Laufen in aller Frühe

Wenn alles nach Plan läuft, dann brechen morgen früh um sechs Uhr drei Ultraläufer von Dresdner Theaterplatz nach Hamburg auf: Susanne Alexi, Thomas Eller und Hauke König.

Ich werde sie auf den ersten Kilometern begleiten und dann darüber berichten. Heute habe ich schon mal ein paar Bilder vom Beginn der Strecke gemacht. Einige Kommentare (von oben nach unten):

Wir werden einen sehr ruhigen Platz vor der Semperoper erleben.

Wir werden kein Taxi nehmen, sondern laufen.

Wir werden keine Pferdekutsche nehmen, sondern laufen.

Das Japanische Palais werden wir rechts liegenlassen.

Wir werden auf ICE und Auto verzichten. Wir laufen!

Landtag und Kongresszentrum bleiben links liegen. Und wir laufen auch nicht ins Stadion ein, wie beim Oberelbe-Marathon.

Der Wegweiser zeigt uns die Richtung: 22 Kilometer bis Meißen.

Wir laufen auf einem ruhigen Weg etwas abseits der Elbe zum alten Dresdner Hafen und auf die Flügelwegbrücke zu.

Kurz davor müssen wir aufpassen und dürfen nicht erschrecken: eventuell bellen uns die Diensthunde der Polizeistaffel an.

Links blicken wir kurz auf die Weißeritz und geradeaus sehen wir in Richtung Briesnitz eine der ältesten Kirchen Sachsens.

Wenn alles nach Plan läuft ;-)

PS: Hier kann man mehr über diesen Lauf erfahren.

lauf-raus-aus-dresden

Laufen in Richtung Meißen: 06.08.2010 ab 06.00 Uhr.

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13 Responses to Laufen in aller Frühe

  1. gpway sagt:

    Hey Stefan, ich wünsch den Dreien einen tollen Lauf, möge ihre Kraft bis nach Hamburg reichen.
    Thomas hat mir in Davos von dieser Geschichte erzählt, der Junge ist schon ein Verrückter im positiven Sinne.
    Also Viel Erfolg, es ist 2 vor 6;-)

  2. stefanolix sagt:

    Da kamen wir gerade auf dem Theaterplatz an. Ein Pressefotograf hat dann vor dem Japanischen Palais noch Fotos von den drei Ultra-Läufern gemacht und eine reichliche halbe Stunde später ging es endlich los.

    Hauke und Frubiase haben vorher schon die Zeitungen informiert, in der SZ ist heute ein Artikel zu lesen.

    Ich bin die ersten 11 Kilometer (links der Elbe) bis Niederwartha mitgelaufen. Dort war der erste Treff mit dem Begleitfahrzeug. Der Fahrer hatte schon die Radler nach uns gefragt ;-)

    Die drei sind gut motiviert und in guter Stimmung. Es lief auch alles nach Plan. Jetzt müssten sie eigentlich schon Meißen passiert haben.

    Ich bin auf der (in Flussrichtung) rechten Elbseite zurückgelaufen (Kötzschenbroda, Kaditz, an der neuen Molenbrücke vorbei und zurück zum Theaterplatz). Da stand zum Glück mein Fahrrad noch ;-)

  3. Micha W. sagt:

    Schon mal versucht, rückwärts zu laufen, Stefan? :)

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,709920,00.html

  4. muixirt sagt:

    Um Himmels Willen, laufen um 6 Uhr früh, *schlafausdenaugenreib*
    720km würde ich in vier Tagen nicht mal mit dem Rad schaffen.

    • muixirt sagt:

      Ach, ich sehe gerade das es „nur“ 560km sind. Wäre für mich aber immer noch zu viel mit dem Rad :-)

      • stefanolix sagt:

        Diese Streckenangaben sind graue Theorie. Manchmal gibt es kleine Umwege, Umleitungen oder unwegsame Abschnitte.

        Auf meinem Rückweg (offiziell etwa 12 Kilometer) bin ich dadurch schon mal zwei Kilometer mehr gelaufen.

    • stefanolix sagt:

      Üben, üben, üben ;-)

      Im Juni, wenn die Tage richtig lang sind, könnte man in vier Tagen sicher ziemlich weit kommen.

      Wenn man berücksichtigt, dass ein Begleitwagen (auf der Straße) mitfährt und dass man sich in Abständen von ca. 30 bis 50 Kilometern trifft, dann kann das Rad ohne Gepäck sehr leicht sein. Ein Crossrad müsste mit Trinkflasche und Lenkertasche etwa 11 bis 12kg wiegen.

      Wenn mir jemand die laufenden Kosten für die Begleitung bezahlen würde, dann würde ich es versuchen ;-)

      Es hängt natürlich sehr stark vom Wetter ab. Bei 35° im Schatten kann man nicht zehn Stunden auf dem Rad sitzen, geschweige denn treten … Bei Gegenwind macht es auch keinen Spaß. Allzu voll sollte der Weg nicht sein. Aber es ist machbar.

  5. Hauke sagt:

    Hi Stefan,

    ich wollte nur informieren : Wir sind wohlbehalten in Hamburg angekommen. Vielen Dank für deine liebe Unterstützung und bis bald,
    Hauke

    • stefanolix sagt:

      Ich freue mich für Euch, ich habe Euch bei jeder Nachricht die Daumen gedrückt. Ich habe auf der kurzen Strecke und auf dem Rückweg sehr viel gelernt und werde bestimmt über die Auswirkungen auf mein Laufen berichten. Es gibt doch mehr Arten des Laufens, als ich dachte …

  6. […] immer waren wir am Anfang viel zu schnell. Stefan („Laufen in aller Frühe“) und ich liefen voraus, aber trotz regelmäßiger Tempodrosselung zogen Stefan oder ich immer wieder […]

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