Würzburg am Morgen

10. Juli 2009

Schnell einige Bilder von einem Rundgang durch Würzburg heute morgen …

Blick über die älteste Mainbrücke und andere Bilder aus Würzburg …

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Blick über die älteste Mainbrücke und andere Bilder aus Würzburg …


Die Götter in Dresden

9. Juli 2009

Die Großplakate in der Innenstadt und dieser Artikel in der F.A.Z. hatten mich neugierig gemacht. Deshalb ich mir gestern eine Stunde Zeit genommen, um einen Blick auf die Götter im Japanischen Palais zu werfen. Ein Blick durch das Objektiv ist leider verboten und ich wollte nicht heimlich etwas Verbotenes tun. So blieb es dabei:

Bild einer Statue zwischen den Säulen im Japanischen Palais

Bild einer Statue zwischen den Säulen im Japanischen Palais

Eine Stunde ist viel zu wenig. Ich weiß aber jetzt, dass ich noch mindestens einmal wiederkommen werde: zum »Dresdner Zeus«, zu den Statuen der Athene, zum Antinous im ägyptischen Stil als Osiris und zum Diadumenos.

Oder einfach nur, um zufällig noch einmal die Museumsführerin zu hören, wie sie mit innerer Begeisterung das Gewand einer Herculanerin beschreibt.


Wolfram Köhlers Zirkusspiele

8. Juli 2009

In einem Interview mit der »Sächsischen Zeitung« hat der designierte Superman(ager) Wolfram Köhler den Bau einer neuen Arena in Dresden gefordert. In dieser Arena sollen Boxkämpfe und Länderspiele stattfinden. Mir kam dabei spontan der Ausspruch »Brot und Spiele« in den Sinn:

Juvenal kritisiert in dieser Satire das römische Volk, das in der Zeit der funktionierenden Republik die Macht an Feldherren verliehen und Beamte gewählt habe und sich jetzt ängstlich nur noch diese beiden Dinge wünsche: Brot und Spiele.[Wikipedia]

Geschichte wiederholt sich als Farce: die alten Stadträte haben nicht nur einen »Supermanager« gewählt und sehr viel Verantwortung auf ihn delegiert. Sie gaben ihm auch noch wesentlich mehr Rechte, als sie eine gewählte Person in Dresden je hatte. Und was bekommen wir dafür? Boxkämpfe!

Leider ist das Interview bis jetzt online nicht verfügbar. Ich kann nur allen Dresdnern empfehlen, sich heute eine »SZ« zu kaufen, damit später niemand sagen kann, er habe von nichts gewusst. Ich werde das Interview kommentieren, wenn Ihr Gelegenheit hattet, es zu lesen. Update: Das Interview ist jetzt verfügbar.

Nein, ich sage jetzt nichts mehr. Außer vielleicht: Achtet nicht nur auf die Antworten. Achtet auf die Fragen unserer freien Presse.


Disclaimer: Ich lehne die Berufung Köhlers in diese Machtposition aus prinzipiellen liberalen und demokratischen Beweggründen ab. Ich habe mich hier im Blog mehrfach sachlich dagegen ausgesprochen.

Die Kläger gegen den Stadtratsbeschluss und die prominentesten Gegner einer Berufung des Supermananagers kommen offensichtlich aus der Linkspartei. Ich habe mit der SED-Nachfolgepartei politisch nichts zu tun, ob sie sich nun SED, PDS oder Linkspartei nennt. Immerhin hat sie aber konsequent als einzige Partei ihr Recht auf Kontrolle staatlichen Handelns wahrgenommen. Die anderen waren wohl schon alle im Urlaub …



Dresdner Abendbilder

7. Juli 2009

Zwei Leinwände bei den Filmnächten

Zwei Leinwände bei den Filmnächten am 06.07. (Klick vergrößert).


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Und es wird doch Sommer

5. Juli 2009

Es wird doch noch Sommer in Dresden (die UNESCO schickt keinen Regen mehr, denkt aber über andere biblische Plagen nach).

