Brunnen im Mittelpunkt

Ein gern diskutiertes Sommerloch-Thema war in dieser Woche das Überschäumen eines Brunnens am Albertplatz. Das Neustadt-Geflüster
hatte ein Foto gezeigt, auf dem die »Stillen Wasser« voller Waschmittelschaum sind. Die »SZ« hat auch berichtet.

Der Brunnen war bis Mittwochmorgen außer Betrieb. Im Kontrast dazu: Ein Beitrag aus den FAZ-Blogs, der zeigt, wie man in der Großstadt die Brunnen an heißen Sommertagen nutzen kann. Die Brunnen gehören zum öffentlichen Raum, der uns etwas wert sein sollte.

Ich musste am Mittwoch am Albertplatz umsteigen, um nach Hellerau zu einem Auftraggeber zu fahren. Ich sah die beiden Mitarbeiter der Stadt bei der Reinigung des Brunnens.

Danach war ich doppelt sauer über die Kommentatoren, die im Neustadt-Geflüster Beifall für die Aktion geklatscht haben: Cool! Süß! Geil! Wie viel Spüli braucht man? Wie könnte man den Schaum noch einfärben? Wie könnte man viel mehr Schaum erzeugen? Wäre doch toll, wenn jemand die Gunst der Stunde noch für eine Aktion genutzt hätte!

Jetzt frage ich mich: müssen wir Beifall klatschen, wenn irgendwelche Dummköpfe den öffentlichen Brunnen beschmutzen und ein paar Tage lahmlegen? Oder sollten wir uns nicht darüber freuen, dass es solche Punkte in unserer Stadt gibt?


Hinweis und Ergänzung: Die beiden Brunnen am Albertplatz haben eine eigene Wikipedia-Seite (dort steht auch etwas über die wundersame Entwicklung der Baukosten anno dazumal).


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39 Responses to Brunnen im Mittelpunkt

  1. falschgold sagt:

    Mir fehlt hier eindeutig der Bezug zum Extremismus von rechts UND links.

    Es kann kein Zufall sein, daß sich das geschändete Bauwerk auf der Elbseite befindet, von der aus jedes Jahr zum 13. Februar gewaltbereite Extremisten, mit ihrem Hass auf die Demokratie und das Gewaltmonopol des Staates, den ruhigen Teil der sächsischen Metropole am Gedenken hindern.

    Ich frage mich: Müssen erst Polizisten nass werden?

    • stefanolix sagt:

      Was sagt der Standort des Brunnens über die Urheber aus?

    • >i>“Ich frage mich: Müssen erst Polizisten nass werden?
      Guter Punkt, falschgold. Das sind die Fragen, die eine Gesellschaft wirklich mal beschäftigen sollten.
      Brunnen als Pendant zum Wasserwerfer? Spüli statt Tränengas?
      Das ist „Demokratie vion unten“. Bürger wehrt euch und macht sauber bzw. andere nass.

      Falschgold, wieviel Wasser (Mineralbrunnen geht auch) und Spüli hast du noch zu Hause? Machen wir ne Revolution?
      Aus der von dir „unter vier Augen“ ausgerufenen „revolutionären Situation bei coloRadio“ hast du ja letztlich ne Konterrevolution mit halber Drehung gemacht, doch das wäre jetzt mal ne wirklich Aktion :)
      Brunnen-Flashmobs in Dresden und Live-Berichterstattung von coloRadio-falschgold; ideal fürs Sommerloch. Und deine Freundin kann das dann noch in gewohnter Sachlichkeit kommentieren und bewerten :)

      • stefanolix sagt:

        Michael, lass bitte die Personen aus dem Spiel – auf jeden Fall die Partnerinnen oder Partner der Leute, die hier kommentieren. Ich finde es nicht angemessen, dass man Leute aus der Umgebung von Kommentatoren mit in Diskussionen hineinzieht, an denen sie gar nicht teilnehmen.

