Endlich mal Ruhe

3. August 2010

Kaum jemals kam mir eine Überschrift so blitzartig in den Sinn wie am letzten Tag des Urlaubs, als ich früh um sechs Uhr noch mal ein paar Fotos gemacht habe.

Früher sollen solche Kurpromenaden mal Wege zum mehr oder weniger ruhigen Promenieren gewesen sein. Man grüßte sich höflich und traf sich am Abend vor dem Pavillon, um einem Streichquartett zu lauschen. Das ist lange vorbei.

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Ruhe im Pavillon …

Thomas Stelzer spielte mit seiner Gruppe an jenem ersten Sonntagnachmittag wenigstens ohne Konkurrenz und auf einem sehr guten Niveau. Aber an den folgenden Abenden war auf der Promenade so ein Lärm, dass man es noch hunderte Meter weiter gehört hat. Eine Kurverwaltung müsste das etwas sensibler regeln.

Es soll ja meinetwegen jede Gruppe einmal auftreten. Wenn mir die Musik nicht gefällt, gehe ich weiter. Manchmal renne ich auch weiter ;-)

Aber wenn mehrere Verstärkeranlagen zur gleichen Zeit aufgedreht werden, macht es keinen Spaß mehr.



Ich bin wieder hier …

2. August 2010

In den 14 Tagen nach meinem letzten Artikel war ich überhaupt nicht online und das war ganz gut so. Das Macbook hatte ich zwar im Gepäck, aber unsere Ferienwohnung hatte keinen Internetzugang. Ich wusste nicht, dass es so etwas noch gibt ;-)

Regelmäßigkeiten

Ich bin an jedem zweiten Tag intensiv gelaufen — und zwar immer vor dem Frühstück, also zwischen sechs und acht Uhr. Usedom hat schöne Laufstrecken, aber nach acht Uhr sind mir zu viele Leute unterwegs. Am Samstag hat sich das dann beim Müglitztallauf (Halbmarathon) ausgezahlt. Ich bin wieder insgesamt 13. geworden, aber über drei Minuten schneller gelaufen als 2009.

Ich habe fast an jedem Tag ein wenig über das Programmieren in einer anderen Sprache gelernt und an meinem aktuellen Manuskript gearbeitet — ganz ohne Druck kommt mehr heraus, als am heimischen Schreibtisch.

Ich wurde ja regelmäßig angelästert, ob ich nicht doch mal ins Netz schauen müsste. Aber ich hatte wirklich keine Lust, irgendwo in der Öffentlichkeit einen fremden Rechner zu nutzen oder mein Notebook ins Café zu tragen. Spannend wurde es nach der Ankunft, als der heimische Internetanschluss plötzlich nicht mehr mitspielen wollte. Aber ich war soooooo geduldig ;-)

Besonderheiten

Dresden verfolgt einen Dresdner wahrscheinlich überall hin. Am ersten Abend hörte ich bekannt-heimische Klänge: Thomas Stelzer spielte auf der Kurpromenade in Ahlbeck. Da hatten wir noch nicht mal die Kurtaxe bezahlt ;-)

Die Tonkrieger sind jetzt in Ückeritz auf Usedom. Sie sind dort wesentlich kostengünstiger zu sehen und ich bin froh, dass ich mir die Enttäuschung in Dresden erspart habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ückeritz war gerade noch akzeptabel …

Die Dresdner Lokalzeitungen gab es immer einen Tag später. Ich habe mir das einmal angetan und erkannt: ich warte lieber, bis ich zu Hause alle Lokalteile durchblättern kann. Das Jubiläum »Zwei Jahre Helma Orosz« musste ich mir im Urlaub nicht antun.

Stralsund ist eine sehr schöne Stadt geworden. Das Ozeaneum war zwar gut besucht, aber keineswegs überfüllt. Man konnte wirklich eine Menge sehen. Doch all die museumspädagogischen Tafeln zur Überfischung der Weltmeere haben nichts geholfen: rund um den futuristischen Bau gab es mindestens ein Dutzend gut besuchte Fisch-Buden ;-)

Ich verzichte ja schon nahezu völlig auf Fleisch, aber auf Usedom und in Stralsund kann man zum Fisch aus der Region einfach nicht Nein sagen. In Usedom gibt es ja gleichzeitig Ostseefisch und Süßwasserfisch. Der Fisch ist dort wirklich ganz frisch und sie gehen anscheinend sorgsam mit ihren Ressourcen um.

Zum Bloggen

Ich hatte das Bog sich selbst überlassen und bin froh, dass hier nichts Schlimmes passiert ist. Ich versuche, die Kommentare nacheinander zu beantworten. Fotos folgen später ;-)