Bespitzelung oder Datenerhebung?

Was ist geschehen? Nach Berichten des Pirnaer Bloggers Rappelsnut und der Sächsischen Zeitung haben sich Pirnaer Lehrer unter Pseudonym in sozialen Netzwerken angemeldet und dort nach öffentlich zugänglichen Äußerungen ihrer Schüler gesucht. Sie wollten damit Mobbing verhindern oder aufklären. [Bitte beachten Sie zum ersten Absatz diese Ergänzung am Ende des Artikels.]

Es geht hier um grundsätzliche Fragen des Umgangs der Lehrer mit den Schülern. Deshalb sollte das Problem weder bagatellisiert noch dramatisiert werden. In meinen Augen ist es eindeutig eine Frage der Pädagogik und keine Frage des Datenschutzes. Man kann soziale Probleme nicht mit technischen oder juristischen Mitteln lösen.


Staatliche Datenschutzbeauftragte erklären in solchen Fragen gern ihre Zuständigkeit. In der Aussage des Pressesprechers des Sächsischen Datenschutzbeauftragten ist sogar die Wendung »das grenzt an Bespitzelung« zu lesen. Damit wird aber die — eigentlich sehr wichtige — Aufgabe des Datenschutzes ins Unsachliche gezogen.

Es geht hier um öffentliche Äußerungen, die sich im Grunde nicht von öffentlichen Äußerungen auf dem Pirnaer Marktplatz unterscheiden. Deshalb ist es in keiner Weise angemessen, von Bespitzelung zu sprechen. Bespitzeln bedeutet z.B.:

  • jemand hört illegal vertrauliche Äußerungen ab
  • jemand öffnet heimlich Briefe, die nicht für ihn bestimmt sind
  • jemand verschafft sich rechtswidrig Zugang zu vertraulichen Daten

Bespitzeln bedeutet nicht: Jemand liest frei zugängliche Äußerungen oder nimmt öffentlich gesprochene Worte zur Kenntnis.


Die Zuständigkeit eines Datenschutzbeauftragten beginnt erst dann, wenn eine Erhebung von Daten geplant wird oder bereits erfolgt. Der Begriff Datenerhebung bedeutet, dass Daten mit dem Rechner erfasst und gespeichert werden. Für pädagogische und moralische Fragen ist ein Datenschutzbeauftragter nicht zuständig.


Die Pädagogik ist Sache der Schulleiter, Lehrer und der Beamten in den Schulbehörden. Mit ihnen muss über die Methoden diskutiert werden. Es ist nicht illegal, die öffentlichen Äußerungen der Schüler zu lesen. Es kann aber unangemessen sein.

Die Pressesprecherin der zuständigen Schulbehörde rechtfertigt das Vorgehen der Lehrer mit den Worten:

Jedem Nutzer dieser sozialen Netzwerke muss bekannt sein, dass seine veröffentlichten Angaben und Bemerkungen in der Regel weltweit für alle anderen Nutzer sichtbar sind.

Die Schüler bekommen hier in der Praxis vorgeführt, welche Folgen öffentliche Äußerungen im Internet haben können. Eine wirksamere Argumentation gegen die unbedachte Nutzung dieser sozialen Netzwerke kann es eigentlich nicht geben. Ich würde meinem Sohn im Zweifel immer raten: Finger weg von Facebook! Oder zumindest: Überlege Dir genau, was Du dort schreibst.

Aber auch die Lehrer müssen wissen: Irgendwo in den Tiefen der Datenbanken ist jeder einzelne Aufruf eines Profils gespeichert. Insider oder Hacker können unter Umständen sehr viele Schritte zurückverfolgen. Die Anonymität der Lehrer ist nicht wirklich gesichert.


Es muss grundsätzlich geregelt werden, ob sich Lehrer die öffentlichen Äußerungen ihrer Schüler ansehen dürfen. Wenn es dazu bisher keine Regelungen gibt, muss der Freistaat gut durchdachte Regelungen schaffen.

Eine pauschale öffentliche Vorverurteilung der Pirnaer Lehrer halte ich nicht für angemessen. Bisher weiß man überhaupt noch nicht, was sie konkret getan haben. Eine Datensammlung wäre nach Lage der Dinge illegal. Aber diese Datensammlung müsste nachgewiesen werden. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.

