Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit

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Transparent am Großen Haus in Dresden (12.02.2011).

Diese Losung unterschreibe ich gern, weil ich voraussetze, dass jeder Mensch fast überall auf der Welt ein Fremder ist. — Die Anmerkung ist notwendig, weil Linksradikale und Linksextremisten ja an diesem Tag gern ihre Feindlichkeit gegen das eigene Land und gegen diese Stadt zelebrieren.


Ergänzung: Ich möchte darauf hinweisen, dass im Vorfeld des Gedenkens ein Gedenkstein auf dem Heidefriedhof geschändet wurde.


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8 Responses to Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit

  1. Antifa sagt:

    Bei dem Spruch fallen mir spontan auch zuerst die „Linken“ ein :) Was hat denn „Feindlichkeit gegen das eigene Land und gegen diese Stadt“ mit dem Spruch zu tun? Was auf dem Transparent von Gewalt geschrieben steht, bezieht sich nicht zuletzt auch auf den Extremismus der Mitte.

    • stefanolix sagt:

      Noch mal: »Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit« ist für mich unumstritten. Darin ist für mich aber die Ablehnung der Feindlichkeit gegenüber Deutschen inbegriffen.

      Zu dem verlinkten Artikel: Er ist nicht neutral gefasst und gibt umstrittene Thesen wieder. Aber ich recherchiere sowieso gerade zu diesem Thema.

      Die Versuche einer Umdeutung des Extremismus werden durch eine Minderheit von Wissenschaftlern mit einem ganz klaren Zweck unternommen: für den Linksextremismus soll es keinen fassbaren Begriff mehr geben. Man kann sich z.B. mal ansehen, wer solche Studien, Vorträge oder Seminare veranstaltet und finanziert …

      Diese vorwiegend linken Wissenschaftler haben natürlich jedes Recht, ihre Studien durchzuführen und zu veröffentlichen. Dafür haben wir ja die Freiheit der Wissenschaft.

      Der linke Extremismus bleibt trotzdem ein politisches Problem und sollte meiner Meinung nach auch weiterhin ganz klar so benannt werden. Die Einwände überzeugen mich nicht. Da werden viele Worte gemacht und viele unverständliche Sätze gedrechselt, nur um ganz bestimmte Arten des Extremismus zu verschleiern …

      • Antifa sagt:

        Die Kritik kommt nicht von irgendjemandem, sondern sogar von einem der Vertreter der Extremismus-„Theorie“, Uwe Backes. Siehe: Prof. Dr. Uwe Backes: Warum die Mitte selbst extrem werden kann – Begriffsgeschichtliche Einsichten zum Extremismuskonzept. Oder aber bei Wippermann: Extreme Radikale.

        Zur „Feindlichkeit gegenüber Deutschen“. Kritik an der Nation war und ist angesichts aktueller deutscher Gedenk- und Wirtschaftspolitik und einer damit begründeten Militarisierung nach Außen eine bittere Notwendigkeit.

        „für den Linksextremismus soll es keinen fassbaren Begriff mehr geben“ Sorry, das stimmt einfach nicht. Das, was unter der politischen Richtung „Links“ verstanden wird, entsteht aus einer politischen Machtposition heraus, der in Sachsen bzw. im Bund in der umstrittenen Extremismus-Klausel rechtlich umgesetzt wurde. Die Klausel ist kein Resultat einer allgemeinen politischen Stimmung (das sieht man schon an den Reaktionen), sondern einer schwarz/gelben Bundes- und Landespolitik. Nach der „Linksextremismus“-Definition gibt es in letzter Konsequenz keinen Unterschied mehr zwischen dem Terrorismus der RAF in den 70er und 80er Jahren und Vereinen, die sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen sozial und politisch engagieren. Da werden zwei völlig gegensätzliche politische Positionen (wenn man bei der RAF überhaupt davon sprechen kann) miteinander gleichgesetzt.

      • stefanolix sagt:

        Es geht um zwei unterschiedliche Dinge. Einige wollen den Begriff »Extremismus« ganz aus dem Sprachgebrauch streichen. Zu dieser Richtung gehört der verlinkte Artikel aus der linken Zeitung »jungle world«, ähnliches ist in Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu hören. Hinter solchen Beiträgen sehe ich das Ziel, den Linksextremismus »wegzudefinieren«.

        Die Frage, ob die Mitte selbst extremistisch werden kann, muss man davon getrennt behandeln. Da wäre zuerst die Frage nach der Definition der Mitte zu klären. Mit dem Artikel von Uwe Backes müsste ich mich also in Ruhe befassen, wenn Du einen funktionierenden Link hast, sehe ich ihn mir gern an. Nach meiner bisherigen Meinung kann »die Mitte« radikal werden, wird aber letztlich nicht zu extremen Mitteln greifen.

        PS: Ich muss die Diskussion jetzt leider vertagen, ich kann morgen erst wieder antworten oder Beiträge freischalten.

        Noch ein PS: Kritik am Staat Deutschland ist etwas völlig anderes als Hass gegen Deutsche. Natürlich ist konstruktive Kritik bitter nötig. Aber nicht die Hassparolen, die von Linken gegen Dresden oder gegen Deutschland gebrüllt werden.

      • stefanolix sagt:

        Und wie weit jemand im Hass gegen das eigene Land gehen kann, liest man im Polizeibericht vom 12.02.2011.

      • Antifa sagt:

        Den Text findest Du sofort wenn Du das bei Google eingibst. Es wäre außerdem glaube ich ganz gut, wenn du mal die Kritik an der Extremismus-Theorie nicht mit „vorwiegend linken Wissenschaftler“ abweisen würdest. Ich behaupte ja auch nicht, das Backes und Jesse „rechts“ wären. Siehe zum Beispiel Wippermann.

  2. Antifa sagt:

    Das hat ja nun mit dem Land nur bedingt etwas zu tun ;) Dresden ist nicht der Nabel der Welt. Was jetzt natürlich nicht die Aktion bewerten soll.

    • stefanolix sagt:

      Ich sehe Dresden nicht als Nabel der Welt an. Auf dem Heidefriedhof gab es einen Anlass und es gab ein Objekt, an dem sich der Hass entladen konnte.

      Ein Mahnmal schänden? Diese üble Methode kommt mir doch bekannt vor …

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