ColoRadio: Die Kritik als Chance

Ich habe in den letzten Tagen zum Thema coloRadio sehr schnell dazugelernt und mein Interesse an coloRadio ist gewachsen.

ColoRadio braucht eine breitere Unterstützung und Akzeptanz. Unterstützung und Akzeptanz können aber nur durch nachhaltige Veränderungen erreicht werden. Wenn der Träger sich eindeutig zu dem Ziel »Politische Meinungsvielfalt im freien Radio« bekennen würde, dann könnte coloRadio gegenüber der Politik punkten.

Bisher hat sich coloRadio nach außen politisch parteilich dargestellt. Aufgrund dieser Parteilichkeit ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass bei coloRadio nur linke Themen und linke Ideologie eine Chance haben. ColoRadio-Macher und Sympathisanten des Senders haben diese Position der Parteilichkeit in öffentlichen Diskussionen vertreten.

Inzwischen gibt es Signale einzelner coloRadio-Vertreter. Sie sagen sinngemäß: »Lege ein Konzept vor und mache eine Sendung. Es können auch liberale Themen sein. Mach einfach.«

Doch das sind einzelne Stimmen und Außenstehende können sehr schwer einschätzen, wie verlässlich diese Aussagen sind. Es ist definitiv nicht damit getan, dass Hals über Kopf ein außenstehender Blogger mal schnell eine Alibi-Sendung macht. Man kann nicht den dritten oder vierten Schritt vor dem ersten tun.

Aus meiner Sicht ist noch vieles unklar und ich bin für eine offene Diskussion, die ich mit folgenden Fragen einleiten würde:

1. Welcher Anteil der Verantwortlichen steht wirklich hinter dem Angebot der Öffnung für neue Angebote? Ist das die Mehrheit? Kann man sich auf Zusagen verlassen?

2. Wie kann die Meinungsvielfalt gesichert werden, wenn aus dem Kreis der bisherigen Hörer gegen »neue« Beiträge protestiert wird? Werden die neuen Angebote dann aus dem Programm genommen?

3. Welche Regeln sollen in Zukunft für vorgefertigte Beiträge aus externen Quellen [Organisationen, Parteien, Lobby-Organisationen, Radiosender] gelten? Entscheidet darüber der Moderator einer Sendung oder die Redaktion?

4. Wer genehmigt oder untersagt Sendungen? Gelten Sendeverbote aus der Vergangenheit weiter?


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44 Antworten zu ColoRadio: Die Kritik als Chance

  1. Da sich die Aktiven von coloRadio bisher zurückhalten mit Antworten auf deine Fragen, möchte ich noch einige Fragen hinzufügen bzw. detaillieren.

    0. Wo reichen Interessierte ihre Sendekonzepte ein?

    1. Wer bekommt die Sendekonzepte und wer befindet darüber, ob eine Sendung “on air” gehen kann/darf?

    2. Wer hat Vorrang bei der Diskussion um eine Sendung, wenn wer auch immer sich an gewissen Inhalten stößt – die Hörer, die jeweiligen Redaktionen (d.h. “Kultur”, “Politik”, “Musik”) oder die Gesamtredaktion?

    3. Inwiefern sind Mitglieder des Radioinitiative e.V. in Bezug auf das Radioprogramm mitspracheberechtigt? Inwiefern nehmen Personen Einfluss, haben also Mitsprache- und Stimmrecht, die selbst keine Sendung (mehr) machen?

    4. Wie ist der Stand bei der Diskussion um die Sendung “Radio Total”?
    Zur Info: Ende Dezember 2009, also vor rund 3 Wochen, wurde eine Absetzung der Sendung diskutiert, möglicherweise schon beschlossen – Näheres entzieht sich meiner Kenntnis.

    5. Gibt es konkrete – schriftlich – festgehaltene Protokollauszüge, aus denen hervorgeht, was zur Absetzung einer Sendung geführt hat, so dass sich z.B. neue Sendungsmacher daran – bei Interesse – orientieren können?

    • stefanolix sagt:

      Das sind auch sehr interessante Fragen. Ich würde gern auf Antworten auf der coloRadio-Webseite verweisen, wenn es welche gäbe ;-)

    • funkloch sagt:

      0.-2 die redaktionen (kunst und kultur, politik/magazin, musik) jeweils im eigenen “hoheits”bereich
      3. ausschliesslich die gesamtredaktion, zum unterton der frage -> das dauernde verschwoerungsgesabbel nervt
      4. es wird wegen des geschmacklosen und frauenverachtenden inhalts mehrerer sendungen und der beratungsresistenz des machERs vorerst keine livesendungen mehr geben. vorproduzierte sendungen sind trotz alledem moeglich.
      5. gibt es, fuer alle die mitglieder einer redaktion und damit der gesamtredaktion sind.

      alles in allem ist es doch ganz einfach. der fragende hat zu gewissen zeiten am tag mehrere a4 seiten text ueber mailinglisten verbreitet und damit seiner problemsicht zu ansehen verhelfen wollen. tenor der wortmeldungen: mangelnde transparenz, vorherschafft linksautoritaerer positionen, mangelnde freiheit. vorangegangen war dem eine recht piefige sendung, die gerade bei leuten, die nicht “links” sind, zu schallendem gelaechter fuehrten. in dieser sendung machte sich m.w. praktisch stark fuer ein freespeech, welches holocaustleugner einschliessen sollte. ich kann es nur noch aus der erinnerung zitieren, aber seine auffassung war, das die hoererinnen stark und klug genug seien, um eine solche konfrontation zu ueberstehen. man kann wohl eine solche position haben, muss aber damit leben, dass in einem kollektiv ueber fragen der grundlegenden ordnung gemeinsam entschieden wird. m.w. entschied sich anders und veranstaltete sechs (?) sendungen, in denen er seine forderungen an ein freies radio, die in etwa denen von stefanolix entsprechen, herbetete, sich ab und an jemanden ins studio holte, um ihn dort vom mikrofon her abzuwatschen. desweiteren setzte er wenigstens 100 mails in eine liste, die eigentlich auch fuer ganz praktische organisationsnotwendigkeiten gedacht ist. alles in allem war das ein gescheiterter versuch, themen und diskussionen zu setzen (wogegen ich garnix hab), da sich auch die wohlerzogensten und “mainstraemigsten” leute langsam genervt und persoenlich beleidigt fuehlten.

      entzug der sendemoeglichkeit ist keine schoene angelegenheit. vor allem, weil sie quasi eine art “rechtlicher fassung” des nichtfunktionierens produzieren soll, was ein widerspruch in sich ist. gleichwohl kann man von niemandem verlangen, sich ununterbrochen dozieren zu lassen, kann man niemandem erlauben jegliche normale kommunikation zu ersaeufen in buchstabenhaufen zu allem und jedem und schliesslich kann kein kollektiv einem einzelnen erlauben, seinen egotrip zum oeffentlichen schaden des hauses zu zelebrieren (denunziationsschreiben an alle moeglichen behoerden, aemter usw.)
      vielleicht reicht das ja zu erklaerung dann doch endlich mal aus. einem regelrechten sendeverbot ist m.w. durch eigenen rueckzug zuvorgekommen, was von den anderen dankend angenommen wurde. nicht, weil sie sich dadurch nicht “beschmutzen” mussten, sondern weil es eine luege waere zu behaupten, dass nur irgendjemand zufrieden mit dem verlauf der angelegenheit sein koennte.

      • Jochen sagt:

        Daaaankeschön. ;-))))Beifall!!!

        Die endlos sinnlosen Diskussionen nervten doch schon etwas…

    • stefanolix sagt:

      Ich kann von allen Beteiligten nun sicher am wenigsten einschätzen, wie das damals gelaufen ist. Prinzipiell glaube ich auch mit 42 immer noch an die Lernfähigkeit und die Veränderungsfähigkeit des Menschen.

      Jeder von uns hat seine eigene Art der Kommunikation, jeder von uns reflektiert seine Kommunikation, jeder von uns entwickelt seine Kommunikation weiter.

      Natürlich beweist die Lebenserfahrung auch oft das Gegenteil, aber im Prinzip können Menschen über Vergangenes hinwegkommen. Es wäre ja der blanke Horror, wenn das nicht mehr möglich wäre.

      Vielleicht sieht man an diesen Worten, dass ich mal christlich aufgewachsen bin und dass noch ein wenig davon hängengeblieben ist. Andererseits bin ich Realist genug und werde mich nicht unberufen einmischen ;-)

      Um beurteilen zu können, ob Michaels Positionen mit meinen heutigen Positionen »im Wesentlichen« gleich sind, wie Du schreibst — dazu müsste ich wohl die Sendungen vom damals (nach)hören und all die E-Mails an die Mailingliste lesen. Dazu fehlt mir im Moment wirklich die Zeit.

      Ich würde in der Rolle eines Sendungsmachers in »meiner« Sendung sicher keine Vertreter der Rechtsextremen live entlarven wollen [was wohl Michaels Absicht war]. An diesem Vorhaben sind schon viele gescheitert und es ist sehr wenigen geglückt. Rechtsextreme Positionen können sauber seziert und widerlegt werden, aber dazu braucht man keinen rechtsextremen Kontrahenten, der ja doch auf einer ganz anderen Ebene diskutieren würde.

