Ich bin wieder hier …

In den 14 Tagen nach meinem letzten Artikel war ich überhaupt nicht online und das war ganz gut so. Das Macbook hatte ich zwar im Gepäck, aber unsere Ferienwohnung hatte keinen Internetzugang. Ich wusste nicht, dass es so etwas noch gibt ;-)

Regelmäßigkeiten

Ich bin an jedem zweiten Tag intensiv gelaufen — und zwar immer vor dem Frühstück, also zwischen sechs und acht Uhr. Usedom hat schöne Laufstrecken, aber nach acht Uhr sind mir zu viele Leute unterwegs. Am Samstag hat sich das dann beim Müglitztallauf (Halbmarathon) ausgezahlt. Ich bin wieder insgesamt 13. geworden, aber über drei Minuten schneller gelaufen als 2009.

Ich habe fast an jedem Tag ein wenig über das Programmieren in einer anderen Sprache gelernt und an meinem aktuellen Manuskript gearbeitet — ganz ohne Druck kommt mehr heraus, als am heimischen Schreibtisch.

Ich wurde ja regelmäßig angelästert, ob ich nicht doch mal ins Netz schauen müsste. Aber ich hatte wirklich keine Lust, irgendwo in der Öffentlichkeit einen fremden Rechner zu nutzen oder mein Notebook ins Café zu tragen. Spannend wurde es nach der Ankunft, als der heimische Internetanschluss plötzlich nicht mehr mitspielen wollte. Aber ich war soooooo geduldig ;-)

Besonderheiten

Dresden verfolgt einen Dresdner wahrscheinlich überall hin. Am ersten Abend hörte ich bekannt-heimische Klänge: Thomas Stelzer spielte auf der Kurpromenade in Ahlbeck. Da hatten wir noch nicht mal die Kurtaxe bezahlt ;-)

Die Tonkrieger sind jetzt in Ückeritz auf Usedom. Sie sind dort wesentlich kostengünstiger zu sehen und ich bin froh, dass ich mir die Enttäuschung in Dresden erspart habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ückeritz war gerade noch akzeptabel …

Die Dresdner Lokalzeitungen gab es immer einen Tag später. Ich habe mir das einmal angetan und erkannt: ich warte lieber, bis ich zu Hause alle Lokalteile durchblättern kann. Das Jubiläum »Zwei Jahre Helma Orosz« musste ich mir im Urlaub nicht antun.

Stralsund ist eine sehr schöne Stadt geworden. Das Ozeaneum war zwar gut besucht, aber keineswegs überfüllt. Man konnte wirklich eine Menge sehen. Doch all die museumspädagogischen Tafeln zur Überfischung der Weltmeere haben nichts geholfen: rund um den futuristischen Bau gab es mindestens ein Dutzend gut besuchte Fisch-Buden ;-)

Ich verzichte ja schon nahezu völlig auf Fleisch, aber auf Usedom und in Stralsund kann man zum Fisch aus der Region einfach nicht Nein sagen. In Usedom gibt es ja gleichzeitig Ostseefisch und Süßwasserfisch. Der Fisch ist dort wirklich ganz frisch und sie gehen anscheinend sorgsam mit ihren Ressourcen um.

Zum Bloggen

Ich hatte das Bog sich selbst überlassen und bin froh, dass hier nichts Schlimmes passiert ist. Ich versuche, die Kommentare nacheinander zu beantworten. Fotos folgen später ;-)


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12 Responses to Ich bin wieder hier …

  1. Dresden? Da war doch was …

    … ah ja, jetzt fällt es mir wieder ein: ich starte mit zwei anderen Ultraläufern (Susanne Alexi aus Köln und Hauke König aus Hamburg) am FREITAG, um 6.00 Uhr ab dem Theaterplatz Dresden Richtung Hamburg und wir hoffen, am MONTAG ABEND dort oder weitgehend dort zu sein.

    Wenn Du Lust hast, dann komme einfach ein paar Kilometer mit – oder andere Dresdner Läufer?
    Gemeinsam laufen macht die Strecke zwar nicht kürzer, aber eben schöner und kurzweiliger.

    KEEP ON RUNNING

    TOM

    • stefanolix sagt:

      Ich kann’s noch nicht hundertprozentig versprechen, weil ich am Abend zuvor zu einer offiziellen Feier muss, aber es klingt gut. Für 15 bis 20 Kilometer müsste die Zeit reichen.

      Habt Ihr denn schon eine Route, auf der Ihr Euch vom Theaterplatz aus Richtung HH bewegen werdet? Schreib mir mal eine Mail (Kontakt: siehe oben).

    • stefanolix sagt:

      PS: Das sind (auf dem Elberadweg) doch mindestens 700 bis 720 Kilometer?

  2. dd-jazz sagt:

    Willkommen!
    Endlich lohnt sich der fragende Blog-Blick wieder
    und nicht nur der Bericht liest sich sehr entspannt. Mögen die „Kur-Wirkungen“ lange anhalten..;-)

  3. fkk-fan sagt:

    Im Herbst kann man auf Usedom abseits des Trubels in der Hochsaison noch besser zum Läufchen starten. Ich empfehle auch die Erkundung der Insel mit dem Rad. Die Bedingungen sind toll.

  4. Muyserin sagt:

    Ich hab Dein Geschreibsel schon vermisst.

  5. tonari sagt:

    Schön, dass Du wieder da bist. Der Feedreader hat Dich wieder angekündigt.
    Hat Dir das Ozeaneum gefallexn? Ich war entäuscht.

    • stefanolix sagt:

      Ich bin da mit gemischten Gefühlen rausgegangen. Wir hatten sehr viel Glück, dass am Vormittag und bei gutem Wetter nicht so sehr viel los war. Wir haben vielleicht fünf Minuten gewartet. Erst gegen Mittag wurde es dann voller. So konnten wir wirklich alles sehen. Gegen Mittag merkte man dann, wie voll das Haus werden kann. Unter voller Last macht es keinen Spaß.

      Dann ist das Ozeaneum ja in den letzten Jahren noch erweitert worden, jetzt haben sie sogar eine Anlage mit Pinguinen auf dem Dach. Für Kinder fast aller Altersgruppen kann es schon ein schönes Erlebnis sein.

      Gemischte Gefühle habe, weil der wissenschaftliche Teil doch teilweise in den Hintergrund tritt. Einige Effekte hätte man sich sparen können. Insgesamt müssten es auch nicht so viele lebende Tiere sein. Den Buch- und Souvenirladen laden im Museum könnte man wesentlich anspruchsvoller gestalten.

      Das Hauptärgernis vieler Leute scheint wohl noch das teure Parken in Stralsund zu sein. Das kann ich nicht beurteilen, wir waren mit dem ÖPNV dort.

  6. Claudia sagt:

    Klingt nach einem sehr schönen Urlaub. Mögen die guten Wirkungen noch lange vorhalten! (Auf daß Du nicht so schnell wieder weg mußt. Ich lege nämlich Wert auf die Lektüre dieses Weblogs.)

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