Eine frische DNN mit einigen guten Meldungen

Als Zeitungsleser freut man sich ja über jede Abwechslung. Heute hatte ich eine DNN auf dem Frühstückstisch, an der Ulrike Hessler, Intendantin der Semperoper, als »Chefredakteurin für einen Tag« mitgearbeitet hat. Das tat der Zeitung mal richtig gut. Das verschnarchte Online-Angebot der DNN weiß allerdings nichts darüber. Es gab sogar einige Meldungen, die positiv stimmten.


Ich freue mich, wenn in der DNN der Sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo zu Wort kommt. Er kann ohne Umschweife, ohne politische Phrasen und in verständlicher Sprache beschreiben, warum kulturelle Vielfalt uns alle bereichert. Er war für kurze Zeit Wirtschaftsminister in Sachsen und kann deshalb auch den wirtschaftlichen Nutzen aller Verbindungen mit Ausländern und ins Ausland begründen. »Von Skepsis zu Weltoffenheit« — wenn es doch so einfach wäre!


Endlich kommt wieder Bewegung in die Ermittlungen zum 19. Februar. Endlich wird nicht mehr nur gegen gewaltlose Blockierer ermittelt. Es wurden Wohnungen von mutmaßlichen Linksextremen in Berlin und von mutmaßlichen Rechtsextremen in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Und es soll wohl bald den ersten Prozess gegen mutmaßliche linksextreme Gewalttäter geben. Man darf nicht vergessen: Diese Brandsätze und Steine waren direkt gegen den Rechtsstaat und nicht etwa gegen Neonazis gerichtet.


Zur Landtagsdebatte gibt es einen Kommentar, in dem sich der Autor kritisch mit der Aufhebung der Immunität des Abgeordneten André Hahn auseinandersetzt. Insgesamt muss ich dem Tenor des Kommentars zustimmen. Dort wurde ein politisches Schmierentheater inszeniert. Es geht nämlich nicht etwa um den 19. Februar 2011, sondern um den 13. Februar 2010. Es geht auch nicht um einen Gewaltexzess, sondern um gewaltloses Blockieren.

Justiz und Polizei sollten bitte zuerst die wirklich dringlichen und wichtigen Fälle abarbeiten. Es gibt Brandanschläge von Links- und Rechtsextremisten, die seit Jahren nicht aufgeklärt sind. Nur mal zur Erinnerung …

Allerdings werden Anträge auf Aufhebung der Immunität wohl sehr selten abgelehnt, weil die Abgeordneten zwar gemäß der Verfassung unabhängig sind, aber auch die Arbeit des Rechtsstaats nicht behindern wollen.

Sächsischer Landtag

Landtag in Dresden.

In einem Punkt muss ich aber dem Kommentar widersprechen: Es kann sich keine Partei des Sächsischen Landtags dagegen wehren, dass die NPD mit ihr stimmt. Es gibt bei einer Abstimmung nur drei Möglichkeiten: dafür, dagegen oder Enthaltung. Die NPD hat demgemäß schon mit jeder anderen Partei des Landtags gemeinsam abgestimmt. Nur wird es im normalen politischen Betrieb nicht an die große Glocke gehängt.


Immerhin hat die DNN es geschafft, das Interview mit Daniel Libeskind online zu stellen. Es macht neugierig auf das Bauwerk und auf das Museum. Ich hoffe, dass ich bald einige Bilder und einen kurzen Bericht im Blog haben werde.


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6 Responses to Eine frische DNN mit einigen guten Meldungen

  1. Muyserin sagt:

    Gerade als Blogger darf man vielleicht auch noch positiv erwähnen, dass es inzwischen bei der DNN möglich ist, Artikel online zu kommentieren.

    PS Der Link zum Interview ist defekt.

    • stefanolix sagt:

      Ja, die DNN hatte den Titel einfach geändert — Benutzerfreundlichkeit vom Feinsten. Danke für den Hinweis. Hier ist noch das »Special« zum Museum:

      http://bit.ly/pFBe5t

      Die kürzen manche eigenen Links schon so ab, weil das CMS offensichtlich einige Fehler hat.

      • Muyserin sagt:

        Aber der bit.ly-Link ist doch nun von Dir, oder irre ich mich?

      • stefanolix sagt:

        Eben nicht, der ist so von der DNN-Website kopiert. Der Link liegt (jetzt noch) auf der DNN-Hauptseite unter »Alle Infos zu Umbau und Neueröffnung des Militärhistorischen Museums gibt es in unserem Special!« Offenbar kann das CMS solche Links automatisch erstellen.

    • stefanolix sagt:

      PS: Es ist zwar möglich, Artikel online zu kommentieren. Aber es schaffen doch insgesamt recht wenige Artikel den Sprung auf die Website.

      Andererseits kann man bei der größeren Dresdner Zeitung überhaupt nicht kommentieren.

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