  2. funkloch sagt:

    lieber stefanolix,
    du schreibst, du wollest in diesem thread ueber die zukunft von coloradio diskutieren. dabei offerierst du ein sehr mechanistisches bild des funktionierens eines radios. es ist definitiv nicht so, dass leute eine art grundsatzvertrag miteinander eigehen. aber fuer genau so etwas machst du dich seit geraumer zeit in verschiedenen threads stark.
    wenn man das so hinnimmt, ist immer noch nicht klar, wie ehrlich du eigentlich in deinen wortreichen positionen bist. so forderst du meinungsvielfalt, schoen und gut. aber wann immer es passt, zitierst du aus einer “linksradikalen” sendung und zeigst sehr wohl, dass dir die pure existenz eben dieser sendungen nicht passt. also asche mit meinungsvielfalt? mangelt es eigentlich an vielfalt der meinungen, wo auch immer? oder mangelt es an der engagierten position. ist nicht die scheinbar desengagierte position das, was marx als klassenjustiz beschrieben hat, was also im scheinbaren nichtstun eben gerade tut, dass alles bleibt, wie es ist?
    welchen platz hat eigentlich freies radio? fuer jeden einen unterschiedlichen und meine position brauch ich gar nicht darzulegen, weil die schon im radio nur wenige verstehen und praktisch niemand teilt. fuer viele in den freien radios ist es eine schlichte tatsache, dass in der medialen welt ganz viele dinge nicht vorkommen. und dazu ist dann f.r. als “gegenoeffentlichkeit” gedacht. hast du mal nachgedacht, inwiefern “linksradikale” positionen in unserer medienlandschaft irgendwo angemessen zur darstellung kommen (mal abgesehen vom verfassungsschutzbericht)? oder vielleicht schlichter: es ist vorstellbar, dass der deutschlandfunk schon dutzende sendungen ueber das stottern gemacht hat, aber eben keine, die von einem stotterer selbst gemacht wurde. bei coloradio gab es das und es ist schade, dass sich die dinge so entwickelt haben, dass es sie irgendwann nicht mehr gab.
    was hat es mit den sendeverboten auf sich. das sind ganz konkrete situationen gewesen.
    - da war einer, der war so sexistisch, dass die wahl war, ihm sendeverbot zu geben oder zuzusehen, wie er einfach mal im studio massakriert wird, von welchen, die damit keinen spass verstehen.
    - da waren einige, die finden es kein problem, wenn bands, die sie promoten, bei faschistischen verlagen ihre cds produzieren und in ihrem publikum die knappe haelfte nazis steht. man kann mit gutem grund eine libertaere position vertreten, freespeech fordern usw. man kann aber eben genausogut ein massives problem damit haben, dass nazistische crossoverstrategien unter einbeziehung meiner eigenen kraft und anstrengungen stattfinden. in einem kollektiv muss irgendwann eine entscheidung fuer den einen oder den anderen weg gefaellt werden. (ein sendeverbot hat es da uebrigens nicht gegeben)
    - und da waren drei oder vier(wenn ich nicht irre), die sind mit ihrem kommunikationsterror dem rest des ladens auf die nerven gegangen.

    en passant: ich moechte mal mit aller deutlichkeit darauf hinweisen, dass ich nicht coloradio bin, noch repraesentiere. in der aussensicht wird hier ein homogener koerper projiziert, den es so nicht gibt. meine position ist alles andere als mehrheitsfaehig, gerade weil ich einer der wenigen bin, auf die das attribut “linksradikal” vielleicht noch am ehesten zutrifft (was wieder nicht heisst, dass ich dem stuss zustimmen mag, der hier in manchen kommentaren mit dem woertchen evoziert werden soll). dass m.w. mich als einen rauflustigen typen erfahren hat und erfaehrt, heisst noch nicht, dass fuer seinen abgang ich nur halbwegs massgeblich war. dass ich auf einem podium gesessen habe, so what. es wurde mensch gebraucht, der reden kann, die gemeinsamen positionen anstaendig vertritt und dabei auch noch ein bissel staenkern kann – nicht nur gegen die, die nicht da waren. der rest war wuerfeln und zwar zwischen denen, die es nicht machen wollten.

    nun zum spannendsten: den, deiner meinung nach: “vorgefertigten beitraegen” von lobbygruppen usw.
    - es gibt “vorgefertigtes”. das sind sendungen, die andere freie radios produziert haben. alle freien radios in deutschland (und teilweise oesterreich) stellen beitraege fuer andere auf dem portal freie-radios.net zur verfuegung. das machen wir auch, so dass bspw. unsere honduras-sendungen teilweise dann im ueberregionalen nachrichtenformat zip.fm wieder zu uns zurueckkommen. dieser austausch ist produktiv und informativ.
    - es gibt leute wie mich, denen ist es wichtig, leute zu interviewen, die sich auf baeumen verschanzen um deren faellung zu verhindern, die es wichtig finden, mit leuten aus besetzten haeusern zu telefonieren, die von der polizei verpruegelt worden sind, wichtig nachrichten aus der autonomen freiraumdiskussion zu transportieren. und sicher waere in meinem falle eine standleitung ins az conni nicht falsch, wie kurtE sueffisant anmerkt. es ist mir auch wichtig, mich mit den leuten von cdu und fdp zu unterhalten, die in meinem lebensumfeld eine rolle spielen und ihnen auch zu zeigen, inwiefern dass, was sie tun, mein dasein beeintraechtigt (die kommen also keinesfalls von allein, sondern nur dann, wenn wir sie einladen). zu gerade diesen interviews gab es uebrigens massive kritik von hoererinnen (nicht so sehr macherinnen), die meinten, man solle diesen leuten keine plattform bieten.
    na klar, gesetzt den fall, du machst eine sendung, wo du toenst, von oekonomie haetten nur unternehmer und unternehmensnahe politiker ahnung – dann kriegst du es mit mir zu tun, ist ja logisch. weil ich nun mal aus einer anderen sekte bin. so wie du dich in diesem blog abrackerst aller welt klarzumachen, dass coloradio illiberal sei. problematisch wird es halt dann, wenn entweder bestimmte grenzen ueberschritten werden: rassismus, antisemitismus, sexismus, faschismus, oder wenn du den mainstream der medienlandschaft wiederkaeust. dann werden, wohl zu recht leute anfangen zu diskutieren, ob sie sowas im portfolio haben wollen.

  3. stefanolix sagt:

    Hallo Funkloch,

    vielen Dank, dass Du den Gesprächsfaden noch mal aufgenommen hast. Ich werde heute abend nicht mehr ganz so ausführlich antworten können, möchte aber meine wichtigsten Positionen zu einigen Punkten noch darstellen.

    Ich sehe in einem Grundsatzvertrag (nennen wir es »Verfassung« des Senders) einen doppelten Sinn: erstens wäre das ein Aushängeschild nach außen und ein sehr gutes Argument gegen Abschaltpläne. Zweitens würde er im übertragenen Sinne eine Art Rechtssicherheit für neue Sendungsmacher mit sich bringen.

    Ich sehe auf der anderen Seite auch keinen Schaden darin. Einen Ansatz einer Verfassung habt Ihr ja allein schon damit, dass Ihr sagt: sexistischer und rassistischer Inhalt ist verboten (wobei solche Begriffe dehnbar sind wie Kaugummi).

    Wenn ich für Meinungsvielfalt bin, dann schließt das Deine linken Sendungen mit ein. So einfach lasse ich das jetzt hier stehen. Glaube es oder glaube es nicht ;-)

    Du fragst:

    ist nicht die scheinbar desengagierte position das, was marx als klassenjustiz beschrieben hat, was also im scheinbaren nichtstun eben gerade tut, dass alles bleibt, wie es ist?


    Nein. Meine Position ist nicht desengagiert. Meine Position ist engagiert für politische Meinungsvielfalt. Zur Vielfalt gehört die Meinung meiner Kontrahenten.

    Das Wort »Klassenjustiz« kenne ich als Begriff aus der DDR, mit dem deutlich gemacht werden sollte, dass die Justiz parteiisch ist und einen »Klassenstandpunkt« zum Vorteil der herrschenden und zum Nachteil der beherrschten Klasse einnimmt. Damit habe ich als überzeugter Anhänger eines demokratischen Rechtsstaats nichts zu tun, denn eine Klassenjustiz kann nun mal nicht rechtsstaatlich sein.

    so wie du dich in diesem blog abrackerst aller welt klarzumachen, dass coloradio illiberal sei. problematisch wird es halt dann, wenn entweder bestimmte grenzen ueberschritten werden: rassismus, antisemitismus, sexismus, faschismus, oder wenn du den mainstream der medienlandschaft wiederkaeust. dann werden, wohl zu recht leute anfangen zu diskutieren, ob sie sowas im portfolio haben wollen.

    Von »Rassismus« bis »Faschismus« wirst Du bei mir nie etwas gelesen haben und solche Sendungen würden mir auch niemals einfallen. Aber »Mainstream« ist ein Totschlagargument. Damit kann man jeden treffen.

    Wenn ich Deine Antwort richtig verstehe, gibt es also keine wirklich nachvollziehbaren Kriterien für ein Sendeverbot. Denn je nach Position kann alles »Mainstream« sein, schon beim Literaturcafé wäre das völlig subjektiv.

    Nehmen wir mal an, ich würde einen Blog-Artikel zu Sinn und Unsinn des Mindestlohns in der DDR-Zeit und in der BRD-Gegenwart ins Radio bringen. Meinst Du wirklich, dass ich danach mit Leuten diskutieren würde, ob die sowas »im Portfolio« haben wollen? Wenn ich Gefahr liefe, von dieser Mehrheit abgeschaltet zu werden mit der Begründung »Du bist Mainstream«, dann lasse ich es doch lieber gleich (wahrscheinlich erreicht der Blog-Artikel sowieso mehr Leute). Gegen den Mainstream-Vorwurf kommt ja doch niemand an.

