Heimliche Leser in der DDR

Was haben Asterix, der Neckermann-Katalog, die »Kulturgeschichte der Erotik«, die »Permanente Revolution« von Trotzki und »Schwarzenberg« von Stefan Heym gemeinsam? Sie waren in der DDR verboten und konnten jederzeit unter dem Vorwand der Suche nach »Schund- und Schmutzliteratur« konfisziert werden.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie das ist, wenn man als Schüler ohne Vorwarnung — vor allen anderen Mitschülern — den gesamten Inhalt aller Taschen auf den Tisch legen muss? Wenn Comics, Bücher, Plastetüten oder Zeitschriften einfach willkürlich eingezogen werden? Das fand bei uns mindestens einmal pro Schuljahr statt.

Gerade brachte mir der Paketdienst ein Päckchen mit dem Buch Heimliche Leser in der DDR. Ich werde die Aufsätze, Interview-Aussagen und Berichte später lesen und über einige Themen auch bloggen. Jetzt nur einige persönliche Anmerkungen.

Frisch ausgepackt: »Der heimliche Leser«.

Frisch ausgepackt: »Heimliche Leser in der DDR«.

Ich habe die Herausgeberin Ingrid Sonntag am Dienstag bei einer Ausstellungs-Eröffnung getroffen. Wir kamen sehr schnell ins Gespräch und schon nach ganz kurzer Zeit tauschten wir intensiv Erinnerungen aus. In der Selbstreflexion finde ich es hochinteressant, wie schnell die sonst übliche Distanz zu wildfremden Menschen schwindet, wenn man gemeinsame Erinnerungen an die Kultur in der DDR hat.

Es ist mehr als zwanzig Jahre her, dass ich als junger Student in einer Evangelischen Studentengemeinde Bücher in die Hand bekam, die offiziell verboten waren. Für ein ESG-Treffen habe ich dann aus Stefan Heyms »Schwarzenberg« den basisdemokratischen Verfassungsentwurf abgetippt. Im Computerraum der HAB Weimar, mit »Wordstar«, gespeichert auf dünnen Disketten, vervielfältigt mit einem 9-Nadel-Drucker. Aber es hat funktioniert und wir hatten alle eine Kopie zum Diskutieren.

Damals muss ich wohl einen Schutzengel gehabt haben, denn zur gleichen Zeit wurden drei Studenten zwangsweise exmatrikuliert, weil sie gegen das Verbot des sowjetischen Digests »SPUTNIK« demonstriert hatten, in dem manchmal etwas über Gorbatschows Perestroika stand. Das ist übrigens ein ganz kleiner Mosaikstein zum Thema: War die DDR ein Rechtsstaat? — Die drei Studenten hatten Glück im Unglück: ein Jahr später gab es an der Hochschule keinen SED-Parteisekretär mehr und sie durften weiterstudieren.

Tja. So war das damals. Wer von Euch aus der DDR stammt und eigene Erlebnisse mit verbotenen Büchern beisteuern möchte: da unten ist viel Platz. Es geht nicht nur um politische Bücher. Es geht auch um Erotik, Werbung, Krimis oder Abenteuerromane. Holt die Erinnerungen heraus — gegen das Vergessen.


Heimliche Leser in der DDR. Herausgegeben von Ingrid Sonntag und Siegfried Lokatis. Das Buch kann für Sachsen über die Landeszentrale für Politische Bildung bezogen werden. Man bekommt eine Publikation pro Halbjahr kostenlos zugeschickt. Leser außerhalb Sachsens können sich an die Bundeszentrale für Politische Bildung wenden.


24 Responses to Heimliche Leser in der DDR

  1. dd-jazz sagt:

    WANN wurde der >>SPUTNIK<>Klassenzugehörigkeits- Vermerk im Schul- Klassenbuch<<: I(ntelligenz) oder A(rbeiterklasse) und deren Folgen?

    • stefanolix sagt:

      Die Exmatrikulationen erfolgten im Herbst 1988. Auch unsere Seminargruppe bekam damals richtig Ärger, weil uns ein ML-Dozent verpfiffen hat.

      Diese Vermerke im Klassenbuch wurden oft dadurch umgangen, dass offiziell der »erlernte Beruf« von Mutter oder Vater eingetragen wurde. Also in der Art: ein Maschinenbau-Ingenieur sagte seinem Kind, dass er von Hause aus mal Dreher war. Das wurde dann eingetragen.

      Ich bin von 1973 bis 1983 in die POS gegangen und habe von 1983 bis 1986 eine Berufsausbildung mit Abitur absolviert. Ich hätte dann nach abgeschlossenem TU-Studium meinem Kind gesagt: Dein Vater war mal Bauarbeiter. Aber dazu kam es nicht mehr ;-)

  2. dd-jazz sagt:

    Sorry, hier wird wohl schon der Blog unterwandert?-
    Vervollständigung:
    WANN wäre der »Spuntnik«-Klassenzugehörigkeits-Vermerk im Schulklassenbuch [gewesen, wie] »I«(ntelligenz) oder »A«(rbeiterklasse) und deren Folgen?

    [Anmerkung: Ich habe es (hoffentlich sinnerhaltend) korrigiert.]

  3. dd-jazz sagt:

    Mein Kommentar wird sabotiert, ich pausiere-

  4. dd-jazz sagt:

    DANKE- Wie meinte Lenin: LERNEN, LERNEN, LERNEN.
    Also jetzt nochmals, der Vollständigkeit halber, wenngleich der zweite Teil vorweg beantwortet scheint-
    WANN wurde der Sputnik verboten? Er war auch bei uns (ohne DSF-nah oder Kirchenzugehörig zu sein, meine Eltern durften als Wissenschaftler sogar parteilos bleiben) Hauszeitschrift.
    In meinem Elternhaus befand sich auch viel Literatur von Autoren, die nach ihrer Ausreise hierzulande verboten wurde und dadurch hohe Präferenz und Bedeutung erhielt. Für die (bildenden) Künste, auch so ein DDR-typischer Begriff, und Künstler verschiedener Genres traf dieser Effekt auch zu. Durch die Diskussions-Anregungen erlebe ich gerade ein intensives Déjà Vu, so dass ich noch immer um komprimierende(!) Beschreibungen der Erinnerungen ringe.
    Als Nächstes ließe sich evtl. über den Klassenzugehörigkeits-Vermerk im Schulklassenbuch: A(rbeiterklasse) oder I(ntelligenz) und dessen Folgen erinnern?

    • stefanolix sagt:

      Er wurde 1988 verboten (siehe mein Kommentar weiter oben).

      Ich kann Dir nur beipflichten: meine Erinnerungen kamen am Dienstag genauso spontan hoch und Frau Sonntag sagte aus der Erfahrung der Recherche heraus, dass das vielen Befragten so geht.

      Lass Dir Zeit mit dem Aufschreiben. Notfalls per E-Mail (Kontakt: siehe oben).

  5. Stine sagt:

    Ich habe keine Erinnerungen an die DDR, nur Fetzen. Ich weiß, dass meine Eltern immer viel gelesen haben und viele Bücher besaßen und besitzen, ob verbotene darunter war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Vermutlich kam aber jeder mal damit in Berührung, oder? Ist ja auch absurd, so etwas. Ich bin froh im Heute zu leben und fast alles lesen zu können, was ich will. Ok, in manche indizierten Bücher lohnt es sich vermutlich nicht, hineinzuschauen, aber bei einigen würde ich für eine Freigabe mit wissenschaftlicher Aufarbeitung plädieren. Ich kann nur von einem Erlebnis vor ein paar Jahren erzählen, als ich mir eine kommentierte Ausgabe von „Mein Kampf“ aus einer Bibliothek ausgeliehen habe. Das war aber nicht unter dem Herausgeber-und Bearbeiter-, sondern dem „Autor“namen abgespeichert und die etwas laut redende Frau brüllte mir, mich an fehlende Medien erinnernd, über die Theke zu: „sie haben noch Adolf Hitlers Mein Kampf“. Kombiniert mit meinem damaligen äußeren Erscheinungsbild hatte ich die Aufmerksamkeit der halben Bibliothek. Das gibt doch zu denken, offenbar werden verbotene Bücher ja erst recht mystifiziert und erregen besonders viel Aufmerksamkeit.

