Baustelle

Etwas Persönliches. Ich lebe momentan in einem Zustand, den man mit diesem Bild von der Baustelle »Neustädter Bahnhof« beschreiben kann: seit dem ersten Januar unter Dauerdruck, viel zu oft auf Achse, es ist kalt, ich bin viel zu oft viel zu müde —

IMG_5263_baustelle01_k

Sinnbild Baustelle … (Bahnhof DD-Neustadt, 26.01.2010, Klick …).


— aber ab und zu scheint doch noch die Sonne. Und Baustellen haben ja auch ihr Gutes …

Ich bekomme in diesen Tagen E-Mails von Freunden und Bekannten — manche dieser E-Mails haben in der Betreffzeile viele Fragezeichen. Mich gibt’s noch und es ist vieles noch in Ordnung. Anderes wird wieder in Ordnung kommen. Aber ich kann nur sehr wenig Zeit für das Bloggen und Diskutieren aufbringen.

11 Responses to Baustelle

  1. Claudia sagt:

    Es herrscht weder Blog- noch Diskutierpflicht, und wenn Du Deine Ruhe brauchst, nimm sie Dir, so gut es eben geht!
    Bleib nach Möglichkeit gesund.

    • stefanolix sagt:

      Dankeschön, Claudia! Ich wollte noch darunterschreiben, dass es mir gesundheitlich überraschenderweise noch gut geht und dass ich natürlich alles tun werde, dass es so bleibt ;-)

  2. casus sagt:

    Manchmal muss man erst ein Tal durchschreiten, damit man sich am Gipfel erfreuen kann.

    Mir geht es ähnlich wie Dir Stefan, vieles ist in Bewegung. Mittlerweile finde ich es schon wieder gut, denn nur mit Bewegung können sich Dinge ändern. Eben auch zum Guten.

    Und das wünsche ich Dir mal einfach von Herzen: Bewegung und alles Gute!

    • stefanolix sagt:

      Na ja, eigentlich muss man vor allem einen Berg hochsteigen, damit man sich am Gipfel erfreuen kann ;-)

      Meine »Trainingseinheiten« für das symbolische Berg-Hochsteigen hat jemand einfach verdoppelt, ohne mich nach meiner Meinung zu fragen. Ein Teil des »Trainings« findet im Laufrad statt. Ich hasse Laufräder und ich wäre gern in meinem eigenen Tempo gestiegen.

      [Bevor jemand fragt: das ist diesmal wirklich nicht sportlich gemeint]

  3. Lina sagt:

    Statt einer direkten Beileids_bekundung ersatzweise ein paar gute + immer aktuelle Zeilen Brecht :-) :

    „Ausschließlich wegen der zunehmenden Unordnung / In unseren Städten des Klassenkampfs / Haben etliche von uns in diesen Jahren beschlossen / Nicht mehr zu reden von Hafenstädten, Schnee auf den / Dächern, Frauen / Geruch reifer Apfel im Keller, Empfindungen des / Fleisches / All dem, was den Menschen rund macht und menschlich / Sondern zu reden nur mehr von der Unordnung / Also einseitig zu werden, dürr, verstrickt in die Geschäfte / Der Politik und das trockene »unwürdige« Vokabular / Der dialektischen Ökonomie / Damit nicht dieses furchtbare gedrängte Zusammensein /
    Von Schneefällen (sie sind nicht nur kalt, wir wissen’s) / Ausbeutung, verlocktem Fleisch und Klassenjustiz eine / Billigung / So vielseitiger Welt in uns erzeuge, Lust an / Den Widersprüchen solch blutigen Lebens / Ihr versteht.“

    • Elbnymphe sagt:

      Ob es an den Schräg- statt der Unterstriche liegt, daß mir Dein Kommentar so gut gefällt? ;-)

      • lina sagt:

        nein, am gedicht! gedicht_zeilen werden im fliess_satz nun mal regulär durch schräg_striche getrennt … und da halte ich mich halt dran :) .

        … aber wenn du schon (in_direkt) fragst ;) : meinen unter_strichen liegt die fixe idee zugrunde, wort_konstrukte, bzw. begriffs_kombinationen auf diese weise besser herausheben zu können; hab‘ nämlich viel übrig für so optische verdeutlichungs_mätzchen, musst du wissen! gut, das mag vielleicht etwas manieristisch wirken, hält aber noch solange an, bis es mir selber zu blöd und/oder zu lang_weilig wird. aber noch, sorry, ist es nicht so weit ;) …

      • stefanolix sagt:

        Ich glaube, Lina, Du könntest so einen Begriff wie den Strukturalismus viel schöner erklären als die Wikipedia. Dort steht:

        Untersuchungsobjekte werden nicht für sich genommen betrachtet, da jedes einzelne Objekt überhaupt nur innerhalb eines Gesamtzusammenhangs individuierbar und betrachtbar ist und als seiend in Frage kommt.

        ;-)

        Nein, aber im Ernst: Manchmal sind diese Stolpersteine im Fluss der Wörter eines Kommentars sehr interessant und anregend für mich. Aber aus meiner ganz persönlichen Sicht müssten es dazu auch Stolpersteine bleiben. Wenn ich so etwas zu häufig lese, wird aus den gelegentlichen Stolpersteinen ein Kopfsteinpflaster und dann wirkt’s nicht mehr ;-)

    • stefanolix sagt:

      Das war keine Bewerbung um Beileidsbekundungen. Als mir Dein Kommentar heute mittag unter die Augen kam, las ich zuerst den großen Absatz und dachte nach einigen Worten: Das ist doch Brecht? Und so war es dann auch.

      Ich dachte auch gleich an die berühmten Worte von den »Mühen der Ebene« (hard slog sagt man wohl auf Englisch).

      Ausbeutung findet hier übrigens nicht statt, noch nicht mal Selbstausbeutung. In dieser Hinsicht geht es absolut fair zu.

  4. tigger sagt:

    Vitaminmangel, ganz klar.:)

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