ÖPNV für Arme

In jeder Stadt gibt es Einwohner, die sich tägliche Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr einfach nicht leisten können. Für die meisten dieser Einwohner wird etwas getan: Studenten fahren mit dem Semesterticket, andere junge Leute bekommen Ermäßigungen. Im Schatten bleiben oft diejenigen, die einfach kein Geld für Tickets oder Zeitkarten zum Normalpreis haben.

Jetzt stehen zwei Fragen: wie kann man ihnen helfen und wie kann man dafür sorgen, dass sie keine Hilfe mehr brauchen? In Dresden können Arme den »Dresden-Pass« bekommen und mit diesem Pass bekommt man eine bestimmte Monatskarte zu einem günstigeren Preis. Die Inhaber des »Dresden-Passes« müssen ca. 30 Euro Eigenanteil für eine übertragbare Monatskarte aufbringen.

Jetzt schlägt der Sozialbürgermeister folgendes vor: Inhaber des Dresden-Passes sollen Vierer-Karten statt für 7.00 Euro mit einer Kostenersparnis von 2.50 Euro bekommen (die Preise sind schon auf dem Stand vom Dezember). Ein Abschnitt einer Vierer-Karte berechtigt zu einer Stunde ÖPNV-Nutzung. Wenn ich richtig rechne, kann man für die selben 30 Euro etwa 27 Stunden den ÖPNV nutzen. Wenn man mich fragt: ein schlechter Tausch.

Nun zu etwas völlig anderem: Der Blogger Zettel weist in einem sehr interessanten Beitrag auf den Zusammenhang zwischen Hilfe und Abhängigkeit hin. Meine Frage also in die Runde: Mit welcher Lösung können Arme den ÖPNV nutzen und haben gleichzeitig eine Chance, aus der Abhängigkeit herauszukommen?

62 Responses to ÖPNV für Arme

  1. torsten sagt:

    Mit welcher Lösung können Arme den ÖPNV nutzen und haben gleichzeitig eine Chance, aus der Abhängigkeit herauszukommen?

    Da wäre meine Antwort gleichermaßen einfach wie albern: man bezahlt ihnen für jede Stundenfahrt 7 Euro. Für eine Kurzfahrt bekommen sie 1 Euro fünfzig. Gibt natürlich Nacht- und Wochenendzuschläge ;)

    Mensch, da fällt mir ein, dass man doch in Deutschlands viertgrößter Stadt Templin den ÖPNV mal kostenlos nutzen konnte, ob’s das Projekt noch gibt?

    Tja und wenn die Armen aus der Abhängigkeit rauskämen, das wäre schön, aber sehr schwer, weil: Armut lohnt sich unheimlich. Armut schafft jede Menge Verdienstmöglichkeiten z.B. für Schuldnerberater, Sozialarbeiter, sicher auch für Psychologen. Ganz zu schweigen von den Berufsgruppen, die damit verdienen, dass sie der von anderen Leuten befürchteten Verarmung vorbeugen, z.B. Werber.

    Ich kann mir vorstellen, dass Armut viele gesellschaftsstabilisierende Funktionen erfüllt.

    Was ist Armut eigentlich?

    Jaja ich weiß, da gibt es die relative (Einkommen weit unter dem Durchschnitt) und die absolute (zum Leben notwendiges Minimum wird unterschritten). Aber wieso wird Armut eigentlich so auf Geld gemünzt? Wer viel Geld aber dafür Schuppenflechte im Gesicht kann doch auch ziemlich arm sein, oder?

    Da fällt mir noch was ein:

    Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an. Da sagt der Arme bleich: ‚Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.‘ (Brecht)

    Tja, weiß ich auch nicht, ob die einen jetzt das zuviel haben, was den anderen fehlt. Klingt irgendwie zu einfach, oder?

    So das, war jetzt mein Beitrag zum Brainstorming.

    • stefanolix sagt:

      Nur ein paar Worte von der Durchreise ;-)

      Ich finde es interessant, aber ich werde morgen widersprechen. Armut muss auch in einer Marktwirtschaft nicht die Ausmaße annehmen, die sie heute hat. Für einen (aus sich) wirklich Reichen ist Armut nicht notwendig, um sich abzuheben und auch nicht notwendigerweise die wirtschaftliche Grundlage.

    • henteaser sagt:

      „Armut lohnt sich unheimlich.“ – Stimmt. Genau wie Krankheiten. Walter Krämer weiß mehr:

      „Heute hält die Medizin im Gegensatz zu früher ein großes Arsenal von Abwehrwaffen vor, aber dies sind zu einem großen Teil, wie die Amerikaner sagen, nur „halfway-technologies”: Sie halten uns zwar am Leben, aber machen uns nicht komplett gesund. Das ist zwar kein hundertprozentiger, aber trotzdem ein Erfolg, um das ganz klarzustellen, aber trotzdem haben wir damit das nächste Paradox. Denn ohne die moderne Medizin wären vermutlich viele schon lange tot, aber die Überlebenden dafür im Durchschnitt – ich betone: im Durchschnitt – eher gesünder als sie es heute sind.

      [… Mit dem] Effekt, daß es heute rund 10 Millionen Schwerbehinderte in Deutschland gibt. Jeder dritte Deutsche hat heute eine Allergie, jeder vierte ist schwerhörig, 2 Millionen haben Rheuma, 3 Millionen chronische Bronchitis, 5 Millionen Dauerschmerzen, 6 Millionen Gallenstein, plus weitere Millionen Leberkranke, Epileptiker, Alkoholiker, Phobie-Patienten, Eßgestörte usw., die zu einem guten Teil ihr Leben der modernen Medizin verdanken.“

  2. tigger sagt:

    ÖPNV nutzen und aus der Abhängigkeit kommen ? Vielleicht, indem sie ihn [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Rikscha]selbst[/url] organisieren ?

  3. henteaser sagt:

    Einwohnerinnen Dresdens fahren kostenlos. Dafür wird bei Touristen reichlich kassiert, und jede verfügbare Freifläche wird mit Werbung zugeballert.

    DVB-Uniformen etwa könnten aussehen wie die Anzüge von Rennfahrern, die Bildschirme könnten für Windows7 werben (statt unfreiwillig für das verreckende NT) und auf den Digitalanzeigen könnte ab und zu Leuchtreklame laufen. Auch die Rückseiten der Sitze sind vergeudete Werbeflächen.

    • stefanolix sagt:

      Tolle Werbung für Dresden: nennen wir es noch Wegezoll oder schon Schutzgeld, was wir den Touristen dann abnehmen? ;-)

      • henteaser sagt:

        Eintrittsgeld.

        Wer vergleichsweise hohe Preise zahlt, um für gefühlte drei Minuten ohne Zwischenstopp Schwebe- und Standseilbahn zu fahren (oder Kopien alter Bauwerke zu besichtigen), der würde wohl auch gegen spezielle Touristenpreise nicht protestieren.

        Aber mal ernsthaft: Wäre ein für alle (armen) Dresdner bedingungslos kostenfreies – bzw. um etliche Euro billigeres – Benutzen der Stadtlinien tatsächlich unbezahlbar und ein Touristenbeförderungszuschlag Unsinn?

