Kurze Notizen nach dem Klassentreffen

… ungeordnet und nach zwei Uhr morgens. Es war in Ordnung und ich würde wieder hingehen, aber ein Klassentreffen sollte nicht Anfang November stattfinden.

Ich fürchte, dass Gesprächsthemen wie Gesundheit und Gewicht in den nächsten Jahren noch mehr Raum einnehmen werden. Es gab aber auch richtig interessante Themen.

Alkoholfreies Bier kann man sich nicht schöntrinken.

Nur ganz wenige Leute aus meiner alten Klasse wissen, was ein Blog ist.

Ich wünschte mir, dass mehr Leute Freude am Dazulernen entwickeln.

Unsere alte Schule ist so baufällig, dass man sie für die Zeitung fotografiert hat. Deutschland gibt Unsummen für Bildung aus, aber die Schulgebäude bröckeln. Wo bleibt die Effizienz?

Auf dem Heimweg habe ich festgestellt, dass die Stadt Dresden ihre Klimaziele viel besser einhalten könnte, wenn die Ampeln auf der Bodenbacher Straße auch mal ausschalten würde. Da stehen nachts um zwei Uhr die Autos mit laufendem Motor minutenlang sinnlos vor Ampeln herum (und es ist keine Straßenbahn zu sehen).

Das Fahrrad ist in solchen klaren und schönen Herbstnächten das Verkehrsmittel mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

6 Responses to Kurze Notizen nach dem Klassentreffen

  1. stine sagt:

    Ja haben denn alle Klassentreffen? Meine Eltern waren gestern auch, aber nicht in Dresden. Und das frisch geschieden, war bestimmt ein Spaß. Das mit den Ampeln erlebe ich auch immer wieder aus der Fußgängerperspektive. Einige Ampeln sind nachts einfach nutzlos.

    • stefanolix sagt:

      Wir hatten gestern auch alles dabei: bewahrte Freundschaft und zerbrochene Freundschaft, Geburten und Todesfälle, Glück und Leid, Kabale und Liebe …

      Aber frisch geschieden auf ein Klassentreffen einer Klasse, deren Einschulung ja nun sicher deutlich länger zurückliegt als meine — das ist heftig. Na ja, dann ist den Leuten der Gesprächsstoff wenigstens nicht ausgegangen.

      Auf solchen Treffen muss ich immer an den alten Poesiealbum-Spruch mit der Lästerzunge denken.

  2. stine sagt:

    Hoho, meine Eltern sind ja keine Tattergreise, aber 30 Jahre Abi klingt viel, wenn man es sich überlegt. Ich fühl mich eher alt, weil ich nächstes Jahr 5 Jahre Abi-Treffen hab. Und das wahrscheinlich bei zwei Schulen, Umzüge verkomplizieren alles.

    • stefanolix sagt:

      Wir durften ja in der DDR nichts abwählen. So sprach man gelegentlich vom Abitur als dem Punkt der »breitesten« Bildung.

      Allerdings hatte ich bisher immer das Glück gehabt, auf sehr vielen Feldern dazulernen zu dürfen. Und wenn man das so sagen darf: abgewählt habe ich dann das Spezialwissen, das ich wirklich nicht brauchen konnte.

      Ich gehe ganz offen damit um: 2011 bin ich 44 und dann habe ich 25 Jahre Abi ;-)

      Ich wollte keineswegs jemandem Tatterigkeit unterstellen, aber der Unterschied ist größer, als es die Jahreszahlen vermuten lassen. Das DDR-System änderte sich doch in den letzten 10 bis 15 Jahren seines Bestehens ziemlich schnell.

  3. stine sagt:

    Das weiiß ich nicht soo genau, ich habe mich mehr mit der sozialstrukturellen Zusammensetzung beschäftigt, konkrete Inhalte und Fächer kenne ich nur aus Erzählungen meiner Eltern. Also die hatten 4 jahre EOS und als Sprachzweig neben Russisch und Französisch sogar Englisch. Das fand ich immer interessant, weil man sonst immer Anderes hört. Kein Wunder, dass wir meine Schwestern bisher eine Sprachwissenschaft studieren ;) Bin ja auf die Jüngste gespannt, mit Leistungskurs Altgriechisch ist sie ja auf dem besten Weg.

    • stefanolix sagt:

      Englisch war im Gegensatz zu Russisch sehr beliebt. Es wurde allerdings offiziell gern an Beispielen aus kommunistischen englischsprachigen Zeitungen vermittelt. Wer einen guten Lehrer hatte, bekam allerdings auch andere Themen vermittelt ;-)

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