Wie müsste ein Reader aussehen?

Nicht erst seit der Lektüre dieses F.A.Z.-Artikels habe ich mir überlegt, wie für mich ein Reader — also ein Lesegerät für eBooks — aussehen müsste.

  1. Der Reader müsste neben seinem herstellergebundenen Format mindestens noch PDF-Dateien und Textdateien anzeigen.
  2. Der Reader müsste mir das Anbringen von Korrekturzeichen und Anmerkungen in PDF-Dateien und Texten ermöglichen.
  3. Ideal wäre, wenn der Reader ein offenes Format unterstützen würde, in dem man gemeinfreie Texte, eigene Texte oder Texte unter CC-Lizenz auf den Reader übertragen kann.
  4. Der Anbieter darf unter keinen Umständen auf den Reader zugreifen können, um herauszufinden, was ich gespeichert habe oder um gar Dateien von meinem Reader zu löschen.
  5. Der Reader muss über WLAN mit neuem Datenmaterial gefüllt werden können, er muss darüber hinaus mindestens eine Art von Speicherkarten unterstützen und einen USB-Anschluss haben.

Und er darf nicht mehr kosten als ein 11-Zoll-Netbook mit Linux. Denn das hat all diese Möglichkeiten schon eingebaut;-)

7 Responses to Wie müsste ein Reader aussehen?

  1. foster sagt:

    Ergänzung:

    6. Die Laufzeit der Batterien/des Akkus sollte im Wochenbereich liegen. Bei einer Art E-Book erwarte ich deutlich mehr Unabhängigkeit vom E-Netz als bei einem Notebook.

    Die Punkte 4 und 5 sind (bei einem derart spezialisierten Gerät) vermutlich unvereinbar.

  2. stefanolix sagt:

    Wieso sind die Punkte 5 und 6 unvereinbar? Jedes Update, jede Änderung muss mit Admin-Kennwort genehmigt werden. Im Normalzustand ist das Gerät nach außen hin geschlossen.

    Die Akku-Laufzeit wird sich ständig verbessern. Ich wäre mit 16 Stunden intensiver Nutzung bzw. 24 Stunden Nur-Lesen erst mal zufrieden. Über spezielle Zusatz-Akkus könnte man mehr Stunden Netzunabhängigkeit haben.

  3. foster sagt:

    Wieso sind die Punkte 5 und 6 unvereinbar?

    4 und 5.

    Weil sowohl Gerätehersteller wie auch Contentanbieter (soweit nicht ohnehin identisch) ein Interesse an einer solchen Zugriffsmöglichkeit haben.

    Um das auszuhebeln, bräuchte es schon einen hohen Anteil der (potentiellen) Kunden, die in dem Fall konsequent sagen „kauf ich nicht!“ Und ich habe sehr starke Zweifel, dass viele Leute dieses Kriterium in ihre Kaufentscheidungsüberlegungen auch nur einbeziehen.

    • stefanolix sagt:

      Möglich. Deshalb betone ich es ja nach dem Amazon-Kindle-Vorkommnis besonders. Ich werde mich mal umsehen, was es auf dem Markt schon gibt und wie sich andere dazu positionieren.

      Zumindest muss der Privatbereich mit eigenen Dokumenten konsequent vom Contentbereich mit DRM-geschützten eBooks getrennt sein. Und das ist wirklich keine zu hohe Anforderung.

  4. foster sagt:

    Nachtrag um Akku: „im Wochenbereich“ meinte ich natürlich brutto, also einschließlich Gerät ungenutzt rumliegen lassen. 16 bis 24 Stunden echter Nutzung dürften bei mir für etwa 7 bis 10 Tage reichen. Wäre akzeptabel. Jedenfalls bei Akkus. Aber bloße nicht wiederaufladbare Batterien passen ja ohnehin in kaum noch ein Gerät.

  5. stefanolix sagt:

    OT: In Deinem Verweis auf Dein Blog ist ein Komma statt eines Punktes. Ich behebe das mal, aber Du solltest es im Formular in Deinem Browser auch tun.

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