Klugheit einer Dreizehnjährigen

Rosa aus der Dreikönigsschule wird in der Lokalzeitung DNN gefragt, ob Mobbing im Internet mehr Macht hat als im realen Leben. Sie sagt:

Man muss halt seine Grenzen kennen. Es kommt auf den Menschen an. Wenn einer den ganzen Tag im Internet rumhängt, dann ist diese Welt dort für ihn realer. Damit ist dann auch das Mobbing real. Aber wenn man im Hier und Jetzt lebt, dann kann man dumme Sprüche auch aushalten.


13 Responses to Klugheit einer Dreizehnjährigen

  1. Elbnymphe sagt:

    Wahnsinn. Das ist wirklich klug. :-)

    • stefanolix sagt:

      Ich finde es im Zusammenhang ihres Interviews (es waren insgesamt zwei Schülerinnen und ein Schüler) logisch. Sie kann sich ganz gut in die Situation anderer Menschen hineindenken.

  2. foster sagt:

    Geradezu altklug. *g*

    Aber eigentlich erinnert mich das eher an das Kind, dass in der GEZ-Werbuung von „unabhängigen Medien“ redet. Sprich: ich habe ein bisschen den Verdacht, dass diese 13jährige gebrieft wurde.

    • stefanolix sagt:

      Schien mir nicht so (siehe oben). Die Journalisten werden wohl die Sprache etwas „geglättet“ haben.

      Diese GEZ-Figur ist furchtbar. Aber wenigstens ist es authentisch schlechte Werbung. Was will man von so einer Behörde erwarten?

  3. Herr Teddy sagt:

    Halte die 13-jährigen nicht für so dumm! Wollten wir ja damals auch nicht, oder?
    Allerdings: Welche 13-jährige heißt denn heutzutage Rosa?

    • stefanolix sagt:

      Vielleicht war es ihr Spitzname? Leider kann man das Interview auf der DNN-Webseite nicht finden. Es geht ja auch nur um „Internet“ ;-)

  4. dd-jazz sagt:

    „Kindermund“ ist bekanntlich unbewusst erfrischend weise/
    Die Aussage deutet ein stabiles Milieu an; möge sie in ihrem Leben weiterhin Gültigkeit behalten…und Rosa evtl. Live-Mobbing (je höher der Bildungsgrad, desto perfider die Anwendungen) mit gesundem Selbst-Bewusstsein (mentalem Aikido, wie ich immer sage) begegnen.

    • stefanolix sagt:

      Ihre Mitschülerin sagt zu der gleichen Frage, dass echtes Mobbing schlimmer sei als virtuelles Mobbing. Allerdings wurde Mobbing vorher nicht definiert, darunter versteht ja auch jeder Mensch etwas anderes.

  5. Claudia sagt:

    Mir ist der immer wieder gemachte Unterschied zwische realer Welt und Internet da, wo es um Kommunikation geht, nicht recht klar. Ich (real) sitze hier und schreibe etwas, das von realen Menschen gelesen wird. Man kann durch das Medium Internet reale Menschen real beleidigen und bedrohen, andererseits auch ihnen real etwas Freundliches oder Sinnvolles sagen. Davon, daß eine mir gesagte Gemeinheit nicht nur, wie am Telephon, von mir und dem Sprecher wahrgenommen wird, und nicht, wie auf der Straße, von höchstens fünf anderen, sondern von hunderten, wird sie nicht weniger gemein.

    • Lina sagt:

      … wenn nicht noch gemeiner, wenn du dich hundertfach wirk_sam dagegen wehren willst und dazu einen anwalt brauchst samt ab_mahnung brauchst …

      ich denke auch oft über diesen unterschied zwischen realer und virtueller welt nach, d. h., über seine in ihrer wirkung ‚echten‘ unterscheidbarkeiten, die ich nicht wirklich zu fassen kriege. danke für deine zusatz_beleuchtung, @ claudia :) !

  6. Lina sagt:

    … streiche 1 x : ‚brauchst‘ ):

  7. dd-jazz sagt:

    Ich verstand die Betonung vordergründig für Mobbing, welches sich real latent, direkt oder unterschwellig doch als einen in/direkten Angriff „näher fühlen“ lässt, als wenn irgend ein Internet-Phantom meine Wahrnehmungsfilter durchrauscht-
    Sehr heikel finde ich die Gesetzeslage zur Beweislast von Mobbing-Opfern, bzw. dass es nunmehr noch ein weiteres Gesetz geben muß, als mit couragiert-freundlichem Wort Befindlichkeitsstörungen zu klären, oder einfach mal in einer Wort-Explosion „Dampf abzulassen“ und sich danach wieder zu vertragen.

    • Lina sagt:

      das mit dem dampfablassen und danach wieder vertragen, fürche ich, ist gerade im internet unter den augen der vielen ein schwieriges unterfangen – falls einer z. b. persönlichen profit daraus schlagen will, jemanden per mobbing ausgebootet zu haben (was ja vorkommen soll).

      überhaupt ist der neueste kommerzielle ein_wuchs ins web 2.0 (um den es, sorry, zwar hier nicht geht) ein problem, wie (weil’s gar zu schön ist ;) in der ‚blogbar‘ nachgelesen werden kann:

      http://blogbar.de/archiv/2010/03/11/tretet-sie-zuruck-ins-virtuelle/

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