Ich bin jetzt ein »Liberal Cosmopolitan« — und was sonst noch passierte

An diesem Wochenende ist sehr viel passiert: Ich war heute wieder mal am ganz frühen Morgen laufen und konnte mich an der erwachenden Natur erfreuen. Ich habe die neue Ausstellung im Leonhardi-Museum besucht (Bericht & Fotos folgen später).

leonhardi_claus02_k

Die Schautafel zu Carlfriedrich Claus … (Klick vergrößert).


Ich habe ein hochinteressantes Buch entdeckt — Martin Walsers: Über Rechtfertigung. Im Nebentitel heißt es: Eine Versuchung. Es ist eine Versuchung zum Denken, zum Lesen und zum Lernen. Für mich ist das Buch ein Beweis dafür, dass erfahrene alte Denker uns nicht mit den endgültigen Weisheiten versorgen, sondern das sie uns die richtigen Denkanstöße geben.


Mit dem neuen Bundespräsidenten zieht eine neue Kultur des Interviews ein. In seinem ersten Interview konterte er gerade die Fangfragen (»loaded questions«) der Journalisten nach Belieben aus. Das Echo bei SPON? Die müssen ein anderes Interview gesehen haben …


Ein sympathisches Zitat von Diana Schadt zu der etwas ungewöhnlichen partnerschaftlichen Konstellation im Bundespräsidentenamt: »Nachdem nicht nur Jochen und ich, sondern die ganze Familie mit unserer Regelung gut leben können, kann vielleicht auch der Rest der Gesellschaft damit leben.«


Der Kollege Frank vom Blog frankinformiert.wordpress.com hat vor einiger Zeit auf ein nettes politisches Spiel aufmerksam gemacht. Nachdem er sich zu seinem Testergebnis bekannt hat, will ich das auch tun:

You are a liberal Cosmopolitan. 4 percent of the test participators are in the same category and 68 percent are more extremist than you.

Mein Testergebnis

Mein Testergebnis

Hier ist übrigens die Auswertung aller (zur Zeit über 90.000) Testergebnisse.



Und ich habe an den warmen Mauern an der Elbe die ersten Eidechsen gesehen:

Eidechsen am ersten warmen Tag 2012 …

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6 Responses to Ich bin jetzt ein »Liberal Cosmopolitan« — und was sonst noch passierte

  1. Rayson sagt:

    Netter Test. Ich bin überraschenderweise als „Liberaler“ eingeordnet worden (im Vergleich zu dir deutlich anarchistischer, kapitalistischer und anthropozentrischer).

    • stefanolix sagt:

      Das wundert mich jetzt nicht, aber immerhin befinden wir uns damit jeweils in einer komfortablen Minderheitengruppe ;-)

      Gestern abend habe ich in der Auswertung der deutschen Teilnehmer gesehen, dass die drei Zusammensetzungen mit »liberal« (pur, kosmopolitisch und neoliberal-demokratisch) in Deutschland immerhin 12% auf sich vereinigen können. Natürlich ist der Test nicht repräsentativ. Vielleicht ist es aber ein schwaches Indiz dafür, dass sich liberales Bewusstsein und liberale Partei immer weiter auseinanderleben, allerdings zu Lasten der liberalen Partei und nicht zu Lasten des liberalen Bewusstseins. Vielleicht sind diese 12% schon einen Schritt weiter als Brüderle, Lindner und Rößler?

  2. […] Stefanolix Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser post gefällt. Hinterlasse einen […]

  3. Lenbach sagt:

    Wenn man bei diesem Test die Ergebnisse der Frauen und Männer nach Ländern getrennt betrachtet, stellt man fest, daß Frauen durchweg weniger nationalistisch und weniger kapitalistisch sind, dafür pazifistischer und ökologischer als Männer. Sie vertreten also eher linke Prinzipien. Bisher war das eins meiner „gefühlten Vorurteile“, das sich hier allerdings bestätigen zu scheint.

    Da stellen sich mir Fragen bezüglich der Frauenquote: Ist das Driften nach links, das die letzten Jahre in der Politik stattfindet, dem höher werdenden Anteil der Frauen in der Politik geschuldet? Und, auch wenn es verschwörungstheoretisch anmutet: Ist womöglich genau das der Grund, warum Linke die Frauenquote in diversen Schaltzentralen fordern?

    • stefanolix sagt:

      Wenn man Hochschulabsolventen und Promovierte gemeinsam betrachtet, haben sich aus Deutschland momentan ca. 4.700 Männer und 900 Frauen beteiligt. Repräsentativ ist das nicht.


      Wenn man speziell für Deutschland die weiblichen Testpersonen betrachtet, ergeben sich interessante Betrachtungen. So wächst bei den Frauen die Neigung zum anthropozentrischen Weltbild mit der Bildung. Mit dem Hochschulabschluss schlägt das Pendel in die anthropozentrische Richtung, mit der Promotion und der Lebenserfahrung sicher auch noch mal.

      In Richtung Ökologie wird das Bild deshalb verschoben, weil sich etwa 2.000 (vermutlich eher idealistische) Studentinnen und Schülerinnen beteiligt haben.

      Daher ist durchaus zu hinterfragen, ob die Frauenquote langfristig etwas für die Grünen bringen würde ;-)


      Ich würde außerdem gern mal die Verwirrung um die Begriffe ordnen, die zur Beschreibung der Ausprägungen dienen. Es geht nicht um eine kommunistische oder kapitalistische Gesellschaftsform. Es geht eigentlich eher um gesellschaftliches Eigentum oder Privateigentum an Produktionsmitteln, respektive um Planwirtschaft oder Marktwirtschaft.

      Das Gegenteil von »säkular« (im Sinne von »weltlich«) ist eigentlich »klerikal« (oder meinetwegen »religiös«), aber nicht »fundamentalistisch«.

      Und das sind nicht die einzigen Gegensatzpaare, die mir nicht gefallen.

  4. […] Stefanolix macht in seinem Blog auf einen dieser beliebten politischen Einordnungstests aufmerksam. Viel Spaß […]

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