    • stefanolix sagt:

      Grundsätzlich ist ja Verbot nicht gleich Verbot.In der DDR war eine große Bandbreite an Büchern verboten. Das kann man nicht mit den wenigen heute verbotenen Büchern vergleichen.

      Weißt Du, was man wirklich mitbringen durfte? Die harmlose Zeitschrift »Das Tier« oder die bunte Klatschpresse. Dann hörte es aber bald schon auf.

      Das Rufen durch den halben Laden erinnert einige sicher noch an den Werbespot »Tiiina … Wat kosten die Kondoooome?« — heute ist es selbstverständlich geworden, dass diese Teile offen verkauft und gekauft werden.

      Nun ist das sicher kein Vergleich, aber Dämonisieren lässt die Bücher aus der NS-Zeit sicher schlimmer erscheinen als offene Diskussion auf der Basis der Originale.

      Wenn die Rechte an Hitlers Büchern abgelaufen sind, stellt sich die Frage sowieso neu. Die Reprints der alten Zeitungen aus der NS-Zeit durften ja schließlich und endlich auch als historische Quellen verkauft werden.

      Etwas völlig anderes ist es, wenn Nazis aktuell ihre Parolen ausbrüten und brüllen. Da sollte man schon sehr genau hinsehen, ob Volksverhetzung begangen wird.

      Später mehr dazu …

      • henteaser sagt:

        Hast du bereits etwas über zensierte DDR-Ausgaben geschrieben? Das steht ganz oben auf meinem Wunschzettel, seit ich mal einen Artikel (in der Sächsischen Zeitung vermutlich) darüber gelesen habe.

        Mir kam es nämlich komisch vor, dass Klemperers „LTI“ in der Reclamfassung von 1975 (7. Auflage) vermutlich vollständig ist, obwohl ausreichend ‚geistiger Sprengstoff‘ oder wie man das nennen mag da drin steckt, die sich sicherlich locker auf DDR-Stilblüten übertragen ließen.

      • foster sagt:

        Zu zensierten Büchern würde ich auch gern mal was lesen. Ein Thema mit wahrscheinlich vielen absurden Details. Ich erinnere mich noch, dass selbst Kinderbücher, stinknormale Abenteuerromane oder Krimis oft einen Vermerk „bearbeitet von…“ trugen, so selbstverständlich wie die Nennung eines Übersetzers.

      • stefanolix sagt:

        Victor Klemperers »LTI« wurde nicht angetastet, weil er nach dem Krieg in der DDR geblieben war und als Antifaschist geehrt wurde (er übernahm auch eine Funktion im Kulturbund).

        Victor Klemperers »LTI« wurde nicht angetastet, weil die SED-Bonzen so auf ihre eigene gute Sache fixiert waren. Klemperer beschrieb doch nach Meinung der SED eindeutig die Sprache der Nazis und eben nicht (wie wir es als Studenten sahen) die totalitären Eigenschaften der Sprache der Nazis.

        Wobei ich aus meiner Sicht sagen muss, dass die totalitären Eigenschaften des SED-Regimes in den letzten fünf Jahren des Bestehens der DDR auch abgenommen haben. Die SED-Ideologie hat in dieser Zeit schon lange nicht mehr alle Menschen erreicht, sie nahm auch an Überzeugungskraft immer mehr ab.

      • henteaser sagt:

        @foster: Im erwähnten Artikel – das war evtl. sogar eine Teaserbeitrag zu „Zensurspiele: Heimliche Literaturgeschichten aus der DDR“ – stand unter anderem, dass die mehrbändige Tucholsky-Ausgabe deshalb zusammengekürzt wurde, damit sie nicht länger als das (ähnlich aufgemachte?) Werk von Johannes R. Becher wurde.

