Was ist das?

Fast alle Dresdner kennen diese Plastik: sie steht am Fuß- und Radweg unweit der Albertbrücke in der Nähe des Rosengartens. Eigentlich ist es ja eine Plastik aus zwei Teilen. Der (von hier aus gesehen) hintere Teil ist nicht mit dem vorderen Teil verbunden.

Doch was wird dort dargestellt? Sind es zwei Tiere? Sollte es doch ein Tier sein? Oder gar kein Lebewesen?

Plastik zum Assoziieren …

Plastik zum Assoziieren … Klick vergrößert.

Von dieser Seite dachte ich immer an den Bären, der vor der Frankfurter Börse steht. Vorübergehende Kinder sehen manchmal eine »Wildschweinmama mit Kind«. Was könnte es noch sein?

12 Responses to Was ist das?

  1. dd-jazz sagt:

    evtl. Sil(o)uette von Bäumen, abstrakte Wal- Flossen oder Ginkoblätter?
    Lebensbejahend in jedem Fall, ich vergaß/ verdrängte die Bedeutung der Plastik (war zu DDR Zeit zur Enthüllung anwesend) und des Künstlers und werde nach erfolgreicher Erkundung die Beschreibung mitteilen-
    Vielen Dank übrigens für die all die wunderbaren (botanischen) Aufnahmen und Japeau! für die Einträge, derer ich mich fast täglich erfreue und sinnierend angeregt bin-
    Welch eine Genugtuung, von solch` sensibel- klugen (Tal)-Menschen zu wissen und nicht mehr missen zu wollen-
    DANKE- P.(eine „Schattenverehrerin“)

    • stefanolix sagt:

      Ganz herzlichen Dank für Deine Worte zu meinem Blog. Deine Erklärung mit dem Ginkgo-Blatt hat einiges für sich. Dem Blatt wird ja eine Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben und so könnte man einen Zusammenhang zur »Genesung« bzw. zum nahen Diakonissenkrankenhaus herstellen. Im Rosengarten kann man an manchen Tagen ganz viele Kranke und Genesende sehen.

  2. dd-jazz sagt:

    ergänzender Nachtrag:
    die Plastik „ani- mal“ von Steffen Bachmann (geb. 1962 in Bautzen) wurde am 22.04.1999 eingeweiht-
    nun ist sie namentlich benannt, dennoch künstlerisch frei interpretierbar..
    Weitere Informationen zum Rosengarten Dresden und dessen Skulpturen sind über Wikipedia nachzulesen-

    • stefanolix sagt:

      Ich hätte nicht gedacht, dass sie erst seit zehn Jahren dort steht. Man hat sich so schnell daran gewöhnt. — Man sollte solchen Plastiken gleich gar keinen Namen geben. Ich interpretiere sie jedenfalls vorerst pflanzlich, das scheint mir recht logisch zu sein ;-)

  3. dd-jazz sagt:

    .. amtliche Daten + Zeitmessung vs. empfundener Be- und Entschleunigungen (Zeitschleifen), zumal Wal- Flossen zu DDR- Zeiten eher satirische Bedeutung gehabt hätten (nunja, bin auch ein „spätes 64er Mädchen“)

    • stefanolix sagt:

      Nachdem sich meine Zeit gerade extrem beschleunigt, muss ich jetzt erst mal losfahren ;-)

    • stefanolix sagt:

      Warum satirisch? Wegen des Anklangs an »Wahl«?

      Du bist nicht allein mit der zeitlichen Einordnung der Plastik. Ich hätte unbesehen geglaubt, dass die schon 20 Jahre dort steht.

      Ich versuche mich doch einmal an einer Deutung des Namens: »Ani- mal« = »ein Zeichen des Lebens«? Dann würde das Ginkgo-Blatt passen und auch die Deutung als ein Tier (oder ein Paar Tiere).

  4. […] Raubtier im Rosengarten Angeregt durch die noch lange nicht zu Ende geführte Diskussion um die Plastik »ani- mal« hier noch ein Raubtier, dem Ihr Rosengarten begegnen könnt: Kleiner Bär mit großer […]

  5. dd-jazz sagt:

    Satire wäre es gewesen, ani-mal = tiergleich bleibt für mich die Walflossenform, weil es für die Mehrheit der Bürger ausgeschlossen war, in die nah-beschauliche (inzwischen umwelt-politisch umstrittene) Betrachtung dieser Tiere zu gelangen-
    die Plastik ließe sich auch in aufstrebend- oder absinkend deuten-
    anlässlich des hiesigen Wa(h)ldesasters würde ich allerdings eher einer Blitzform als Mahnmal beipflichten..

    • stefanolix sagt:

      OK, man könnte die Walflosse darin sehen, die beim Untertauchen des Wals gerade noch sichtbar wird. Und Du hast natürlich recht, »Wal-Tourismus« war nicht nötig. Ich muss aber sagen, nicht erst sein Schätzings »Schwarm« wäre das sowieso nicht mein Ding.

      Von der Wahl 2009 konnte der Künstler nichts wissen — und ein Desaster kann das Wahlergebnis nie sein, allenfalls das nachfolgende Regierungshandeln. Bevor man denkt, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt, sollte man erst mal abwarten ;-)

  6. dd-jazz sagt:

    stimmt, ich meinte die Wahlbeteiligung#
    apropo „Schwarm“: ich kaufte mir das Buch als persönliches Weihnachtsgeschenk, las es jedoch neu-gierig vorher und empfand es fast als „strafende Metapher“, als mich Freunde am 25.12. anriefen, um auf die medial- realen Tsunami-Berichte zu verweisen..#
    die „ani-mal“ könnten auch Fontänen darstellen..

    • stefanolix sagt:

      Ich habe das Buch auch gierig gelesen, erst auf 12 Stunden Zugfahrt und dann noch in einer durchlesenen Nacht. Es ist einfach wirklich spannend geschrieben. Ich habe es aber danach nie wieder in die Hand genommen.

      PS: Ich würde den Namen der Plastik nicht vorschnell als »animalisch« deuten, der Künstler hat immerhin einen Trennstrich und ein Leerzeichen gelassen.

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