Die Koalitionsaussage der sächsischen Grünen?

Sehr geehrter Herr Lichdi,

darf ich die folgende Aussage auf Ihrer Webseite so verstehen, dass Sie gern als kleinster Partner in eine Koalition unter Führung der SED-Erben einsteigen möchten?

Ich werbe insbesondere um die sozialdemokratischen Wähler, die sich eine Regierungsbeteiligung der SPD außerhalb einer Koalition mit der CDU wünschen. Meine Direktwahl wäre ein starkes Zeichen, dass auch in Sachsen eine Mehrheitsbildung links von der CDU möglich ist.

Momentan liegt die PDS/Linkspartei in den Umfragen ein ganzes Stück vor der SPD und die SPD liegt noch ein ganzes Stück vor den Grünen. Eine Koalition »links von der CDU« ist nur mit diesen drei Parteien möglich.

Ich habe Ihnen diese Frage vorgestern — am Jahrestag des Mauerbaus — in Ihrem Blog gestellt. Leider habe ich bis heute keine Antwort bekommen.

Mich würde auch interessieren, was die Vertreter Ihrer Partei dazu sagen, die 1989 mit vielen anderen (auch mit mir) gemeinsam gegen das SED-Regime auf die Straße gegangen sind. Bitte erklären Sie mir, wie Sie Ihre Koalitionsabsicht mit der Entstehung des Bündnis 90 aus der Bürgerrechtsbewegung der DDR vereinbaren können.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanolix,
Blogger aus Dresden

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5 Responses to Die Koalitionsaussage der sächsischen Grünen?

  1. henteaser sagt:

    Ich hoffe nicht, dass ich auf dem linken Auge dermaßen blind bin, aber die LINKEn haben m. E. als einzige ein stimmiges Wirtschaftsprogramm vorzuweisen. Bei dir klingt es immer, als wöllte der Gysi hier Mauern auf- und Wismut-Uran abbauen lassen, sobald er ‚an der Macht‘ ist.

    • stefanolix sagt:

      Ein stimmiges Wirtschaftsprogramm gibt es schon. Es heißt Soziale Marktwirtschaft, wobei »sozial« das Attribut zu »Marktwirtschaft« ist und »Marktwirtschaft« natürlich Regeln unterliegt (Stichwort: Ordoliberalismus). Das Konzept der Linken läuft letztlich immer auf eine Soziale Staatswirtschaft heraus und das hatten wir schon ;-)

      Zur Linken in Sachsen nur noch soviel: Die Linke/PDS lässt hier gerade die ehemalige hauptamtliche — und damals als Hardlinerin bekannte — SED-Parteisekretärin der TU Dresden als Kandidatin antreten. Und der Landtagsabgeordnete Volker Külow sollte auch ein Begriff sein. Ich würde als Abgeordneter einer Bürgerrechtspartei mit solchen Leuten keine gemeinsame Sache machen.

      Zum heutigen Verhältnis der PDS zur Mauer und zum MfS äußere ich mich in einem späteren Posting noch mal deutlicher.

  2. henteaser sagt:

    Vor allem finde ich deine Ablehnung gegenüber denen seltsam, weil du neulich schriebst, dass man Block-CDUlern und Ex(?)-Irgendwasisten zumuten sollte, sich geändert zu haben.

  3. […] das wäre mir zu billig. Ich möchte schon genauer wissen, mit wem Herr Lidchi gern koalieren will. Betrachten wir die LINKE anhand ihrer aktuellen Positionen und anhand einer Aussage auf ihrer […]

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