Mit den sächsischen Lehrern muss diskutiert werden, ob ein solches Vorgehen pädagogisch angemessen ist. In den Kreis der Diskussion gehören auf jeden Fall Schulleiter, Vertreter der Schulbehörde, Elternvertreter und Schülervertreter. Aber die Diskussion sollte nicht durch Schnellschüsse übertönt werden …


  

Hinweis (09.09.2011): Der Pirnaer Blogger Rappelsnut legte in einem Kommentar Wert auf die Feststellung, dass er sich mit seinem mittlerweile geänderten Artikel auf den zwei Tage zuvor erschienenen Bericht der Sächsischen Zeitung bezog.


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29 Responses to Bespitzelung oder Datenerhebung?

  1. rappel sagt:

    Wie ich schon sagte, ich halte dieses Vorgehen für zutiefst verwerflich.

    Angemessen erscheint mir, innerhalb des Unterrichts über den Umgang mit Sozialen Netzwerken umfassend zu informieren und natürlich auch auf die möglichen Konsequenzen hinzuweisen.

    Die hier dargestellte Vorgehensweise der Lehrer stellt meines Erachtens jedoch einen eklatanten Vertrauensbruch im Lehrer/Schülerverhältniss dar, die Damen und Herren sind damit weit über das eigentliche Ziel hinausgeschossen …

    • stefanolix sagt:

      Worin besteht der Vertrauensbruch? Worauf haben die Schüler denn vertraut? Dass sie in einem öffentlichen »sozialen Netzwerk« unter sich bleiben würden?

      Die Privatsphäre der Schüler wurde doch in keiner Weise verletzt. Oder übersehe ich da etwas?

  2. Torsten sagt:

    Ich finde das Verhalten nicht verwerflich (die Informationen waren nunmal öffentlich zugänglich) – sondern von Seiten der Lehrer etwas dumm und „zu kurz gedacht“. Selbst wenn sie durch diese Aktion einen Schuldigen für Mobbing oder sonstige Delikte ausmachen können – dann können sie mit den gewonnenen Informationen gar nichts anfangen – weil ja bekanntlich jeder derartige „digitale Personen“ erschaffen kann. Nur weil da in einem Profil ein Name steht, muss sich noch lange nicht die vermutete Person dahinter verbergen.

    Der richtige Ansatz funktioniert nur über Aufklärung (sowohl der Schüler, als auch der Lehrer). Dabei geht es in erster Linie darum, wie man sich in diesem Medium verhält und was man tun kann oder lieber lassen sollte. Leider reagieren die Lehrpläne auf solche „neumodischen Dinge“ vermutlich etwas zu träge, als dass sich jetzt schon jemand damit beschäftigen würde…

    • stefanolix sagt:

      Das ist der nächste ganz wichtige Hinweis, der auch nicht in der Zeitung steht: Digitale Identität kann zwar geprüft werden, aber das ist offiziell nur beim begründeten Verdacht auf eine Straftat möglich. Ein Außenstehender kann allenfalls Indizien sammeln.

      Die Aufklärung der Schüler sollte meiner Meinung nach außerschulisch stattfinden. Da sehe ich mich als Elternteil privat in die Pflicht genommen und eigentlich müsste man auch ehrenamtlich etwas beitragen.

  3. Frank sagt:

    IIch sehe es ähnlich wie Torsten. Und so sehr falsch finde ich es gar nicht von den Lehrern. Was ist daran so schlimm, unter Pseudonym ins Internet zu gehen? Machen einige von uns doch auch! Gerade als Lehrer sollte man sich im Gegenteil sehr überlegen, mit realem Namen Facebook-Mitglied zu werden. Wenn es in dieser Schule konkrete Verdachtsmomente wegen Mobbing gibt – warum sollen die Lehrer diese naheliegende Methode nicht nutzen? Wenn ein Vater von einem mobbing-gefährdeten Kind ebenfalls unter falschem Namen die Aktivitäten der (potentiellen) Mobber beobachten würde, hätten wir sicher ebenfalls Verständnis und würden sagen: Ja, der hat die Typen mit ihren eigenen Waffen geschlagen! Warum nehmen die auch jede Freundschaftsanfrage von Unbekannten an oder schreiben gar alles für die Öffentlichkeit? Selbst schuld! Gerade Lehrer und Eltern sagen ja oft resignierend, sie wüssten gar nicht, was die Kinder bei Facebook §& Co so alles trieben! Nun haben wir mal einige Lehrer, die zumindest etwas mehr wissen.

    Um den Fall aber wirklich sachlich beurteilen zu können, müsste man schon wissen, was im Vorfeld konkret passiert ist. Aus reiner Langerweile werden die Lehrer das sicher nicht getan haben.

    • stefanolix sagt:

      Richtig: Es muss Gründe gegeben haben. Diese Gründe werden bei aller Skandalisierung aber überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Was mich wirklich aufregt, ist folgendes: Die führende Lokalzeitung sieht sich nicht in der Lage, das Thema aus allen relevanten Perspektiven zu behandeln.

      Statt der Lehrer kommt die Verwaltung zu Wort, die mit dürren Worten auf die Rechtslage hinweist. Der Datenschutzbeauftragte geht weit über seinen eigentlichen Tätigkeitsbereich hinaus, er ist nämlich keine moralische Instanz und auch kein Pädagoge. Er sollte bitte objektiv und fachlich korrekt untersuchen, was an der Datenerfassung wirklich dran ist.

      Ergänzung @Frank: Vielen Dank für das Veröffentlichen der Meinungen aus der Diskussion bei Facebook. Fand ich sehr aufschlussreich. Sie sind hier im ersten Kommentar zu lesen.

      • Antifa sagt:

        Die führende Lokalzeitung sieht sich nicht in der Lage, das Thema aus allen relevanten Perspektiven zu behandeln.

        Statt der Lehrer kommt die Verwaltung zu Wort, die mit dürren Worten auf die Rechtslage hinweist. Der Datenschutzbeauftragte geht weit über seinen eigentlichen Tätigkeitsbereich hinaus, er ist nämlich keine moralische Instanz und auch kein Pädagoge.

        Komisch, an wen erinnert mich das bloß? :D

      • Antifa sagt:

        Der Datenschutzbeauftragte geht weit über seinen eigentlichen Tätigkeitsbereich hinaus, er ist nämlich keine moralische Instanz und auch kein Pädagoge.

        Es war nicht der Datenschutzbeauftragte wie Du im Eingangstext auch festgestellt hast.

      • stefanolix sagt:

        Wie man dem Organigramm entnehmen kann, ist er nicht nur Sprecher des Landesdatenschutzbeauftragten, sondern auch zuständiger Referatsleiter u.a. für Schulen:
        http://www.saechsdsb.de/die-behoerde/organigramm

      • Frank sagt:

        Ich mache mir nun aber Sorgen, ob ich mit dem Kopieren dieser Gesamt-Diskussion irgendwie gegen den Datenschutz verstoßen habe ;-)

      • stefanolix sagt:

        Das wäre nur kritisch zu betrachten, wenn Du ein Lehrer wärst ;-)

  4. stefanolix sagt:

    Noch eine fiktive Meldung:

    Zwei Klassenlehrer in der Kreisstadt X sind besorgt über rechte Tendenzen unter Fünfzehnjährigen. Sie melden sich unter einem Decknamen in allen sozialen Netzwerken an, die in den beiden neunten Klassen genutzt werden.

    Würde das etwas an der Bewertung ändern?

    Mobbing kann Menschen in die Verzweiflung treiben, in Extremfällen sogar in den Tod. Das Mobbing einer dumpf-dummen Menschengruppe hat vor etwa 20 Jahren in Dresden einen jungen Mann aus einer Straßenbahn gestürzt. Er ist dabei ums Leben gekommen. Er hieß Jorge Gomondai (es geschah am 6. April 1991).

    [Berichtigung: Hier stand ursprünglich »Er hieß Amadeu Antonio«. Auch Amadeu Antonio ist durch einen Mob ums Leben gekommen (im Jahr 1990 in Eberswalde)].

    Mobbing hat psychologisch viel mit Pogromen und anderen Verbrechen gegen Minderheiten, Andersdenkende oder Andersartige zu tun.

    Ich finde es jedenfalls tausendmal besser, wenn die Lehrer überhaupt etwas unternehmen, als wenn es ihnen völlig gleichgültig ist. Über die Methoden kann man sicher diskutieren. Aber man sollte dabei die Perspektive der Opfer und die Perspektive der Lehrer nicht vergessen. Die kommen nämlich in der Pressemeldung zu diesem Fall etwas zu kurz.

  5. Antifa sagt:

    Jedem Nutzer dieser sozialen Netzwerke muss bekannt sein, dass seine veröffentlichten Angaben und Bemerkungen in der Regel weltweit für alle anderen Nutzer sichtbar sind…

    Das ist aus dem SZ-Artikel. Genau das ist auch der Knackpunkt an der Geschichte. Ich kenne Facebook nicht, aber wenn ich mir vorstelle, dass eine Lehrkraft sich mit einer Person bei Facebook unter falschem Namen anfreundet, um damit an Informationen zu kommen, dann wäre das in meinen Augen Bespitzelung und hat nichts mit den Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern zu tun. Ihr Aufgabe ist in aller erster Linie Wissensvermittlung und sei es die über die Gefahren und Funktionsweisen von sozialen Netzwerken. Dazu finde ich den Schlusssatz in dem Artikel eigentlich vollkommen in Ordnung. Es ist schlimm, wenn schon Kinder das Gefühl bekommen, bespitzelt zu werden (unabhängig davon ob das rechtlich im Rahmen ist oder nicht). Eine vertrauensbildende Maßnahme wäre genau das, was der Junge vom Kreisschülerrat vorgeschlagen hat.

    • stefanolix sagt:

      Die Aufgabe des Lehrers geht schon lange über die reine Wissensvermittlung hinaus. Es bleibt auch nicht viel Raum für Wissensvermittlung, wenn sich Schüler vor Mobbing fürchten müssen. Es kann also durchaus berechtigt sein, sich ein Bild davon machen zu wollen.

      Mit vertrauensbildenden Maßnahmen wie Gesprächen oder Workshops wird man in der Regel vor allem die Schüler erreichen, die sowieso nicht mobben würden oder die es nur in geringem Umfang tun.

  6. rappel sagt:

    Mir scheint, die Diskussion läuft hier etwas aus dem Ruder.

    Das Verwerfliche am Mobbing steht doch außer Frage, ebenso die möglichen Folgen unbedachter Äußerungen der Schüler in irgendwelchen Netzwerken. Es geht mir einzig darum, das (zugegebenermaßen im Artikel leider nicht explizit beschriebene) Verhalten der Lehrer zu hinterfragen. Und ich wiederhole es gerne: das nachweisliche „verdeckte Ermitteln“ von Lehrern auf den Spuren ihrer Schüler ohne deren Wissen ist moralisch nicht haltbar.

    Um all diese Dinge anzusprechen und konstruktiv zu behandeln würde etwa ein von mir schon lange gewünschtes Unterrichtsfach „neue Medien“ (oder wie auch immer) den Schülern deutlich mehr Kompetenz verleihen und den Lehrern ein (hoffentlich) schlechtes Gewissen ersparen.

    • Peter Macheli sagt:

      „[…]Unterrichtsfach „neue Medien“ […]“

      Na ja, ein ganzes Fach ist vielleicht übertrieben, aber es sollte ausreichend großer Bestandteil des Lehrplanes sein, inklusive Lehrerfortbildung und allem drum und dran.

      • stefanolix sagt:

        Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich darin eher eine Aufgabe für freie Träger sehen würde, selbstverständlich mit einem Rahmenlehrplan und einer obligatorischen Fortbildung der Lehrkräfte.

      • Peter Macheli sagt:

        Für mich gehört es in den Ethik- oder besser noch in den Informatikunterricht. Hätte die Lehrinhalte, die ich bei meinen Kindern im Gymnasium gesehen habe, wunderbar ergänzt.

    • stefanolix sagt:

      Eben weil das Verhalten der Lehrer nicht explizit bekannt ist, scheint es mir etwas voreilig, von Tätern zu sprechen, wie in:

      Im aktuellen Fall seien einige Lehrer der Pirnaer Pestalozzi-Mittelschule als Täter benannt.

      Allenfalls sind es mutmaßliche Täter. Auch für Lehrer sollte so etwas wie eine Unschuldsvermutung gelten …

      • Peter Macheli sagt:

        Der SZ-Artikel klingt so, als ob auch die Schüler keine Täter gewesen, also einfach prophylaktisch überwacht worden wären.

  7. Peter Macheli sagt:

    Fritz postet seine FB-Kommentare rechtemäßig an seine (vermeintlichen) „Freunde“. Lehrern würde er die niemals zugänglich machen. Klaus, sein Mathelehrer, hat sich unter dem Pseudonym Bushido4Ever im Wissen um die musikalischen Vorlieben Fritzens und mit Hilfe von, Lehrern zugänglichen, Kenntnissen privater Natur in dessen Freundesliste „geschmuggelt“ und stellt nun erbost fest, dass es bei Fritzens Äußerungen einerseits um die Bitches aus der Parallelklasse, andererseits aber um bestimmte Lehrer geht.

    Ich finde das moralisch höchst eigenartig. Wie will er denn das auswerten? „Hör mal, ich bin der Bushido4Ever aus deiner Freundeliste auf Facebook, hab mich da mal reingeschmuggelt. Was du da über die Schaggeline und die Schantall erzählst, Schwamm drüber. Aber ich bin kein hinterhältiges Arschloch, hast du das verstanden?“

    Mich erinnert das daran:
    Herr Müller ist zwar kein Mitglied der Partei, im Freundeskreis vertritt er aber Ansichten, die eine gefestigte Haltung bezeugen und der Umsetzung der vom 8. Parteitag der SED getroffenen Beschlüsse dienen. Ins NSW empfehle ich ihn allerdings nicht zu schicken, er hat eine Westoma.

    Am Ende ist Fritz allerdings linksextremer Blockierer, dann ist das natürlich alles gerechtfertigt.

    • stefanolix sagt:

      Extrem A, Extrem B: Die spannende Frage ist, ob die Sächsische Zeitung es in diesen beiden Fällen jeweils in anderer Form kommentieren würde. Das hatte ich ja oben in einem Kommentar schon angedeutet.


      Lehrer hören solche Äußerungen vermutlich jeden Tag. Lehrer müssen professionell damit umgehen, wenn sie von bestimmten Äußerungen der Schüler erfahren, gleichgültig ob sie online oder auf dem Schulhof fallen. — Damit wäre das Ideal beschrieben. Alles andere hängt vom Charakter des Lehrers ab.


      Mein Sohn besucht seit Ende August ein Gymnasium, in dem solche Maßnahmen nach meiner Kenntnis völlig ausgeschlossen sind. Das merkt man an der Ausrichtung der Schule, an den Äußerungen des Direktors und der Lehrer, am Förderverein, am Umfeld. — Ich werde ihm aber trotzdem zeigen, dass kein soziales Netzwerk sicher ist. Und er wird es mir hoffentlich glauben.

  8. falschgold sagt:

    „Man kann soziale Probleme nicht mit technischen oder juristischen Mitteln lösen.“

    Der Satz, den Du gerne bringst, ist so falsch, dass es weh tut.

    • stefanolix sagt:

      Warum ist der Satz falsch?

    • stefanolix sagt:

      Ich will noch einmal kurz begründen, warum der Satz dort oben steht. Normalerweise sage ich: »Man kann soziale Probleme nicht mit technischen Mitteln lösen.«

      Ein Hauptthema dieses Artikels ist der Datenschutz. Der Datenschutz umfasst juristische und technische Aspekte. Deshalb habe ich den Satz in diesem Fall erweitert.

      Im Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Thema gibt es für mich keinen Zweifel, dass der Datenschutz allenfalls ein Randthema ist.

      Solange keine Daten erfasst und gespeichert werden, geht es den Datenschutzbeauftragten überhaupt nichts an, auf welche Weise sich die Lehrer im Internet über mutmaßliches Mobbing informieren.

      • falschgold sagt:

        Wirklich?

        Feuerstein.. Ackerbau.. Buchdruck.. Dampfmaschine.. Telegraph.. Antibiotika.. Internet..

      • Ich stimme Stefan eher zu … Technik oder Gesetze haben Menschen nicht besser gemacht. Internet kann Menschen zwar verbinden, doch das heißt noch lange nicht, dass sie einander auch besser verstehen.
        Sicherlich kann Technik einige Entwicklungen voranbringen, doch sie nimmt den Menschen nicht die Lust an der Gier … z.B. Wachstum, Wachstum, Wachstum … ganz im Gegenteil mitunter.

        Ich könnte mir mal den Spaß machen, Falschgold, und dein „Feuerstein.. Ackerbau.. Buchdruck.. Dampfmaschine.. Telegraph.. Antibiotika.. Internet..“ umschreiben in
        „Speer … Gentechnik … Werbeplakate … benzinschluckende Autos … HAARP … Antibiotika … Phishing“ … passt nicht alles, ich weiß, nur mal so tendenziell … Antibiotika konnte ich sogar stehen lassen (anti = gegen, bios = Leben … Anti-biotikum ???)

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