  2. Antifa sagt:

    Deswegen steht der ja auch in der Neustadt und nicht in Loschwitz, keine Sorge, die „Dummheit“ kennt ihre Grenzen. Spaß beiseite, Provokation als Kunst im öffentlichen Raum, das ist doch nichts neues. Gemeckert haben sie heute, gelobt wurde es morgen, Kulturgut ist es übermorgen. Genauso schön dumm wie das hier: Art over Rosenthaler Platz oder Graffiti oder Streetart ala Banksy.

    • stefanolix sagt:

      Aber Antifa, in der Antwort könnte man doch sicher noch die Zivilcourage unterbringen ;-)

      Bedarf es nicht eines fast schon überragenden Mutes, rechtzeitig wegzurennen, bevor jemand auf die Idee kommt, dass auch ein künstlerischer Provokateur seinen Dreck nach der Performance selbst wegmachen kann?

  3. thg sagt:

    Sachbeschädigung ist Sachbeschädigung, egal in welchem Stadtteil. Und das Honorieren von Sachbeschädigung, sei es auch nur durch hohle Sprüche, ist keine Glanzleistung. Ich fände es sehr angebracht, wenn die, die sich beifallklatschend über so etwas äußern, sich auch dazu bereiterklären, den Brunnen dann auch zu reinigen. Schließlich finden sie ja gut, was dort gemacht wurde.

    • falschgold sagt:

      Stimmt! Aber wer hat denn eigentlich Schuld an dieser Sachbeschädigung? Hätten die Bürger der Kulturhauptstadt der Bewegung das Denkmal für die siegreiche Sowjetarmee nicht abgerissen, hätten diese Vandalen keine Chance gehabt, Fit in den Brunnen einzufüllen.

      Klare Sache, daß der Bürger da schäumt!

    • Antifa sagt:

      Ist es denn überhaupt eine? Was wurde denn Deiner Meinung nach beschädigt?

    • stefanolix sagt:

      Das ist der beste Vorschlag an der ganzen Diskussion: Wer die Aktion gut findet, beteiligt sich am Aufräumen.

      Vielleicht noch ein anderer Aspekt: Wenn auch der Brunnen nicht nachhaltig beschädigt wurde, hat die Aktion doch die Mitarbeiter der Stadt gebunden.

      Dann sagen die Beifallklatscher: Jammere doch nicht um das Steuergeld!

      Es ist nicht irgendwelches Steuergeld. Es ist das Geld aus dem Haushalt der Stadt, also das Geld der Bürger. Und wer sich als Bürger Dresdens fühlt, sollte auch über die Folgen blödsinniger Aktionen nachdenken, bevor er Beifall klatscht.

      • Ich benutze mal dieses Thema, Stefan, für eine Anfrage, die ernst gemeint ist. Hast du eine Idee, wie man den Alaunpark sauberer halten könnte?
        Die Brunnenaktion war vermutlich einmalig – und ja kann man so oder so sehen, im Endeffekt gilt „Wer Unordnung shcafft, sollte auch wieder aufräumen – doch der Alaunpark sieht jede Woche so aus die der Brunnen:… Es ist auch nicht jede Woche irgendein Wahlkampf, so dass sich diverse Lokalpolitker zu Saubermachaktionen hinreißen lassen ;)

      • stefanolix sagt:

        Nein, ehrlich gesagt habe ich dazu keinen Vorschlag. Ich selbst grille überhaupt nicht und ich esse allenfalls bei Verwandten im Garten einmal im Jahr ein gegrilltes Stück Fleisch.

        Ich finde es schon schlimm genug, wenn ich früh beim Lauftraining am Elberadweg (z.B. in der Nähe der Saloppe) noch die Grillreste der vergangenen Nacht mit ansehen und riechen muss.

        Manchmal fahre ich am Montagmorgen mit dem Fahrrad zu einem Kunden, da haben dann die Mitarbeiter der Stadtreinigung das zweifelhafte Vergnügen, Knochen und Grillkohle von Weg zu kratzen.

