Naumburg (1): Über den Dächern

Die Schlange vor dem ersten Ausstellungsort war lang. Ich hoffte aus Besserung, suchte vorerst nach einem ruhigen Ort zum Ausruhen und fand … eine verwunschene Tür.

Der Eingang zum Turm.

Die Treppe auf den Turm war wohl kaum breiter als 80cm. Ich erinnerte mich sofort wieder an einen Bericht aus dem Jahr 1988 oder 1989, den ich wohl gelesen habe, als ich in Weimar studierte: Früher hat dort oben ein Türmer oder eine Türmerin gewohnt. Die Wikipedia als kollektives Gedächtnis weiß natürlich mehr darüber.

Die große Glocke.

Dächer in Licht und Schatten.

Der Naumburger Dom in der Ferne.

Marktwirtschaft.

Ergänzung: Kastenschloss in der Türmerwohnung …

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5 Responses to Naumburg (1): Über den Dächern

  1. monologe sagt:

    Schönen Gruß! Ich bin in Naumburg aufgewachsen, kannte auch zwei Türmerinnen. Eine, die direkte Nachfolgerin eines Türmerehepaares, das sehr lange da oben gewohnt hatte, hieß Gabi. Schöne wilde Zeiten folgten mit Feten auf dem Wenzels-Turm bis einmal nachts die Polizei mit Hund oben erschien und die Türmerin anschließend gefeuert wurde. Ganz oben, auf der Aussichtsplattform, hing eine kleiine Glocke, die mit Verkündigung des Weltuntergangs geläutet worden war. Dagegen waren sie damals allergisch, Mitte der 70er Jahre. Wie siehts heute in Naumburg aus?

    • stefanolix sagt:

      Ich muss voranstellen, dass ich aus Dresden komme und zum ersten Mal in Naumburg war. Ich habe 1988/89 zwei Semester in Weimar studiert. Ich war in dieser Zeit auf der Neuenburg und in Freyburg, musste Weimar leider zu zeitig verlassen …

      Am Samstag habe ich die beeindruckende Landesausstellung besucht (dazu später mehr). Ein interessanter Bericht ist übrigens in der F.A.Z. erschienen. Wenn ich es zu entscheiden hätte, würde Naumburg inklusive Neuenburg und Freyburg als Saale-Unstrut-Region eindeutig zum Weltkulturerbe gehören.

      Auf den Besucher macht Naumburg keinen einheitlichen Eindruck. Auf der einen Seite sind viele Gebäude saniert und der Tourismus schien zumindest in der Zeit der Landesausstellung zu florieren. Auf der anderen Seite gibt es auch Straßen, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

  2. thg sagt:

    Ach, ich ärgere mich so, dass ich es die ganze Zeit nicht zur Ausstellung im Dom geschafft habe! Aber irgendwie war’sw nicht drin. Schade. Meine Eltern waren da und haben mir dafür gefühlte zwei Tonnen Infomaterial mitgebracht – inklusive DVD. Schwacher Trost, aber besser als nichts.

    • stefanolix sagt:

      Mir ging es in der Vergangenheit auch manchmal so. Ich habe es mir eine Lehre sein lassen ;-)

      Die Figuren im Naumburger Dom kann man ja immer sehen, die laufen ja nicht weg. Allein dafür lohnt die Fahrt. Und wenn man sich einen eigenen Eindruck von den Meisterwerken dieser Zeit holen möchte, reicht auch schon ein Abstecher nach Meißen zu den Stifterfiguren im Dom.

      Die Dramaturgie der DVD finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie zeigt wenigstens einige Werke und einige schöne Kathedralen in Frankreich. Den Katalog habe ich mir im Nachhinein noch bestellt.

      Wenn ausländische Museen uns ihre Kunstwerke ausleihen, werde ich jetzt immer hellhörig und mache mir mehrere Knoten ins Taschentuch.

      In Dresden steht auf jeden Fall noch ein Besuch bei der Madonna di Foligno an, denn der Vatikan wird sie in den nächsten Jahrzehnten wohl kaum noch mal herausgeben.

      • thg sagt:

        Die steht auch noch auf meinem Plan!
        Ich muss gestehen, die DVD noch gar nicht gesehen zu haben. Je kürzer die Tage, desto weniger Zeit hat man irgendwie – und desto mehr kulturelle Veranstaltungen häufen sich im Kalender!

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