    Ein weiteres Argument für eine Senderverfassung ;-)

    Ich darf vielleicht noch daran erinnern: Es gibt bei ökonomischen und politischen Diskussionen immer erst mal die Notwendigkeit, sich über eine Basis der Diskussion einig zu werden. Erst dann kann man unterschiedliche Sichtweisen ins Spiel bringen … Ich würde realistischerweise nur auf der Grundlage einer sozialen Marktwirtschaft innerhalb eines demokratischen Rechtsstaats diskutieren. Beides wird ja wohl Bestand haben.

    Davon losgelöst könnte man sicher auch Deine Utopien auf Praxistauglichkeit abklopfen. Wäre spannend ;-)

  4. stefanolix sagt:

    Noch ein PS: Meine Kritik an den vorgefertigten Beiträgen bezog sich vor allem auf die Beiträge von “attac”.

  5. funkloch sagt:

    nur ganz kurz, weil es wohl falsch verstanden war:
    klassenjustiz, in der groessten ddr der welt und bei vielen solilinken ein seltsamer, auf denunziation getrimmter begriff. d’accord. bei marx ging es um grundlegenderes. indem dem recht der begriff des eigentums grundgelegt sei, wuerde das entstehen des eigentums aus aneignung (die wiederum auf machtpositionen, herrschaft, soziales usw. zurueckverweist) verdunkelt, mithin eigentum als momentaufnahme sozialer prozesse verdinglicht, zur natur erklaert. somit wird die systematische schlechterstellung von menschen innerhalb unserer gesellschaft nie justiziabel sein.
    analog verhaelt es sich mit einer scheinbar wertfreien position des weltanschaulichen relativismus, aka liberalismus usw., der die eigene werthaltigkeit nicht im blick hat, weil er sie wohl nicht im blick haben will. somit wird die (sicher nicht unberechtigte) forderung nach pluralitaet in den wertebasierten auseinandersetzungen nicht eine position neben anderen, sondern erhebt sich selbst zur metaposition, von der, und ausschliesslich von der, so etwas, wie ein extremismusbegriff ueberhaupt denkbar wird. der mit diesem moralischen rigorismus verbundene terror (i.s. der urspruenglichen bedeutung des wortes) wird verunsichtbart, die legitimierung fuer die unterdrueckung beliebiger positionen, die sich als moralisch zu erkennen geben, ist gewaehrleistet.
    i.d.S. auch die frage des wiederkaeuens von medialem mainstream. medien reflektieren nunmal die ansprueche von hoererinnen, so dass ein programm, welches sich an alle wendet, den durchschnitt bedienen muss. alternativen dazu sind avantgarde (sowas wie dein blog) oder radikaldemokratische konzepte (wie ich mit dem freien radio verbinde). wiederkaeuen meint hier also, wenn kontinuierlich inhalte produziert werden, fuer die es sich nicht lohnt so viel engagement in ein freies radio zu stecken, wie dies eben erfordert. (m.w. merkte etwa an, dass ich als “loetstation” kaum sendungen gemacht habe. der aufwand fuer die technische basis von coloradio liegt bei etwa 40 stunden im monat)
    was deine bejahung des demokratischen rechtsstaates angeht, bin ich mir immer nicht sicher, ob es sich um faktische oder theoretische argumente handelt.
    als politologe bin ich recht wohl mit zweiteren vertraut. es wird auch kaum jemand, der nicht von sinnen ist, verlangen, man solle das recht abschaffen, die mitbestimmung und die rueckbindung staatlichen handelns an rechtliche praemissen in den lokus werfen.
    es wird aber wohl gestattet sein die tiefgruendigkeit deutscher rechtstaatlichkeit zu bezweifeln, wenn in den letzten jahren haeufiger in den ersten artikeln des grundgesetzes rumgefuhrwerkt wird, als in der hausordnung des dresdner rathauses. oder eben die kollektive stigmatisierung der verliererInnen des politisch oekonomischen systems (hartz 4 und die folgen) mit einem grundlegenden defekt des buergerlichen rechts (legitimierung geschehenen raubs) zu erklaeren.
    zumindest seh ich das so.

  6. @funkloch
    Schön, dass du dich um eine Richtigstellung oder Andersstellung des Außenbildes von coloRadio bemühst.
    Ist bei mir angekommen ;)

    Zur Korrektur bzw. zur Erklärung einiger deiner Aussagen. Ob es 100 e-Mails waren bezweifle ich. Ja es waren einige, weil ich einfach so naiv war, zu glauben, ich könnte erklären, warum ich was tat und zu tun gedachte.
    Nach einigen Monaten Bedenkzeit wurde mir auch klar, dass man auf solche Schein-Argumente wirklich nicht einzugehen braucht. Einfach sein Ding machen, die Kritiker ihre “So-geht-das-aber-nicht”-Leier abspielen lassen, rausnehmen, was wirklich relevant ist … und gut is.
    Das war ein wichtiger Lernprozess für mich … dank einigen bei coloRadio ;)

    Die Kritik kam doch zu 99% aus dem coloRadio-Umfeld. Hast du von irgendeinem Hörer eine Beschwerde-e-Mail gesehen??? Ich habe die Sendungsmitschnitte einem Mitarbeiter der Freien Radios gegeben und der fand die Sendungen gut. Ein anderer vom SAEK meinte kürzlich sie wären wohl eher “harmlos” gewesen. Ich glaube, dass einige bei coloRadio einfach den Ausspruch “Wehret den Anfängen!” völlig missinterpretieren und da wurde eben dann einfach zum Mittel “Sendeverbot/Sendepause” gegriffen – wie gesagt ohne sachliche Begründung.

    Ist auch okay für mich, ich bin ja nicht nachtragend ;) … nur möchte ich deiner in meinen Augen überzogenen Darstellung meine Sichtweise hinzufügen.

    Dass ich im Übrigen damals mehr als andere geschrieben habe, ist auch rein mathematisch zu erklären. Antwortest du auf drei, vier Schreiber und versuchst es persönlich, dann schreibst du automatisch auch drei-, viermal mehr als alle anderen.

    Doch lange Rede, kurzer Sinn, liebes funkloch … wir machen die Probe auf’s Exempel.
    Ich versuche einfach im Laufe des Jahres 2010 wieder bei coloRadio auf Sendung zu gehen. Dann werden wir ja sehen, ob sich der Micha “gebessert” und coloRadio in einigen Teilen verändert hat. ;)
    Warum sollte der Winkler immer nur von außen kritisieren (auch noch über Dinge, von denen er evtl. gar keine Ahnung hat) statt gleich bei coloRadio mitzumachen.

    Na, das ist doch ein Wort, oder? ;)

    Insofern … wir sehen uns vermutlich demnächst häufiger (nicht nur beim Einkaufen im Konsum ;)), Micha.

    PS: Danke für deine Arbeit als Techniker bei coloRadio.

  7. KurtE sagt:

    Den olympischen Winterspielen sei Dank. Heute nacht lese ich mir diese ellenlangen Kommentare durch. Dabei suchte ich nur nach einem Anknüpfungspunkt, um meine Glückwünsche loszuwerden.
    Es ist so gekommen, wie ich schon weiter unten andeutete. Die linksgerichteten Parteien im Dresdner Stadtrat haben ihren Hausfunk nicht im Stich gelassen. Mal eben 12tausend Euro für einen reinen Parteienfunk rauszuhauen, während sonst an allen Ecken und Enden bei Vereinen geknappst wird, halte ich für ziemlich dreist. Aber so seid ihr Sozialisten eben.

    Vor 5 Minuten habe ich noch was Lustiges im www gefunden: http://www.coloradio.net/ueberuns_selbstverst.htm

    PS: hallo funkloch (sagt: 28. Januar 2010 um 21:24) Mein Vorschlag mit der Standleitung ins AZ Conni war definitiv nicht süffisant, sonder ehrlich gemeint. Denn das hätte mit wesentlich weniger Geld als 12tausend Euro bewerkstelligt werden können. Aber eure Puppenspieler von LINKE und GRÜNE wollen es eben so groß wie möglich. Ansonsten gratuliere ich Dir zu dem Geschwurbel, das Du hier abgelassen hast. Eine unbeleckte Person könnte deine Äußerungen glatt für bare Münze nehmen. Deswegen hast du wahrscheinlich auch deine akademische Bildung en passant erwähnt. Ja, was tut man nicht alles für seine Fäns.
    Ich schwanke noch, ob ich euch die Nachfolger von Kurt Hager oder von Karl-Eduard von Schnitzler nennen soll.

  8. falschgold sagt:

    ochgottl, redet wieder keiner mit dir? da sizt der kurtl im unterhemd frueh um 6 vorm fernseher, wo er ein nischenprogramm fuer, sagen wir mal, 2% der gebuehrenzahler fuer 125 million eur sieht, kratzt sich am sack und laesst mal so richtig den frust raus ueber die verschwendung von steuergeldern. vielleicht doch zeit fuer’s betreute wohnen, guido? :P

  9. falschgold sagt:

    ach darum gings?! das hatte ich vergessen, sorry!

  10. Schön, dass die Diskussion unter dem Stichwort “Krise als Chance” weiterläuft. Momentan sehe ich es innerhalb coloRadio wie bei der Bankenkrise – die eigentliche Aufarbeitung wurde (durch finanzielle Mittel) vertagt. Obgleich ich die Verlagerung von “Sachsen fördert freie Radios” hin zu “Städte fördern freies Radio in der jeweiligen Stadt” prinzipiell begrüße … auch wenn es eine politische Entscheidung war. So ist das eben und so ist das momentan auch gut.

    Dennoch möchte ich etwas – aus dem Nähkästchen plaudernd sozusagen – ausholen. Ja, es wird etwas länger ;)

    Ich war letzten Freitag, dem 26.2.2010, auf der Redaktionssitzung der Kunst&Kultur-Redaktion (K&K im Nachfolgenden). Nachdem ich letztes Jahr im September (2009) schon mal ein Sendekonzept eingereicht hatte, etwas hilflos über die Mailingliste (blieb somit auch unbeantwortet – war nicht so der clevere Weg, wie ich mir dann gedacht habe), ging ich dieses Mal den Weg eines jeden “Normalbürgers”. Mail an coloRadio, von dort wurde ich sehr schnell weitergeleitet und gelangte an Falschgold, der mir auch gut weiterhalf (@Falschgold … ja, richtig, ich habe nicht unter meinem wirklichen Namen geschrieben, da ich ahnte, dass ich bei einigen in den “ach der schon wieder”-Filter wandern könnte … sorry, wenn das etwas “Wallraff”-mäßig war ;)). Also für alle am coloRadio-machen Interessierten: einfach eine eMail unter http://coloradio.org/site/schreib-uns/ senden.

    Als ich dann – am 26.02.2010 – dort war, habe ich die erste Stunde relativ ruhig zugehört und dann wurde der TOP “Michael Winkler” aufgerufen. Wie ich hinterher erfuhr, hatten sich einige in der K&K-Redaktion vorher darauf geeinigt, dass jener Sendungsmacher zuerst seine Sicht erklären sollte, bei dem ich live 2008 meinen Rücktritt vom Radio bekannt gegeben hatte.
    Ich war zunächst etwas irritiert, da ich dachte, wir würden über freie Sendeplätze – so wie bei dem noch anwesenden Neuling zuvor (der auch gleich eine Sendung, von einem sogar eine fortlaufende Reihe, angeboten bekommen hatte) sprechen. Doch ich war da wohl etwas naiv …

    @persönliche Befindlichkeiten & Verletzungen
    Jedenfalls stellte sich recht schnell heraus, dass es noch ungelöste persönliche Verletzungen gab.
    Auf eine zwar inhaltlich prinzipiell richtige, doch in der geäußerten Art recht vorwurfsvoll klingende Bemerkung einer jungen Dame aus der Gender-Redaktion, dass ich es ja noch nicht einmal fertig gebracht hatte, mich bei jenem Sendungsmacher zu entschuldigen, sagte ich dann öffentlich, dass es mir leid tat, wenn er sich damals übergangen gefühlt hatte.

    @kurz zurück in den April 2008
    Jener Sendungsmacher sah sich in seiner Kompetenz etc. offenbar übergangen, zudem weil wir uns schon länger persönlich kennen, weil ich innerhalb seiner Sendung ohne vorherige Absprache live meinen Rücktritt erklärt hatte.
    Ich hatte das damals nicht so wahrgenommen, weil ich ihn zuvor mehrmals davon informiert hatte, dass ich eigentlich nicht am Mikro stehen dürfte. Er beruhigte mich damals damit, dass ich als Techniker fungieren würde … überreichte mir allerdings 10 Minuten vor Sendebeginn ein Skript zur Moderation. Plötzlich war ich dann doch Moderator, auch noch mit mehr oder minder vorgefertigtem Text, was mir ja nun so gar nicht liegt. Ich versuchte damals pragmatisch einen Mittelweg zu suchen, passte Dinge, die mir eigentlich so nicht leicht über die Lippen gehen würden etwas an meine Sprach- und Wortwahl an (es ging u.a. um Hartz IV und als ALG-II-Empfänger sehe ich das aus meiner ganz persönlichen Perspektive und lasse mir da nur sehr schwer Worte in den Mund legen). Mitten in der Sendung kam jedenfalls damals wutentbrannt genau jener (Radioname “Theo”) ins Studio “gerannt”, der dass Sendeverbot initiiert hatte und er sah nicht wirklich erfreut aus. In diesem Augenblick entschied ich mich, am Ende der Sendung meinen Rücktritt live zu verkünden, denn so konnte und wollte ich nicht arbeiten.
    Mehrere Angebote, mich mit dem sich übergangen gefühlten Sendungsmacher zu treffen, blieben in der Schwebe … ich werde hier keine “Schuld”-Zuweisungen durchführen. Es ist eben so manchmal im Leben. Männer haben bekanntlich ihre Probleme beim Äußern von Gefühlen, insbesondere verletzten … noch mehr bei verletzten Eitelkeiten ;)
    Hinzukommt, dass ich selbst wenig über meine Verletzungen sprach, weil ich es ein-, zweimal versucht hatte, jedoch eher auf Häme oder gespieltes Mitleid bei anderen coloRadiomachern traf – u.a. auch jener jungen Dame, die mich nun zwei Jahre später daran erinnerte, dass ich mich noch nicht entschuldigt hätte.
    Ich beließ es dann 2008 dabei und wollte die Sache auf andere Weise lösen.

    @Sendekonzept
    Ich las jedenfalls letzten Freitag dann die Kurzversion des Sendekonzepts vor. Ein besonders engagierter Aktivist nannte es “Wischi-Waschi”-Konzept, da ihm offenbar in einem Fünfzeiler nicht genügend drin stand, was ich in einer Frühstücksradio-Sendung alles sagen würde (Link zum Konzept am Ende dieses Beitrags). Offenbar vermutete er wieder irgendetwas … was auch immer ???
    Ein Einwurf von Falschgold wies m.E. richtigerweise darauf hin, dass dies auch gar nicht nötig und möglich sei, in einem Sendekonzept.

    @Es wurde konfus … “du nervst” etc.
    Ich kann den Augenblick nicht mehr genau erkennen, doch ab einem gewissen Punkt kippte die Stimmung. Man schien sich mehr und mehr auf meine Person “einzuschießen”.
    Vielleicht hing es damit zusammen, dass “Theo” den Raum betrat. Als “graue Eminenz” von coloRadio scheint er sowieso bei allen Sitzungen dabei zu sein, ganz unabhängig davon, dass er eher politische Sendungen macht und eigentlich zur Politik-Redaktion gehören sollte. Ich hatte da nichts dagegen, da ja coloRadio offen sei … allerdings berichtigte mich Theo wenig später, dass coloRadio nicht offen, sondern “zugangsoffen” sei (alles klar ??? ;))

    Die junge Dame, die mich einige Minuten zuvor dankenswerterweise daran erinnerte hatte, dass ich mich entschuldigen sollte, attestierte mir u.a. ein “absurdes Sendungsbewusstsein”.
    Falschgold ging wenig später (oder vorher ?) dazu über zu sagen, dass ich “speziell” sei … was ich lachend bejahte und damit begründete, dass ich eben nicht allen und allem gegenüber konform sei. Jeder Mensch sei doch irgendwie speziell. Etwas später sagte er “du nervst” … ich deutete es so, dass ihn etwas an mir nervte. Was, weiß ich bis heute nicht … vielleicht, dass ich speziell bin ;) … keine Ahnung.

    @die Hälfte geht
    Die Sendungsmacher, die keine Lust auf solche Diskussionen hatten, standen innerhalb von wenigen Minuten auf und plötzlich waren von 11/12 Anwesenden nur noch 7 da. Da mir dies zwar nicht peinlich, jedoch nicht mein Ansinnen war, versuchte ich dies z.B. einer – vermutlich aus den USA kommenden Sendungsmacherinnen (hoffe, ich habe den Akzent richtig gedeutet ;)) mit einem “Sorry, but …” usw. etwas zu erläutern. Sie meinte, dass sie es gut finden würde, wenn Diskussionen stattfänden.
    Ich lasse das einfach mal so stehen … auch wenn ich es kulturell etc. gern deuten wöllte ;) … dazu fehlen mir jedoch nähere Details.

    @Zwei Arten des “Abschiebens” – die ehrliche und die feige
    Während Falschgold wenigstens noch so offen war, dass er gestand, ich würde nerven, machten das die bereits erwähnte junge Dame (jene aus der Genderredaktion) und “Theo” anders. Sie – die Dame – wand unbewusst oder bewusst einen ziemlich cleveren Trick an, als sie sinngemäß meinte, dass sich andere genervt fühlen würden. Somit war sie quasi aus dem Schneider, hatte imaginäre andere Personen (keine Ahnung, wer das sein sollte) ins Boot geholt und hatte dennoch mir zuverstehen gegeben, dass ich nicht erwünscht sei.
    “Theo” war noch witziger … er meinte, dass er ja schon mal in eine Sendung einen Internetbeitrag von mir einbauen wollte, doch die zwei, drei Anwesenden dann wohl dagegen waren, weil er eben von Michael Winkler sei. Selbes Prinzip – wirkungsvoll, doch ebenso durchschaubar: Eigenverantwortung auf Personen abwälzen, die nicht da sind oder vielleicht gar nicht existieren und selbst so tun als wöllte man.