  4. catapult22 sagt:

    Ja, wo wollen wir denn hin? Diskussion über Armut und Hilfe zur Selbsthilfe bzw. Abhängigkeiten/Gewöhnung/Lethargie bei Almosen? Können wir das Thema dann auf die „Tafeln“ („Dresdner Tafel“) ausweiten?

    Oder ein DVB-Thema, möglichst ironiefrei? Zu Letzterem wollte ich mich mal für einen Gastbeitrag bewerben, bevor meine ellenlangen Kommentare jegliche Diskussion ersticken lassen …

    • stefanolix sagt:

      Ich behandle die DVB mit und ohne Ironie. Die Themen sind so komplex, dass eines von beiden nicht reicht.

      Gastbeitrag: gern, sobald ich wieder an meine E-Mails komme. Für heute erst mal gute Nacht.

  5. henteaser sagt:

    Zettel schreibt: „Wenn man jederzeit auf Hilfe rechnen kann, statt sich selbst anzustrengen, dann fehlt der Anreiz zur Anstrengung.“

    Du fragst: „Mit welcher Lösung können Arme den ÖPNV nutzen und haben gleichzeitig eine Chance, aus der Abhängigkeit herauszukommen?“

    Und ich bin der Meinung, dass das vergünstigte Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht wirklich als Teil eines Abhängigkeitsverhältnis empfunden wird. Eher als Bonus zur mageren Arbeitslosenhilfe.

    Wohin fahren denn arme Menschen mit dem ÖPNV? Unter anderem „zum Amt“, zur Hartzdschungel-Rechtsberatung, zum Ärztehaus oder zum Eurojob. Der meiste Fahrtkostenrückerstattungs-Papierkram wäre also nicht notwendig mit dem Grundrecht auf freie Fahrt mit Bus und Bahn.

  6. catapult22 sagt:

    @hentaeser

    Ich kann mich nur schwer zurückhalten (im positiven Sinn).

    Nur halte ich die Idee, Touristen den Nahverkehr für die Einwohner von Dresden zahlen zu lassen, für sehr kontraproduktiv. Im Sinne der Wirtschaftsförderung/Tourismus mit allen positiven Facetten für Dresden.

    • henteaser sagt:

      Hast schon recht. Knifflige Sache, das. Vielleicht wäre eine PKW-Maut, die den DVB zugute kommt, die freundlichere Variante. Womit wir wieder beim Wegzoll wären. Oder beim Brückenzoll fürs Blaue Wunder.

  7. catapult22 sagt:

    @henteaser zum 2.

    Falls Du es nur als Bonus zur Arbeitslosenhilfe verstehst, halte ich es nicht nur für zu kurz gegriffen, sondern auch für falsch.

    Wir brauchen nicht ein Sammelsurium von Subventionen für Arme, für die man schon wieder Berater braucht, um sie zu verstehen und im besten Fall AUSZUNUTZEN, sondern einfache Lösungen. Hilfe zur Selbsthilfe. Keine Boni für Arbeitslosigkeit. Eher Boni für Nichtarbeitslosigkeit, aber das ist ein anderes Thema. Und bitte sowenig Papierkram wie in Deutschland möglich.

    • henteaser sagt:

      Meine Wunschvorstellung ist, wie geschrieben, dass der passende Wohnort den Personalausweis zur Instant-Jahreskarte macht. Unabhängig vom Einkommen. Mit dem potentiellen Nebeneffekt, dass mehr SUV-Fahrer ‚umsteigen‘ und Bus und Bahn bald flächendeckend ver-WLAN-t werden.

      • henteaser sagt:

        Was u. U. einzig daran liegt, dass ich es leid bin, eine Haltestelle weiter erschrocken aussteigen und zurück nach Hause laufen zu müssen, weil ich meine gekaufte Jahreskarte mal wieder samt Portemonnaie auf dem Schuhschrank liegenließ.

        Denn die Karte ist übertragbar. Und falls ich erwischt werde und sie später im Kundencenter vorlege, um meine Vergesslichkeit zu beweisen, muss ich deshalb dennoch Bearbeitungsgebühren bezahlen. Weil ich sie mir ja auch ausgeliehen haben könnte, um eine „Leistung zu erschleichen“.

        Wobei deren ‚Leistung‘ darin besteht, mich drei Kilometer oder so in ihrem niemals voll besetzten Bombardier mitzunehmen, durch dessen Fenster man kaum was sieht wegen der Außenwerbung.

  8. Lina sagt:

    ‚Armenstern‘ oder ‚Zähne zeigen‘ – und jeder weiss Bescheid … ?

    Sorry, dass ich so zynisch werde, aber dass (unabhängig von ihrer Existenz) die Erörterung von Armut heuzutage derart breiten Raum einnehmen muss, ist eine Schande für ein so reiches Land wie D. Über diese Entwicklung kann ich mich weder emotional noch intellektuell beruhigen und werfe der Politik vor, sie produziert und sie auf diskreditierende Weise gesellschafts_fähig gemacht zu haben.

    Abhilfe weiss ich nicht, und schon gar nicht, welche Lösung ausser dem amtlich genehmigten ‚Freifahrtschein für Arme‘ beim ÖPNV in Betracht käme.

    Ein Thema ohne Ende, bei dem man (wie oben gelesen) leicht vom Hundersten ins Tausendste käme …

  9. tigger sagt:

    Man könnte die Preise für den öffentlichen Nahverkehr abhängig von den Zeiten gestalten. So wie es z.B. in meiner Stadt die Kinos machen. Abends ist es teurer als tagsüber, und wochenends nochmal teurer.
    Bestimmt gibt es auch „Stosszeiten“ im ÖPNV, zu denen grosse Nachfrage herrscht, und Zeiten, in denen die Busse und Bahnen fast leer fahren. Dann muss man die „Armen“ (was für ein falsches Wort) gar nicht gesondert behandeln, sondern könnte allen Bürgern ein besseres Angebot für den öffentlichen Nahverkehr bieten.

  10. catapult22 sagt:

    @Lina „Armut“ würde mich als gesondertes Thema reizen.

    Geistig arme Menschen dufte ich bereits gehäuft in Deutschland erleben. Nur eine Schnittmenge ist wirtschaftlich arm.

    Wobei „arm“ sehr relativ ist. Wirklich arme Menschen, die tagtäglich nicht wissen, ob sie den nächsten Tag erleben, behaupte ich mal kühn, gibt es nicht Deutschland. Aber zu Millionen in der Welt.

    Wirkliche Armut gesehen zu haben, treibt einem die Tränen in die Augen und prägt fürs Leben. Und öffnet die Augen für den SOZIALSTAAT in Deutschland (muss ich Dir gerade bei emotionaler Beunruhigung im Großbuchstaben bei allem Respekt entgegenhalten).

    Wirtschaftlich arme Menschen gibt es auch in Deutschland, ich bin selbst mit einer Familie mit zwei Kindern in Privatinsolvenz befreundet.

    Trotz knapper Kassen läuft das soweit bei einigen Einschränkungen. Trotzdem eine glückliche Familie aus externer Sicht. Ganz profan Glücklichsein ist ein Lebensziel, nicht materieller Wohlstand. Und mein Lieblingsspruch auch diesbezüglich:

    Die Summe der Probleme ist immer gleich.

