcher – wie bei jüdischen Friedhöfen allgemein üblich – von der Gemeinde „auf ewige Zeit“ erworben und angelegt war…

    Das stiftungseigene Weingut produziert indes einen wirklich exzellenten Wein. Meine Empfehlung: Silvaner vom Stein oder von der Abtsleite.

  2. stefanolix sagt:

    Du bist aus Würzburg? Die Stadt gefällt mir, aber einige Sitten und Gebräuche finde ich etwas grenzwertig;-) — Ich habe noch viele Bilder gemacht und einige sind schon hier:

    https://stefanolix.wordpress.com/reisebilder/wurzburg/

    Aber in der Wikipedia ist schon vermerkt, dass ein Jüdischer Friedhof plattgemacht wurde. Es ist also bekannt. Warum gründet sich dann nicht eine Initiative, um sachlich daran zu erinnern?

  3. Karan sagt:

    Ich kann Deine Auffassung grundsätzlich voll bestätigen – aber welche Sitten und Gebräuche meinst Du denn konkret? ;-)

    Das mit der Gedenkplaketten-Initiative ist eine gute Idee!

  4. stefanolix sagt:

    Ich war am Beginn des Kiliani-Festes in Würzburg. Bei uns ist es nicht gerade üblich, dass man da eine Prozession durchführt (das Fest selbst ist ja eher nur so ein Rummel-, Trink- und Essfest, oder?).

    Aber es scheinen nicht mehr so sehr viele Leute bei der Prozession mitzumachen(?) Und dann die Reliquienverehrung. Ich bin eher protestantisch geprägt und habe das noch nie verstanden.

    Was ich auch interessant finde, ist diese Kirche mit den vielen kleinen Läden (Kiosken), in denen so allerlei verkauft wird. Da gibt es doch in der Bibel diese Geschichte von den Händlern und Wechslern, die aus dem Tempel vertrieben wurden;-)

    Den Wein fand ich bei meinen früheren beiden Besuchen Spitze, momentan trinke ich aus sportlichen Gründen keinen.

  5. Karan sagt:

    Ob Du’s glaubst oder nicht: die Prozession habe ich noch nie gesehen. Das mit den Reliquien ist für einen Protestanten bestimmt „brrr“…. ich glaube, um das verstehen zu können, muß man ein gerüttelt‘ Maß an Mittelalter in sich tragen. ;-)

    Das Kiliani-Fest ist tatsächlich eine Heiligen-Verehrungs-Veranstaltung, wurde aber bereits im Mittelalter mit einer Handelsmesse (auf dem Marktplatz) und einem Volksfest „aufgestockt“.

    Die Lädelchen um die Marienkapelle: Tjaaa… die Händler würden wahrscheinlich spitzfindeln, daß die ja AUSSEN an der Kirche dran sind und nicht innen drin… ;-)))
    Früher waren die übrigens ganz süß, mit lauter Alte-Damen-Kram, Holzspielsachen und Devotionalien. Jetzt ist das ja alles eher mundan.

    Schöne Fotos hast Du übrigens gemacht! Warst Du mal in Veitshöchheim (ein Stück den Main runter?) Da gibt es einen sehr fotogenen Rokokogarten.

    • stefanolix sagt:

      Ja, und noch ein gerüttelt‘ Maß an Mathe-Abstinenz: im Mittelalter gab es so viele Splitter vom Kreuz, dass man mehrere Dachstühle daraus hätte zimmern können;-)

      Ich bin ja eigentlich tolerant, aber welcher Kult da manchmal getrieben wird, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Mit den Waffen der Heiligen hatte ich mich hier schon mal befasst:

      https://stefanolix.wordpress.com/2009/07/14/die-waffen-der-heiligen/

      Ich habe eigentlich immer noch mehr Bilder als auf der Würzburg-Seite, aber leider fehlt einfach die Zeit zum Sichten und Urlaub ist nicht in Sicht. Leider war ich bisher wirklich nur in Würzburg und in Prichsenstadt. Aber es ist nicht aller Tage Abend und wenn Du mir das empfiehlst, werde ich eines Tages mit Kamera, Stativ, Objektiven und Akkus dort einreiten.

      Eine witzige Begegnung hatte ich noch: Du kennst den »Gedenkstein« für Walther von der Vogelweide? Da hat wirklich gerade ein Vogel Wasser aus einer Vertiefung getrunken. Das Bild ist aber leider nicht sehr scharf, weil ich die Kamera vor Schreck leicht verrissen habe.

      • Karan sagt:

        Hihi die bewaffneten Heiligen sind klasse!

        Das Lusamgärtlein ist einer meiner Lieblingsplätze. Wunderschön zum Lieder schreiben, unter den Bäumen im Schatten und mit dem Geist Walthers, der inspirierend um einen herumschwebt (so ein bissl Mittelalter hab‘ ich ja doch in mir…)

        Das Foto will ich mal sehen! Ich finde es toll, daß die Vögel dort Wasser und Futter bekommen – so einen Grab- bzw. Gedenkstein hätte ich auch gerne mal.

        In Würzburg und Umgebung gibt es noch etliche fotogene Ecken, eine erneute Anreise wäre daher ausdrücklich zu empfehlen, nicht zuletzt wegen der gesundheitsfördernden Mineralisierung mittels Frankenwein…

      • stefanolix sagt:

        Ganz unten habe ich vier Bildadressen gepostet. –
        Wenn Du dort mal sitzt, nimm einfach eine Kamera und einen Fernauslöser mit. Ich bin sicher, dass Du bald ein richtig schönes Foto haben wirst;-)

  6. Karan sagt:

    P.S.: Frankenwein sollte man gerade aus sportlichen Gründen trinken! Das Zeug ist eine solche Mineralbombe… ;-)))

  7. Karan sagt:

    Ein durchsichtiger Vogel – wie schöööön! :-)

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