    @wie Gruppendynamik auf “Neue” wirkt und was sie mit ihnen macht
    Der anwesende (evtl.) neue Sendungsmacher hatte das alles ruhig mitbekommen. Da ich neben ihm saß, meinte ich zu ihm, dass er sich davon nicht irritieren lassen solle, denn es wäre wohl eher eine spezielle Sache mit meiner Person. Er erwiderte daraufhin, dass er es ja auch gut finden würde, gleich am Anfang zu merken, dass er – er hatte mehr als 40 Jahre Berufserfahrung – hier ähnliche Dinge wie wo anders auch antreffen würde. Er lachte dabei und ich verstand es so, dass ihn das vielleicht sowohl beruhigte als auch ernüchterte.
    Interessanterweise sagte er dann nur noch einen Satz in meine Richtung, nämlich, dass ich doch wohl auch ein bisschen ein “sturer Bock” sei. Ich lachte dann, (auch weil es ein Wortspiel auf seinen eigenen Namen war) … ich konnte darauf nichts antworten, außer, dass ich eben nur meine Meinung vertreten würde und eigentlich hergekommen war, um Radio zu machen.
    Er sagte jedoch kein Wort über die anderen Anwesenden.
    Warum?
    Nun meine Deutung: weil er neu war, Hilfe brauchte und natürlich ist das Hemd näher als die Hose.
    Ich habe das nicht so persönlich genommen, doch registriert habe ich es schon … so richtig verstanden erst später, das gebe ich gern zu ;)

    Für mich war das jedenfalls wieder mal Gruppendynamik vom Feinsten – da ist man manchmal schneller drin als man glaubt.

    @wie weiter
    Jedenfalls verschob die K&K-Redaktion die Entscheidung auf die Gesamtredaktionssitzung am 16.03.2010, wohl auch weil man eine eigene Entscheidung scheute.
    Eine sachliche Begründung für ein Nichtsenden-Dürfen habe ich jedenfalls nicht zu erwarten, sagte mir einer der Runde, auf mein Anfragen. Vielleicht kommt es ja doch … ich hätte ja so etwas gern Schwarz-auf-Weiß ;)

    @Denunzation
    Noch ein Thema, welches mir im Sinne der Transparenz am Herzen liegt.

    funkloch schrieb am 28.01.2010 in diesem Thread … O-Ton “… schliesslich kann kein kollektiv einem einzelnen erlauben, seinen egotrip zum oeffentlichen schaden des hauses zu zelebrieren (denunziationsschreiben an alle moeglichen behoerden, aemter usw.)”

    Dazu sprach mich – in der K&K-Redaktionssitzung – eine später hinzugekommene coloRadio-Aktive an. Sie war diesbezüglich natürlich etwas mehr irritiert und vielleicht auch enttäuscht, da sie sich in den letzten Monaten stark für den Erhalt von coloRadio bzw. konkret der Zahlung der Sende- und Leitungskosten eingesetzt hatte – konkret als Sprecherin von coloRadio.

    Ich wusste, dass ich mit der Veröffentlichung meiner Erlebnisse auf einer Internetseite und Zusendung selbiger an alle Landtagsfraktionen (außer NPD), an die SLM sowie das Kultur- und Jugendamt einen gaaaaanz schmalen Grat begangen hatte.
    Diese Überlegung hatte mich mehrere Monate “gekostet” und einige Zeit an Angstabbau.
    War es Verrat? War es “Nestbeschmutzung”? War es Denunzation wie es funkloch nennt?

    Für mich war es eine Art investigativer Journalismus und coloRadio erfährt in seiner jetzigen Struktur innerlich keine wirkliche Veränderung. Die lähmenden Kräfte sind wesentlich stärker als die progressiven – meine Meinung.
    Insofern ging ich diesen Schritt (von außen), weil ich wusste, dass auch der am lautesten schreiende sog. Linke letztlich vom Geld anderer abhängt und wenn er Geld bekommt, verhält er (oder sie) sich stellenweise keinen Deut verantwortungsvoller als jene, die er vorher angeschrien hat.
    Mir ist Transparenz wichtiger als Klüngelei und Scheinheiligkeit, zumal mir viele in meinen Argumenten und Ansichten zugestimmt hatten.

    Mir war bewusst, dass ein einzelner Brief an der richtigen Stelle durchaus eine Wirkung haben konnte. Und wie mir die o.g. Sprecherin von coloRadio sagte, schien dies auch passiert zu sein – bei der SLM.

    Ich habe kein Problem damit, nun als evtl. “Sündenbock” dazustehen, selbst wenn mir viele das nur sehr sehr schwer verzeihen können. Da ich innerhalb des Radios keine Veränderungen gesehen habe, bin ich den Schritt nach außen gegangen und habe zudem diverse Gespräche geführt, u.a. im Dresdner Kulturamt.

    Wenn ich nach einem Praktikum bei LIDL oder der Deutschen Bank meine Eindrücke schildern würde, wäre ich wahrscheinlich ein gern gesehener Gast oder gar Sendungsmacher bei coloRadio :)
    Wenn man so etwas bei coloRadio macht, ist man natürlich ein “Denunziant” … denn es gibt ja gute und böse Menschen und wer nicht gut ist, muss ja dann wohl böse sein ;)

    @Warum will ich – immer noch – zu coloRadio?
    Weil ich gern Radio mache.
    Weil ich noch kein wirklich freies Radio in Dresden wahrnehme, es jedoch gern tun würde.
    Weil ich an Veränderungen glaube.
    Weil es mich freuen würde, wenn mehr Radiomacher bleiben und neue kommen würden.
    Ja, weil ich nur 30 Meter vom Studio entfernt wohne.
    … und ja, weil ich wohl “speziell” bin – danke, Falschgold, für diese Einschätzung ;) … wenn ich eine Frau wäre, wäre das für mich wohl das Kompliment der Woche gewesen ;)

    @Habe ich Schaden angerichtet?
    Hmm, nicht wirklich …
    Ich sehe mich mittlerweile eher als indirekten Impulsgeber. Dabei mache ich nichts anderes als diejenigen bei coloRadio, die unbewusst oder bewusst, die Strippen ziehen. Sie tun es von innen, ich – momentan – eher von außen.
    Am cleversten wäre es doch, wenn man mich ins Radio reinlassen würde, denn dann könnte man mich viel eher “kontrollieren” ;) …
    Doch dazu haben einige offenbar nicht den Mut … sie wollen lieber Ruhe haben, sie wollen das alles so weiterläuft, wie es ist, sie wollen keine Querdenker, denn die könnten ja an beim Querdenken plötzlich mal wieder so völlig abwegige Fragen stellen wie “Was ist ein freies Radio?”

    Die Dummen (ja, das meine ich wirklich so) bei coloRadio schaffen sich ihre Feindbilder selbst und sind dann erstaunt, wenn diese dann auch wie ein Feind auf sie wirken.

    Und da ich das weiß, tue ich genau das, was ich tue … Ich habe da zwar nicht immer einen konkreten Plan, doch irgendwie findet sich das dann schon alles. So wie die unsichtbare Hand des Marktes :)

    So weit, so gut … war wieder mal etwas länger, sorry an die “Genervten”, danke für’s Lesen an die wirklich Interessierten.

    Alles Gute, Micha(el Winkler)

    PS: Das “Wischi-Waschi-Sendekonzept” ;) … konkret bezog sich dieser Kommentar auf die Kurzversion auf der ersten Seite – http://www.alg-dresden.de/download/2010-01_sendekonzept-fbr_micha_andi.pdf

  11. stefanolix sagt:

    Der Kommentar war so lang, dass ich ihn heute morgen erst mal aus der Moderationsschleife holen musste. Inhaltlich kann ich wirklich erst später etwas dazu sagen, ich musste kurzfristig heute arbeiten.

    • Kein Problem, Stefan … es eilt ja nicht ;)

      Prinzipiell braucht man zu vielen Dingen auch gar nicht unbedingt etwas sagen, auch wenn es natürlich immer schön ist, wenn es geschieht.
      Mir ist bewusst, dass es eine sehr spezielle Situation ist … das ist für Außenstehende sowieso immer nur maximal halb nachvollziehbar.
      Insofern ist es vielleicht interessant, was coloRadio-Mitstreiter meinen … aus ihrer Sicht.
      Ich bin für einen Dialog und an dieser Stelle noch einmal einen Dank an dich, dass du dich des Themas “coloRadio” angenommen hast.

  12. stefanolix sagt:

    Ich kann als Außenstehender nicht einschätzen, welche Folgen der Brief an die SLM hatte und was in dem Brief überhaupt stand. Das scheint ja das Kernproblem zu sein. Die persönlichen Dinge könnte man vielleicht aus der Welt schaffen.

    Aber es ist auch klar, dass Du nicht wie ein Neueinsteiger wieder bei coloRadio beginnen kannst.

    Für den Fall, dass Du wieder einsteigen könntest, wärst Du vom ersten Tag an unter “Bewährung”. Mit jedem Wort, das Du vielleicht als Co-Moderator einer Sendung wieder sagen würdest. Und einfach wäre das nicht. Ich würde mir überlegen, ob ich mir das antun wollte.

