Reiten für Dresden

28. Februar 2010

Reiterin und Reiter halten auf ihren Pferden an einer wichtigen Verkehrsader in Dresden inne:

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Eine Reiterin …


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… und ein Reiter.


Wie heißen die Standbilder und wo stehen sie? Die Pferde haben ganz merkwürdige Hufe:
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Der merkwürdige Huf.


Medienfasten

28. Februar 2010

Ich weiß ja, dass ich in der Fastenzeit beim Essen und Trinken kaum noch auf etwas verzichten kann. Für meine sportlichen Ziele habe ich schon seit Neujahr 2009 auf Alkohol verzichtet. Und Fleisch esse ich das ganze Jahr über nur einmal in der Woche. Ich habe seit meinem ersten bewussten Fasten vor einigen Jahren erfahren, dass Verzicht immer auch mit Neuentdeckung zu tun hat.

Und deshalb probiere ich es seit dem Aschermittwoch zum ersten Mal mit dem »selektiven Medienfasten«. Das soll auch nicht auf die Zeit bis Ostern beschränkt bleiben. Ich will etwas neues lernen. Ich will all den trivialen Mist ausblenden, den ich eigentlich nicht brauche. Arthur Schopenhauer hat mal gesagt:

Auch wird man einsehen, daß Dummköpfen und Narren gegenüber es nur einen Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist, daß man mit ihnen nicht redet.

Ich weiß nicht, ob er es vorausgesetzt oder vergessen hat: man sollte »ihnen« auch nicht zuhören. Was schert mich all der Klatsch und Tratsch, was schert mich die Medienkampagne gegen den Politiker XYZ, was schert mich die Aufregung über den angeblich so schwachen zweiten Platz der Deutschen im Medaillenspiegel? Eigentlich nichts. Und deshalb trainiere ich bis zum Ende der Fastenzeit nun meine Filter.


Als »Ein Sachse« trat er im Wahlkampf auf …

27. Februar 2010

Der sächsische Ministerpräsident hat sich ein wirklich schönes Motto auf die Webseite schreiben lassen:

»Die Menschen sind nicht für die Verwaltung da, sondern die Verwaltung für die Menschen.«

Getreu diesem Motto steht Stanislaw Tillich für den Grundsatz:

»Politik darf nicht abgehoben sein. Ich will mit den Menschen sprechen und ihnen die Ziele unserer Politik erklären.«

Und so ein Gespräch kostet ja wirklich nicht die Welt ;-)

Wissen, wo die Kasse steht.


Ergänzung: Carluv aus Leipzig hat auch darüber gebloggt.



Geburtstagshimmel

26. Februar 2010

Am Ende des Tages wollte ich nach dem gestrigen Foto vom Himmel über dem Blauen Wunder wenigstens noch ein Foto vom Himmel über Leipzig bloggen. Aber WordPress mag gerade meine Bilder nicht. Es gäbe eigentlich viel zum heutigen Tag zu sagen, aber jetzt bin ich erst mal müde. Morgen gibt es wieder mehr zu lesen.


Blaues Wunder vor wildblauem Abendhimmel

25. Februar 2010
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Blaues Wunder am Abend (25.02.2010).


Heinz Eggert bloggt über Margot Käßmann

25. Februar 2010

In den Kommentaren hat casus darauf hingewiesen, dass sich der ehemalige sächsische Innenminister Heinz Eggert in einem privaten Blogartikel mit dem Fall der Bischöfin Käßmann auseinandergesetzt hat. Herzlichen Dank an casus für den Hinweis!

Der Artikel in seinem Blog scheint der unredigierte Entwurf zu
einem Kommentar in der Sächsischen Zeitung zu sein.

Heinz Eggert beschreibt in seinem Artikel ein Erlebnis aus seiner Zeit als junger Pfarrer. Die Mitglieder des Bibelkreises diskutieren abstrakt über den Fall eines Pfarrers im Trennungskonflikt und kommen zu dem Ergebnis: ein Pfarrer muss immer Vorbild sein — zu wem solle man sonst aufschauen? Eggert schreibt:

Da begriff ich, dass ich keiner von ihnen war, auch wenn ich es sein wollte. Ich musste gar nicht auf den Sockel klettern, in ihren Augen stand ich schon oben. Auch als kleiner Dorfpfarrer. Erwartungsdruck nennt man das. Je höher der Sockel, umso tiefer kann man natürlich stürzen.

Heinz Eggert schreibt über den Sockel, auf den Pfarrer und Bischöfe oft gestellt werden. Damit hat er prinzipiell recht. Doch man kann sich solche Sockel auch selbst erhöhen, indem man ein paar Schichten Material mit moralischen Ansprüchen obendrauf packt.

Ein besonders feines Gespür haben dafür die Gruppen, die von den großen Kirchen lange Zeit ausgegrenzt wurden: zum Beispiel Homosexuelle und heimliche Partnerinnen katholischer Priester. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich: ein öffentliches »Outing« hoher Amtsträger wird dann wahrscheinlicher, wenn diese Amtsträger öffentlich besonders rigide gegen »Verfehlungen« auftreten, die sie selbst begehen.

Dagegen wird hohen Amtsträgern ihr Verhalten eher nachgesehen, wenn sie sich gegenüber dem selben Verhalten anderer Menschen tolerant und nachsichtig zeigen.

Der Volksmund kennt das Sprichwort: Sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein. Schon mit einfacher Google-Suche konnte man am Wochenbeginn Beispiele für hochmoralische Ausführungen der Bischöfin über Alkohol, Verkehrssicherheit und Fasten finden. Ist sie zurückgetreten, weil sie selbst am besten wusste, wie viele Beiträge in den Archiven noch gesucht und gefunden werden würden?

Sie soll im Amt bleiben, sagte [zu Heinz Eggert] vorgestern Abend in einer Dresdner Neustadtkneipe ein junger Mann, der ansonsten nach eigener Auskunft mit Kirche nicht viel am Hut hat. Sie ist doch eine von uns, war sein Argument. Bei jedem Politiker hätte er den Daumen nach unten gezeigt.

Das finde ich nicht wirklich widerspruchsfrei. Denn das Amt der EKD-Ratsvorsitzenden ist ein politisches Amt. Die Trägerinnen und Träger dieses Amtes muss man auch nach politischen Maßstäben messen — im Grunde also an ihrer Glaubwürdigkeit, am Verhältnis zwischen Reden und Tun. Es wäre ungleich einfacher für Frau Käßmann gewesen, wenn sie sich in ihrem Amt zu den Themen Alkohol und Fasten zurückgehalten hätte. Denn dann hätte niemand an den Zusammenhang zwischen Wasser und Wein gedacht …


Ergänzung: Ein Fall von Autoritätsverlust (aus der F.A.Z.)


Noch eine ganz kurze persönliche Anmerkung: Heinz Eggert war für mich eine der wirklich authentischen politischen Persönlichkeiten der Wende in Sachsen. Er hat sich als Innenminister besonders für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und gegen Rechtsextremismus eingesetzt. Er war nie ein stromlinienförmiger Politiker, sondern er bewahrte sich seine Ecken und Kanten. Es ist schade, dass es kaum noch solche Persönlichkeiten in der Politik gibt.


Lob und Tadel für die Bahn

24. Februar 2010

Die positive Seite: Gestern waren mehrere Züge zwischen Dresden und Chemnitz sehr pünktlich. Auf der Rückfahrt kamen wir sogar fünf Minuten zu zeitig an. Hatte der heimlich die Neigetechnik eingeschaltet?

Die negative Seite: einen davon habe ich nicht mehr geschafft, weil der Automat A partout keinen meiner 20-Euro-Scheine annehmen wollte — während der Automat B schon den ersten anstandslos akzeptiert hat. Gut, dass etwas später ein zweiter Zug fuhr … und pünktlich war.

Und gerade hatte ich ein überaus effektives Gespräch mit dem BahnCard-Service. Innerhalb weniger Minuten war alles geklärt.

Wenn meine anderen beiden Dienstreisen auch so klappen, gibt es diese Woche fast mal ein dickes Lob ;-)


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