        Das ist eine ganz üble Mentalität. Es bricht sich doch wahrlich niemand einen ab, wenn er seinen Müll sauber entsorgt.

      • googlehupf sagt:

        Ich glaube da bist du ein wenig voreilig nur die Griller, die ihren Dreck liegenlassen, anzugreifen. Ich bin recht häufig im Park und ja dort wird auch tlw. gegrillt – aber nicht in Massen. Der Müll der typischerweise zurückbleibt sind meiner Meinung nach Verpackungen/Plastik/Papier etc. und (nicht so sichtbar) Kronkorken (die Flaschen kommen weg da so ziemlich jeder Flaschensammler der Neustadt hier seine Kreise zieht).

        Für mich ist das ein Problem das zum einem was mit Kultur (manchen Leuten ists traurigerweise einfach egal) aber auch mit der Verfügbarkeit von gut erreichbaren und geleerten Mülleimern zu tun hat (ständig überfüllt im Alaunpark). Statt irgendwelcher Sauberkeits-Imagekampagnen sollte man vielleicht einfach mal ein paar mehr Mülleimer aufstellen.

      • @googlehupf
        Ich habe auch an „mehr Mülleimer“ gedacht, doch daran glaube ich nicht. Vermutlich haben vor Jahren mal zwei Plastikinneneimer gebrannt und dann hat man – bevor man auf Metalleimer umgestellt hat – die Dinger einfach weggelassen. Wir komplexer gewesen sein, doch letztlich läuft’s ja häufig auf die Schiene „Neustadt – bissl assi usw. … bringt eh nichts.“ … wenn man könnte, würden einige Politiker sicher auch Video-Überwachuing im A-Park machen und Drecksünder abstrafen ;)
        Die Metalleimer sind zwar ganz nett, doch völlig unpraktisch, für Dinge mit mehr als 20 cm Durchmesser, z.B. Verpackung/Pizza usw.

        Ergo: von der Stadt wird nix mehr kommen – was will man auch machen. Bin ich wieder beim Bewusstseinswandel … denn selbst wenn der A-Park mit Mülleimern „vollgepflastert“ wäre, einige wäre selbst der Weg dahin zu lang – kannste drauf wetten :)
        „End-Ergo“: ich bin immer noch nicht weiter gekommen, beim Nachdenken ;)

      • stefanolix sagt:

        Zuerst mein Standardsatz in solchen Situationen: Man kann gesellschaftliche Probleme nicht auf technische Weise lösen.

        Trotzdem ein Vorschlag: Man könnte es mit einem zentralen unterirdischen Müllbehälter versuchen, der eine größere Öffnung zum Einwerfen des Mülls hat und jeweils nach dem Wochenende entleert wird. So wird ja in einigen Gegenden auch das Altpapier entsorgt. Sicher müsste man die technische Lösung anpassen.

        Aber das nutzt natürlich nichts, wenn den Grill-Benutzern auch der Weg bis zu diesem zentralen Punkt zu weit ist. Es ist doch merkwürdig, dass sie den Hinweg logistisch perfekt organisieren können, den Rückweg aber nicht …

        Der Zeitung konnte ich heute morgen entnehmen, dass in München inzwischen sogar auf Friedhöfen(!) gegrillt und durch die Trauergemeinschaften hindurch gejoggt wird. Wenn wir so weit sind, dass das gesellschaftlich akzeptiert ist, müssen wir uns nicht wundern, wenn im Alaunpark der Müll liegen bleibt.

  4. Witzig sieht’s in der Tat aus, obwohl’s am Nymphenbad inhaltlich wohl etwas besser gepasst hätte.
    So ist’s eher eine Art „Dummer-Jungen-Streich“ (ja, können auch „Mädchen“ dabei gewesen sein :) ), der gut in eine Stadt-&-Freiraum-Version der „Feuerzangbowle“ gepasst hätte.

    In einer niederländischen Kleinstadt habe ich zur Fußball-WM 2006 mal einen Brunnen mit orangefarbenem Wasser gesehen. Das war städtisch offenbar so gewollt und „abgesegnet“. Doch das wird es in Dresden vermutlich kaum geben. Insofern bleibt’s bei einem Schabernack ohne „identifizierbare Täter“, einigen Meckerern und Applaudierenden sowie Kritikern. Die Polizei hat wieder nen Einsatz der „etwas anderen Art“ und die Stadtreinigung macht den Brunnen mal wieder sauber, war vielleicht sowieso gerade dran :)
    Ende gut, alles gut und jeder Steuerzahler hatte für gefühlte 5 Cent Einsatz ein bisschen was zum Anschauen, Reden und/oder Nachdenken.

    • stefanolix sagt:

      Es war nicht die Stadtreinigung, es waren Mitarbeiter der „Technischen Dienste“ der Stadt Dresden. Ich vermute, dass sie wichtigere und sinnvollere Dinge zu tun haben.

    • stefanolix sagt:

      Der Bürger hat auch Stoff zum Nachdenken, wenn jeder Hundebesitzer seinen Hasso einen Haufen auf den Bürgersteig setzen lässt. Ist auch künstlerisch wertvoll, wird auch irgendwann bereinigt, ist aber trotzdem nicht richtig.

      • henteaser sagt:

        Wer über eine solche Aktion schmunzeln kann, hatte noch nie Seifenschaum im Auge.

      • Wer den „Müll“ nun wegmacht, ist m.E. sekundär. Fakt ist das Müll entstanden ist. Wenn wir jetzt über die Sinnhaftigkeit diverser Müllentsorgungen nachdenken wollen, dann wird das ein ziemlich großes Fass, Stefan :)
        So lange wir nicht wissen, was am Brunnen wirklich beschädigt worden ist, ist es sowieso sehr spekulativ.

        Der Hauptpunkt, auf den du hinaus wolltest, ist ja schon eine Art Imageschaden, primär à la „So etwas macht man nicht … und wenn schon dann selbst sauber machen.“ Beim Nachsatz gehe ich mit, machen kann man so etwas durchaus, wenn man die Konsequenzen trägt.
        Wie gesagt, es gibt Städte, die so etwas von sich aus als Kunstprojekt machen würden – wenn auch vielleicht nicht als Schaumbad.
        Stellt sich mir die Frage, ob du diese Art von Event an sich kritisierst oder wie es gemacht wurde und durch wen?

        @ henteaser
        Ich hatte schon mal Seifenschaum im Auge … und gerade deshalb kann ich auch schmunzeln ;) … ohne dass ich mein Gehirn nicht auch wieder einschalten könnte :)

      • henteaser sagt:

        Wie geahnt: der Humorversuch meinerseits ist fehlgeschlagen.
        (related: http://www.donvanone.de/ironiedetektor-als-firefox-extension/)

      • Danke für die Aufklärung, henteaser ;) …
        Versuchsweise funktioniert Ironie mit einem Smiley dieser Art ;) … ich verstehe den meistens, andere vielleicht nicht.

        Naja, sei#s wie’s sei … übrigens, bist du eigentlich ein Hennen-Necker ;) … okay, „teaser“ hat diverse Bedeutungen … ich „fordere“ Aufklärung ;).

      • henteaser sagt:

        Aufklärung: ‚henteaser‘ ist ein Detail des Monty-Python-Sketches „R.A.F. banter“ (http://www.youtube.com/watch?v=QWWPk9jrvqk bei 2:00min) und ein seit Jahrzehnten weitergereichter Foren-nickname.

      • stefanolix sagt:

        Danke für die Aufklärung, der Name war mir in diesem Zusammenhang nicht bewusst, obwohl ich früher mal ein großer Fan von Monty-Python-Filmen und -Serien war.