    • Stefan, mir waren die möglichen Probleme durchaus vorher bewusst. So naiv bin ich nicht ;)
      Mir war und ist auch klar, dass man mich mit Argusaugen beobachten würde … doch sei’s drum. Nachdem ich in den letzten Monaten sooft von einem freien Radio gehört hatte, dachte ich dann ‘Okay, versuchen kann ich es ja mal.’ …
      Und ob ich mir das antun wöllte?
      Tja, zwei Jahre dachte ich ‘Nein … das ist es nicht wert.’ … doch wie heißt es so schön “Die Hoffnung stirbt zuletzt.” ;)
      Wir werden sehen … dein Blog hat jedenfalls auch mir geholfen, einige Dinge klarer zu sehen …

  13. falschgold sagt:

    Auch wenn ich nicht glaube, dass dein aus geschaetzten 30, groesstenteils leicht wirren absaetzen bestehender “bericht” wirklich viele interessiert, kommentiere ich ihn ungern:

    wir haben uns auf dem treffen der kunst- und kulturredakteure nach einer stunde ausgelassenem planens des naechsten monats eine stunde zeit genommen, um uns von demjenigen, der seit zwei jahren bei allen moeglichen und unmoeglichen stellen der stadt und des landes vorstellig wird, um gegen die zustaende im radio zu protestieren, sein neues sendekonzept vorstellen zu lassen.

    nach einer stunde hattest du neben denen, die dich schon kannten auch die neuen sendungsmacher davon ueberzeugt, dass man mit dir als person sowenig zu tun haben moechte, wie vorher schon die dresdner studenten (http://www.exmatrikulationsamt.de/), die dresdner buerger (http://ob-winkler.com/) und die piratenpartei (http://pirat-micha.blogage.de/entries/2010/2/5/Offener-Brief–an-die-Piratenpartei-Sachsen). leider bemerkst du ablehnung weder, wenn deine zahlreichen emails an alle und jeden unbeantwortet bleiben und begreifst auch ein deutliches, auge-in-auge gesagtes “wir haetten dich lieber als “indirekten impulsgeber” als in unserem radio” als diskussionsangebot. das macht die sache dann schwierig.

    deshalb nochmal: wir sind eine freies radio, uns zwingt aber niemand, jeden [bitte diskutiert sachlich! (stefanolix)] mit sendungsbewusstsein herzlich willkommen zu heissen. das heisst nicht, dass die bei uns nicht senden duerfen, gegenbeispiele im programm. aber gleichzeitig bei SLM und kulturamt gegen den sender protestieren, bei dem man dann wieder senden moechte UND sich scheisse benehmen, da reicht es dem gutmuetigsten..

    • Hmm, das gelöschte Wort würde mich auch interessieren, das gebe ich gern zu. Da ich bei coloRadio schon so einiges gehört habe wie ich bin, stört mich das sicher nicht allzu sehr ;)

      Dass du die Sachen mit dem exma-Amt und der Piratenpartei ansprichst, falschgold, finde ich witzig. Das tun in regelmäßigen Abständen einige, ohne auch nur ansatzweise einen Einblick in die Hintergründe gehabt zu haben.

      Ich bin nach den Ereignissen immer wieder mit Menschen zusammengekommen, die mich vom exma-Amt kannten oder von der Piratenpartei (war erst gestern kurz auf deren Landesplenum). Ich unterhalte mich dann mit einigen und wir können Missverständnisse aus dem Weg räumen. Auch einer der “Chefs” vom exma-Amt hat mich letztes Jahr mal angerufen und mir gesagt, dass ich bei meiner Kandidatur als LTW-Kandidat der Piratenpartei bleiben sollte und dass er dass gut finden würde (ein halbes Jahr nachdem u.a. er mich aus dem Forum ausgeschlossen hatte) … nachdem ich vorhatte als LTW-Kandidat auszusteigen, da es mir einige “Piratenparteiler” übel genommen hatten, dass ich einer Journalistin 3% als Prognose und nicht 5% gesagt hatte ;) …

      Hin und her, her und hin … worum geht es eigentlich? Was will ich?

      Ganz kurz: ich klopfe Institutionen auf ihren Anspruch ab. Das mache ich überall, wenn es so kommt. Meistens werde ich dort hingeschickt, wie z.B. von der ARGE (Berichte folgen auch sicher irgendwann mal) oder man fragt mich an, wie bei der Piratenpartei. Ich sage vorher wie ich bin und bisher wollte man mich immer haben … naja, so lange ich nicht meine Meinung äußere – das mögen manche nicht sonderlich ;)
      Vielleicht bin ich dabei mitunter etwas unelegant, doch ich sehe es als Lernprozess an – für alle Seiten.

      @Protest
      Genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister, falschgold. Ich protestiere nicht, gegen wen denn???
      Ich be-schreibe Dinge aus meiner Sicht … sieh diesen Blog doch mal als semi-journalistische Arbeit an, mit dem “Manko”, dass ich nicht ganz neutral bin und auch nicht sein kann.

      Als Mitstreiter bei BISS FM (http://biss.fm/) kannst du sicher mit dem Wort “Protest” mehr anfangen als ich … denn wozu wurde dort kürzlich eine “Protestgruppe” eingerichtet??? – auch wenn dieses Wort nur ein Behelf ist.

      Was du Protest nennst, ist für mich Transparenz.

      Alles weitere gern bei Sitzungen im Radio … ich freue mich mittlerweile wieder drauf ;) … auf der sachlichen Schiene suche ich zwar immer wieder mal nach Argumenten, was gegen einen Einstieg meiner Person sprechen könnte, doch wer weiß, wahrscheinlich bin ich eben einfach ein bisschen blind ;)
      Letztlich liegt es wohl daran, dass die FÜR-Argumente noch nicht ausreichend sind … tja, was soll ich da tun? … Offenbar bin ich eben kein guter Radiomacher ;)

      Im Prinzip ist es wie bei einer Firma … komm hin, stell dich vor, treffen sich die Interessen, dann ja … wenn nicht, dann nein. Bei coloRadio ist das nicht anders … Und weil die persönlichen Befindlichkeiten momentan überwiegen und man in meinem Tun IN coloRadio keinen Nutzen sieht, möchte man mich draußen lassen. So einfach ist das im Grunde.

      Und wenn es so bleibt, dann agiere ich eben außerhalb von coloRadio FÜR ein freies Radio in Dresden. Ich habe es zu 99% abgelegt, GEGEN etwas zu kämpfen … was bringt das?

      Wie gesagt, cleverer wäre es, mich reinzulassen und mich dann langsam wieder “rauszuekeln” ;)

      Alles Gute, Micha.

      PS: Ich habe mich im Übrigen mit dem neuen Sendungsmacher noch im Radio und auch hinterher telefonisch unterhalten, weil ich ihm nochmals die Aufregung erklären wollte sowie ihm sagen, dass er sich davon nicht stören lassen solle.
      Er kann dazu nichts sagen, meinte er. Ich erwiderte, dass das auch völlig klar sei … ich habe ihm auch mehrmals gesagt, dass mein Fall wohl ein spezieller ist und er sich davon nicht unnötig stören lassen sollte – schließlich möchte er ja Radio machen oder zumindest seine Gedichte vortragen.

  14. falschgold sagt:

    an stefanolix, spamcatcher: scheisse

    ich fand [gelöscht!] bewusst nicht unsachlich..

    [Begründung: Es ist in jeder Weise unethisch, seinem Diskussionskontrahenten ein psychiatrisches Krankheitsbild zuzuschreiben. Das haben totalitäre Regimes überall auf der Welt mit Dissidenten getan. Das läuft hier nicht.]

    • Stefan, wenn es der Sache etwas nützt und du nicht als “spamcatcher” oder in den Augen einiger vielleicht als “Zensierer” gesehen werden möchtest, kannst du den gelöschten Begriff gern wieder reinsetzen.
      Da er offenbar auf mich bezogen war, möchte ich hiermit klarstellen, dass es von mir erwünscht ist und du da keinerlei Schwierigkeiten mit haben brauchst.

      Ich teile deine Begründung in [], doch kann mit einigen Dingen recht gut leben …
      Ich halte es da gern mit dem Werbespruch „Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“, den ich immer als “Haben wir nicht alle unsere kleinen und größeren Macken?” verstand :)

      Dank dir im Voraus, Micha.

      • stefanolix sagt:

        Ich habe das so interpretiert, dass FG sauer auf den Moderationsfilter war. Wenn zu viele Links in einem Kommentar sind oder wenn Kommentare sehr lang sind, muss ich sie manchmal freigeben. Ich selbst sehe mich nicht als Spam-Catcher ;-)

        Und ich bleibe bei meinem Prinzip, dass ich in ganz seltenen Fällen als Moderator eingreife. Das habe ich ja zugunsten der anderen Seite auch schon getan.

  15. falschgold sagt:

    ok, sorry, das florett der sublimen insinuierung (“graue eminenz”, “genderredaktion”, “schreiende linke”, “kluengel”) beherrsche ich ganz offensichtlich nicht wie der herr diskussionskontrahent ;)

    • stefanolix sagt:

      Ich hatte noch geschwankt, ob ich einen letzten Artikel zu diesem Thema schreibe. Aber ich denke, wir können es hier zu Ende führen.

      Ich hatte insgeheim gehofft, dass man noch mal zu einer Klärung zwischen Michael und coloRadio zusammenfinden würde, aber es hat offensichtlich nicht funktioniert. Gut, das muss ich jetzt so akzeptieren und abhaken.

      Der Beitrag von Michael Winkler über die Sitzung der Redaktion war in einigen persönlichen Wertungen sicher grenzwertig. Ich habe auch eine Weile gezögert, ob ich den Kommentar freigebe. Ich vermute, dass solche Sitzungen öffentlich sind — dann wäre ein sachlicher Bericht angemessen gewesen.

