Ein Umfeld für Schüler?

Bei meinen Recherchen über die umstrittene Mitgliedschaft eines Pirnaer Lehrers in einem sozialen Netzwerk konnte ich noch eine andere interessante Beobachtung machen. Auf dampfer.net wird unter anderem für ein Online-Kasino geworben. Beispiel für ein Werbebanner:

ausriss_werbung

Beispiel für ein Werbebanner. Ein Klick auf das Bild zeigt den Zusammenhang.

Man sieht diese Flash-Banner nicht, wenn man geeignete Filter einsetzt. Ich meine trotzdem nicht, dass man auf diese Weise ein günstiges Umfeld für Schüler schafft. Vielleicht sollte man über eine Community-Seite für Pirnaer Schüler nachdenken, die von seriösen Sponsoren getragen wird.


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8 Responses to Ein Umfeld für Schüler?

  1. Peter Macheli sagt:

    „Vielleicht sollte man über eine Community-Seite für Pirnaer Schüler nachdenken[…]“

    Och nö, keine Lust.
    Mach Du ruhig, Du weisst wie man die Jugend packt.

    • stefanolix sagt:

      Muss nicht sein. Ich engagiere mich schon ehrenamtlich in Dresden ;-)

      Im übrigen soll die Seite ja inhaltlich so bleiben, wie sie ist. Es fehlen nur ein paar seriöse Sponsoren, die man statt eines Online-Kasinos werben lassen könnte.

      • Torsten sagt:

        „Seriöse Sponsoren“ ist ein schönes Oxymoron. Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit/-freizeit fällt mir weder aus dem Bereich öffentlicher Institutionen noch der Wirtschaft jemand ein, den ich für seriös hielte. (Hier liegt wahrscheinlich der Streitpunkt „Was ist seriös?“ – Seriosität im Sinne von Uneigennützigkeit würde ich selbst dem Jugendamt absprechen. )

        – Andererseits gibt es ja für die Resultate solcher Werbung wie der obigen eine ganze Palette von Sponsoren: Taschengeld gebende Eltern, Schulen in denen über Sucht gelehrt wird, Psychologen, Sozialarbeiter… Nicht zu vergessen: viele Kids sind selber nicht so doof, wie die Werbung ihnen unterstellt.

        – Und nochmal andererseits: Ich unterstütze die Idee, soziale Netzwerke öffentlich zu fördern. Wenn ich damit auch möglicherweise Deiner Meinung entgegenstehe: Ich fände momentan einen NewDeal2.0 interessant, d.h. eine öffentliche Förderung einer freien, nicht kommerziellen und nicht zensierbaren Netzinfrastruktur von der Antenne bis zum Sozialen Netzwerk. – Allerdings wäre das auch ein Oxymoron: Denn warum sollte ein Staat eine Struktur fördern, die er, nach jetzigem Anschein, selber für bedrohlich hält?

      • stefanolix sagt:

        Es stimmt schon: Auch der reinste Altruismus ist im Grunde nie zu 100% uneigennützig. Und ein Unternehmen kann gar nicht altruistisch wirken. Aber es gibt trotzdem vernünftige Aktionen, die mir persönlich seriös erscheinen.

        Beispiel:

        Ein Unternehmen ruft zu einem Sponsorenlauf für einen Schulförderverein auf. Es werden die Kilometer bezahlt, die durch Kinder und Eltern gelaufen werden. Es kommen an einem Nachmittag durch Spenden, Laufen und Sponsoring 25.000 Euro zusammen. Das ist wirklich in Dresden so geschehen.

        Mit einer solchen Aktion könnte man dieses Netzwerk für Pirnaer Schüler sicher eine Weile betreiben. Es wäre sogar noch in Ordnung, wenn der Name der (Öko)-Firma mit einem Logo auf der Seite verzeichnet wäre — aber eigentlich war ja der Sponsorenlauf schon die Werbeaktion.


        Nach meiner Auffassung könnte man dieses freie Netzwerk lokal in der Großstadt privat-gemeinnützig (technisch etwa in der Art des Freien Bürgernetzes) organisieren. — Wie man dann die einzelnen Städte vernetzt? Dafür findet sich auch eine private Lösung. Die Technik wird immer kostengünstiger, die Verbindungskosten sinken …

        Und soziale Netzwerke ohne kommerzielle Interessen sollte es doch schon geben(?)

  2. Torsten sagt:

    > Und soziale Netzwerke ohne kommerzielle
    > Interessen sollte es doch schon geben(?)

    Mir würde nur diaspora einfallen, das von der Leistung eher nasagenwirmal schwach auf der Brust ist. Hab ich eins übersehen?

    • stefanolix sagt:

      Ich bin kein großer Anhänger der sozialen Netzwerke. Ich suche auch keinen Anschluss an ein soziales Netzwerk. Wenn es allerdings eine Art sicheres und freies Facebook für OpenSource-Entwicklung gäbe (nur als Beispiel) würde ich vielleicht sogar mitmachen. Da muss man ja nicht sein ganzes Leben ausbreiten.

      Ich kenne »diaspora« also noch nicht, aber warum sollte man es technisch nicht besser unterstützen können? Das wäre doch gerade der Ansatzpunkt für ein wirksames Sponsoring. Der Sponsor mischt sich nicht in die Angelegenheiten des Netzwerks ein und bekommt auch keine Daten. Bisher gab es doch immer nur Risiko-Kapitalgeber, die dann irgendwann an die Daten wollten (vgl. das Buch »Die Datenfresser« von Frank Rieger und Constanze Kurz).

      • Torsten sagt:

        Das m.e. Spannende an Diaspora ist der (halb-)öffentliche Charakter des Sponsoring nach dem Prinzip des Street Performer Protokoll bzw. Crowdfunding mit dem Ziel die Crowd auch an der Verwaltung/Aufbewahrung der Daten zu beteiligen.
        Ich bin gespannt, ob und wie es gelingt ein solches Projekt ohne „böse Firmen und Regierungen“ zu etablieren.

      • stefanolix sagt:

        Das schaue ich mir auf jeden Fall mal näher an. An Crowdfunding hatte ich bisher nicht gedacht.

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