  5. henteaser sagt:

    „Im Kontrast dazu: Ein Beitrag aus den FAZ-Blogs, der zeigt, wie man in der Großstadt die [Spring-]Brunnen an heißen Sommertagen nutzen kann.“ – Währenddessen warnte man die Dresdner ÖPNV-Nutzerinnen zu Saisonbeginn per Bordfernsehen davor, diese Wasserbecken zu betreten – wegen der Glasscherben, Düsen und Metallkonstruktionen. Was schade ist, denn so ein Springbrunnen ist (genau wie Stadtbegrünung mit einjährigen Plflanzen) rein objektiv betrachtet ebenfalls Steuergeldverschwendung.

    • stefanolix sagt:

      Die nicht nachhaltige Art der Stadtbegrünung ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Ich habe mich 2009 über die „Hochbeete“ auf dem Postplatz sehr geärgert und es damals auch geschrieben. Auch hier würde ich von Bürgergeldverschwendung sprechen. Steuergeld ist einfach zu abstrakt.

      Die Brunnen würde ich nicht im selben Atemzug nennen. Ein Brunnen ist gut für das Stadtklima in der unmittelbaren Umgebung und es ist ein Ruhepunkt in der Stadt. Setz Dich mal in die Nähe der „Stillen Wasser“. Da sieht man alle Arten von Bürgern:

      Die Oma und ihren Enkel, eine schwangere Frau und ihren Partner, biertrinkende Punks und schlafende Obdachlose, Schlipsträger mit iPad und Arbeiter mit der BILD.

      • henteaser sagt:

        Stimmt alles. Dennoch laden z.B. die ‚Brunnen‘ auf der Prager Straße oder vor’m Hauptbahnhof nicht zum Füßeabkühlen ein, weil sie so schlecht designed sind. Und selbst das Drumherumsitzen würde mir mehr Freude bereiten, wenn es mehr schattenspendendes Stadtgrün gäbe, das solche Anlagen umrahmt.

      • stefanolix sagt:

        Stimmt, auf der Prager Straße sitzt man bei Sonnenschein im Sommer allenfalls 10 Minuten am Brunnen, dann will man weitergehen.

        Ist das eine verkaufsfördernde Maßnahme für die Centrum-Galerie? Aus der Zeitung konnten wir ja heute erfahren, dass es dort bauklimatisch sehr interessante Bedingungen gibt.

        PS: Im Frühjahr und Herbst ist es aber auf der Prager Straße nicht schlecht. Am Postplatz dagegen hilft nur noch ein Totalumbau, der mit sehr schwerem Gerät beginnen müsste.

      • henteaser sagt:

        Aber dafür gibt es die schattige Altmarktgalerie mit ihren Franchise-Schnellrestaurants. Und demnächst entsteht neben dem Theater noch ein Bürokaufkomplex, der ebenfalls recht wenig Sonnenlicht durchlässt, insofern…

  6. Frank sagt:

    Also, ich ich will ja nicht gleich sagen: Toll gemacht, ihr jungen Scherzkekse! Ja – die Aktion war reichlich bekloppt und ich finde das nicht in Ordnung. Aber ich gebe gern zu, dass wir als Jugendliche auch oft genug solche Ideen hatten, wenn wir die Springbrunnen auf der Prager Straße ansahen: Da mal ’ne Flasche Fit reinschütten … mal sehen, was passiert!

    Wir haben das nie durchgeführt – leider!, möchte ich sagen. Denn so hätten wir heute auf Klassentreffen noch ein Thema mehr zum darüber Kichern. Dafür haben wir andere lustige Sachen gemacht, die die damaligen Erwachsenen sehr aufgeregt haben. Inzwischen bin ich selbst einer von diesen Erwachsenen, die sich nun aufregen. Das ist mir aber zu simpel, denn die Aktion fällt für mich in die Kategorie der Dinge, die ich meinem Sohn heute mit ernstem Gesicht verbiete, obwohl ich sie früher selbst gemacht habe. Ja, das muss man als Erwachsener auch so machen. Ich gucke dann immer sehr ernst und verbiete, denke aber gleichzeitig: Kenn ich irgendwoher! Insofern kann ich mich nicht wirklich über den Schaum im Brunnen aufregen. Es ist angeblich ein Schaden von 500 Euro entstanden – meine Güte, was für ein Schnäppchen! Da hatten wir wohl gerade Sachbeschädigungs-happy-hour?

    • stefanolix sagt:

      Wir haben in der Schulzeit wirklich manchmal »höheren Blödsinn« gemacht. Sowohl nach den zehnten Klasse als auch nach der Berufsausbildung mit Abi hatten wir Aktionen und Feiern mit viel Müll. Aber dann haben wir am nächsten Morgen alles getan, um diesen Müll wieder zu beseitigen.

      • falschgold sagt:

        Früher war eben alles besser und in Striesen sowieso. Neustadtchaoten von heute haben halt keinen Sinn für Sekundärtugenden. Das ärgert mich täglich auf’s neue. Wenn es doch mehr solche Aktionen gäbe: http://goo.gl/ncYu6

      • Falschgold, das von dir verlinkte Foto gefällt mir wirklich … war mein Ernst. Ach, so schön, schön war die Zeit.
        Genauso gut fand ich Patrick Schreibers Worte (irgendwo hatte er das mal so ähnlich gesagt), dass das Problem des Hundekots in der Neustadt erst durch ihn zum Thema wurde.
        Okay, ich gebe zu, dass ich seine Worte häufig gerne so oder so verstehen möchte ;) …

        Doch mal etwas ernster, was wäre denn deine Lösung für die gelegentlichen Müllprobleme im A-Park? Ne Idee parat?

      • stefanolix sagt:

        In der Presse war 2009(?) mal von einer Aktion zu lesen: Freiwillige haben einen Teil der Fläche bereinigt und den Rest als Kontrast so belassen, wie er verlassen wurde. Das ist natürlich auch wieder eine Lösung, die an das Bewusstsein der Leute appelliert.

        Ich verstehe aber wirklich nicht, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

        Neustadtbürger verstehen sich doch mehrheitlich als: umweltbewusst, solidarisch und sozial engagiert. Alles Eigenschaften, die eigentlich nahelegen sollten, den Abfall nach dem Grillen wegzuräumen. Sind es wirklich nur Außenstehende, die dort Müll produzieren? Oder stimmt das Bild vom Neustadtbürger nicht mehr?

      • falschgold sagt:

        Neustädter sind vielseitig, sie eint aber eines: sie brauchen Anleitung. Deshalb sind sie dankbar, wenn ihnen die Leute von der sauberen Elbseite aus erklären, wie auch sie es schaffen können, so scheintot zu leben wie diese. Der eine baut den Neustädtern sogar eine Autobahn. Finden die super.

      • Ich glaube, falschgold, es bringt wenig sich an Menschen „hochzuziehen“, die besser vor der eigenen Haustüre kehren sollten.
        Das Flair in der Neustadt ist sicherlich einzigartig, sonst würde ich nicht hier leben wollen, doch etwas weniger Müll – z.B. im Alaunpark – kann sicherlich nicht schlecht sein. Für alle.
        Meinetwegen kann’s auch jeden Tag „wie Sau“ aussehen, wenn’s hinterher wieder weggemacht wird; habe ich kein Problem mit.
        Ich spreche da auch nicht vom Neustädter an sich, sondern allgemein von Menschen, die sich im Alaunpark tummeln – die können „sonstwoher“ kommen.

        Und was mögliche Ideen anbetrifft, kommt von Stefanolix definitv mehr als von dir … nimm’s einfach etwas weniger persönlich – du bist nicht die Neustadt, sondern nur Teil davon Okay?

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