        @stefanolix: Auch Tucholsky, Kästner und etliche andere bissige Autoren (Leonard Frank z.B.) sind ja weiterhin verlegt worden. Was wohl wirklich damit zusammenhängen mag, dass die Unterdrücker nicht sahen, dass sie sich genau der angeprangerten Methoden bedienten.

        In Franks „Der Mensch ist gut“ etwa macht sich der Vater Vorwürfe, weil er sein Kind mit Kriegsspielzeug spielen ließ und damit unbewusst ‚drillte‘. Von Bekannten wiederum weiß ich, dass es bereits im Schulsport Übungen gab mit plastenen Granatenattrappen; das dazu passende Zivilverteidigungs-Lehrbuch für die 9te Klasse (Volk und Wissen, 1978) fand ich vor Jahren mal in der „Möbelscheune“.

        War euch der Widerspruch bewusst? Wie gut klappte es, das Volk davon zu überzeugen, dass sie sich fit halten sollen für die Abwehr der Imperialisten? Oder, dass z.B. die Jungpioniere nicht als eine Hitlerjugend-Nachfolgeorganisation aufzufassen seien?

      • henteaser sagt:

        Johannes R. Becher meinte ich natürlich.

        [ist korrigiert]

      • stefanolix sagt:

        Ich werfe noch einen Pazifisten, nämlich Stefan Zweig, in die Debatte. Seine Bücher wurden in der DDR auch verlegt.

        Selektiv verlegt wurde Stefan Heym: einige Bücher konnten nur im Westen erscheinen. Doch so ziemlich jeden Autor konnte man mit dem Papierkontingent erledigen …

        Zum Kriegsspielzeug und zur militärischen Ausbildung kann ich nur sagen: mich haben Kriegsspiele nie begeistert. Ich war aber recht sportlich und mir haben Übungen wie Sturmbahn oder 3.000-Meter-Lauf auch nichts geschadet.

        Die »F1« (Handgranaten-Attrappe) war hohl und aus Stahl, ich kann mich auch an keinen Überzug aus Plaste erinnern. Das war für uns ein ganz neutrales Wurfgerät im Sportunterricht. Uns hat nie jemand dazu Krieg simuliert, wenn wir das Werfen trainiert haben.

        Ich bin mittelgroß und ziemlich leicht, also kam Kugelstoßen nicht in Frage. Aber mit der »F1« habe ich immer die Norm geschafft.

        Die »Abwehr gegen die Imperialisten« hätte 1987/88 zur Zeit meines Wehrdienstes sehr schlecht ausgesehen. Allenfalls die Elite-Einheiten und die Grenztruppen haben zu dieser Zeit wirklich funktioniert.

        Die normalen Soldaten im Land waren demotiviert, schlecht ausgerüstet und körperlich in schlechter Verfassung. Der Bevölkerung war die Verteidigung völlig gleichgültig geworden.

  6. catapult22 sagt:

    Zu Abiturzeiten gab es als Hausaufgabe, ein frei gewähltes Gedicht auszusuchen, zu lernen und im Unterricht vorzutragen.

    Da stand ich also vor der heimischen „Bibliothek“ wälzte und suchte und fand schließlich eines, welches mir geeignet schien. Ich erinnere mich nicht mehr an den Titel und den Inhalt. Auf jeden Fall war Inhalt und Titel geeignet zum Vortrag in der szialistischen Schule.

    Irgendwann war ich dran und trug das von mir gewählte Werk vor. M.E. war der Vortrag gut gelungen. Unsere (sehr linientreue) Deutschlehrerin an der Kreuzschule schwieg danach eine Weile, was mir schon ein flaues Gefühl im Bauch erzeugte. Danach kam der dünne Kommentar:

    Sie wissen schon, dass Günter Kunert unser Land verlassen hat?

    Ist nicht wahr, oder? Ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit. Ich hatte doch keine Ahnung, dass der Günter wech war…

    Was würde jetzt passieren? Ne Fünf in Deutsch? Vorladung zum Schulleiter? Oder schickten Sie gleich „jemanden“ zur Durchforstung des Bücherbestandes nach Hause? Da standen noch paar Sachen, die da nicht stehen sollten. Hatte ich meinen Eltern jetzt was eingebrockt?

    An die Gefühlwellen erinnere ich mich heute noch. Und an das Lösen meiner Schockstarre, als die Lehrerin fortsetzte:

    Aber aufgesagt haben Sie es ganz gut. Ich geb Ihnen ne Zwei.

    • stefanolix sagt:

      Die Situation kennt wohl jeder, der in der DDR zur Schule gegangen ist. Entweder es ist einem selbst passiert oder man war Zeuge. Unvergessen ist für mich, wie eine Schülerin in der 7. Klasse den Text der DDR-Hymne zitieren wollte. Das gab richtig Ärger.

  7. foster sagt:

    Wir hatten mit unserer damaligen (als 100prozentig aufgefallenen) Russischlehrerin damals an der POS eine kleine Diskussion zum Sputnik-Verbot. Von ihr kam natürlich die offizielle Haltung („kein Beitrag zur deutsch-sowjetischen Freundschaft“, so was in der Art). Das von Schülerseite recht deutlich geäußerte Unverständnis blieb jedenfalls ohne Folgen für die Betreffenden.

    Schultaschendurchsuchungen kenne ich nicht – sowas noch in den späten 80ern überrascht mich schon etwas. Bei uns wäre da wohl hauptsächlich tatsächlicher Schund aufgetaucht, was den durchschnittlichen 15-16jährigen eben so interessiert.

    • stefanolix sagt:

      Na ja: hundertprozentig der Sowjetunion treu zu sein konnte man ja seit Gorbatschow nicht mehr mit hundertprozentiger Treue zur DDR in Einklang bringen. Bis dahin war das kaum ein Problem.

      Meine Erinnerungen stammen aus der Zeit zwischen 1973 und etwa 1980. Später hörte es dann wohl auf. Aber die Drohung stand natürlich im Raum.

  8. henteaser sagt:

    Ich selbst bin zu jung, um da was mitbekommen zu haben und erinnere mich höchstens an ein „Micky Maus“-Heft mit nem Ostmark-Preisstempel. Aber meine Mutter hat noch mindestens ein A4-Notizbuch voller Zeitungsausschnitte und sogar einige abfotografierte „Bravo“-Charts und Fernsehstandbilder. Auffallend ist die bunte Mischung aus Ost- und Westprominenz; Frank Schöbel neben Heino zum Beispiel. War dieser Mix normal?

    • stefanolix sagt:

      Kann das sein, dass das Heft in der DDR antiquarisch zwischen November 1989 und der Währungsunion gekauft wurde? Meines Wissens wurden vor der Wende nur wenige westliche Bücher und Taschenbücher in Antiquariaten zugelassen. Ich habe z.B. noch dtv-Bücher von Heinrich Böll aus dieser Zeit, aber Heinrich Böll wurde auch in der DDR herausgebracht.

      • henteaser sagt:

        Das war ein neues Heft und auch legal. Ich war vor der Währungsreform zur Kur und hab das als Geschenk bekommen. Soweit ich mich erinnere, hat das zehn (oder sieben?) Ostmark gekostet, Keine Ahnung, wie hoch der DM-Preis war.

      • stefanolix sagt:

        Stimmt, das waren dann die ersten Importe. Vor der Wende wurden Comics überhaupt nicht gern gesehen — außer den DDR-eigenen (z.B. »Mosaik«).

        Ich habe mir von meinem wenigen Westgeld beim ersten Ausflug nach Westberlin einen SPIEGEL, eine ZEIT und ein Taschenbuch von Heinrich Böll gekauft. Da wusste man noch nicht ganz genau, ob die Grenzer Medien und Bücher wegnehmen würden und hat das also eher nicht offen getragen.

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