Zetteltrick?

Ich bin über dieses Wort in einem Artikel im Blog »Zettels Raum« gestolpert. Zettel schreibt dort über den allgegenwärtigen Betrug in der Gesellschaft:

Bei Subventionen wird betrogen. Versicherungsbetrug gilt nachgerade als Volkssport. Jeder von uns, der eine Kreditkarte hat, ist bedroht durch die ständigen und oft erfolgreichen Versuche, auf den verschiedensten Wegen an deren Daten zu kommen und damit an unser Geld. Wir sind umgeben von Trickbetrügern. Berichte über den Enkeltrick, den Zetteltrick, den Teppichtrick füllen die Zeitungen.

Sicher hatte ich vom Enkeltrick und vom Teppichtrick schon gehört. Aber was ist ein Zetteltrick? Ich war sicher: die Wikipedia würde mir helfen.

Doch die Seite »Zetteltrick« war mit einer sprachlich und inhaltlich originellen Begründung gelöscht. Zitat:

‚Halte ich in der vorm nicht für relevant. Das Lemma ist sehr Beliebig und wird auch in anderem Zusammenhang gebraucht. eventuell mit einem Satz in Trickdiebstahl einbauen.“ [Quelle]

Ergebnis: Das Wort Zetteltrick war in der Volltextsuche der Wikipedia überhaupt nicht mehr zu finden. Weder in »Trickdiebstahl« noch in »Trickbetrug« ist heute ein Hinweis auf den Zetteltrick enthalten.

Warum kommt niemand auf die Idee, den Artikel erst zu verschieben und dann zu löschen? Was ist das Ergebnis? Ein Admin mit wirklich beeindruckender Sprach- und Sachkenntnis hat seine Meinung durchgesetzt und die Wikipedia ist um einen Begriff ärmer.


3 Responses to Zetteltrick?

  1. hendrix sagt:

    Der noch relativ unbekannte Zetteltrick ist der durchsichtige Versuch des Blogbetreibers Zettel, Leser und andere Blogbetreiber mit einer neuen Wortschöpfung hinters Licht zu führen. ;-)

  2. Ich weiß was sagt:

    Der „Zetteltrick“ ist sehr viel älter (erm. seit den 80er Jahren) als der Enkeltrick(erstmalig Ende 1999) und bezeichnet eine Variante des Trickdiebstahls/Trickbetruges bei älteren Opfern.

    Meist weibl. Täterinnen gehen mit dem auserwählten gebrechlichen Opfer ins Haus, bieten gelegentlich auch an die Einkaufstasche die Treppe hochzutragen und stellen so fest in welcher Wohnugn das Opfer wohnt. Kurze Zeit später klingelt man und erklärt, das man etwas bei nicht anwesenden Nachbarn abgeben wollte und bittet um einen Zettel, um eine Nachricht zu hinterlassen. Da man diese Bitte nur schlecht abschlagen kann, geht man einen Zettel holen und schlägt den Bittenden nicht die Tür vor der Nase zu. Und schon sind sie in der Wohnung. Meist geht das Opfer von alleine in die Küche, weil da der Zettelkram liegt, ansonsten bitten die Täterinnen um ein Glas Wasser, damit das Opfer in die Küche geht. Während dort das Opfer abgelenkt wird, schleicht sich eien dritte Person ein, die in den übrigen Zimmern Gle dun Schmuck sucht und mitnimmt. Hinterher bedankt man sich freundlich und geht wieder.
    Meist bekommen die opfer erst sehr viel später mit, dass irgendwas fehlt. Sie haben auch keinen Argwohn, da sie die beiden netten Damen, die sie sieht, ja die ganze Zeit im Blick hat. Die können also gar nichts stehlen.

    Teppichtrick ist eigentlich in dem Zusammenhnag der falsche Begriff, das gibt’s diverse Varianten im Zusammenhang mit Teppichen, die vom legalen Verkauf bis zu Betrugstaten mit mehreren 100.000 Euro nahtlos ineinander übergehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: