Das bisher absurdeste Bild des Jahres

14. Januar 2010

zeigt den »weiblichen Roboter« Roxxxy. Roxxxy »verfügt nach Herstellerangaben über künstliche Intelligenz und ist fähig zur Konversation« schreibt SPON. OMG!


Die Podiumsdiskussion des Linken Radios

13. Januar 2010

Ich habe gerade die Podiumsdiskussion über coloRadio gehört. Ich muss ehrlich sagen, dass ich gestern nicht zu der Veranstaltung kommen konnte, weil ich unter sehr hohem Druck arbeite — es hätte mich sonst interessiert. Ich muss aber ebenso ehrlich sagen, dass ich im Nachhinein nicht unglücklich darüber bin. Denn es war keine Diskussion. Doch dazu später.

Wer meine Position nicht kennt, für den ist sie hier ganz kurz zusammengefasst: Ich bin politisch neutral. Ich stehe für Pluralismus und ich fordere Pluralismus innerhalb eines freien Radios. Ich kritisiere dezidiert die politisch linksdogmatische Ausrichtung des Senders coloRadio.

Ich bin einer der tausenden 1989er, die seit dem 08. Oktober 1989 in Dresden für Pluralismus und Freiheit demonstriert haben. ColoRadio ist in seinem jetzigen Zustand weder pluralistisch noch frei. Auch die Veranstaltung war einseitig. Sie wirkte an einigen Stellen plump inszeniert.

Gab es auf der Podiumsdiskussion unterschiedliche Meinungen?

Kritik an coloRadio war ganz am Rande zu hören und sie wurde sehr interessant inszeniert. Eine Teilnehmerin namens Conny stellte sich als Macherin einer Sendung vor und gab in einem vorbereiteten Statement aus dem Publikum sinngemäß »konservative Kritik« an coloRadio wieder. Ich zitiere so gut wie möglich aus dem Mitschnitt ab 41:40.

(man sagt) coloRadio sei kein freies Radio, sondern linksalternatives Radio. Vielleicht stimmt das. Aber es ist ein freies Radio. Es wird kontrovers diskutiert, wenn irgendwelche Parteien, egal ob Linke oder Grüne oder CDU, Werbung machen wollen. Das wird vehement abgelehnt. Da wird wirklich Wert darauf gelegt, dass das ein freies Radio ist.

Diese »Kritik« ist konstruiert, das Wesentliche ist geschickt weggelassen.

Die wesentliche Kritik ist: coloRadio will in seiner jetzigen Form überhaupt keinen Pluralismus. Die Macher geben das ja auch mehr oder weniger offen zu. Sie übernehmen oft vorgefertigte politische Beiträge aus der linken Szene. Sie liegen mit ihren Kommentaren etwa in einem Dreieck zwischen Chavez, Castro und [Karl Eduard von] Schnitzler. Conny setzte fort:

Leider finden sich aber auch wenig »andere« Leute die Radio machen. Das finde ich so schade. Wir suchen immer wieder Leute, die bereit sind. Wir laden auch immer wieder Leute ein von den verschiedensten Parteien … Wenn man dann auch dazu noch in ein Klischee gedrängt wird … (*seufz*)

Die einseitige Ausrichtung ist — bei aller Schönheit der Krokodilstränen — kein Klischee. Das ist die Realität. Grundsätzlich alle politischen Themen werden bei coloRadio einseitig aus linksextremer oder linksdogmatischer, bestenfalls aus linksalternativer Sicht behandelt. Dazu werden immer wieder vorgefertigte Beiträge eingesetzt, die mit Dresden gar nichts zu tun haben — beispielsweise aus dem Angebot von attac.

Das Angebot zum Mitmachen an »Andere« ist ja ganz offensichtlich auch nicht ernst gemeint. Der wortführende coloRadio-Macher sprach ganz am Ende eine »Einladung« aus und verhöhnte fast im selben Atemzug den bekanntesten Dissidenten (der ist übrigens selbst eher links und bei coloRadio an linken Hardlinern gescheitert). Diesen Hohn und Spott empfand ich beim Hören als unverschämt (ich war ja nicht dabei). Man muss auf nicht auf jemanden drauftreten, der schon vor der Tür liegt.

Kamen in der Diskussion Kritiker zu Wort?

In der Podiumsdiskussion wurden zwei FDP-Zitate »aus der Konserve« gesendet. Sie nahmen weniger als sechzig Sekunden Sendezeit ein. Sie waren völlig aus dem Zusammenhang gerissen und wurden lächerlich gemacht.

Es wurden im Rahmen der ganzen Sendung auch ca. fünf extrem kurze CDU-Zitate gesendet, insgesamt sicher weniger als zwei Minuten! Man kann sie im Mitschnitt kaum verstehen. Ich empfand sie als (absichtlich?) akustisch verzerrt. Bemerkung eines coloRadio-Verantwortlichen dazu: »Wir senden die Slapsticks immer mal in unseren Magazinen«.

Die Meinung der anderen wurde auch auf der Podiumsdiskussion bestenfalls als Slapstick inszeniert. Die Argumente der Kritiker wurden als Strohpuppen aufgebaut, damit man darauf besser einschlagen konnte. Es war insgesamt eine Selbstvergewisserung der linken Radiomacher. Es war eine Plattform für die immer gleiche Forderung: linke Propaganda auf Kosten der Gemeinschaft senden zu können.

Wer soll coloRadio finanzieren?

Kurz vor dem Ende kam natürlich wieder die Frage, wo man noch Geld einsammeln könnte, wenn es kein Steuer- oder Gebührengeld gibt. Ich habe einen Vorschlag an coloRadio: Lasst Euch doch ganz ehrlich von attac und von anderen linken politischen Kräften finanzieren. Da müsste doch genug Geld in der Kasse sein.

Und hört endlich damit auf, den Begriff »Freiheit« zu strapazieren. Frei wärt Ihr, wenn Ihr Pluralismus im Programm hättet. Frei hättet Ihr diskutiert, wenn auf Eurer Diskussion wirklich Kritiker zu Wort gekommen wären — und nicht als verzerrt abgespielter Slapstick oder als Strohpuppe!

PS: In der Sendung ist gegen Ende die Behauptung enthalten, dass auch andere Meinungen zu Wort gekommen seien. Jemand klopfte sich dafür »hörbar« auf die Schulter. Es sind aber andere Meinungen nur verzerrt und lächerlich gemacht worden — und das ist ein Unterschied.

Ich finde es ja völlig in Ordnung, dass Linke Radio machen und dass sie sich für den Fortbestand ihres Senders einsetzen. Aber diese massiv zutage tretende Intoleranz beim Umgang mit der Meinung Andersdenkender — die kann und will ich nicht akzeptieren.


Hier ist ein Mitschnitt als ogg-Datei.



Mrs. Robinson

12. Januar 2010

Ja, auch ich mache manchmal einen Blödsinn mit, auch wenn mir im Moment überhaupt nicht nach Lachen zumute ist. In einer Facebook-Gruppe soll die Idee entstanden sein, das Lied »Mrs. Robinson« von Simon and Garfunkel auf den ersten Platz der Hitparaden zu bringen, um auf eine Affäre in Irland hinzuweisen:

After news of Iris Robinson (the wife of the Northern Ireland First Minister) having an extramarital affair became public, a group was set up on Facebook attempting to get the song „Mrs. Robinson“ to No.1 in the Official UK Singles Chart for this week via download sales.

Die Affäre ist mir egal, aber das Lied ist schön. Ich verlinke es also auf Youtube, damit es auch dort zu den meistgespielten Songs gehört.

Und zwar in einer Version, wie es die Erfahreneren unter uns sicher noch im Ohr haben: vom Plattenteller. Vielleicht auch ein Anlass, sich wieder mal die Reifeprüfung anzusehen. Und darüber zu bloggen, damit »Mrs. Robinson« auch in den Suchlisten nach oben steigt ;-)


Ein bloggendes Talent aus Dresden

12. Januar 2010

ist Niklas Drude. Und ich meine das bewusst mehrdeutig: Sein Blog heißt nämlich »whatsmytalent«, er ist ein talentierter Zeichner und er schreibt so trockene Sätze wie:

Dass Hiddensee von oben aussieht, wie ein kotzender Wasserfloh, habe ich ja bereits nachgewiesen.



Von der anderen Seite:

11. Januar 2010

Einige Grabstellen auf dem Trinitatis-Kirchhof in Dresden von der Außenmauer aus aufgenommen (Klick auf die Bilder vergrößert die Ansicht):

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Grabstellen auf dem Trinitatiskirchhof (von außen, 11.01.2010).


Schneewelle in der Dämmerung

10. Januar 2010

am Panoramaweg auf dem Wilden Mann:

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Schneewelle.


Eine Schlafmütze aus Schnee

9. Januar 2010

werde ich mir jetzt nicht aufsetzen. Aber ich will endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen!

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Eine Schlafmütze aus Schnee …


Wogen um die Seebrücke

8. Januar 2010

Die Dresdner Kollegin Elbnymphe hat in ihrem Blog eine Seebrücke auf der Insel Usedom abgebildet — und eine leise Kritik an der Kommerzialisierung dieser Seebrücke hinzugefügt. Mit der Insel Usedom verbinde ich die Erinnerung an etliche Urlaubsreisen nach Koserow, Bansin und Ahlbeck. Ich war als Lehrling dort im Zeltlager, habe eine erste Liebe dort begonnen … aber ich merke schon: ich schweife von meinem Thema ab ;-)

Natürlich hat die Elbnymphe recht, wenn sie die Verbindung zwischen Seebrücke und ziemlich aufdringlichem Kommerz kritisiert. Aber um Kommerz kann man einen Bogen machen, wenn er stört. Ich empfand die ziemlich krassen sozialen Unterschiede als viel schlimmer — und ich meine damit sowohl die Unterschiede zwischen Kaiserbad und Umland als auch die Unterschiede zwischen den Menschen.

Wer Land und Immobilien hat, für den gibt’s eine dörfliche Mercedes-Filiale und jede Menge Gelegenheiten, geschmacklos mit Reichtum zu protzen. Wer das nicht hat, für den gibt’s im besten Fall einen knochenharten Service-Job. Ich denke, Leistung könnte sich anders lohnen. Wenn man sich überlegt, dass dort eigentlich ein gesunder Mittelstand sein Auskommen haben könnte, dann sind Meer, Fisch und Urlaubsromantik nicht mehr ganz so schön.

Und nun zu etwas völlig anderem. Elbnymphes Motto ist im Monat Januar:

Auch möchten sich des wilden Meeres Wogen
im neuen Jahre friedlich wieder glätten.

und diesen Versen möchte ich doch widersprechen. Ohne Wogen ist die Ostsee kein Meer, sondern eine langweilige und noch nicht mal richtig salzige Entenpfütze. Erst mit Wogen wird die Ostsee interessant. Und so ein Kalenderjahr kann gern auch etwas Umwälzung und Sturm bringen — wenn alles in die richtige Richtung umgewälzt wird ;-)


Ich fordere die 40-Stunden-Woche …

7. Januar 2010

Schlaf!

Passend dazu: eine Schnee-Schlafmütze:

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Noch einmal zum Pranger

6. Januar 2010

In einem Beitrag aus den letzten Tagen hatte ich mich mit dem Pranger befasst. In den Kommentaren hat Claudia eine interessante Projektseite über Pranger verlinkt und Lina hat über die präventive Wirkung des Prangers nachgedacht.

Ich lasse mich also in einem Gedankenexperiment auf das Abwägen der Kosten und des Nutzens ein.

Worin sehe ich die Kosten? Der Pranger kostet die Menschenwürde einzelner Täter und wahrscheinlich auch die Menschenwürde vieler Zuschauer — denn es ist ja überliefert, wie würdelos sich die Zuschauer rund um die Pranger im Mittelalter verhalten haben. Das scheint mir sicher.

Worin könnte der Nutzen liegen? Auf wen würde ein Pranger abschreckend wirken? Wäre der Pranger wirklich eine Maßnahme der Generalprävention? Würde es aus Furcht vor dem Pranger weniger Taschendiebstähle, Betrügereien oder Enkeltricks geben? Das scheint mir unsicher …



Schnee in der Morgensonne

5. Januar 2010
IMG_5113_goldener_schnee_q01_k (Klick vergrößert).

Bäume in der Morgensonne (05.01.2010).

IMG_5101_goldener_schnee_q03_k (Klick vergrößert).

Panoramaweg am Wilden Mann (05.01.2010) …


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Die richtige Motivation für die Woche

4. Januar 2010

war heute in der F.A.Z. zu lesen:

An diesem Montag beginnt für die meisten in Deutschland der Ernst des Jahres 2010. Was es bringt, vermag niemand vorauszusagen. Sicher ist nur: Es gibt weniger Feiertage. Der 1. Mai ist ein Samstag, beide Weihnachtsfeiertage bilden ein Wochenende. Die Bundesbank hat errechnet, dass die zusätzliche Schaffenszeit das Bruttoinlandsprodukt um 0.2 Prozent oder 5 Milliarden Euro anschieben wird. Je nach Bundesland stehen 253 bis 256 Arbeitstage bevor. Willkommen in der Realität.

Das ist besonders motivationsfördernd, wenn man abends um halb zehn von der Arbeit kommt und wenn der einzige Lichtblick auf dem Weg vom einen Arbeitsort zum anderen gelang:

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Verschneiter Obstbaum am Wilden Mann (04.01.2010).

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Verschneite Hecke am Wilden Mann (04.01.2010).


Im Winter durch Striesen (2)

3. Januar 2010
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Laternen in Striesen (02.01.2010).


Der Pranger

2. Januar 2010

Es hätte eine Geschichte über Schuld, Gerichtsverfahren und gerechte Strafe werden können, so wie es zehntausende andere Geschichten gibt. Im Gerichtsverfahren hätte die Angeklagte einen Pflichtverteidiger gestellt bekommen. Der hätte sie sicher nicht vor Strafe bewahrt, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit vor sich selbst geschützt.

Doch dann wurde es diese Geschichte über den mittelalterlichen Pranger, den ein karriereversessener Staatsanwalt eigerichtet hat. Die Geschichte, in der eine einfache Frau an eben diesen Pranger gestellt wurde.

Es wurde eine Geschichte von Machtmissbrauch und Manipulation, weil ein Staatsanwalt seine Chance witterte, in den Medien den ganz großen Coup zu landen.

An diesem Fall sieht man einmal mehr, dass kein Rechtsstaat perfekt ist. Es gäbe Verfahrensregeln, um derartige Fälle zu verhindern. Aber wird man daraus lernen?


Im Winter durch Striesen (1)

2. Januar 2010

Eigentlich wollte ich heute nachmittag noch einmal auf den Turm der Technischen Sammlungen steigen. Aber dann hat mir die nette Dame am Einlass gesagt, dass die Plattform leider gesperrt sei. Also beginne ich meine Serie »Im Winter durch Striesen« zu ebener Erde ;-)

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Die Versöhnungskirche (02.01.2010).


Ein ganz anderer Jahresbeginn als 2009

1. Januar 2010

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles ;-)

Doch obwohl das Jahr 2010 ganz anders als das Jahr 2009 beginnt, möchte ich zuerst allen Gästen meines kleinen Blogs ein gesundes, erfolgreiches und nachhaltiges neues Jahr wünschen. Macht etwas draus, Ihr bekommt kein anderes ;-)

Am Neujahrstag 2009 war ich auf der Spitzhaustreppe, um mich auf den Treppenmarathon einzustimmen. Ich habe ein Weinfass, ein Weinbergstor und eine Weinbergstreppe fotografiert. Ich bin durchgefroren nach Hause gekommen und habe ein Glas Champagner auf das neue Jahr erhoben …

Den Neujahrstag 2010 habe ich zur Hälfte bei der Arbeit verbracht — morgen muss mein erster Auftrag raus. Ich bin im Training sehr konzentriert zehn Kilometer durch den Wintertag gelaufen. Das war nicht so ein schönes Erlebnis wie 2009, aber sportlich vielleicht doch etwas wertvoller. Und der Champagner muss bis zum 18. April warten ;-)