Es wird also Sommer und die Insekten im Botanischen Garten haben Hunger (Klick auf die Bilder vergrößert) …

Der Schmetterling …

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Der Schmetterling …

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Der goldene Engel

5. Juli 2009

Aus der DNN vom Wochenende (04./05. Juli 2009):

»Wer bei dieser Hitze zu wenig trinkt und zu viel in die pralle Sonne geht, der sieht womöglich nicht nur den goldenen Engel doppelt.«

Darüber könnte man ja reden, hätte dies nicht unter einem Bild der Fama auf der Kunstakademie gestanden. Eine Fama ist aber alles andere als ein Engel.

Und das steht in einer Zeitung, die früher mal für ihre Kulturseiten gelobt wurde …

Sieht sie aus wie ein Engel?

Sieht sie aus wie ein Engel?


Junger Gott vor alter Kulisse

4. Juli 2009
Werbung für die Ausstellung im Japanischen Palais vor der Kulisse Dresdens …

Werbung für die Ausstellung im Japanischen Palais vor der Kulisse Dresdens …


Fördermittelmonarchie

3. Juli 2009

In den Diskussionen über die Waldschlößchenbrücke fiel in letzter Zeit manchmal der Begriff »Fördermitteldiktatur«. Damit wird die Tatsache umschrieben, dass der Freistaat Sachsen die Entscheidungen zum Bau der Brücke allein schon durch die Zusage von Steuergeld und die Ablehnung jeglicher Alternative entscheidend beeinflusst hat.

Ich war mit dem Begriff nicht so richtig zufrieden, denn er trifft die Mentalität der Dresdner nicht. Diktatur bedeutet ja, dass den Menschen die Möglichkeit zur freien und verantwortlichen Entscheidung gewaltsam genommen wird.

Doch viele Dresdner wollen eigentlich gar keine Verantwortung übernehmen. An der Abstimmung über die Brücke haben sich etwa 50% beteiligt und an der Stichwahl über das Amt des Oberbürgermeisters noch deutlich weniger. Wenn man ein Kreuz im Wahllokal als aktive Unterstützung einer Sache, einer Partei oder einer Person wertet, hatte also die Oberbürgermeisterin noch viel weniger aktive Unterstützung als eine hässliche Betonbrücke.

Die Dresdner brauchen wohl doch wieder einen König und im Grunde wird ja heute die Politik der sächsischen Könige mit anderen Mitteln fortgesetzt: Nimm das Geld der Sachsen und baue in Dresden. Dass das Land heute Freistaat heißt, ist im Grunde nur ein Betriebsunfall der Geschichte, die Krone ist ja noch überall zu sehen.

Als die Dresdner mal selbst Verantwortung übernahmen, da beauftragten sie den Ratszimmerermeister George Bähr und bauten sich die Frauenkirche. Als die Frauenkirche in Trümmern lag, haben die Dresdner sie wieder aufgebaut. Aus der ganzen Welt bekamen wir Unterstützung, weil das Projekt so faszinierend war.

Wenn die Dresdner Glück haben, dann bekommen sie von ihren Monarchen solche Bauwerke wie den Dresdner Zwinger, die Kathedrale oder das Schloss Pillnitz. Diese Bauwerke werden bis heute bewundert, weil Auftraggeber und Baumeister mit Sinn für Ästhetik am Werk waren. Aus der ganzen Welt wird Dresden dafür Interesse entgegengebracht.

Aber wenn die Dresdner mal so richtig Pech haben, dann bekommen sie eben ein Bauwerk wie die Waldschlößchenbrücke. Dort haben weder Auftraggeber noch Baumeister diesen Sinn für Ästhetik entwickelt. Es gibt bis heute keinen anerkannten Fachmann, der sagt: »Ich finde diese Lösung überzeugend«. Aus der ganzen Welt wurde Dresden mit Spott und Unverständnis bedacht.

Das Ergebnis spricht nicht nur gegen Auftraggeber und Baumeister, obwohl beide ihrer Rolle offensichtlich nicht gewachsen waren. Es sagt viel mehr über die Dresdner selbst aus, weil sehr viele von ihnen ihre Rolle gar nicht erst annehmen wollten.

