HSP?

Kerstin bloggt über den neuen Film »Isch kandidiere« und fragt sich, was der Musiker Bushido darin macht. Nennt man das nicht Cross-Promotion? — Ich trete in deinem Film auf, wenn du meinen Song in den Soundtrack aufnimmst und in meinem nächsten Video schnappatmest …

Ich frage mich eher, was die Politiker im Film zu suchen haben und warum sie so öffentlichkeitswirksam zur Premiere drängten. Seit Gerhard Schröders peinlichem Auftritt im Vierteiler »Der große Bellheim« sind gefühlt 15 Jahre vergangen. Schröder hat damals wenigstens noch sich selbst gespielt: einen jovialen Ministerpräsidenten, ein wenig in der Art eines römischen Volkstribuns.

Aber kann man Leute wie Herrn Rüttgers oder Frau Roth noch ernst nehmen, nachdem sie sich für so einen Klamauk hergegeben haben?

6 Responses to HSP?

  1. Frau Roth konnte man noch nie ernst nehmen, Herrn Rüttgers nur teilweise; jetzt nicht mehr.

  2. stine sagt:

    @ Christian
    dito.

    Meine erste Verlinkung, ich fühle mich geehrt. In erster Linie ging es mir weniger um Bushido als mehr um die Befürchtung, dass die Menschen am Sonntag wirklich nach der HSP suchen. Da ich Wahlhelferin bin, rechne ich diesbezüglich fast mit Kommentaren. Dabei reichen 16 Landeslisten doch wirklich zu.

    • stefanolix sagt:

      Vielleicht sollte man in Zukunft Wahlzettel verwenden, auf denen explizit steht: »Sie dürfen keine Parteien hinzufügen.«

      Respekt. Wahlhelferin bei der Landtagswahl. Da wünsche ich Dir, dass beim Auszählen soviel wie möglich Stimmen für demokratische Parteien durch Deine Hände gehen.

  3. Stine sagt:

    Ja, aber dann wären die Zettel noch länger. Ich erinnere mich mit Grausen an die Europawahl, als die Zettel nicht einmal nach Standardfaltung durch den Urnenschlitz passten und ich für jeden einzelnen ein Sprüchlein à la „Bitte falten sie den Stimmzettel noch einmal“ aufsagen durfte. Diesmal habe ich extra nachgesehen, die Muster sahen klein genug aus :). Immerhin können wir entscheiden, ob die Stimme für einen Direktkandidaten trotzdem gültig ist, wenn einer nur auf der Landeslistenseite etwas hinzufügt. Das letzte Mal sah es in dem Wahlkreis (Wahlbüro Feuerbachstraße, gehört schon zu Reick) recht demokratisch aus, ich hoffe also auch, dass sich die Wahl von NPD o.ä. in der nächsten Wahl in Grenzen hält.

    • stefanolix sagt:

      Die Leute sind nicht von selbst drauf gekommen, die Zettel entsprechend der Größe der Öffnung zu falten? Das sieht man doch, wenn man mit dem Zettel in der Hand auf die Urne zusteuert.

      Dann drücken wir mal alle die Daumen, dass weder in Deinem Wahllokal noch sonstwo in Sachsen allzu viele Menschen für die NPD stimmen. Im Grunde müsste so ein Stimmzettel doch gleich ungültig sein, kann man da nichts machen? ;-)

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