Kein Ansturm

Zum ersten Artikel passt eine zweite Meldung, diesmal aus Dresden: Die amerikanischen Touristen kommen offensichtlich bisher kaum freiwillig auf den Obama-Lehrpfad, der an die 13-Millionen-Nacht des Präsidenten in Dresden erinnern soll.

Deshalb hat die Deutsche Zentrale für Tourismus ein knappes Dutzend Journalisten nach Dresden eingeladen, damit sie an den Stätten des Präsidenten Obama Eindrücke sammeln können. Die Berichte der eingeladenen Journalisten sollen dann Touristen nach Dresden bringen.

Es wird überhaupt nicht mehr hinterfragt, ob damit nicht eventuell die journalistische Unabhängigkeit in Gefahr geraten könnte. Wenn es unserem Tourismus dient, kann es doch nicht unethisch sein!

2 Responses to Kein Ansturm

  1. Lina sagt:

    Obama betreibt PR (via SZ), Dresden betreibt PR (via Obama + DZfT). Unethisch? Unseriös, würde ich sagen, aber im Medienzeitalter wahrscheinlich eine eingeschliffene, nicht mehr umgehbare Praxis …

    Klar, wo ‚Politik‘ draufsteht, sollte auch Politik drin sein; nur hat der Show-Charakter von Politik – heute z. B. bei der Koalitionsvertragsunterzeichnung als ein ‚Willkommen_im_Club‘ (der Regierenden) zu bestaunen! – inzwischen eine Dimension angenommen, die die Grenzen der journalistischen Unabhängigkeit fliessen lassen.

    Zu sehen, wie der Apparat und seine Protagonisten sich weltweit feiern, ist imho der eigentliche Skandal …

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