      Der Fachbegriff, den Du verwendet (und wiederholt) hast, ist trotzdem auch dann nicht akzeptabel, wenn die Kommunikation zwischen zwei Seiten völlig gescheitert ist [Ergänzung: man bezeichnet das als Pathologisierung und da war für mich eine Grenze erreicht].

      Eine Institution wie coloRadio muss sich auch daran messen lassen, wie sie mit Einzelnen, Schwächeren und Andersdenkenden umgeht. Und bei allen Fehlern, die Michael anscheinend gemacht hat, bleibt der Umgang mit ihm kritisch zu hinterfragen. ColoRadio hat ja nicht zuletzt den Anspruch, Menschen und Themen einen Sendeplatz zu geben, die anderswo nicht gehört werden.

    • Falschgold, diese Wortgruppe “florett der sublimen insinuierung” finde ich Spitze ;) … bei “insinuierung” habe ich auch nach 5 Minuten Googeln zwar noch nicht ganz begriffen, was es ist … doch ich verstehe den Kontext.

      @”graue Eminenz”
      Ich habe mehrere Jahre gesehen, wie Diskussionen verlaufen, wenn “Theo” mit dabei ist. Er war es der einige Male – vor jeglichem offen zu Tage kommenden Dingen – meine Sendungen hinterher (auch live) kritisiert bzw. vielmehr korrigiert hat, indem er Dinge offenbar gerade rücken wollte (das Grundeinkommenskonzept eines Götz Werners passte nicht in sein Weltbild … und das konnte er wohl so nicht sagen ;) … live zu mir in die Sendung zu kommen, hatte er sich offenbar nicht getraut).
      Ich habe erlebt, wie er aus nichtigem Grund cholerisch wurde und wie er das Sendeverbot (nenn’s meinetwegen Sendepause ;)) durchgedrückt hat. Ließ dir das Protokoll vom 20.03.2008 durch …
      Ich habe ihn letzten Freitag erlebt und hatte mich 2008 auch einige Stunden mit ihm unterhalten …
      Ich schätze seine kritische Art, sein Engagement für’s Radio, doch mitunter ist es wohl nicht von der Hand zu weisen, dass er soviel für’s Radio tun “muss”, weil andere einfach keine Lust mehr haben und gehen … klar bleibt’s dann an ihm hängen. Er hat sich seine Nische geschaffen und verteidigt diese auch … gegen alles und jeden. Versuch doch mal über ein Jahr hinweg eine andere Meinung ihm gegenüber beizubehalten … viel Erfolg ;)

      @genderredaktion
      Heißt die nicht so?? … steht doch auch auf der Homepage von coloRadio (www.coloradio.org) … oder habe ich da etwas verwechselt?

      @”schreiende Linke” und “Klüngel”
      Ach, falschgold, warum ziehst du dir Schuhe an, die dir gar nicht passen? ;) … und zudem auch gar nicht für dich bestimmt waren ;)

      Du bist nicht coloRadio, sondern nur ein Teil davon. Schreib doch mal in der ICH-Form und nicht immer im WIR-Stil … Kollektiv und Team schön und gut, doch das Individuum sollte dabei nicht drauf gehen, hmmm?

      @@Stefan
      Ja, mein Bericht war und ist grenzwertig … da hast du völlig recht. Doch sind das nicht alle Dinge irgendwie? Es gibt kein Gut und Böse, keine Wahrheit, die man mit Worten ausdrücken könnte, sondern nur verschiedene Wahrnehmungen … oder wie es Gustave Flaubert mal gesagt haben soll: “Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens.”
      Und mit Verlaub, ohne dich in deinen Rechten einschränken zu wollen. Ich habe dich von Anfang an als Außenstehenden wahrgenommen, der sich so seine Gedanken über coloRadio macht … ohne innere Zusammenhänge zu kennen (wie auch?).
      Du bietest hier eine Diskussionsplattform an, holst dir dabei mitunter mehr Arbeit ran als dir vielleicht lieb ist und naja, etwas lösen wirst du dennoch nicht, weil es auch gar nicht deine Aufgabe ist.
      Alles in allem bist du eine einzelne Person aus der Zielgruppe von coloRadio, die sich Zeit und Muse nimmt, sich Gedanken über selbiges zu machen. Eigentlich sollte man doch als Radiosender froh sein über so kritisches Publikum ;)

      Insofern nochmals meinen Dank an dich …
      und wenn falschgold mit dem bisherigen Stand auch leben kann, kann ich das für mich auch erst einmal abschließen … bis zur nächsten Sitzung bei coloRadio ;)

      Ja, falschgold, sieh es als “Waffenstillstand” an … ich gebe dir auch ein Bier aus oder einen Kaffee (wie du möchtest) und dann schauen wir einfach mal.

      Alles Gute, Micha.

      • stefanolix sagt:

        @Michael: Hier wird Dir zum Begriff insinuieren geholfen.

        Das Thema »Zielgruppen« hatten wir hier schon mal. Ich erinnere mich dunkel an das Ergebnis: Freies Radio sendet einfach. Nicht für Zielgruppen und auf keinen Fall im »Mainstream«! ;-)

      • Danke für insinuieren-”explanieren” ;) … ich sehe wieder mal, dass ich durch coloRadio-Mitglieder und den sich daraus ergebenden Kontakten immer wieder dazu lerne …
        Ohne coloRadio wäre ich auch nicht auf deinen Blog gestoßen ;)

        Und wenn falschgold jetzt noch den “Waffenstillstand” annimmt, wäre das wie Weihnachten und Ostern am Pfingstsonntag ;)

        @Zielgruppe
        Kann gut sein, dass das irgendwann mal so gesagt wurde … doch irgendwie kann ich mich nicht so 100% damit “abfinden” :)
        “Freies Radio sendet einfach” sehen sicher einige bei coloRadio so, das habe ich auch schon so ähnlich gehört von einigen, doch einige SendungsmacherInnen (falschgold evtl. auch ;)) haben da etwas differenziertere Ansprüche.
        Und spätestens im Herbst 2010, wenn man sich wieder Gedanken machen wird, wer die 12.000 Euro Sende- & Leitungskosten für 2011 übernehmen wird, werden sich einige auch mehr mit dem Thema “Zielgruppe” auseinandersetzen (“müssen”) … mal so ne ganz nüchterne Vermutung :)

  16. falschgold sagt:

    @stefanolix

    ich war nicht “sauer” auf den filter, ich weiss wie er funktioniert und wollte dir kurz eine persoenliche mitteilung zukommen lassen. offenbar wusste ich nicht wie er funktioniert. ;)

  17. falschgold sagt:

    das war mir zu offensichtlich.

  18. Ein Hallo an alle …

    Kurz und möglichst knapp – als Nachtrag – die Mitteilung von coloRadio, die mir heute als e-Mail (siehe unten) zuging.
    Der Text wurde mir bereits am Dienstag (16.03.2010) auf der Sitzung der Gesamtredaktion vorgelesen. Eine Diskussion gab es nicht wirklich, da die Entscheidung bereits vorher feststand … ich bin – rückblickend – eigentlich nur zur Entgegennahme gekommen.

    RS- und Komma-”Ungenauigkeiten” habe ich so stehen lassen, eine Korrektur wurde meinerseits am Dienstag bereits angeboten, jedoch abgelehnt.
    Möge sich die Sachinformation dem Auge des interessierten Lesers ersichtlich machen.

    Ich danke dir, Stefan, für die Anregung zu diesem Thema … ich werde mich voraussichtlich später noch einmal – in etwas aufgearbeiteter Form und an anderer Stelle – zum Thema “coloRadio” äußern.

    Ich wünsche allen bei coloRadio jedenfalls viel Erfolg und eine sich vergrößernde Hörerschaft … die evtl. auch etwas Geld (Stichwort “Alternative Radiogebühren”) bezahlt, damit coloRadio sich in Zukunft ein Stückweit selbst finanzieren kann (fragt einfach mal bei Radio Blau in Leipzig nach, welche Konzepte, die da ausprobieren/nutzen) … das würde auch der Qualität einiger Sendungen und letztlich den “Kunden”, den Zuhörenden, zu Gute kommen.

    In diesem Sinne … Allen alles Gute, Micha.
    __________________________________________

    Von: bürodienst
    An: michael_winkler@gmx.net
    Betreff: Entscheidung der Radioinitiative e.V
    Datum: Thu, 18. Mar 2010 19:09:03

    Lieber Michael,

    wir haben Deine Bitte, bei coloRadio wieder zu senden erhalten. Obwohl wir das von Dir vorgestellte Sendekonzept interessant finden, sehen wir z.Z. keine Möglichkeit, wieder mit Dir zusammenzuarbeiten.

    Der Grund ist, dass wir bei coloRadio zwar streitbar sind, am Ende jedoch immer zusammen für eine gemeinsames Radio und Radioprogramm arbeiten. Leider war es uns vor zwei Jahren und ist es uns auch jetzt wieder nicht möglich, mit Dir zusammen eine Form der Kommunikation zu finden, die den Sendebetrieb nicht stört. Um es deutlich zu sagen: Wir haben nicht das Gefühl, dass Du an einer konstruktiven Mitarbeit bei coloRadio interessiert bist.

    Wir möchten Dich deshalb bitten, Dich bei Projekten zu verwirklichen, die Du konstruktiv begleiten kannst – coloRadio gehört zur Zeit nicht dazu.

    vielen Dank,

    Radioinitiative e.V
    __________________________________________

    • stefanolix sagt:

      Man kann es nicht erzwingen.
      Nimm den Kopf hoch und laufe oder spaziere Dich richtig frei, der Tag scheint sehr schön zu werden. Ich möchte jetzt hier gar nicht analysieren, ob der Text dem Anspruch eines freien Radios gerecht wird. Es hätte sicher bessere Lösungen gegeben. Aber das ist Vergangenheit, lass es hinter Dir …

      PS: Ich gehe davon aus, dass das keine private E-Mail ist, wenn sie in einer offiziellen Sitzung der Gesamtredaktion eines freien Radios vorgelesen wurde.

      • Danke, Stefan, das “frei spazieren” habe ich gemacht :)

        Ich bin auch so recht entspannt von der Sitzung gegangen. Ich habe meinen Teil bis dahin getan, wenn man auf Seiten von coloRadio nicht möchte, kann ich das so akzeptieren.
        Die nächsten Wochen werde ich einige persönliche Dinge mit Sendungsmachern klären, da diesbezüglich offenbar mehr persönliche Verletzungen hängengeblieben war als ich es wahrgenommen hatte – z.T. sicher auch Eitelkeiten (doch das bekomme ich schon heraus – oh, wie doppeldeutig ;))

        Und ab einem gewissen Punkt – der kommt, wenn er kommen will ;) – werde ich mich auch wieder für ein freies bzw. wenigstens freieres Radio in Dresden einsetzen. Ob das coloRadio sein wird, wird sich zeigen.

        Ich habe auch bei der Sitzung nochmals angesprochen, dass ich innerhalb des Radios, als Mitmacher, weniger “Schaden” anrichten würde als außerhalb.
        coloRadio bzw. die anwesenden Entscheider haben sich anders entschieden (ich kenne einige, die anders entscheiden würden – wenn sie denn Interesse an solchen Befindlichkeits-”Spielchen” hätten) und ich kann damit leben – kein Problem … ich werde daraus meine weiteren Schlüsse ziehen. Unaufgerarbeitete Dinge sollte man nicht so abschließen – kann man jedoch tun … und wenn man es auf diese Art und Weise tut, dann wird man auch soviel “in petto” haben, dass man mit meinen zukünftigen Aktivitäten umgehen lernen wird. So wie 2008-2010 auch …

        Wie heißt es so schön: wer zuletzt lacht, lacht am besten.
        So wie mich letzten Dienstag einige der Lächerlichkeit preisgeben wollten, habe ich dies als Einladung aufgefasst … und nicht umsonst bin ich 2008 als “OB-Versuchskandidat” mit dem Thema “Humor” sozusagen ins Rennen gegangen. Naja, und insofern sind wir – also coloRadio und ich – auf einer Wellenlänge ;) … ein bisschen Freu(n)de kann das ganze ja auch machen …

        So weit, so gut … dir und allen coloRadio-Hörern erstmal alles Gute … bis die Tage, Micha.

  19. Micha W. sagt:

    Für alle, die es interessiert, hier ein zusammenfassender, wenn auch etwas “längenintensiver” ;) Blogbeitrag über coloRadio:

    “Warum gibt es in Dresden kein freies Radio?”
    http://pirat-micha.blogage.de/de/entries/2010/7/20/Warum-gibt-es-in-Dresden-kein-freies-Radio

    • stefanolix sagt:

      Es sind in Deinem Beitrag einige sehr treffende Passagen enthalten, die nicht jeder gern hören wird.

      Ich schreibe jetzt lieber nicht im Detail auf, was ich aus der ganzen Sache gelernt habe, wahrscheinlich würde mein Artikel auch ziemlich lang ;-)

      Ich sage mir aber inzwischen: es ist ein Sender mit so wenig Resonanz, mit einer so armseligen Kommunikation und mit so wenig Interesse an seinen Hörern — er wird wohl weder großen Nutzen noch großen Schaden anrichten können. Und wenn die Stadt Dresden meint, sich das leisten zu müssen … mir ist coloRadio inzwischen herzlich gleichgültig.

      Wie sie mit Dir umgegangen sind, kann ich ja nur aus Deinen Berichten, aus diversen Kommentaren der Radiomacher in diesem Blog und aus dem Mitschnitt der Podiumsdiskussion erahnen. Einiges davon war wirklich übel, aber ich will das jetzt nicht wieder in Erinnerung rufen.

      Ich hätte mir in der Situation Anfang 2010 gewünscht, dass sie menschlich und gleichzeitig aus Sicht des Trägervereins auch rational mit Dir umgehen würden. Konfliktarm war das Verhältnis ja wirklich nicht, das weißt Du besser als ich.

      Eine Rolle als Co-Moderator einer Sendung wäre vielleicht ein guter Kompromiss gewesen.

      Aber am Ergebnis sieht man eben die Kluft zwischen den Taten dieser Leute und ihren großartigen Reden für die Schwachen, für Gerechtigkeit, eine alternativ-linke Gesellschaft etc.

      Hake es einfach ab. Es bringt nichts, noch nach hinten zu sehen. Da hinten dudelt nur ein Sender im Leerlauf vor sich hin, den eh kaum jemand hören will …

  20. Micha W. sagt:

    Zum Abhaken gehört für mich immer eine Aufarbeitung vorher, Stefan.
    Ansonsten setzt sich zuviel fest …
    Und ich möchte auch in Zukunft noch lächelnd coloRadio-Mitstreiter grüßen, während einige der Gegrüßten scheinbar etwas “unangenehmes” zu fühlen scheinen.

    Ich sehe es weiterhin so, ich nutze coloRadio … momentan eben als Schreiber ;)

    >Eine Rolle als Co-Moderator einer Sendung wäre >vielleicht ein guter Kompromiss gewesen.

    Habe ich mehrmals bei coloRadio angesprochen, was auf Schweigen oder zu Kommentaren “Winkler will sich anbiedern” aufgefasst wurde.

    Witzigerweise hatte ich eine Sendung in Planung, Frühstücksradio, mit einem Stadtratsmitglied ;)
    Tja, skurrilerweise hat der (später bzw. parallel) für die Förderung von coloRadio gestimmt …

    Ansonsten kann ich auch nur sagen, dass es natürlich auch kaum Spaß machen würde für so einen “Arbeitgeber” zu arbeiten.
    Möge coloRadio weitermachen … den Rest regelt die Zeit … und auch hier gitl “Wer zuletzt lacht, lacht am besten.” :)

  21. sebastian schmidt sagt:

    micha, was hat mensch dir denn bei coloradio konkret verbotN???

    MIT BITTE UM EINE KURZE ANTWOR.t

    gruß sebastian, auch 01 62 9 55 95 18

    [Drei Anmerkungen des Blog-Autors: 1. Ich habe den Link entfernt. Hier wird keine Werbung für diesen Sender gemacht. 2. Ich habe eine E-Mail an Michael geschrieben, um ihn auf die Frage aufmerksam zu machen. 3. Ich will keine Diskussionen über das Thema Coloradio in diesem Blog haben! Seit den Beiträgen dieses Senders im Februar 2011 will ich von Coloradio endgültig nichts mehr wissen. Diskutiert über dieses Thema bitte woanders, z.B. auf Michaels Blog.]

  22. Danke für die Information & Weiterleitung, Stefan …

    CR-relevantes findet ihr auch meinem Blog hier

  23. Nachtrag:
    Nach fast vier Jahren Sendepause meinerseits auf coloRadio habe ich es im März 2012 endlich geschafft, wieder mal auf Sendung zu gehen … und das sogar live.
    Also, man kann nun über einige Protagonisten bei coloRadio sagen, was man will, doch es geht auch anders.

    • stefanolix sagt:

      Schade: Bevor ich geklickt habe, hatte ich für einen Augenblick auf eine bessere (Auf)Lösung gehofft.

    • @ Stefan & “bessere (Auf)Lösung”

      Okay, ich hatte den/die Smiley(s) vergessen ;) … doch im Ernst, warum sich nicht mal so coloRadio nähern?
      Ich kann ja auch als Hörer mitwirken.

      Und ehrlich gesagt, denke ich, dass sich alles andere auch irgendwann regeln lässt – ich seh’s auch so:
      Schon vor meinem “Abgang”, bei dem mir einige nette Radiomitstreiter stark geholfen hatten ;), hatte ich mich häufiger in einer Sendung gefragt “Wer bitte schön hört denn deine Sendung überhaupt, Micha?”

      Es war also nicht so, dass ich extrem an coloRadio gehangen habe, sondern mir durchaus bewusst war, dass da einiges auch nicht meinem Sendungsbewusstsein (im doppelten Wortsinne) entsprach. Insofern könnte man es sogar so formulieren, dass der Abgang genau richtig war/kam – vermutlich hätte ich sonst auch mehr “gekämpft”. Doch so bin ich eigentlich relativ entspannt mit einigen Schrammen (menschlich gesehen hat mir einiges stark zu denken gegeben – war alles ein kostenfreies Praktikum in Gruppendynamik ;)) gegangen … und habe diesen Schritt auch nie bereut.

      Es ist auch nicht so, dass ich unbedingt genau wieder wie früher bei CR arbeiten/mitwirken wöllte … das Medium Radio nutzen, wäre schön, doch meine Bedürfnisse haben sich auch verändert. Ich würde z.B. nicht mehr Sendelücken auffüllen wollen, nur weil ich etwas fürs Radioprogramm tun wöllte. Ebensowenig würde ich vermutlich regelmäßige Sendungen machen und wenn doch, dann aller zwei Monate oder so.

      Heute sehe ich es mehr nach dem Prinzip “Lieber weniger, dafür mehr” ;)

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