Zettels Vermächtnis: Es soll weitergehen

Vor einer Woche erreichte uns die Nachricht von Zettels Tod. Viele Kommentatoren haben sich in Zettels Forum in ein virtuelles Kondolenzbuch eingetragen. Einige haben Geld für eine Traueranzeige gesammelt und gemeinsam am Text gearbeitet.

Ich verbinde mehrere Erinnerungen mit Zettel: Erstens die herzliche Begrüßung jedes Kommentators im Kleinen Zimmer. Zweitens die gerechte und konsequente Diskussionsführung: Moderation und Gesprächsführung im besten Sinne. Drittens die vielen Artikel aus neuen Perspektiven: Aufklärung und Anregung zum Selbstdenken. Viertens die Kontakte im Zusammenhang mit meinen drei Gastbeiträgen in Zettels Raum.

Auf diese Weise kann man den Verlust eines Menschen verarbeiten: Man tauscht sich aus, man denkt über den Toten nach, man sucht nach einem Vermächtnis. Zettels persönliches Vermächtnis fand sich in einer Diskussion im Forum. In einer Schwächephase schrieb er vor zwei Jahren:

(…) es gibt so viele tolle Menschen, die das weiterführen können, was ich angefangen habe. ZR und das Kleine Zimmer hängen ja nicht daran, wie lange das Herz eines Menschen noch pumpt. Ihr sollt das gefälligst weiterführen. Meines Erachtens ist das Kleine Zimmer einmalig im deutschen Netz. Da müßt Ihr alle euch halt a bisserl engagieren.

Jetzt haben einige Autoren und Vertraute Zettels beschlossen, dass Zettels Raum weitergeführt werden soll. Wie aus ihrem Kreis zu vernehmen ist, wird innerhalb der nächsten 14 Tage noch am Konzept gearbeitet und am 18. März sollen die ersten Artikel erscheinen.

Ich freue mich, dass im Kleinen Zimmer weiter diskutiert werden wird und dass in Zettels Raum neue Artikel erscheinen werden. Wenn man die vielen Beiträge in den Diskussionssträngen nach Zettels Tod liest, wird klar: Allen Beteiligten ist bewusst, dass man eine Persönlichkeit wie Zettel nicht ersetzen kann.

Aber auf der anderen Seite ist auch klar: Seine regelmäßigen Leser, Gäste und Co-Autoren haben viel von ihm gelernt und einige wollen in seinem Sinne weitermachen. Was könnte man über einen ehemaligen Professor und Publizisten noch Besseres sagen?

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