Farben beim Spaziergang

18. November 2009
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Farben beim Herbstspaziergang (1).

Farben beim Herbstspaziergang (2).

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Anrührende Suchanfragen

18. November 2009

Ich weiß nicht, wie dieses Blog mit der Anfrage »beten das man gut in der schule lernt« gefunden wurde. Ich habe auch ad hoc keine einfache Antwort. Beten kann man sicher dafür, dass das Lernen zu guten Ergebnissen führt. Aber lernen muss man wohl selbst …


Externes Bilderrätsel

17. November 2009

Schaut nicht auf die Adresse und lasst einfach mal dieses wunderschöne Bild auf Euch wirken.


November muss nicht grau sein …

16. November 2009
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Hütte im Botanischen Garten, 15.11.2009 (Klick vergrößert).


Ein Zweig und ein Vogel

15. November 2009

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Ein Zweig an einem schönen Novemberabend …


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Annäherung an die Schillerlinde

15. November 2009

Kursiv gedruckte Textpassagen sind der Pressemitteilung der Stadt Dresden entnommen:

Der ehemalige Dorfplatz von Altblasewitz wird damit erstmals seit über 100 Jahren durch einen Baum beschattet.

Und der Baum wird sich jetzt denken: »Mach es wie die Sonnenuhr …«

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 1.

Der Gesamtumfang der Investition beträgt rund 13 000 Euro. Davon trägt die Landeshauptstadt Dresden am Vorhaben einen Anteil von rund 20 Prozent in Form von Materialbereitstellung und Sachleistungen.

Und man sieht doch wirklich jeden einzelnen Euro …

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 2.

Ideengeber und Initiator für das Vorhaben ist der Beirat vom „SchillerGarten zu Dresden-Blasewitz“, welcher auch den größten Anteil der Spende beiträgt. Durch ihn wurde das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft im Februar dieses Jahres um Hilfe bei der Standortsuche für eine Schillerlinde gebeten.

»Durch ihn wurde gebeten.« Beschäftigt die Stadtverwaltung eigentlich noch jemanden, der mit Sprache umzugehen weiß?

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 3.

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft erhält vom Beirat „SchillerGarten zu Dresden-Blasewitz“ am Dienstag, 10. November, 11 Uhr, anlässlich der 250. Wiederkehr des Geburtstages von Friedrich Schiller eine Gedenklinde für den Dichter.

Das Amt erhält eine Gedenklinde. Nicht etwa die Dresdner Bürger oder ihre Gäste. Wie heißt es im Volksmund: Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch eine Bank ;-)

Und wieder diese verquaste Sprache! Wie lange muss man warten, bis man weiß, was die Stadt erhält? Man möchte sie am liebsten zwingen, solche Sätze laut vorzulesen.

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 4.

Der Baum steht innerhalb auf einer erhöht gepflasterten Fläche am Schillerplatz und wird vom Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Detlef Thiel, entgegen genommen.

Ich habe dort noch niemanden sitzen sehen. Wahrscheinlich denken die Leute, dass der Herr Amtsleiter jeden Augenblick zurückkommt ;-)

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 5.

Umrahmt von einer Rundbank ist die Linde ein attraktiver Mittelpunkt für die hier stattfindenden Wochenmärkte.

Und das wusste die Stadtverwaltung schon, bevor sie den Baum »entgegen genommen« hat?

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Schillerlinde in Dresden, 15.11.2009, Ansicht 6.


Bilderrätsel

14. November 2009
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Was ist das?


Mitfühlender Konservativer

14. November 2009

Samstag ist Markttag. Der Blogger (42) betrachtet die frisch eingeweihte Schiller-Linde und denkt bei sich: »Auf diesem Platz wächst kein Gras. Wie soll hier ein Baum wachsen? Hier gibt’s historisches Pflaster, modernes Pflaster und Schotter.« —

Man sieht mir die Skepsis wohl an. Ich kann das ganz schlecht verbergen.

In diesem Augenblick tritt ein Herr im vornehmen Grau-in-Grau an mich heran. Er hat seine Gattin auf den Markt begleitet und nun augenscheinlich nichts zu tun. Dieser Herr ist etwa zwanzig Jahre älter als ich und will die Linde gut finden.

Älterer Herr: »An dieser Stelle sieht sie doch schön aus.«

Blogger (schluckt): »… aber sogar die Baumscheibe der Linde ist geschottert.«

Älterer Herr (streng): »Die Linde wird trotzdem wachsen. Sie kennt es ja nicht anders.«

Der Blogger denkt an die Baumschule, in der solche Linden ihre ersten zwanzig Jahre verbringen und wendet sich seiner Kamera zu.

Älterer Herr (tröstend): »Doch, sie wird wachsen. Wissen Sie …«

Der Blogger findet keine gute Position, um die Tafel an der Linde zu fotografieren, ärgert sich im Inneren darüber, ärgert sich auch über die Tafel — und wendet sich doch noch einmal höflich zum älteren Herren.

Älterer Herr (insistiert): »Wissen Sie, das ist wie mit den Straßenkindern … mit diesen Straßenkindern.«

Blogger: ???

Älterer Herr: »Ja, das sieht auch oft nicht schön aus. Aber sie kennen es ja auch nicht anders.«

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Tafel an der Schiller-Linde. Klick vergrößert den Schrecken ;-)


Der Blogger fotografiert dann eben doch aus der ungünstigen Position und denkt sichtbar bei sich: »Wenn der nicht ganz bestimmt schon im Beirat vom Schillergarten wäre, sollte man ihn schleunigst aufnehmen.«

Der ältere Herr verschwindet peinlich berührt.



Ich bin dann mal beschäftigt …

14. November 2009
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Gemüsestand, Blasewitzer Markt am 14.11.2009, Klick vergrößert.


Ein treffendes Foto

13. November 2009

Sehr selten sieht man in der Presse ein Foto, das einen Politiker wirklich treffend charakterisiert. Angela Merkel in der Fischerhütte — das war so ein Bild. Und heute habe ich wieder diesen Aha-Effekt gespürt: Verteidigungsminister Guttenberg im Militärtransporter auf dem Weg nach Afghanistan. Treffer. Charakterisiert. — Aktualisierung: Und hier ist das ganze Bild. — Noch eine Aktualisierung: Die F.A.Z. über Hofberichterstattung.


Einfache Beleidigung?

12. November 2009

In den Kommentaren zum Mordprozess in Dresden schreibt Katha:

Schon mal drüber nachgedacht, daß der Ursprung des ganzen eigentlich völlig banal war und „das Unglück seinen Lauf nahm“, weil Jemand wegen einfacher Beleidigung vor Gericht gezerrt wurde?

Ich stelle das gern mal zur Diskussion: Soll sich eine gebildete junge Frau, ehemalige Leistungssportlerin und junge Mutter in Gegenwart ihres Kindes übel beleidigen lassen? Soll der Staat darauf verzichten, solche Beleidiger vor Gericht zu stellen?


Voll schuldfähig

11. November 2009

In diesen Tagen wurde in Dresden ein Urteil gesprochen und in Virginia ein Urteil vollstreckt.

Das Urteil in Dresden wird einen Täter für viele Jahre hinter Gitter bringen. Nach 15 Jahren wird er nicht entlassen werden. Doch ich stelle mir die Frage, was mit ihm nach 20 oder 25 Jahren geschehen wird. Vielleicht wird er sein Leben im Gefängnis beenden, vielleicht in der Psychatrie — vielleicht wird er in 27 Jahren begnadigt.

Diese Frage stellt sich beim Mörder aus Virginia nicht mehr. Er wurde mit Giftspritzen hingerichtet. Man sagt, es sei eine verhältnismäßig ruhige Hinrichtung gewesen. Ungewöhnlich ist auch, dass die Hinrichtung »schon« sieben Jahre nach den Taten folgte.

Ich denke, dass unser Weg hier in Deutschland der richtige Weg ist. Die Todesstrafe muss tabu bleiben. Niemand hat das Recht, einen wehrlosen Gefangenen des Staates zu töten. Auch dann nicht, wenn er rechtskräftig verurteilt wurde. Solange es eine Todesstrafe gibt, hat das Recht noch mindestens einen Fehler.


Eine Schildbürgerlinde am Schillerplatz

10. November 2009

Dienstag ist Markttag. Und ich bekenne: darin bin ich konservativ. Also wird zwischen Schreiben, Organisieren und Korrekturlesen eine Pause eingelegt, in der ich zum Schillerplatz fahre. Dort gibt es immer frisches Gemüse und Obst. Dafür mag ich den Herbst und unseren Gärtner.

Heute war alles anders. Fotografen drängten sich um einen frischgepflanzten Baum mitten auf dem Park- und Marktplatz. Etwas deplaciert standen Vertreter der Stadt und des Schillergarten-Beirats neben dem Baum, ließen sich fotografieren und blickten bedeutend in die Herbstluft, während rundum Hausfrauen ungerührt ihre Einkäufe erledigten. Morgen werdet Ihr die Bilder in der Zeitung sehen. Glaubt nur die Hälfte ;-)

Bank und Linde werden in der Presseerklärung der Stadt Dresden beschrieben:

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft erhält vom Beirat „SchillerGarten zu Dresden-Blasewitz“ am Dienstag, 10. November, 11 Uhr, anlässlich der 250. Wiederkehr des Geburtstages von Friedrich Schiller eine Gedenklinde für den Dichter. Der Baum steht innerhalb auf einer erhöht gepflasterten Fläche am Schillerplatz und wird vom Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Detlef Thiel, entgegen genommen.

Übersetzung: Der Baum steht mitten auf einem kopfsteingepflasterten Parkplatz an einer Stelle, wo man wirklich keinen Baum pflanzen und keinen Baum erwarten würde.

Umrahmt von einer Rundbank ist die Linde ein attraktiver Mittelpunkt für die hier stattfindenden Wochenmärkte. Der ehemalige Dorfplatz von Altblasewitz wird damit erstmals seit über 100 Jahren durch einen Baum beschattet.

Der Baum steht wirklich nicht im Mittelpunkt, sondern allenfalls im Weg, wenn die Stände auf- und abgebaut werden. Schatten spendet der Baum frühestens in 20 Jahren.

Der Gesamtumfang der Investition beträgt rund 13.000 Euro. Davon trägt die Landeshauptstadt Dresden am Vorhaben einen Anteil von rund 20 Prozent in Form von Materialbereitstellung und Sachleistungen.

Ich fotografiere das »Investitionsobjekt«, sobald ich mal bei Tageslicht dort vorbeikomme. Eins kann ich Euch jetzt schon sagen: wie 13.000 Euro sieht es nicht aus. Sicher kann man auch auf dem Schillerplatz einen Baum pflanzen, wenn man es unbedingt will. Aber kaum eine Stelle ist ungeeigneter als diese und dann wird’s eben sehr teuer.

Kann mir übrigens jemand sagen, wofür eine Gaststätte einen Beirat braucht? Nannte man das früher nicht Stammtisch?


Der Mensch braucht Mineralsalze

10. November 2009

Meiner Blasewitzer Stadtteilzeitung entnahm ich gestern die folgende Information einer ortsansässigen Apotheke:

Salz tut nicht nur der Suppe gut. Gar lebenswichtig sind anorganische Salze für unseren Organismus. Fehlen diese mineralischen Substanzen, kommt es zu gravierenden Störungen der Zellfunktion.

So weit, so gut. Es geht dann weiter mit den üblichen Hinweisen: Stress, einseitige Ernährung und Arzneimittel können den Mineralhaushalt »durcheinanderbringen«. Das stimmt ja zweifellos. Dann kam die Zwischenüberschrift:

Doktor Schüßler entdeckt geradezu geniale Heilmittel

Ich schwöre, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts von Doktor Schüßler wusste. Ich Schussel! Ich las mit wachsender Spannung, dass sein biochemisches Heilverfahren weltweit anerkannt sei. Ich stellte mir vor, dass man einfach einen Salz-Cocktail nimmt, um dem Körper die wichtigsten Mineralstoffe zuzuführen. Schon wollte ich das Blättchen weglegen, doch dann kam der entscheidende Punkt:

Unsere Körperzellen können die angebotenen Mineralsalze am besten in homöopathischer Form aufnehmen.

Da lag ich fast unter dem Tisch vor Lachen ;-)

Vor einigen Tagen habe ich in dieser Apotheke eine Mineral- und Vitaminmischung für Sportler gekauft [entwickelt mit der Sporthochschule in Köln]. Jetzt bin ich doch etwas gekränkt, dass mich die Apothekerin nicht auf die Schüßler-Salze hingewiesen hat. Denn ich habe meine Brausetabletten an der Homöopathie-Theke bezahlt …

Der Link auf die November-Ausgabe (Seite 8!) ist wahrscheinlich nur einen Monat gültig. Ich weiß nicht, ob man auf vergangene Ausgaben verweisen kann. Deshalb habe ich einen Ausriss gespeichert.


PS: Ganz unernst gehen die Betreiber von »Sheng Fui« mit dem Problem der Homöopathie in Apotheken um. So geht’s aber auch nicht!



Prozess um den Mord im Gericht

9. November 2009

In Dresden steht ein Mörder vor Gericht. Er hat im Sommer im selben Gerichtsgebäude die Ägypterin Marwa Ali El-Sherbini ermordet und ihren Mann Elwi Ali Okaz lebensgefährlich verletzt. Zeitungen aus aller Welt berichten über diesen Prozess. Was mir persönlich nicht gefällt, ist eine Wendung, die ich in vielen Überschriften lese: »Marwa-Prozess«.

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Blumen und Kerzen zum Gedenken an die Opfer (08.07.2009).

Mir ist diese Wendung in den Dresdner Neuesten Nachrichten aufgefallen und eben auch in SPON:

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Überschriften zum Prozess in Dresden, SPON vom 09.11.2009

Ich denke, es gibt keinen Grund, Marwa El-Sherbini in den Schlagzeilen mit ihrem Vornamen zu nennen und ich fürchte, dass wir diese Schlagzeile in anderer Konstellation nicht lesen würden. Ein Prozess um den Mord an einer erwachsenen Frau mit dem Namen Erika Mustermann würde in unseren Medien mit Sicherheit nicht als Erika-Prozess bezeichnet.

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Figur vor dem Eingang des Landgerichts (1).

Eigentlich ist es der Prozess, in dem über den Mord im Gericht geurteilt wird, in dem der Täter sein gerechtes Urteil erhalten soll. Und so sollte man auch die Überschriften formulieren.

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Figur vor dem Eingang des Landgerichts (2).


Entschleunigungsmusik

8. November 2009

In einer netten Diskussion über Radio und Podcast schlug dd-jazz eine Entschleunigungsgruppe (nach Sten Nadolny, »Entdeckung der Langsamkeit« vor. Ich fragte spontan: »Warum braucht man dazu eine Gruppe?« [Quelle: Unter dem Artikel Radio ist toll auf der Vorspeisenplatte]. Wie es weiterging, kann man dort sehen.

Nur kurz zwei Bemerkungen, die ich dort nicht mehr unterbringen wollte: Man kann auf langen und einsamen Laufstrecken wunderbar entschleunigen (auch beim Treppenmarathon), auf kurzen Wettkampfstrecken natürlich nicht. Mit Kopfhörern oder Ohrhörern laufe ich nie. Damit würde mir etwas vom Laufgefühl verloren gehen.

Und jetzt entschleunige ich mich mit den Goldberg-Variationen, bevor es morgen sehr beschleunigt weitergeht ;-)


Morgendlicher Elbnebel …

7. November 2009

mit Mann (Klick vergrößert das Suchbild):

Elbnebel

Elbnebel am Morgen (1) …


Guten Flug!

6. November 2009
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Fluggymnastik an der Elbe, 06.11.2009 (Klick vergrößert).

Ergänzung: Ruhe in der Morgensonne.

Ruhe in der Morgensonne.

Ruhe in der Morgensonne (Klick vergrößert).


Möwengymnastik an der Elbe

5. November 2009
Möwen auf der Stange (1)

Möwen auf der Stange (1), Klick vergrößert.

Möwen auf der Stange (2)

Möwen auf der Stange (2), Klick vergrößert.

Möwen auf der Stange (3)

Möwen auf der Stange (3), Klick vergrößert.

Ergänzung: Hier habe ich noch eine Möwe beim Einparken Aufsitzen:

Möwe beim Einparken.

Möwe beim Einparken (Klick vergrößert).

Möwe beim Einparken.

Möwe beim Einparken (Klick vergrößert).


Medienkompetenz in der Praxis

3. November 2009

Seit dem Beginn der Diskussion um die Salbe Regividerm gibt es auf diesem Blog eine heftige Diskussion zwischen Befürwortern und Kritikern der ARD-Sendungen zu diesem Thema.

Jetzt hat die Kommentatorin Jane hier folgende Behauptung gepostet: Der Verfasser eines Artikels auf Science-Blogs sei persönlich befangen und nicht neutral:

Zu den von dir hier verlinkten Quellen (z.B. der SienceBlog von Tobias Maier): Zumindest Tobias Maier ist u.a. im Pharma-Vertrieb für Apotheken und Praxen mit einer eigenen Firma im Geschäft – so viel vielleicht zu seinen potenziellen Motiven, die Produkte seiner Brötchengeber zu schützen. Für mich zumindest alles andere als eine neutrale, unbefangene Quelle.

Ich habe dem Blogger natürlich sofort eine E-Mail geschrieben und ihn gefragt, was er dazu sagt:

Ist da etwas dran? Ich finde es völlig unlogisch […] aber ich wollte einfach mal unbefangen nachfragen.

Während ich auf die Antwort wartete, habe ich nach dem Namen des Bloggers gesucht. Es gibt tatsächlich eine Firma für den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten und Pharma-Werbeartikeln — und der Geschäftsführer trägt den Namen dieses Science-Bloggers. Doch der Name ist nun nicht gerade selten und es gibt auch noch mehrere Personen aus ganz anderen Branchen mit dem gleichen Namen.

Die Spannung stieg. Da kam auch schon die Antwort und mit seiner Zustimmung zitiere ich:

Da ist selbstverständlich nichts dran. Ich bin Post-doc an einem Institut in Barcelona und werde aus EU-Mitteln finanziert. Ich habe keinerlei Firmenkontakte, weder zum Pharmavertrieb noch zu Apotheken und Arztpraxen. Meine Forschung hat nichts mit Medizinprodukten zu tun, geschweige denn mit Cremes gegen Hautkrankheiten. [edited: siehe auch: diesen Kommentar]

Die beiden Namen »Tobias« und »Maier« sind nun in der Tat relativ häufig und so ist es statistisch sehr wahrscheinlich, dass es auch die Kombination nicht nur einmal gibt. Wer Personensuchmaschinen mag, der sollte einfach mal diesen Namen eingeben.

Was kann man daraus lernen?

(1) Man sollte sich nie davon leiten lassen, was man glauben will. Man sollte sich davon leiten lassen, was man nachgeprüft hat oder was man aus vertrauenswürdiger Quelle weiß.

(2) Wenn man die Vermutung hat, dass jemand von mehreren Interessen geleitet sein könnte, sollte man ihn fragen. Schlimmstenfalls bekommt man keine Antwort oder eine ausweichende Antwort.

(3) Wenn man keine befriedigende Antwort bekommt, sollte man recherchieren. Kann denn ein Pharma-Handel wirklich ein Interesse an der Unterdrückung des Medikamentes haben? Hat das Unternehmen Verbindungen zum aktuellen Fall?

(4) Wenn man beim Recherchieren etwas findet, sollte man um so genauer prüfen, ob es nicht doch eine Namensverwechslung ist.


Was man aber auf keinen Fall tun sollte: einfach aufgrund einer Namensgleichheit eine ungeprüfte Behauptung in die Welt setzen, nur weil sie ins eigene Weltbild passt.


Ergänzung: Ich meine, man muss hier ein ganzes Stück über den aktuellen Fall hinaus denken. Wir alle müssen Informationen filtern und uns ein gesundes Misstrauen wachhalten.

Aber das Misstrauen muss auf rationalem Denken beruhen.

Wenn uns die schwarz-gelbe Regierung erzählen will, dass sie mehr Geld für Bildung ausgibt — dann misstraue ich ihr und frage: kann man die Statistik 2009 mit der Statistik der letzten Jahre vergleichen? Haben sie in allen Jahren wirklich die gleichen Ausgaben ausgewertet? Denn ich weiß, dass Regierungen sehr kreativ im Manipulieren von Daten sind.

Wenn uns die Opposition erzählen will, dass sich die Armut in Sachsen verschlimmert hat — dann misstraue ich ihr und frage: auf welcher Basis wurden die Kennzahlen wirklich ausgewertet? Auf der Basis der gesamten BRD oder auf der Basis Sachsens? Denn ich weiß, dass die Ungleichheit in Sachsen deutlich geringer ist als in anderen Bundesländern.


Wie wirkt ein Beatles-Song?

3. November 2009

Viele Menschen haben sich schon mit der Wirkungsweise von Musik beschäftigt. Da werden Verbindungen zwischen Mathematik und Musik hergestellt oder es wird das Hirn beim Musikhören beobachtet. Jetzt kommen die Nerds: jemand hat den Beatles-Song »Hey Jude« als eine Art Ablaufdiagramm gezeichnet. Man kann alles übertreiben ;-)


Wilde Beeren

3. November 2009
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Zierende Traube … (Klick vergrößert).


Herbstlicht und Herbstfarben (5)

2. November 2009
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Mauer unter Herbstbäumen (am Wochenende in Pillnitz).


Herbstlicht und Herbstfarben (4)

2. November 2009
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Mehr Herbstfarben gibt es in einem Park Eures Vertrauens ;-)

Gerade gesehen: Die Kollegin Elbnymphe hat einen neuen Seitenkopf mit einem subtilen Hinweis auf die Schießpulververschwörung. Passt auf Euch auf ;-)

Ich verabschiede mich jetzt mit vielen Ideen in den neuen Tag und schaue hier später mal nach dem Rechten. Bis dahin …


Eine Schildbürgerlinde am Schillerplatz

1. November 2009

Der Beitrag über die Schildbürgerlinde vom 10. November ist hier zu finden (WordPress hatte ein falsches Datum zugeordnet).