Wertsteigerung

Viele Taschenbücher kosteten in der DDR etwa zwei bis drei Ost-Mark. Heute werden sie antiquarisch für einen Euro verkauft. Das Bild entstand gestern am Körnerplatz vor einem Antiquariat neben dem »Arabusta«.

Bücherkiste mit Taschenbüchern aus der DDR.

Bücherkiste mit Taschenbüchern aus der DDR.

Die Bücherkiste weckt Erinnerungen an die alten DDR-Taschenbuchreihen. Man bekam zwar viele Bücher nur durch »Beziehungen«, aber es war bis zum Ende der DDR immer genug Stoff zum Lesen da ;-)

7 Responses to Wertsteigerung

  1. foster sagt:

    Und heute steht das Zeug rum und die Antiquare werden es selbst zu solchen Ramschpreisen nicht los. Schon bitter.

    Die andere Seite derselben Medaille: Vor ein paar Wochen bot ich online für einen guten 10er-Pack einer solchen Taschenbuchreihe (die früher um die 6,- M pro Stück gekostet hätte) etwa 20 Euro. Mangels Bieterkonkurrenz bekam ich das ganze Paket für weniger als 3 Euro.

    • stefanolix sagt:

      In der DDR wurden aufgrund des Papiermangels zwar auch schlechte Bücher gedruckt, aber der Anteil der guten Bücher war höher.

      So schön es ist, in einem Land mit absoluter Meinungsfreiheit und ohne Papier-Zuteilung zu leben — die guten Bücher verschwinden eben heute oft unter einer Lawine aus ganz großem Mist …

  2. Stine sagt:

    Ich habe absolut nichts gegen antiquarische Bücher, aber ich kann Taschenbücher nicht leiden. Nicht einmal, obwohl sie fü unterwegs praktischer sind. Nur Studienbücher (z.B von Reclam) kaufe ich auch als Taschenbuch, der Herodot, der da steht ist aber sicher nur ein deutscher Text und keine parallele Übersetzung, oder?

    • stefanolix sagt:

      Da bin ich aus der DDR-Zeit anders geprägt. Damals war Weltliteratur im Taschenbuchformat etwas ganz Normales.

      Interessanterweise ist es bei meinen Informatik-Fachbüchern so: die wichtigen Grundlagen sind meist in Hardcover-Büchern und die »vergänglichen« Themen sind meist in broschierten Büchern zu finden. Das erleichtert das Wegwerfen ungemein ;-)

      Auch mein VWL-Buch zum Selbststudium (von Greg Mankiw) ist natürlich eine Hardcover-Ausgabe.

    • stefanolix sagt:

      Der Herodot ist wahrscheinlich nur in Deutsch [diese Taschenbuchserie hatte keinen wissenschaftlichen Anspruch], aber sollte ich noch mal dort vorbeikommen, schaue ich gern für Dich nach ;-)

  3. stine sagt:

    Na der gute Mankiw muss ja auch gebunden sein, schon um seine Wichtigkeit zu unterstreichen :)
    Das ist immer das Problem mit den wenigen antiken Büchern, die ich aus DDR-Zeiten fuinde, dass es alles Übersetzungen sind. Gab es eigentlich auch zweisprachige Ausgaben, wie ich sie heute von Reclam kenne? Als Altphilologin muss ich aber natürlich die einsprachigen Teubner oder Oxford-Ausgaben nutzen ;)

    • stefanolix sagt:

      Ich glaube nicht, dass Prof. Mankiw das nötig hätte! ;-)

      Es gab in der DDR von den wichtigsten Werken auch zweisprachige Ausgaben und es gab auch Reclam-Textausgaben, aber ob es zweisprachige Ausgaben aus dem Reclam-Verlag gab, kann ich Dir nicht sagen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: