Die Grenzen der Satiriker. Was ein Titelbild der »Titanic« über unser Kulturverständnis aussagt.

In Zettels Diskussionsforum wurde vor kurzem wieder einmal an den Roman »Der Campus« erinnert. »Der Campus« ist eine Hochschulsatire aus den 1990er Jahren und es geht darin (auch) um die Verteidigung der Leistungsmaßstäbe an den Hochschulen. Zettel merkte an:

Schwanitz war ein Zyniker, der die Dinge beim Namen nannte. Sein Buch “Der Campus” ist vergnüglich zu lesen; vor allem, wenn man den Hochschulbetrieb ein wenig von innen kennt.

Es gibt in dem Roman auf der einen Seite die leistungsbewussten Vertreter der alten Fakultäten, die sich auch unter schwierigen Bedingungen um Forschung und Lehre auf hohem Niveau bemühen. Auf der anderen Seite stehen die vorgeblich progressiven linken Erneuerer, die unter dem Deckmantel der Hochschulreformen alle Leistungsmaßstäbe nach unten verschoben haben und sich nur um ihre eigenen Karrieren kümmern.


Als ich Zettels Artikel über die jüngste Entgleisung der Illustrierten »Titanic« las, musste ich unwillkürlich an die bürgerlichen Vertreter der alten Universität aus dem »Campus« denken. Sie grenzen sich unter anderem durch Umgangsformen und Sprache ab. Sie legen einen strengen Maßstab an die Sprache an. Sie verwenden Begriffe, die man heute zwar noch liest, aber kaum noch hört.

Zettel befasst sich nun also auch mit dem »Titanic«-Titel, auf dem offensichtlich Papst Benedikt beleidigt werden soll, um durch einen kalkulierten Skandal im Sommerloch die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Er schreibt:

Sich nicht an Spielregeln zu halten, vor allem nicht an die Regeln des Anstands, ist keine Satire, sondern Flegel­haftigkeit. Es gibt freilich eine Art des Humors, der von seiner Unanständigkeit lebt; im Deutschen heißt das Latrinenhumor.

Natürlich kann man jemanden, wie es im Jargon solcher Leute wohl heißt, “verarschen”, indem man sich unverschämt aufführt. Wer bei einem Festessen ein schmutziges Sacktuch hervorzieht und sich damit dröhend schneuzt, der mag sich für einen Satiriker halten. Ein paar sich auf die Schenkel klopfende Bewunderer wird diese Art von Satire allemal finden. (…)

Einige Wörter aus diesem Abschnitt könnten auf der »Liste der aussterbenden Wörter« stehen: der Flegel, die Latrine, das Sacktuch und das Schneuzen. In Zettels Artikel kann man auch noch die Schmutzfinken und den verlotterten Sohn finden. Im »Campus« bezeichnet ein alteingesessener Professor einige unverschämte Studenten gar als »Hundsfötter«. Alte Wörter können starke Wörter sein.


Zettels Artikel scheint vor allem an einem Maßstab ausgerichtet: Was man tut und was man — aus persönlichem Anstand heraus — nicht tut. Das ist richtig und notwendig, auch wenn es die Mitarbeiter der »Titanic« und ihre bildungsfernen Leser wohl kaum erreichen dürfte.

Aber ein zweiter Punkt scheint mir mindestens genauso wichtig: Das Niveau der »Titanic« sinkt stetig. Es ist im Grunde ähnlich wie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Wenn die Quote stimmt, wird jeder Mist verbreitet. In der ARD sind es die Degeto-Schnulzen, die synthetische Volksmusik und »Waldis« Fußballstammtisch.

Auf der »Titanic« macht man Auflage mit herabwürdigenden Titelbildern. Man kalkuliert offensichtlich, dass es irgendwo in den eher dümmeren Schichten des Landes noch 50.000 Leser geben könnte, die ein übel herabwürdigendes Titelbild mit dem Papst oder mit einem Politiker kaufen und daraus eine persönliche Befriedigung gewinnen. Andere wollen damit ihre Klickzahlen nach oben treiben.

Dabei hätte das Land intelligente Satire bitter nötig. Aber das wäre ja mit Aufwand verbunden.


Paradoxerweise werden solche Titelbilder oft von Personen gut gefunden und verteidigt, die sonst am lautesten zu vernehmen sind, wenn sie gegen irgend eine Art der tatsächlichen oder scheinbaren Diskriminierung protestieren.

Das war mir schon 2009 aufgefallen, als die »Titanic« vor der Wahl ein primitiv-homophobes Titelbild mit dem Politiker Guido Westerwelle veröffentlichte. Ich fragte mich: Wer würde ein solches Titelbild mit einer beliebigen anderen homosexuellen Persönlichkeit kulturell akzeptieren? Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass rechtsradikale Homophobe über einen herabgewürdigten Klaus Wowereit grölen.

Wie stark wäre der Proteststurm, wenn die »Titanic« im Juli 2012 einen Rabbi, eine Bischöfin oder einen Mullah in ähnlicher Weise dargestellt hätte? Und welche Gruppen würden darüber lachen? Wären es nicht die Primitivlinge an antisemitischen, misogynen und islamfeindlichen Stammtischen? Wer möchte auf diesem Niveau lachen?


Die »Titanic« hat bis in die frühen 1990er Jahre nach dem Maximalprinzip gearbeitet: Wir machen möglichst gute Satire und wir hoffen, dass sie genügend Leser findet. Später gab es noch ganz wenige gute Aktionen.

Seit einigen Jahren arbeitet sie nach dem Minimalprinzip: Wir verkaufen keine hochwertige Satire mehr, sondern nur noch billigen Latrinenhumor. Wir versuchen, mit dem geringsten Aufwand noch die bestmöglichen Verkaufszahlen zu erreichen. Wie geht das am Einfachsten? Wir würdigen Menschen herab, die sich ohnehin nicht wirksam wehren können.

Es stimmt: Der Papst hat vor Gericht durchgesetzt, dass das Blatt nicht mehr verbreitet werden darf. Doch diese einstweilige Verfügung ist noch nicht einmal der Griff eines stumpfen Schwertes. Die »Titanic« hat gewonnen. Solange die Lokalmedien darauf hereinfallen und unkritisch berichten und solange es noch genügend Leser gibt, die man mit Latrinenhumor zufriedenstellen kann, wird das auch so bleiben.


Ergänzung: Es gibt beim Sender detektor.fm interessante Interviews mit dem Chefredakteur der »Titanic« und mit Wiglaf Droste. Auch der SPON-Kolumnist Jan Fleischhauer hat sich mit dem Niveau der Satire in Deutschland befasst.


About these ads

25 Antworten zu Die Grenzen der Satiriker. Was ein Titelbild der »Titanic« über unser Kulturverständnis aussagt.

  1. Sophist X sagt:

    Autoren haben in der Regel kaum Einfluss auf die Gestaltung von Zeitschriftentiteln. Es sollte nicht von einem misslungenen Titelbild auf die Autoren geschlossen werden, die in Titanic veröffentlichen, und auch nicht auf deren Leser. Die sprachstilistische und humoristische Qualität von Titanic-Artikeln ist nach meiner Einschätzung noch immer in Teilen beachtlich, wenn auch die intellektuelle Schärfe subjektiv in den letzten Jahren abgenommen hat. Dass dieses zweiteilige Papst-Titelbild unter Gesichtspunkten der humoristischen Qualität bei allen Titanic-Autoren Beifall findet, darf bezweifelt werden.

    • Tohu vaWohu sagt:

      Warum haben besagte Autoten dann aber so wenig Rückgrat, das Titelbild öffentlich zu kritisieren und sich davon zu distanzieren; bevorzugt bevor die Öffentlichkeit drüber redet und der Papst den Rechtsweg einschlägt?

      • stefanolix sagt:

        Eine offene Diskussion wäre natürlich interessant. Aber wir werden wohl weder die Interna aus dem Vatikan noch die Interna aus der Redaktion der »Titanic« erfahren ;-)

      • Sophist X sagt:

        Das weiß ich selbstverständlich nicht. Im Zweifel lassen sie vielleicht der Freiheit der Presse den Vorrang vor den Befindlichkeiten der katholischen Welt und lassen das schlechte Titelbild ein schlechtes Titelbild sein.
        Oder sie haben sich tatsächlich mit der Redaktion verschworen, um durch diesen schlechten Titel einen Werbeeffekt zu erzielen und indirekt davon zu profitieren.

      • stefanolix sagt:

        Die Freiheit der Presse möchte ich mit keiner Silbe in Frage stellen. Ich stelle mir aber sehr wohl die Frage auf welchem Niveau diejenigen einzuordnen sind, die ein solches Titelbild bejubeln und die daraus Profit ziehen.

        Wenn ich prinzipiell dagegen bin, dass Privatpersonen oder Personen des öffentlichen Lebens auf einem Titelblatt einer Zeitung übel herabgewürdigt werden [denken wir einfach mal an die BILD-Zeitung], dann bin ich auch gegen dieses Titelbild. Wem das Beleidigen und Herabwürdigen Spaß macht, der freut sich natürlich über dieses Titelbild. So einfach ist das.

    • stefanolix sagt:

      @Sophist_X: Wir nehmen uns beide das Recht, die Qualität von Literatur und somit auch die Qualität einer Satire zu bewerten — in erster Linie werden wir immer subjektiv herangehen.

      Ich habe nicht nach den Titelbildern der letzten Jahre geurteilt. Auch wenn ich die Zeitschrift (fast) nicht mehr kaufe, finde ich immer einen Weg, das jeweils aktuelle Heft zumindest querzulesen. Außerdem haben sie ja eine umfangreiche Website.

      Ich kaufe jedenfalls keine »Titanic«, wenn ich schon das Titelbild ablehne. Wer die Zeitschrift mit dem aktuellen Titelbild kauft, bekennt sich auch zur Aussage des Titelbildes, sonst würde er ja kein Geld dafür ausgeben.

      Laut Aussage des Chefredakteurs steht die Redaktion voll hinter dem Titelbild. Aus dem Artikel der »Sächsischen Zeitung«, der am Ende meines Beitrags verlinkt ist:

      Redaktionsintern habe es nie Zweifel an der Tauglichkeit dieses Titelmotivs gegeben. „Das war eine Idee unseres Autoren Oliver Maria Schmitt, und wir waren uns eigentlich alle einig: Das ist der Titel“, sagt Fischer.

      Ja, ich weiß, dass es auch viele freie Autoren gibt. Aber denen steht es ja frei, für das Blatt zu schreiben oder es bleiben zu lassen. Es ist ja nicht das erste Mal …

      • Sophist X sagt:

        Ich gebe es zu, die Luft ist raus:
        Sehr geehrter Damen und Herren

        Ich möchte mein Titanic-Abo mit sofortiger Wirkung kündigen, da ich das Geld für ein Abo der Zeitung Junge Freiheit benötige.

        mit frdl. Gruß

      • stefanolix sagt:

        War das jetzt auch so ein Furzkissenwitz? Ich finde gerade keine Stelle zum Lachen.

  2. Erling Plaethe sagt:

    (…) an die bürgerlichen Vertreter der alten Universität aus dem »Campus« denken. Sie grenzen sich unter anderem durch Umgangsformen und Sprache ab. Sie legen einen strengen Maßstab an die Sprache an. Sie verwenden Begriffe, die man heute zwar noch liest, aber kaum noch hört. (…)

    Im »Campus« bezeichnet ein alteingesessener Professor einige unverschämte Studenten gar als »Hundsfötter«. Alte Wörter können starke Wörter sein.

    [Zitat korrigiert.]

    Worin liegt nochmal die Stärke in “Hundefotzen”?
    Worin die Abgrenzung in Umgangsform und Sprache?
    Das ist die unterste Schublade, direkt aus der Gosse. Wer seine Studenten “Hundefotzen” nennt hat mit guten Umgangsformen soviel am Hut wie der Zuhälter mit einer glücklichen Ehe.
    Nicht der Sound, nicht die Fassade geben einem Wort Stärke und Würde, sondern seine allegorische Tiefe.
    Dort liegt der Humor, den zu heben die Titanic nicht mehr im Stande ist. Eine Namensänderung wäre angebracht – in Costa Concordia.

    • stefanolix sagt:

      Die Wikipedia weiß über dieses Schimpfwort: In der Literatur findet es verschiedentlich Eingang, so bereits bei Friedrich von Logau (Gedicht Schmähliche Feigheit 1654), Friedrich Schiller (Die Räuber, 4. Akt, 5. Szene) oder Johann Gottfried Herder (…) ;-)


      Im Roman hatte der Student zuvor eine banale Angewohnheit des Professors (nämlich Nüsse zu knacken) wörtlich als »faschistisch« bezeichnet. Der Professor steigert sich dann in eine Schimpfkanonade über die Verhaltensweisen bestimmter Gruppen von Studenten hinein.


      Den Vorschlag für die Namensänderung finde ich gut. Allerdings würde der »Titanic«-Chefredakteur wohl eher ein Motorboot als einen Dampfer auf die Klippen steuern ;-)


      (Ergänzung) Sollte es nicht heißen: Das Schimpfwort findet Eingang in die Literatur?

      • stefanolix sagt:

        Ergänzung: Ein (hoffentlich beständiger) Verweis auf den Hundsfott im Wörterbuch der Gebrüder Grimm.

      • Erling Plaethe sagt:

        http://peter.gruendler.org/wien.erlesen/verstehen/schimpfschande.htm
        Wirklich, ich hab nicht weiter nachgesehen als ich bei Wikipedia las: “Geschlechtsteil einer Hündin”.
        Da war die Bedeutung klar. Sie geht aber noch weiter, direkt zur Sodomie wie ich eben recherchierte. Das wird auch mit den Grimms nicht angenehmer. Aber bei Shakespeare ging’s ja auch deftig zu. ;-)

      • stefanolix sagt:

        Ich finde schon, dass der Autor Dietrich Schwanitz den Begriff ziemlich treffend einsetzt. Ich sehe in der Verwendung der »Hundsfötter« in dieser Tirade die Bedeutung »feige, hinterhältige Horde«.

      • Erling Plaethe sagt:

        Der Grund warum ich Shakespeare so mag liegt darin, dass er genau das Gegenteil macht was Du bei Dietrich Schwanitz beschreibst.
        Ersterer drückt sich vordergründig äußerst feingeistig und gewählt aus, aber bedenkt man die Wortspiele und Allegorien (natürlich des altenglischen Textes) bleiben am Ende, neben den erquicklichen gedanklichen Ausflügen – sehr derbe Zoten. *)
        Zweiterer versucht, wie es scheint, den umgekehrten Weg zu gehen.
        Ich weiß nicht ob das mir beim Lesen was bringen würde. Das Beste ist wohl, ich probier es mal.
        *) Es gibt Reclam-Ausgaben in denen der historische Zusammenhang Shakespeare’s Wortschöpfungen und Anspielungen sehr gut erläutert wird.

    • David sagt:

      @Erling Plaethe: Als Shakespeare geboren wurde, war das Altenglische schon seit fast einem halben Jahrtausend vom Erdboden verschwunden, und selbst das Mittelenglische gab’s nicht mehr. Die Shakespearesche Stufe des Englischen bezeichnet man gewöhnlich als Early Modern English.

  3. Rayson sagt:

    Ich finde, du hast Recht damit, genau das zum Thema zu machen. Der satirische Gehalt geht beim betreffenden Cover gegen Null – die ganze Sache lebt von einem Wortspiel und dem Herabziehen von etwas bzw. jemandem, das bzw. der anderen Menschen heilig ist, ins Fäkale. Man kann sich jetzt ewig streiten, ob das zulässig sein soll oder nicht. Das mögen die Gerichte klären, und die anzurufen hat der Papst dasselbe Recht wie jeder andere auch. Aber tatsächlich ist die wichtigste Konsequenz daraus, den Niedergang der Satire in Deutschland zu beklagen.

    Der Grund dafür könnte witzigerweise daran liegen, dass die Dinge, die den ach so frechen Satirikern selbst heilig sind, mittlerweile auch den aktuellen Mainstream ausmachen, so dass den armen Leuten kaum noch etwas bleibt, um auf sich aufmerksam zu machen. Eigentlich wären, den Machtzuschreibungen der aktuellen Debatten nach, Satiren über den CO2-Wahn, die Gender-Exzesse und die Europa-Visionen überfällig. Aber weil die meisten “frechen” Satiriker genau das alles ja super finden, müssen sie den verschwindenden Rest um so heftiger und um so mehr in Richtung Latrine angehen.

    • David sagt:

      Hat die Titanic inzwischen das Monopol auf Satireprodukte, oder stehen wir hier vor der paradoxen Situation, daß es für etwas bitter nötiges keinen Markt gibt?

    • stefanolix sagt:

      @Rayson: Die »frechen Satiriker« finden das vielleicht nicht unbedingt super. Ihnen fällt nur einfach nichts zu diesen Themen ein, weil das Leben inzwischen immer einen Schritt voraus ist ;-)

      @David: Es mag sich ein Teil des Publikums dafür interessieren. Aber Kunst ist ja nicht immer marktgerecht.


      Kleine Ansätze sehe ich seit einiger Zeit in den Moderationen des Satire-Gipfels, z. B. zu den Themen »Schulden«, »Grundeinkommen« und »Piraten«.

  4. Templarii sagt:

    Die “Satire” darin geht unter das Niveau von “MAD” oder noch schlimmeren britischen Pöbelzeitschriften mit absurden Zeichenstilen – und ich meine nicht spitting image.

    Templarii

  5. Adrian sagt:

    Mein Gott, es ist doch nur der Papst. Der beleidigt andere Menschen ständig, also soll er sich nicht so anzustellen

    • Klaus W. sagt:

      Zwischen “beleidigen” und “herabwürdigen” (wie zum Beispiel auch in der nationalsozialistischen Propaganda vor einigen Jahrzehnten) sehe ich schon noch einen großen Unterschied. Und danke an stefanolix für den Verweis auf eine Dresdner Zeitung. Ich glaube, ich habe das Abo nur noch, um mich täglich aufregen zu können.

      • stefanolix sagt:

        Sagen wir es so: Es gibt verschiedene Stufen der Herabwürdigung. Manchmal empfinde ich, dass sich bestimmte Satiren und Karikaturen dem Niveau aus der Zeit um 1933 annähern (wobei das nicht nur auf die »Titanic« bezogen ist).

  6. Blinkfeuer sagt:

    Als Germaniens ol’ Kutte zu Karfreitag die Juden religiös befreien und zu Christen machen wollte, war das Palaver aber minimal, bestenfalls ein Furz gegen das temporäre Geblubber.

    • stefanolix sagt:

      Ich denke, dass Papst Benedikt von all seinen direkten Vorgängern derjenige ist, der am meisten (intellektuelles und spirituelles) Verständnis für das Judentum hat.

      Übrigens: Es gibt in den gotischen Kathedralen künstlerisch wunderbare Darstellungen der »Ecclesia« und der »Synagoga«, siehe auch:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesia_%28Kunst%29
      http://de.wikipedia.org/wiki/Synagoga

      Sie stammen aus einer Zeit, die von Antisemitismus und von der Unterdrückung der europäischen Juden geprägt war. Heute würde man das Judentum so nicht mehr darstellen.

      Das Verhältnis der Christen zu den Juden entwickelt sich weiter. Manchmal in größeren, manchmal in kleineren Schritten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 51 Followern an

%d Bloggern gefällt das: