Facebook? General Motors gefällt das nicht.

Der amerikanische Konzern General Motors hat anscheinend nicht mehr viel Lust auf Facebook. Man spricht es (nach einer Meldung bei SPON) sehr deutlich aus: Werbung auf Facebook bringt nichts. Man denkt zumindest intensiv darüber nach, sich aus diesem Geschäft zurückzuziehen. Das Handelsblatt bringt dazu einen etwas sachlicheren Beitrag.

Der öffentlich vorgetragene Zweifel eines der größten Konzerne der Welt wird viele Anleger nicht davon abhalten, die Facebook-Aktie trotzdem zu kaufen. Die Leute werden ja offensichtlich aus den vielen Spekulationsblasen seit Mitte der 1990er Jahre nicht klüger. Ich würde mich ja schon aus Prinzip von einem Unternehmen fernhalten, das gegenüber seinen Nutzern und gegenüber der Öffentlichkeit so intransparent erscheint.

Passend zu diesem Thema ist heute in der Sächsischen Zeitung ein Bericht über die Telekom-Aktie und den Schauspieler Manfred Krug erschienen. Anlass: Das riesige Verfahren um die enttäuschten Anleger der Telekom-Aktie soll heute zu Ende gehen. Ich würde mich nicht übermäßig wundern, wenn es in zehn oder fünfzehn Jahren viele enttäuschte Anleger oder gar Prozesse in Sachen Facebook-Aktien gäbe.


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3 Antworten zu Facebook? General Motors gefällt das nicht.

  1. Frank sagt:

    Meine Vermutung ist, dass der Börsengang von Facebook ausgerechnet der Konkurrenz Google+ langfristig zum Durchbruch verhelfen wird. Denn bei FB wird man sich etwas einfallen lassen müssen, wie man die Gewinne steigert. Und da jetzt schon pro Nutzer* und Quartal nur weniger als 2 Dollar Einnahmen durch Werbung hereinkommen, wird man bei FB Maßnahmen einführen müssen, die den Nutzern nicht gefallen und sie zur Konkurrenz treiben. Vielleicht ist das dann ja auch nicht G+, sondern Diaspora – wir werden sehen.

    *die immer mehr werdenden Leute, welche das nur auf dem Smartphone nutzen, bekommen dort gar keine Werbung erst angezeigt)

    Eine finanztechnische Luftblase sind FB-Aktien es auf jeden Fall. Leute, die den Sinn von Aktien verstanden haben und damit handeln, werden schon Geld damit machen, aber diejenigen welche das Zeug nur besitzen und liegen lassen, die werden sich höchstwahrscheinlich bald sehr wundern. Na, sollen sie mal machen, kann mir ja egal sein.

    • stefanolix sagt:

      Es ist einfach ein Hype. Bei der Telekom-Sammelklage geht es ja um die Bewertung der Immobilien im Börsenprospekt: Viele tausend Quadratmeter über ganz Deutschland verteilt, über Jahrzehnte gewachsen. Bei der Telekom arbeiteten damals etwa 250.000 Menschen.

      Daran halten sich die Kläger jetzt noch fest: Ob die Immobilien (Sachwerte) damals richtig bewertet wurden.

      Bei Facebook gäbe es wohl gar keinen Anlass für eine Klage mit dem selben Inhalt: Es sind nur 3.000 Mitarbeiter und die Sachwerte machen vermutlich auch nur einen Bruchteil der Telekom-Sachwerte aus.

      Für die Telekom findet man in der englischsprachigen Wikipedia folgende Zahlen:

      Operating income: €5.586 billion (2011)
      Profit: €557 million (2011)[1]
      Total assets €122.54 billion (2011)[1]
      Total equity €35.29 billion (2011)[1]

      Für Facebook nicht.

  2. [...] Und da gab es im Vorfeld des Going Public einiges an Irritationen. So stellten der Automobilgigant General Motors oder der Heimtierbedarfshändler Zooplus öffentlich fest: Facebook-Werbung bringt nichts. Andere [...]

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