Amerikanische »Wissenschaftler« haben herausgefunden …

war unter uns Studenten früher die Chiffre für: »In der Zeitung steht ein Artikel über ein Phänomen, das sich jemand aus den Fingern gesogen und in Form einer Studie veröffentlicht hat.« Ohne die richtige Betonung täte dieser Satz allen wirklichen Wissenschaftlern Unrecht und deshalb wurden die Gänsefüßchen mitgesprochen.

Die Qualitätsmedien haben inzwischen so gravierende Probleme mit sich selbst, mit ihren Lesern und mit ihren Anzeigenkunden, dass sogar ein Feuilleton-Redakteur der recht guten Wochenzeitung F.A.S. darüber nachsinnt (ich trage den Link nach, wenn der Artikel online verfügbar ist). Harald Staun fragt in seinem Artikel »Was genau war denn früher besser?«, wann das goldene Zeitalter des Journalismus war:

[…] in jüngerer Vergangenheit, kurz vor der Erfindung des Internets, als es noch möglich war, ganze Agenturberichte wörtlich abzudrucken, ohne sich lächerlich zu machen?


Eigentlich könnte man fast an jedem Tag einen resignierten Blog-Artikel über Pressemeldungen schreiben, die im Grunde notdürftig umformulierte Agenturmeldungen, Pressemitteilungen, Artikel von PR-Agenturen oder Zusammenfassungen ungelesener und unverstandener Studien sind.

Heute mache ich es mir aber mal einfach: Einen treffenden Artikel zu einer solchen Studie habe ich im Sprachlog (ein Blog von scilogs.de) gefunden: Stille Post verschlechtert die Grammatik.


Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: