Bücher vom Zigarettenautomaten

Aus beruflichen Gründen lese ich gern mal Blogs über Typographie und Layout. Im Fontblog habe ich heute eine Geschichte über Bücher aus dem Automaten gelesen. Der Hamburger Automatenverlag bietet seine Bücher so an:

Alle Bücher haben gemäß der Automatengröße die Maße einer Zigarettenschachtel. Jedes Buch kommt einzeln in einer hübschen und nummerierten Schachtel aus dem Automaten. [Quelle]

Diese kleinen Buchformate kennt man ja: sie sind meist an der Kasse der Buchläden zu finden und man kann sie gut an Geschenken befestigen. Zum Durchblättern sind sie ja ganz gut. Aber ich bin etwas im Zweifel, ob man solche Bücher wirklich gern liest …


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10 Responses to Bücher vom Zigarettenautomaten

  1. foster sagt:

    Das kommt drauf an, wo man liest. Für den Wohnzimmersessel sind sie sicher eher unpassend. Aber vor Jahren hatte ich mal eine Phase, in der ich auch in der Straßenbahn nicht „ohne“ auskam, auch wenn ich nur einen Stehplatz hatte. Da fand ich solche Minis sehr praktisch. Zum einen wegen der Enge in der Bahn, zum anderen weil die kurzen Geschichten ideal waren für 15 Minuten Fahrt. Bei längeren Büchern (Fachliteratur oder einem Roman) bin ich nach der Zeit gerade erst warm geworden – das Buch dann wieder wegpacken zu müssen, fand ich immer extrem störend. Die Kleinen (Diogenes hatte davon mal eine Serie mit schön ausgewähltem „Stoff“) lösten dieses Problem für mich perfekt.

    • stefanolix sagt:

      Also ich komme in der Straßenbahn und im Bus wunderbar mit dem Taschenbuchformat klar. Ich finde auch die Kosten der kleinen Bücher im Vergleich zum Nutzen (gedruckter Inhalt) zu hoch. Und dann gibt es noch eine Geschmacksfrage: das Layout der Mini-Bücher ist selten wirklich gelungen. Aber vielleicht bin ich da zu sehr vorbelastet …

  2. tigger sagt:

    Erinnert mich an die kleinen gelben Reclam-Ausgaben, mit denen man uns in der Schule bereits plagte.

    • stefanolix sagt:

      Die sind ja viel größer! ;-)

      Reclam war nach meinen Quellen (siehe oben) ja auch der erste Verlag, der solche Automaten in D aufgestellt hat. Aber damals eben nicht in umgebauten Zigarettenautomaten.

  3. Alex sagt:

    Respekt, wer in einer Bahn „in Ruhe“ und konzentriert lesen kann. Ich wundere mich immer wieder, wie Leute in den „Öffentlichen“, an der Haltestelle oder sonst wo „lesen“ können, bei dem Krach, Gerüttel etc…Könnte mich da nicht konzentrieren bzw. hätte gar keinen Nerv dafür in so einer Umgebung. Naja, ein Comic würde vielleicht gehen..lach.

    • Claudia sagt:

      Den meisten Lärm kann ich beim Lesen ausblenden, das Rütteln etc. ganz problemlos. Nur die literarische Welt zählt für mich in dem Moment, wo ich lese!
      Was allerdings gar nicht geht: Kreischende Teenager. Da kann ich mich wirklich nicht konzentrieren. Oder sehr, sehr süße Babys neben mir. Die lenken im besten Sinne ab.

      • stefanolix sagt:

        Die Teenager kann ich ausblenden. Die brüllenden Säuglinge kann ich ausblenden. Aber wenn sich hinter mir zwei Leute intrigant unterhalten (so gegen jemanden anders hetzen oder über ihn herziehen), dann werde ich wahnsinnig.

    • stefanolix sagt:

      Ich muss Dir gestehen: ich bin so süchtig nach Informationen, dass es mir fast körperlich wehtut, wenn ich ohne Lesematerial im ÖPNV unterwegs bin.

  4. Claudia sagt:

    In Süßkramautomaten gibt es schon seit längerer Zeit Bücher; sie sehen aus wie Reklambändchen, sind es aber nicht. Habe mir einmal eines gezogen, und es war so belanglos, daß ich doch lieber schwerere Bücher mit mir herumtrage.

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