    • stefanolix sagt:

      Nur zu Deinem letzten Satz: deswegen müssen Regeln die Methoden verbindlich einschränken, mit denen Menschen reich werden, aber sie müssen nicht das erreichbare Vermögen einschränken.

      In einer sehr stark regulierten Wirtschaft sind Gründer der Nachkriegszeit mit Geschäftssinn zu Milliardären geworden. Wie wir gerade sehen, können sich solche Vermögen auch auflösen, aber die Gründer haben zweifellos Werte geschaffen, auch wenn Witwen oder Erben sie später kaputtmachten.

      Was dann seit den Gesetzen zur Deregulierung der Finanzmärkte passiert ist, widerspricht der oben aufgestellten Regel. Die Methoden wurden quasi freigegeben, der Staat zockte über die Landesbanken munter mit und es wurden im Grunde überhaupt keine Werte geschaffen, weder durch die Zocker noch durch den Staat. Und heute klagen die Zocker ihre Boni ein.

      • Lina sagt:

        @ stefanolix

        >>> „Die Methoden wurden quasi freigegeben“,

        Ein KERNsatz (bravo!), der die auch (!) ausbeuterischen Qualitäten eines deregulierten sog. freien Marktes belegt, mit denen dieser sich über den Zugriff auf Staats- bzw. Bürgergelder ’sanieren‘ kann; das Beispiel (aus der Finanzmarktkrise) wird ohne neue Regeln weiter Schule machen, fürchte ich.

        @ catapult22

        Was Du mir entgegenhältst, den Grossbuchstaben-SOZIALSTAAT (und seinen VergleichsWERT), betrachte ich selbst, believe me, kritisch mit offenen Augen, gerade auch in seinen wahrnehmbar lähmenden Effekten. Mein Einwand zielte auf die Flut von Armutsdebatten und den breiten Raum, den sie inzwischen einnehmen; so entsteht der Eindruck, dieses Land habe vor allem ein die Gesellschaft ‚ungerechterweise‘ immer tiefer spaltendes Verteilungsproblem, was so nicht stimmt.

        Btw.: Ich weiss nicht, wo Du lebst, aber Deine kühne Behauptung, es gäbe in D keine wirklich ‚armen‘ Menschen, widerlegt sich (mir) praktisch jeden Tag auf Grossstadtbahnhöfen, unter Brücken oder in Tiefgeschoss-Einkaufspassagen; warum diese Leute nicht (oder nur in kleinen Happen?) in den Genuss dieses Sozialstaats (und seiner angegliederten Suppenküchenabteilungen) kommen und (lieber?) dahinvegetieren, hat offenbar eine Eigengesetzlichkeit; es gibt auch selbstbestimmte Armut…

      • tigger sagt:

        Ich weiss nicht, wo Du lebst, aber Deine kühne Behauptung, es gäbe in D keine wirklich ‘armen’ Menschen, widerlegt sich (mir) praktisch jeden Tag auf Grossstadtbahnhöfen, unter Brücken oder in Tiefgeschoss-Einkaufspassagen

        Das ist aber eher geistige Armut, wie catapult22 das oben schon andeutete. Alkohol macht Birne hohl. Da schläft man dann auch mal in der U-Bahn-Station seinen Rausch aus.

      • Lina sagt:

        @ tigger

        Geistige Armut? Na ja, chronische Betäubung ist die eine, die sichtbare Seite, die andere ist, dass nicht wenige Menschen der zur oberster Maxime erklärten WirtschaftsLebensLeistung und dem Druck, die sie betriebsintern, privat, familiär schaffen kann, entweder nicht standhalten und/oder ihm bewusst aus dem Weg gehen möchten; dazu zählen sicher auch so manche dem Staat, also den Bürgern auf der Tasche liegende ‚Hartzies‘.

        Um aber btw. meinen Generalvorwurf an die Politik zu wiederholen: wir als Souverän werden schon lange nicht mehr gefragt, WIE wir eigentlich leben wollen! Klinken wir uns aus individuellen Gründen aus den oft sogar masochistisch gepriesenen Zwängen aus, sind wir in einer hochkomplexen Leistungsgesellschaft wie dieser so gut wie verloren – stimmt’s nicht?

      • Lina sagt:

        PS: Insofern verstehe ich sogar die hochgeschätzte Möglichkeit der Nischenbildung (Datsche und so …) in der Ex-Staatswirtschaft der Ex-DDR und damit diejenigen Ex-DDRler, die mit ihrem Status als ge- und überforderte Kapitalisten nicht zurechtkommen ;-) …

      • stefanolix sagt:

        Nur ganz kurz in der Eile: Nischengesellschaft in der DDR hieß nicht, dass man sich aus dem wirtschaftlichen Kreislauf ausgeklinkt hat. Nischengesellschaft bedeutete, dass man sich geistige, private Freiräume in einer (nominell) totalitaristischen Gesellschaft geschaffen hat. Der Bezug auf die totalitaristischen Eigenschaften der DDR meint hier den Anspruch der SED, alle Lebensbereiche mit ihrer Ideologie zu durchdringen.

      • tigger sagt:

        die andere ist, dass nicht wenige Menschen der zur oberster Maxime erklärten WirtschaftsLebensLeistung und dem Druck, die sie betriebsintern, privat, familiär schaffen kann, entweder nicht standhalten und/oder ihm bewusst aus dem Weg gehen möchten

        Das Problem ist bei vielen aber, dass sie sich den Druck selbst einreden, den da angeblich die Gesellschaft auf sie wirkt. Dass sie eine „oberste Maxime Wirtschaftslebensleistung“ sehen, nur weil es ANDERE gibt, die in ihrer Arbeit aufgehen können, und dafür auch entsprechend belohnt werden. Das Problem ist ein zu geringes Selbstwertgefühl und der daraus entstehende Neid (und in manchen Fällen Alkoholkonsum).

        Um aber btw. meinen Generalvorwurf an die Politik zu wiederholen: wir als Souverän werden schon lange nicht mehr gefragt, WIE wir eigentlich leben wollen!

        Es ist auch besser so, denn was sollte sie mit den zahlreichen unterschiedlichen Antworten anfangen ?

      • Lina sagt:

        @ stefanolix

        >>> „Nischengesellschaft in der DDR hieß nicht, dass man sich aus dem wirtschaftlichen Kreislauf ausgeklinkt hat.“

        Hab ich so auch nicht behauptet; ich denke mir nur, dass der so gut wie konkurrenzlos plan_mässig funktionierende, also somehow beruhigte ‚wirtschaftliche Kreislauf‘ (viel eher als der aggressiv-wettbewerbliche kapitalistische) es zuliess, sich vor einem ideologischen Totalanspruch* in die private Nische auszuklinken.

        * dessen Spezifizierung ich hier mal bewusst ‚aussen vor‘ lassen wollte ;-) …

        @ tigger

        >>> „Das Problem ist ein zu geringes Selbstwertgefühl und der daraus entstehende Neid (und in manchen Fällen Alkoholkonsum).“

        Sorry, iss mir etwas zu einfach :-) …

        >>> „Es ist auch besser so, denn was sollte sie mit den zahlreichen unterschiedlichen Antworten anfangen ?“

        Was sollte den politischen Kurs einer demokratischen Gesellschaft mehrheitlich bestimmen können, wenn nicht die Summe der verschiedenen Bedürfnisse aller Individuen? Mich z. B. würde das Ergebnis einer Volksbefragung mit dem Ziel, herauszufinden, wo die Lebensprioritäten mehrheitlich liegen, brennend interessieren …

      • tigger sagt:

        Und wenn die Bedürfnisse sich gegenseitig widersprechen ? Finden wir dann wirklich heraus, wie WIR leben wollen ?

      • Lina sagt:

        >>> „Und wenn die Bedürfnisse sich gegenseitig widersprechen ? Finden wir dann wirklich heraus, wie WIR leben wollen ?“

        Wie die MEHRheit von UNS leben will, mehr nicht; denn an der Orientierung an demokratischen Regeln führt ja kein Weg vorbei …

        Mal angenommen, dieser Schnitt würde ergeben, dass mehr FREIzeit durch kürzere, flexiblere Arbeitszeiten (bei gleichbleibender unternehmerischer FREIheit) eine Konsumbeschränkung (Gehälter, Verbrauchsgüter) vom WERT her aufwiegen würde, sollte einen das jedenfalls nachdenklich machen – auch auch kreativ und innovativ genug, um die Weichen am guten alten Gleis ‚Kapitalismus‘ neu zu stellen.

        Ein einzelner Staat, meine ich, könnte ja mal beispielhaft mit so einer Bestandsaufnahme der echten Bedürfnisse seiner Bürger anfangen – bevor er im globalen Wettbewerb untergeht … oder eben wegen einer in FREIheit verbesserten Motivationslage gerade nicht.

        Okay, ‚I had a dream‘ ;-)) …

      • tigger sagt:

        Wie die MEHRheit von UNS leben will, mehr nicht; denn an der Orientierung an demokratischen Regeln führt ja kein Weg vorbei

        Das kommt ganz darauf an, welche Fragen man stellt, und welche Antworten man zur Auswahl lässt. Dadurch lassen sich sogenannte „Volksabstimmungen“ unheimlich gut beeinflussen. Derjenige, der die Fragen stellen darf, bestimmt, was überhaupt zur Debatte steht. Soviel zum „Souverän“.

        Zum Glück führt aber an der demokratischen Meinungsfindung nicht nur oft ein Weg vorbei, sondern sind der Entscheidung des Volkskörpers auch Grenzen gesetzt. Nicht alles darf demokratisch entschieden werden. Es gibt vieles, was den Staat nichts angeht, und wo ihm das Grundgesetz Schranken auferlegt. Dazu zählt unter anderem auch die persönliche Lebensgestaltung bezüglich Konsum und Freizeit.

        Im übrigen ist der „Kapitalismus“ für Dein Beispiel ohnehin kompatibel, er besitzt sehr viele Gleise. Niemand MUSS viel verdienen, und irgendwas mit Teilzeit ist immer drin.

        Das Problem ist allerdings, dass es oft nicht nur darum geht, dass man weniger Stress und mehr Freizeit möchte, sondern dass dabei gleichzeitig alle anderen gefälligst auch zu bremsen hätten, während man eine Pause macht. Das heisst, viele können ihren eigenen Kopf gar nicht von dem Wettbewerbsgedanken befreien, den sie so stressig finden, und der sie fast krank macht. Jeder Cent den sie dabei weniger verdienen wird als „ungerecht“ empfunden und jeder der auf Kosten seiner Freizeit mehr erwirtschaftet, ist profitsüchtig.

      • Lina sagt:

        Nachvollziehbare Einwände, ja. Aber:

        >>> „Jeder Cent den sie dabei weniger verdienen wird als „ungerecht“ empfunden und jeder der auf Kosten seiner Freizeit mehr erwirtschaftet, ist profitsüchtig.“

        Genau das meinte ich durch eine öffentliche Befragung, die ja frei_willig gefällte Entscheidungen produziert, ausschliessen zu können: Dass eben dieses dumme und unangebrachte Ungerechtigkeitsempfinden endlich entfallen könnte! Weil der eigene Wunsch & Wille, so oder so leben zu wollen, praktisch vor aller Augen dokumentiert wurde; womit m. E. ‚reiner Tisch‘ gemacht wäre … ?

        Sorry, stefanolix: Den ‚ÖPNV für Arme‘ haben wir im OT-Verfahren weit hinter uns gelassen … obwohl: im übertragenen Sinn ist ja vieles, auch dieser Thread für geistig Reiche ;-) , öffentlicher_Personen_nah_verkehr …

      • stefanolix sagt:

        Kein Problem, ich habe Eure Diskussion (zum Teil) aus der Ferne verfolgt. Nur eine kleine Anmerkung: je mehr Leute sich an einem öffentlichen Ideenfinden beteiligen, desto ineffizienter wird der Prozess.

        Demokratie wird gern für ihre Fehler gescholten, aber solange keine bessere Form gefunden wird, müssen die Ideen und Wünsche des Volkes »verdichtet« werden, bevor sie dem Volk zur Wahl vorgelegt werden.

        Weil wir individuell begabte, gewachsene und entwickelte Menschen sind, weil wir unterschiedliche Wünsche haben und weil wir unterschiedlich befähigt sind, sie zu erfüllen — deshalb wird es in dieser Welt immer ein Empfinden der Ungerechtigkeit geben.

      • henteaser sagt:

        @tigger: „Das Problem ist bei vielen aber, dass sie sich den Druck selbst einreden, den da angeblich die Gesellschaft auf sie wirkt.“

        Dass jeder von uns täglich ein Trommelfeuer aus Werbemotiven, „Kaufmich!“-Geschrei und schönem Schein abzuwehren hat, ist sicherlich ebenfalls nur Einbildung. Nicht alle haben genügend Medienkompetenz als geistigen Spamfilter, um dem jahrelang standzuhalten.

        Dass „es ANDERE gibt, die in ihrer Arbeit aufgehen können, und dafür auch entsprechend belohnt werden“ – zum Beispiel mit Rückenschmerzen oder Nervenzusammenbrüchen – bestreitet sicherlich niemand.

        Leider tun ‚die Politik‘ und ‚die Medien‘ jedoch so, als ob hierzulande noch immer jedermensch zum Tellerwäschermillionär werden könnte, wenn er sich nur genug anstrengt. Bzw., als ob das händespuckende Bruttosozialproduktsteigern das Hauptziel aller Wähler sein sollte.

        „Das Problem ist ein zu geringes Selbstwertgefühl und der daraus entstehende Neid (und in manchen Fällen Alkoholkonsum).“

        Das ist einer von vielen möglichen Gründen. Andere wollen nur keine Systemsklaven sein, haben einen untypischen Lebenslauf (Ex-Knackis zum Beispiel) oder sind u.U. sogar wirklich psychisch krank.

        Oder ist Gier (und in manchen Fällen Kokainkonsum) das Hauptproblem reicher Menschen?

        „Das kommt ganz darauf an, welche Fragen man stellt, und welche Antworten man zur Auswahl lässt.“

        Immer noch besser als reine Parteiendemokratie, bei der die Wähler eines guten Programmpunkts wegen etliche Katzen im Sack mitkauft.

        „Dazu zählt unter anderem auch die persönliche Lebensgestaltung bezüglich Konsum und Freizeit.“

        Warum gibt es eigentlich staatlich zementierte Sonn- und Feiertage? Und warum ist Geböller zu Silvester erlaubt, aber bereits am Tag darauf strafbar? (Das frage ich übrigens nicht, weil mir solche Bräuche gefallen.)

        „Im übrigen ist der „Kapitalismus“ für Dein Beispiel ohnehin kompatibel, er besitzt sehr viele Gleise.“

        Aber wer stellt die Weichen und wohin führen diese Gleise?

        „irgendwas mit Teilzeit“

        Schade, dass viele potentielle Jobs nicht dazu reichen, dass Leben zu unterhalten. Und etliche Berufe so sehr schlauchen, dass außer der Arbeit nicht viel vom Tag / dem Monat / dem Leben übrigbleibt. Vorausgesetzt, man behält seinen Beruf oder steigt sogar auf. (a.k.a. setzt sich auf dem Arbeitsmarkt gegen Mitbewerber durch)

        „Jeder Cent den sie dabei weniger verdienen wird als „ungerecht“ empfunden und jeder der auf Kosten seiner Freizeit mehr erwirtschaftet, ist profitsüchtig.“

        Womit wir wieder bei den Gleisen und Weichenstellern wären.

        Denn die haben nämlich unter anderem in Möbelgeschäften Bonussysteme eingeführt. Jetzt berät Verkäufer#1 eine halbe Stunde lang jene Interessenten, die sich’s nochmal überlegen wollen und Tags darauf bei Verkäufer#2 den Kaufvertrag abschließen.

        Und dann gibt es Mütter mit Kleinkindern, die diese nur früh, abends und am Wochenende sehen, weil die Frauen Geld verdienen müssen, um damit Menschen zu bezahlen, die sich tagsüber um ihre Kinder kümmern.

      • tigger sagt:

        Genau das meinte ich durch eine öffentliche Befragung, die ja frei_willig gefällte Entscheidungen produziert, ausschliessen zu können

        Gut, aber ich muss keinen Generalvorwurf an die Politik machen, nur weil sie nicht die Aufgabe von Meinungsforschungsinstituten übernimmt. Letztere haben ja auch mehr Erfahrung, wie solche Fragen gestellt, und wie die Antworten interpretiert werden müssen.
        Die Parteien können sich daraufhin entscheiden, ob sie anhand der Ergebnisse ihr politisches Angebot ändern wollen, oder nicht. Spätestens bei der Wahl würde man dann sehen, wieviel Relevanz die Frage für eine Stimmabgabe überhaupt hatte.

        Ja das klingt schon vernünftiger als die „totale Demokratie“, wie ich den Vorschlag zuerst empfand. :-)…

      • stefanolix sagt:

        henteaser schrieb: Nicht alle haben genügend Medienkompetenz als geistigen Spamfilter, um dem jahrelang standzuhalten.

        Durch jahrelanges kontinuierliches Training wird der Körper fit — und gilt das nicht auch für den Geist?

        Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit vor der Währungsunion erinnern, als die Evangelische Kirche in Dresden nach ihrem Beitrag zur Friedlichen Revolution noch einmal in die Öffentlichkeit trat: mit Fürbitten aus Anlass des Übergangs in die Marktwirtschaft. Darunter war auch eine, die sich mit diesen Angeboten der Werbung beschäftigte. Ich bekomme es nicht mehr im Wortlaut hin, aber es war ein gleichzeitig einfacher und weiser Text.

        Zum Lernen nochmal: Jetzt haben sie doch in Bayern diesen Metzger verurteilt, der große Mengen von Gammelfleisch verkauft hat (die Taten endeten wohl 2006). Das erinnerte mich an bestimmte »weichenstellende« Entscheidungen. Vorher hatte mich schon der Gammel-Döner-Skandal gelehrt: nie wieder Fastfood. Dann kam 2006 dieser bayrische Skandal — da habe ich meine Ernährung noch einmal konsequent umgestellt.

        Soll heißen: man kann wohl in jedem Lebensalter sein Konsumverhalten umstellen. Man ist definitiv nicht gezwungen, jedem Angebot hinterherzuhecheln.

      • henteaser sagt:

        „Durch jahrelanges kontinuierliches Training wird der Körper fit — und gilt das nicht auch für den Geist?“

        Stimmt auffallend. Und wer Zeit und Nerven (= Lust) erübrigen kann, wird sicherlich die passenden Volkshochschulkurse oder Sachbücher suchen und finden, um damit die persönliche Medienkompetenz auf den neuesten Stand bringen.

        Nur – und dieser Aspekt zieht sich durch viele Diskussionen hier – gehören auch Zeit und Nerven heutzutage sozusagen zu den seltenen Erden.*

        Schnäppchen zu jagen wiederum ist, so scheint’s, ein weitaus beliebterer Zeitvertreib, als das Ablegen alter Gewohnheiten oder das Dazulernen. Und mit steigendem Alter und vermehrten Verpflichtungen gegenüber Familie und Kreditgebern sinkt die Lust, Gewohnheiten in Frage zu stellen.

        (Könnte schließlich ein Fehler gewesen sein, nicht so weitergemacht zu haben wie bisher.)

        „man kann wohl in jedem Lebensalter sein Konsumverhalten umstellen“

        Auch hier prinzipiell Zustimmung. Nur ist diese Wahl nicht wirklich frei, wenn man arm ist – egal, ob geistig, am Beutel oder beides in Kombination.

        Trotz Gammelfleischskandalen scheint die Nachfrage nach solchem Stuff ungebrochen zu sein. Liegt das am günstigen Preis – die möglichen Gesundheitskosten rechnet da ja kaum jemand rein – oder am (antrainierten?) Kurzzeitgedächtnis der Käufer?

        * Ach ja: Es ist unter anderem dem ÖPNV zu verdanken, dass wir schneller am Ziel sind und so theoretisch mehr Zeit haben. Während der Fahrt noch schnell per Smartphone Mails gecheckt oder vielleicht auch ein Podcast gehört, da können wir nun in der Mittagspause woanders rumbrowsen.

        Alles in allem basiert unser Zeitmangel – unsere Armut an Zeit – einzig auf unserem Unvermögen, die persönlichen Spamfilter ständig aktuell zu halten. Weil wir z.B. mehr RSS-Feeds abonnieren oder CC-eBooks downloaden, als uns gut tut.

      • Lina sagt:

        @ tigger

        ‚Totale Demokratie‘? Nee, so war’s nicht gemeint. Wüsste eigentlich auch gar nicht, was ich mir darunter vorstellen könnte; jedenfalls steht mir die aktuelle in ihrer bald totalen Ver_lobby_isierung bis zum Hals …

        Lebens_wichtige Entscheidungen sollten halt wieder direkt da gefällt (und politisch vertreten) werden können, wo sie hingehören: ‚Wir sind das Volk‘ :) …

  11. catapult22 sagt:

    @tigger

    Tageszeitabhängige Tarife zu entwerfen wäre ein wirtschaftliche, nachfrageorientierte Entscheidung der DVB. Im Moment regelt die DVB das wohl eher über die Fahrplantaktung.

    Wobei man sich bei Deinem Vorschlag wohl den Vorwurf einhandelt, „Arme“ von attraktiven Beförderungszeiten quasi auszuschließen.

    Was ist ein „besseres“ Angebot für ÖPNV? Ein billigeres? Ein schnelleres? Ein pünktlicheres?

    • stefanolix sagt:

      Pünktlich und preiswert. Schneller muss ÖPNV in Dresden nicht werden. Deine drei Ziele bilden (soweit ich das sehe) ein magisches Dreieck, denn „schneller“ wird z.B. „teurer“ und „phasenweise unpünktlich“ zur Folge haben (andere Beziehungen bitte passend einsetzen).

      Wenn man die Fahrzeiten und die Pünktlichkeit in Dresden so beibehielte, könnte man schon mit 10% Fahrpreissenkung für die Jahreskarte sofort deutlich mehr Kunden gewinnen (und wahrscheinlich sogar mehr Umsatz).

  12. catapult22 sagt:

    Ob die Kausaliät zwischen 10% Fahrpreissenkung (für alle!) für die Jahreskarte und insgesamt mehr Umsatz stimmt, wäre mal ein spannendes Experiment für die DVB. Könnte man als „Wette“ öffentlickeitswirksam und für 1 Jahr befristet mal testen. Schwierig ist die Unternehmenskommunikation, wenn die „Wette“ verloren wird, weniger Umsatz raus kommt und man den Schritt zurück zum alten System gehen muss.

    • stefanolix sagt:

      Es gab diese Experimente IIRC schon auf privat betriebenen Eisenbahnstrecken. Es soll angeblich funktionieren. Von einer Preissenkung [der Zeitkarten ab Monatskarte] ginge nach so vielen Erhöhungen ein deutliches Signal aus und die Verkehrsbetriebe würden etliche Kunden zu neuen Stammkunden machen. Ich finde auch die 455 Euro ab der nächsten Saison noch bezahlbar im Vergleich zu meiner Nutzung. Aber zehn Prozent weniger würden mich auch freuen ;-)

  13. catapult22 sagt:

    Ein besseres Angebot für ÖPNV wäre in Erweiterung des magischen Dreiecks zum Viereck ein zumindest kostendeckender ÖPNV. Wie könnte man denn dieses Ziel erreichen?

    Für jedes Privatunternehmen wäre das bei Strafe des Untergangs das naheliegendste Ziel. Für ein öffentliches Unternehmen ist das auch kein abwegiges Ziel, schließlich könnten Steuergelder bzw. TWD-Gewinne für andere Zwecke (z.B. Bildung) eingesetzt werden.

    Ich weiss, (fast?) nirgendwo ist ÖPNV in Dt. kostendeckend. Man subventioniert deshalb ÖPNV, weil es privaten Wettbewerb (Auto, Fahrrad etc.) gibt und die Leute ggf. auf das billigere Fortbewegungsmittel ausweichen.

    Bei Wasser, Abwasser, Abfall, etc. gibt es keine Alternativen. Deshalb muss ich jeden geforderten Preis zahlen.

    Kostendeckung für ÖPNV an man also nur erreichen, wenn man

    1. Zwangsmaßnahmen auf die alternativen Mobilitäten ausübt (Parkgebühren, Citymaut, sonstige Begrenzungen und Beschränkungen)

    2. das Angebot des ÖPNV zwangsweise für alle Bewohner so gestaltet („Semesterticket“ für alle erwachsenen Dresdner), daß ÖPNV automatisch ökonomischer wird. Die Zwangs-Flatrate für ÖPNV.

    3. Klingt absurd, aber: Wettbewerb auf der (tram-)Schiene zulässt. Trennung von Schienennetz und Betreiber. Aufstellung von Regeln und Koordinierungs- bzw. Kontrollorgan (Absimmung der Fahrzeiten, Wartungsintervalle etc.). Ein weites Feld, aber: Mit gut durchdachtem Wettbewerb und Markt lässt sich das kostendeckend hinbekommen.

    • stefanolix sagt:

      Ich setze in den nächsten Tagen hier eine separate permanente Seite nur zum Thema ÖPNV rein, auf der ich Deine Vorschläge als Gastbeitrag einbaue. Nur momentan bin ich derart übermüdet, dass das jetzt nichts mehr wird. Und der Freitag endet auch wieder erst spät am Abend …

      Ich wäre prinzipiell für die Möglichkeit #2 zu haben, aber es steht die Frage, ob das sauber umgesetzt werden kann. Leider müsste man ja dann doch noch ein Fahrkarten- und Kontrollsystem für Auswärtige betreiben, das wäre aber dann ziemlich ineffizient.

  14. catapult22 sagt:

    Nun haben wir @Lina auch hier eine Armutsdebatte ;-)

    Schon wieder ein neues Thema, aber warum gibt es die in Deutschland in dieser Breite? Und nicht in Indien (und anderen Ländern), wo Armut viel gravierender und verbreiteter ist? Ein Mentalitätsproblem?

    Geistige Armut erlebe ich übrigens oft auch bei (vermeintlich) wohlhabenden (man lasse sich das Wort auf der Zunge zergehen) Menschen. Wohlhabend wird heute als „materiell gut gestellt“ gebraucht. Früher war „wohlhabend“ m.E. tatsächlich „gutes Einkommen = es geht mir gut“ – wenn oft auch auf Kosten Anderer.

    Heute ist man wohlhabend (reich) – oft sicher auch auf Kosten Anderer. Aber man muss als „Wohlhabender“ auch auf vieles verzichten: Zeit, Kinder, Nerven, Freunde, Partner (Frau, Mann), Lebenszeit, in Summe: Lebensqualität.

    Ich möchte nicht reich sein und die Probleme reicher Menschen haben. Ich möchte auch nicht arm sein und mir überlegen müssen, ob ich noch ein Glas Wein trinken kann. Ich möchte MEIN Optimum , MEINE Balance zwischen materieller Grundlage und persönlicher Freiheit.

    Gleichzeitig respektiere ich das Recht von Anderen, EIGENE Wege zum Glücklichsein zu finden. Wenn Andere im Maximum oder in der Gier Befriedung finden: Bitteschön – solange sie der Allgemeinheit nicht schaden. @henteaser Dafür schalte ich auch gern meinen persönlichen Spamfilter* an.

    Wenn wieder Andere mit dem Minimum zufrieden sind – auch gut – solange sie der Allgemeinheit nicht schaden und ohne eigenes Bemühen oder unglückliche Wechselfälle des Lebens nur auf Kosten von Anderen leben.

    Mit Kindheit und (früher) Jugend im Sozialismus könnte ich auch heute noch den Boden und Jeden dafür küssen, in Freiheit mich dafür entscheiden zu können, mit welchen Wohlstands-, Freiheits- oder andererseits Abhängigkeitsgraden ich leben möchte.

    Ich habe für mich „Wohlstand“ anders definiert. Es ist die andauernde Suche nach dem Optimum.

    catapult22

    PS: * Spamfilter haben wir immer an. Ob bei Chefs, Kollegen, TV, in der Stadt, bei Kindern oder sogar dem eigenen Partner ;-) Nur die wichtigen Informationen werden durchgelassen. Diese Spamfilter werden in den heutigen Zeiten des „information overkill“ nur immer wichter. Ohne Spamfilter werden wir verrückt oder Extremisten. Oder vielleicht zwangsläufig Beides.

    • stefanolix sagt:

      Danke für den Beitrag zur Armutsdebatte, die ja eigentlich auch eine Freiheitsdebatte ist. Ich schließe mich besonders der großen Dankbarkeit für das Leben nach der Wende an. Zwanzig Jahre später wird mir das wieder besonders bewusst.

  15. Max sagt:

    Wie kann man den öffentlichen Nahverkehr billiger und gerechter machen? Nun, es gibt eine ganz einfache Strategie: Busse statt Bahnen. Es ist egal, ob dies jetzt Hybridbusse sind oder „alte“ Dieselbusse, alles ist billiger als Tram/S-Bahn/U-Bahn. Ticktes für Busse könnten schon ab 50 Cent anfangen und würden bei hohem Nutzungsaufkommen noch billiger. Gleichzeitig kann man Busse besser Klimatisieren und sie können flexibler auf Verkehrssituationen reagieren.

    Nicht umsonst kostet eine Fahrt von Philly nach Washington nicht mal ein Zehntel eines Amtrack-Tickets. In Deutschland ist dieser Vergleich fast nicht möglich, da Busverkehr und Schienenverkehr meist in einem Konglomerat sitzen und somit die Betriebskosten vom jeweiligen Partner mitgetragen werden.

    Es ist schade, dass dieses Thema nicht mehr Beachtung findet…

    • stefanolix sagt:

      Du magst recht haben, wenn Du die Kosten betrachtest. Aber die Reisegeschwindigkeit ist mit der S-Bahn oder Straßenbahn meist höher. Der Bus steckt viel mehr im Stau als die schienengebundenen Verkehrsmittel.

      In der Stadt: Kein Bus (und auch kein Auto) kommt in ca. 12 Minuten von DD-Hauptbahnhof nach DD-Niedersedlitz. Oder in die Ferne schweifen: zwischen Dresden und Leipzig ist der (sehr langsame) Zug immer noch schneller als der Fernbus, aber der Fernbus ist kostengünstiger. Noch größer sind die Unterschiede auf der Strecke Dresden—München.

  16. catapult22 sagt:

    @Lina

    Und wenn das Volk ganz direkt gegen Deine oder unsere Meinung entscheidet, ist das dann auch akzeptabel? Oder war dann die Fragestellung falsch? Oder der diesbezügliche Wahlkampf demagogisch? Oder wenn das Volk gar völlig antidemokratisch abstimmt und gegen das Teile des Grundgesetzes abstimmt?

    Dies ist eine völlig allgemeine und offene Fragestellung (bitte keine Brückendiskussion hier), die mich als Anhänger der direkten Demoktratie bewegt. Insbesondere die letzte Frage…

    • stefanolix sagt:

      Direkte Demokratie muss allerdings diejenigen Probleme zum Gegenstand haben, für die eine Kommune wirklich die Verantwortung hat.

      Autobahnen (Dresden-Prag) und andere große Verkehrsprojekte berühren die Kommune zwar, aber das Geld kommt von übergeordneten Einheiten und die Fragestellung des Volksentscheids reduziert sich in der Regel auf »JA oder NEIN«, vulgo: »Friss oder stirb«.

  17. Lina sagt:

    Ja, wenn … ich weiss nicht, wie es laufen könnte; deshalb bin ich ja so scharf auf eine Erfassung des Meinungsspektrums.

    Btw.: Der Sender arte hat vorgestern (in Sarkozys Auftrag?) ‚meine‘ Frage aufgeworfen, nämlich: wie wir (d. h. die Franzosen) eigentlich leben wollen: anstatt nur immer vom Bruttosozialprodukt solle man doch auch mal vom ‚BruttoSozialGlück‘ reden und sich fragen, was besser sei: sich (in Paris) zu schinden oder aber (in der Bretagne) zu bescheiden …

    Dumm nur, dass dem eine ziemlich durchsichtige staatliche Ablenkungskampagne (von der desaströsen Finanzlage?) zugrunde lag, um von langer Hand steuern zu können, ‚wie wir eigentlich leben wollen‘ …

    • stefanolix sagt:

      Das Glück wird (neben anderen Gefühlen) inzwischen auch von den Ökonomen mehr beachtet. Schon immer war jedem klar, dass Wirtschaft auch mit Psychologie zu tun hat, aber jetzt will man das wohl tiefer erforschen.

      Allerdings gibt es eben sehr viele Arten des Glücks und leider ist unser Glück auch noch meist von anderen abhängig ;-)

      Dass wir in Zukunft vom Wachstum der Produktionsmengen und von kaum begrenzten Konsum wegkommen müssen, scheint mir logisch. Wachstum kann auch anders entstehen. Wertschöpfung muss nicht auf die (Massen)produktion von Konsumgütern beschränkt sein; Dienstleistungen aller Art und höherwertige Produkte bringen auch Wachstum!

      • Lina sagt:

        Stimmt, was Du sagst! Debatten um die sog. ‚Grenzen des Wachstums‘ gab es auch immer wieder, solange ich denken kann, aber die Konsequenz, Korrekturen einzuleiten, fehlte.

        Jetzt, da wir uns nach einer Überfluss-und Wegwerfgesellschaft, diversen ‚Blasen‘ und einer FinanzMarktKrise wirtschaftlich in die Enge getrieben haben, sehe ich nach dem Aufspannen von ‚Schutzschirmen‘ (über deren Notwendigkeit man natürlich streiten kann) die Chance auf einen Neuanfang vertan.

        Vielleicht wäre es (nach einer Durststrecke) der ‚Beginn einer wunderbaren Freundschaft‘ mit einem menschenfreundlicheren Kapitalismus gewesen ;-) …?

      • stefanolix sagt:

        Der Kapitalismus ist so menschenfreundlich, wie wir alle ihn jeden Tag machen, z.B. in unseren Eigenschaften als Konsumenten, Bankkunden, Auftraggeber, Auftragnehmer …

        So können auch die Korrekturen nur graswurzelartig wachsen. Warum muss immer alles »top-down« geschehen?

      • Lina sagt:

        Du hast in Deiner Reihung u. a. ‚die Banker‘, ‚die Manager‘ vergessen ;-) …

        Es muss nicht immer alles ‚top-down‘ geschehen, aber es wäre doch diiiiiiiie (ach so, Du bist ja unpolitisch … ) politische Chance gewesen, das Ruder herumzureissen und den Kapitalismus auf ’normal‘ zurückzuführen, was er mit seinen faulen Luftnummern schon lange nicht mehr ist.

        Yes, I had this dream ;-) …

      • stefanolix sagt:

        Auch als unpolitischer Blogger weiß ich: Wir haben jetzt eine sozialliberale Koalition aus Schwarzen und Gelben; irgendwie wird es schon in die Richtung Deiner Wünsche gehen ;-)

    • googlehupf sagt:

      Das Problem ist doch, dass „Glück“ nicht so leicht quantifizierbar ist wie das BSP. Sicherlich kann man noch andere Faktoren als das BSP in die Bewertung einer „guten Regierung“ einsetzen aber dem sind auch Grenzen gesetzt.

      Mich beschleicht leider das Gefühl, dass diese Argumentation wieder von üblichen Verdächtigen genutzt wird um den „neuen Menschen“ oder das „richtige Leben“ zu schaffen. Da wird dann Glück im eigenen Sinne „objektiv“ definiert um eigene politische Ziele durchzusetzen. Darauf basierend dann noch ein überzogener Utilitarismus und mich schauderts.

      • stefanolix sagt:

        Ich wollte das Glück auch nicht quantifizieren. Einige Ökonomen sehen (so wie ich das verstanden habe) das Glück als motivierende Kraft für eine neue Qualität des Wachstums.

        Was ja nicht unbedingt neu ist: man hat sich ja schon lange Zielgruppen definiert, denen andere Werte wichtiger sind als der herkömmliche Konsum.

      • googlehupf sagt:

        Du warst auch nicht Ziel meiner Kritik. Ich teile nämlich deine Auffassung über das „Wachstum in Lebensqualität/Dienstleistungen“ statt einfacher Massenproduktion.

        Ich möchte nur nicht, dass Politiker nachher ganz genau definieren was dieses Glück und diese Lebensqualität – sprich: „das gute Leben“ sind und dann versuchen zu optimieren. Das kann nicht gut ausgehen. Aber ich denke da sind wir uns einig.

      • stefanolix sagt:

        Ja. Darin sind wir uns einig. Die große Gefahr besteht immer darin, dass die besonders Sendungsbewussten für die anderen Bürger mitdenken und ihnen Werte aufzwingen wollen.

        Besser wirkt die Überzeugung durch das eigene Vorbild … aber das ist gleichzeitig der schwierigste, der anstrengendste und der längste Weg.

      • Lina sagt:

        ( … wusste doch, stefanolix, dass Du Dir den Schuh nicht anziehen musst; es ist meiner ;-) … )

        @ googlehupf

        >>> „Mich beschleicht leider das Gefühl, dass diese Argumentation wieder von üblichen Verdächtigen genutzt wird um den „neuen Menschen“ oder das „richtige Leben“ zu schaffen.“

        Die ‚üblichen Verdächtigen‘ findest Du aktuell verkörpert in den ‚Grünen‘ – mit Claudia Roth als über Schwarz-Gelb zornesrot gewordener Ideologin; schlimmeres fürchte ich durch eine öffentliche Befragung des ‚Volkswillens‘ (VOR dessen ‚Verdichtung‘ zu Politik) keinesfalls. Es ging (mir) darum, herauszufinden, wie ‚gutes Leben‘ für die bei der Mehrheit der Zeitgenossen beschaffen sein sollte – und dann erst um (unverdächtige) Volksvertreter, die diesen Willen politisch umzusetzen versuchen.

      • stefanolix sagt:

        Ich hab mir keinen Schuh angezogen. Ich meinte nur, dass ich hier auch ein wenig mitdiskutieren wollte ;-)

  18. catapult22 sagt:

    Ich glaube, für sein Glück, für das „glück-lich-sein“ ist jeder Mensch selbst verantwortlich. Zu unterschiedlich sind die Maßstäbe für den Glücklich-Faktor.

    Die Maßstäbe splitten sich ins Unendliche von Beruf bis Privat. Nach der Kombinatorik in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen der Tausenden Unterkathegorien (Gehaltshöhe, Betriebsklima, Erfüllung im Job, etc. atraktive, intelligente, harmonische, befriedigende Partnerschaft etc., Anzahl und Hinwendung zu Kindern etc. >> absolut beispielhaft und völlig unvollständig) kann es kein von oben verordnetes, allgemeines Glück geben. Weil Glück eben so verschieden interpretiert bzw. erlebt wird…

    Ich denke, es gibt Millionen Menschen auf der Welt, die wären richtigerweise sehr glücklich in Deutschland zu leben. Die Deutschen empfinden sich aber nach der Statistik als nicht sehr glücklich…

    Viele Menschen nehmen den erreichten Glücksstatus gar nicht mehr war, orientieren sich nach dem (manchmal vermeintlich) höheren Glück frei nach der These

    „Leben ist das Streben nach der Maximierung des persönlichem Nutzens“

    Das hatten wir schon in einem anderen Artikel diskutiert. Die Maximierung des persönliches Nutzens besteht nicht nur in der Maximierung des materiellen Wohlstandes, sondern in der Maximierung der vielen Einzelkomponenten zum Lebensoptimum, des gefühlten persönlichen Nutzens. Hin und wieder „Glück“ oder „glücklichsein“ genannt.

    Optimum bedeutet auch Verzicht. Verzicht auf die Maximierung einzelner Faktoren zugunsten anderer Faktoren. Optimierung des Gesamtpaketes. Das Gesamtpaket Glück definiert sich („zum Glück“) für Jeden anders.

    Marktwirtschaft ist nur die optimale BASIS des menschlichen Zusammenlebens. Praxisbewährt und der Natur der meisten Menschen entsprechend.

    Glücklichsein ist die KÜR, die sich jeder Mensch auf o.g. Basis selbst suchen muss. Die Kür muss jeder selbst erarbeiten, soweit er es kann. Die Kür kann sehr unterschiedlich sein.

    Ich bin z.B. glücklich über meine drei Kinder. Und verzichte dafür liebend gern auf den Gegenwert in Geld oder materiellen Besitz. Mein ROI (return on investment) ist etwas hart und zugleich ironisch gesprochen höher als bei der Deutschen Bank: Die DB strebt 25% EK-Rendite an. Ich habe 300%! ;-)

    Und seit Kurzem muss meine älteste Tochter mit der tram zur Schule fahren. Ich bin nicht arm. Ich bin nicht reich. Die Stadt Dresden erstattet die Fahrkosten. ÖPNV für Arme?

    Zumindest habe ich die Kurve zum Titelthema bekommen… ;-)

    • stefanolix sagt:

      Die Stadt Dresden erstattet die Fahrtkosten aufgrund eines Gesetzes für Kinder aller Familien, wenn sie die Bedingungen »richtiger Schulort« und »passender Wohnort« erfüllen. Nach Einkommen wird (soweit ich mich entsinne) nicht gefragt. Unser älterer Sohn ist zu Fuß zum Gymnasium gelaufen …

      Danke noch mal für die Zusammenfassung zum persönlichen Glück und zum persönlichen Nutzen. Mir liegt auch sehr viel daran, dass kein Staat und keine Kirche und keine Verwaltung die Macht haben sollen, mich zu meinem Glück zu zwingen. Viele mögen mir Empfehlungen geben, viele mögen Vorbild sein. Doch entscheiden will ich selbst.

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