Die Krone des Freistaats

Die Krone des Freistaats


Danke an Silvia, die mich in dieser Diskussion auf den Begriff »Fördermitteldiktatur« und damit zum Nachdenken über diesen Beitrag gebracht hat.



Die UNESCO macht ernst …

2. Juli 2009

Erste schockierende Bilder nach meinem gestrigen Beitrag zeigen: das Wasser steigt. An einigen Stellen holt sich die Natur schon Raum zurück. Aber sehen Sie selbst (ein Klick auf die Bilder vergrößert):

Die Natur beginnt langsam, sich das Elbtal zurückzuholen …

Die Natur beginnt langsam, sich das Elbtal zurückzuholen …


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Die UNESCO flutet Dresden

1. Juli 2009

Eilmeldung: Nach der Aberkennung des Welterbetitels und vor dem Eintreffen der ersten Brückensegmente hat die UNESCO mit der Flutung der Dresdner Innenstadt begonnen.

Eine Sprecherin sagte, man habe sich in Sevilla die Entscheidung für die »Operation Diluvio« nicht leicht gemacht. Es werde nun zunächst vierzig Tage und vierzig Nächte ununterbrochen regnen.

Die UNESCO flutet Dresden;-)

Die UNESCO flutet Dresden;-)

Aus Prag verlautet, der vertragstreue UNESCO-Partner Tschechien werde den Inhalt seiner Wasserspeicher elbabwärts schicken. Damit dürfte sich die Situation bis Freitag noch verschärfen.

Der alte Stadtrat beschloss in seiner hinterletzten Sitzung mit der Mehrheit der Stadträte von CDU und Blockparteien die Bestellung eines Flutmanagers. Der Macher Wolfram K. soll mit einer neuen Lederjacke und einem Anfangsgehalt von 100.000 Euro pro Woche ausgestattet werden. »Wir haben keine Orientierung, aber wir wollen Köhler!« blubberten die Stadträte der FDP, bevor sie in der Elbe versanken.

Auch die anderen Brückenbefürworter haben sich zur neuen Situation geäußert:

Ganz stark im Aufkrempeln

Bürgerentscheid gegen die UNESCO!

Der Freistaat Sachsen hat Fördergelder für den Weiterbau der Brücke zugesagt, falls die Bürger sich mehrheitlich gegen die UNESCO aussprechen. Ein Sprecher betonte, man werde die versunkenen Kosten aus Reserven der Sächsischen Landesbank refinanzieren.

Vertreter der Welterbe-Bewegung haben unterdessen schon seit mehreren Wochen an einem großen Kasten aus Holz gearbeitet. Das Holz trägt das Gütesiegel »Aus nachhaltiger Forstwirtschaft« und der Bau des Kastens erfolgte CO2-neutral. Unbestätigten Berichten zufolge haben die Brückengegner ein Paar von jeder Lebensform des Elbtals in den Kasten aufgenommen. Die Suche nach einer »Kleinen Hufeisennase« verlief leider vergeblich und auch die meisten Kröten waren bereits im Stadtrat verschluckt worden.

Ein Reporter von SPIEGEL-Online hat das vorerst letzte Lebenszeichen eines Dresdners aufgefangen. Der etwa dreißigjährige Mann sagte, er vertraue voll und ganz auf die Rückkehr des amerikanischen Präsidenten Obama. Solange dieser in der Stadt gewesen sei, habe es im Stadtrat keine falschen Entscheidungen und in der Verwaltung keine gravierenden Planungsfehler gegeben …


Pfeilerpaare in Grätschstellung

1. Juli 2009

In den Umgebungsgedanken gefunden: ein Video zur Qualität der Waldschlößchenbrücke, unterlegt mit der Beschreibung eines bekannten Denkmalpflegers. Bitte anschauen!


Frau Fama und Frau Luna

1. Juli 2009

Das Bild zeigt die Fama auf der Dresdner Kunstakademie am Montag. Und Frau Luna hat ganz schön abgenommen;-)

Frau Fama und Frau Luna

Frau Fama und Frau Luna


Elbhang im Nebel

1. Juli 2009

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Fernsehturm im Nebel


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