Manche Menschen glauben, dass Barcodes systematisch ihr Leben zerstören …

Im Frühjahr 2013 habe ich zum ersten Mal von einem Phänomen gehört, das so gar nicht in unsere aufgeklärte Zeit passt: Manche Menschen glauben offenbar wirklich daran, dass ein Barcode auf der Produktverpackung

  • negative Energie sammelt,
  • die Produktqualität verschlechtert,
  • eine »energetisch toxische« Wirkung hat und somit
  • dem Menschen geistigen oder körperlichen Schaden zufügt.

Das ist kein Witz, kein Aprilscherz und keine Satire. Dieser Glaube wird so ernst genommen, dass Unternehmen ihre Barcodes inzwischen »entstören«, weil sie offenbar Angst haben, dass ihre Produkte sonst seltener gekauft werden. Auf einer speziellen FAQ-Seite findet man folgende Überzeugung:

So sind z.B. die Lichtzellen von Nahrungsmitteln von den Schwingungen des Codes durchsetzt. Selbst Produkte ohne eigenen Strichcode sind betroffen, wenn sie mit den gängigen Transportmitteln befördert und mit deren Verpackungs-Strichcodes in Kontakt kommen oder unmittelbar benachbart von Codes gelagert werden.


Manche Menschen »entstören« ihre Strichcodes gleich nach dem Kauf. Diese Entstörung soll mit speziellen Stiften möglich sein, die angeblich mit »positiver Energie« aufgeladen sind. Mit einem normalen Stift richtet man vermutlich mehr Schaden als Nutzen an.

Nun mag das eine Angelegenheit etwas seltsamer Kunden sein. Sollen sie doch auf dem Barcode herumkritzeln. Inzwischen ist aber eine Grenze überschritten: Manche Unternehmen aus den Branchen BIO und Esoterik »entstören« die Barcodes mit einer waagerechte Linie.

Man darf vermuten, dass sie dazu energetisch positiv geladene Druckmaschinen verwenden, sonst hätte es ja gar keine Wirkung. Inzwischen kann man Produkte mit solchen entstörten Barcodes wirklich im BIO-Laden finden.


Wenn ich also das Verhalten solcher Kunden und Unternehmen mit dem folgenden Barcode als esoterischen Unsinn bezeichne, kann ich die Barcode-Grafik mit einem Querstrich »entstören« und dann ist alles wieder gut:

barcode_400


Halten wir fest: Manche Kunden der BIO-Märkte glauben offenbar an derart groben Unfug. Sie sind mithin für Wissenschaft und rationales Denken nicht wirklich zugänglich. Man darf vermuten, dass sie auch Vollmondwasser kaufen, dass sie einen Halbedelstein zur Abwehr von »Telefonstrahlung« auf dem Schreibtisch stehen haben oder dass sie ihr Bett nach einer Wasserader ausrichten. In der F.A.Z. wurden im April Vertreter dieses seltsamen Kults zitiert.


Nun ist mir ja bewusst, dass es z. B. eine gewisse Sensibilität für Räume gibt. Bestimmte Räume rufen bei manchen Menschen Unbehagen hervor: Sie möchten nicht in eine Wohnung ziehen, in der jemand umgebracht wurde oder in der sich vor kurzer Zeit erst ein Paar getrennt hat. Das ist bis zu einem gewissen Grad verständlich. Ich spüre auch eine gewisse Beklemmung, wenn ich in alten Burgen eine Folterkammer oder ein Verlies sehe.

Aber ein gedrucktes Strichmuster soll als »Antenne« für »negative Energie« wirken? Eines von so vielen anderen regelmäßigen oder unregelmäßigen Mustern in der Natur und in der Technik? Kann man mit diesem »Bewusstsein« im 21. Jahrhundert überhaupt durchs Leben gehen? Was sagt ein solches »Bewusstsein« über das Verständnis für Politik, Wirtschaft und Technik aus? Ist das nicht zutiefst unaufgeklärt und unmündig?

Ich frage mich wirklich besorgt: Was ist mit den Kindern, deren Mütter so einen Unsinn glauben? Wie sollen sie in der Schule ernsthaft Physik und Biologie lernen, wenn zu Hause solcher Aberglaube herrscht?

Das Frappierende ist doch auch: Obwohl diese Leute vermutlich ähnlich naiv auch an Politik, Wirtschaft und Technik herangehen, dürfen sie im September trotzdem zur Bundestagswahl gehen. Und das macht mir doch ein wenig Angst. Denn eigentlich brauchen sie auf dem Wahlzettel kein Wahlprogramm und keine Namen der Direktkandidaten, sondern nur das Bild einer energetisch positiv geladenen Sonnenblume auf grünem Grund …


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70 Antworten zu Manche Menschen glauben, dass Barcodes systematisch ihr Leben zerstören …

  1. Muriel sagt:

    Hatten wir nicht vor einer Weile hier eine Diskussion, in der du das Christentum mir gegenüber in Schutz genommen hast?
    Pardon, falls ich mich irre, aber findest du wirklich nur eins davon unaufgeklärt und unmündig?
    Ansonsten teile ich deine Sorge übrigens nicht ganz. Nach meiner Erfahrung sind Menschen erstaunlich gut in der Lage, in bestimmten Bereichen ihres Lebens eine völlig idiotische Epistemologie anzuwenden, in anderen aber völlig vernünftig vorzugehen. Trotzdem ist natürlich die hier wie da zur Schau tretende Wurstigkeit gegenüber Realität und Logik nicht ganz unbedenklich.

    • stefanolix sagt:

      Ich stelle mich gern Deinen Gegenargumenten ;-)

      Viele Naturwissenschaftler haben keinen Widerspruch zwischen ihrer wissenschaftlichen Arbeit und dem Glauben an die Existenz eines Gottes gesehen. Sicher hatten sie ihr ganz spezielles Gottesbild – aber das ist Privatsache.

      Andere Naturwissenschaftler waren (sind) intelligente Agnostiker.

      Aber in Bezug auf den Unsinn, dass Barcodes angeblich die Lebensmittel entwerten, kann man weder gläubig noch Agnostiker sein. Da kann es nur eine Antwort geben: Wir wissen, dass ein solcher Einfluss nie gemessen wurde und wir kennen keinerlei wissenschaftlichen Beweis, dass eine solche Entwertung stattfindet.

      • Muriel sagt:

        Ich schrieb ja auch, dass man allen möglichen Quatsch glauben und trotzdem un Alltag tadellos funktionieren kann. Meine Mutter zum Beispiel trägt Magnetschmuck, und eine Kollegin von mir steht auf TCM. Beide ansonsten sehr vernünftige, angenehme Leute.
        Und dein letzter Absatz wirkt ja beinahe wie bewusst als Vorlage für mich formuliert, denn genau das gleiche könnte man über jede Art von Gott sagen, oder meinetwegen die Dämonen, die die RKK gelegentlich exorziert.

      • stefanolix sagt:

        Wir können wissenschaftlich untersuchen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Diese wissenschaftliche Arbeit widerspricht sich nicht mit der Möglichkeit, dass Gott die Welt geschaffen hat.

        Ich denke, dass es in der Entwicklung der Kirchen einen langsamen Fortschritt gibt. Diese Entwicklung wurde natürlich gefördert durch die Aufklärung und die Trennung zwischen Staat und Kirche.

        Wer im 21. Jahrhundert evangelisch oder katholisch aufwächst, glaubt daran, dass diese Welt von Gott geschaffen wurde. Dieser Mensch wird aber im Normalfall ein grundsätzlich wissenschaftliches Weltbild haben.

        Wie gesagt: Hervorragende Wissenschaftler wie Albert Einstein haben keinen Widerspruch zwischen der Physik und dem Glauben an Gott gesehen.


        Aber auf dem Stand des 21. Jahrhunderts kann man nicht daran glauben, dass ein Strichmuster auf Papier aufgrund seiner Form die darin eingepackten Lebensmittel entwertet. Das ist einfach nur Unsinn.


        Das »Austreiben von Dämonen« halte ich persönlich für einen schlimmen Aberglauben in der Art eines Voodoo-Kults. Soweit mir bekannt ist, ist das keine offizielle Praxis der Römisch-Katholischen Kirche (mehr).

      • Muriel sagt:

        Ich verstehe gar nicht, warum du jetzt noch mal religiöse Wissenschaftler bringst. Einstein ist da in meinen Augen ein schlechtes Beispiel, aber es gibt ja genug andere, und ich bin doch derjenige, der die Meinung vertritt, dass man trotz dummen Aberglaubens prima seine Arbeit machen kann.
        Der nackte Glaube an irgendeinen Gott ist natürlich in der Tat nicht widerlegbar, so wie der an das Monster in meinem Schrank.
        zum Christentum gehört (je nach Konfession) aber eben auch Transsubstantiation, die physische Auferstehung Jesu, ewiges Leben, die gelegentliche Unfehlbarkeit des Papstes, Wunderheilungen, die Erbsünde, der Teufel, Engel, und allerlei andere überprüfbare Behauptungen.
        Abgesehen davon ist natürlich der Glaube an einen Gott nicht gerechtfertigt, und damit ein Symptom einer kaputten und unaufgeklärten Epistemologie.

      • stefanolix sagt:

        Ich glaube nicht, dass Albert Einstein tief religiös war. Es liegt mir auch fern, ihn ins Feld zu führen. Er war für mich nur ein Beispiel für einen hochintelligenten Menschen, der in der Frage der Existenz Gottes eine für mich gut nachvollziehbare Überzeugung vertrat.

        Ich bin der festen Überzeugung, dass man »aufgeklärt religiös« (Arbeitsbegriff) sein kann. Zum Attribut »aufgeklärt« gehört, dass man eben nicht an Dämonen und Teufel, an Heiligsprechungen, an das tatsächliche Laufen über das Wasser oder an die Unfehlbarkeit des Papstes in Lehrfragen der Katholischen Kirche glauben muss.

        Und es gehört natürlich die Trennung von Staat und Kirche dazu: Kirche darf grundsätzlich nicht mit Staatsmacht ihre Lehre durchsetzen.

        Diese aufgeklärte Religiosität widerspricht sich meiner Meinung nach nicht mit den Erkenntnissen und Methoden der Naturwissenschaft. Sie schadet niemandem, sie kann aber Nutzen bringen.

        Dagegen widerspricht die Überzeugung von der energetischen Aufladung eines Lebensmittels via Barcode einfach allen Erkenntnissen und Methoden der Naturwissenschaft. In ihrer Ablehnung der Wissenschaft richten die Barcode-Entstörer und deren Geistesverwandte somit letztlich Schaden an.

        Einen solchen Schaden würde ich bei aufgeklärt gläubigen Menschen ausschließen.

      • Muriel sagt:

        Er war für mich nur ein Beispiel für einen hochintelligenten Menschen, der in der Frage der Existenz Gottes eine für mich gut nachvollziehbare Überzeugung vertrat.

        Interessant. Ich will nicht nerven, und wenn du denkst, dass diese Fragen uns zu weit weg vom Pfad führen, verstehe ich, wenn du sie ignorierst, aber:
        Was bezweckst du damit, mir ein Beispiel für einen hochintelligenten religiösen Menschen zu nennen?
        Und was genau war denn Albert Einsteins Überzeugung zur Existenz Gottes, die du gut nachvollziehen kannst? Vielleicht kann ich’s ja auch, wenn ich sie einmal kenne.

        Ich bin der festen Überzeugung, dass man »aufgeklärt religiös« (Arbeitsbegriff) sein kann. Zum Attribut »aufgeklärt« gehört, dass man eben nicht an Dämonen und Teufel, an Heiligsprechungen, an das tatsächliche Laufen über das Wasser oder an die Unfehlbarkeit des Papstes in Lehrfragen der Katholischen Kirche glauben muss.

        Interessant. Katholiken (also solche, die die Kerninhalte der Lehre ihrer Kirche akzeptieren) können für dich also keine aufgeklärten Gläubigen sein?
        Und man kann aufgeklärt an einen Gott glauben, aber nicht an einen Teufel?
        Das halte ich für reichlich merkwürdig. Magst du es erläutern?

        Diese aufgeklärte Religiosität widerspricht sich meiner Meinung nach nicht mit den Erkenntnissen und Methoden der Naturwissenschaft. Sie schadet niemandem, sie kann aber Nutzen bringen.

        Das sehe ich völlig anders.
        Ungerechtfertigter Glaube, egal an was, ist in meinen Augen mit naturwissenschaftlicher Methodik fundamental unvereinbar. Ich halte es zwar für nicht zwangsläufig schädlich, etwas ohne Grund zu glauben, aber zumindest steigt meine Gefahr, mich zu irren, wenn meine Epistemologie solchen Quatsch zulässt.

        Dagegen widerspricht die Überzeugung von der energetischen Aufladung eines Lebensmittels via Barcode einfach allen Erkenntnissen und Methoden der Naturwissenschaft.

        Ich halte den grundsätzlichen Unterschied, den du da aufbaust, für künstlich. Eine körperlose allmächtige Entität, die Universen schafft und nicht an die bekannten Naturgesetze gebunden ist, widerspricht ihnen genauso. Natürlich ist der Barcodequatsch leichter überprüfbar, weil man ja bloß eine vernünftig strukturierte Doppelblindstudie braucht, um ihn für praktische Zwecke zu widerlegen, was bei manchen Formen des vorgeblich aufgeklärten Theismus nicht so geht, aber dadurch sind die nicht vernünftiger als der Barcodeunfug, nur komplizierter.

      • stefanolix sagt:

        Nein, ich kann das nicht umfassend rational erklären ;-)

        Ein erster Gedanke: Man kann meiner Meinung nach Philosophie und Religion (also die Frage: Woher kommen wir?) nicht auf einer Ebene mit dem Aberglauben an ganz kleine, konkrete Phänomene diskutieren.

        Mich ruft jetzt gerade erst einmal die Pflicht – und sie wird heute sehr intensiv rufen.

      • Muriel sagt:

        Na gut, da auch ich meine erfreulichen wie unerfreulichen Pflichten haben, belassen wir es dabei, herausgefunden zu haben, dass wir diesen Aspekt unterschiedlich sehen und schließen das Gespräch damit vorerst ab.
        Bis zum nächsten Mal!

      • Michael sagt:

        [Was] ist eigentlich mit dem QR-Code

        Der enthält wesentlich mehr Informationen als der Barode und dementsprechend mehr schädliche Energie. Muß man den zum Entschärfen durchkreuzen, einkringeln oder am besten beides?
        Oder haben den die Barcode-Geschädigten noch gar nicht mitbekommen?
        Den Arglosen sollten die Augen geöffnet werden.

      • stefanolix sagt:

        Ich verweise dazu auf den [nicht vollständig ernstzunehmenden] Stand der Diskussion bei:

        http://geschmacks-sache.blogspot.de/2013/06/satire-geistige-gesundheit-barcodes.html

        (gleich die ersten Kommentare).

    • Michael sagt:

      Barcode einfach umpolen + Absatzförderung

      Muriel sagt:
      9. Juni 2013 um 14:17
      Ich schrieb ja auch, dass man allen möglichen Quatsch glauben und trotzdem un Alltag tadellos funktionieren kann. Meine Mutter zum Beispiel trägt Magnetschmuck, und eine Kollegin von mir steht auf TCM. Beide ansonsten sehr vernünftige, angenehme Leute.

      Es wäre ja auch zu einfach, wenn alle Leute, die Magnetschmuck tragen hochgradig gefährliche Irre wären. Jeder kennt wohl solche Beispiele. Mein Cousin, ein netter Kerl, glaubt an die Kraft der Wünschelrute.
      Und das Ihre Mutter Magnetschmuck trägt beweist doch nur, daß sie an dessen Wirkung glaubt. Weiter nichts.
      Was TCM ist habe ich ja noch rausbekommen – die ist sicher gut für ein eigenes Thema.
      Was aber zum Kuckuck ist RKK?
      Es stört, nicht geläufige Abkürzungen ohne Erklärung einzubringen.

      Nun zum Thema gefährlicher Barcode. Dieser Spleen muß neu sein, ähnlich der vor einiger Zeit aufgekommenen Angst vor Handystrahlen.
      Aber man kann den Barcode auch “umpolen“:

      BARCODE ENTSTÖREN: etwa einen Millimeter über den Barcode einen waagerechten Strich ziehen. Dann verwandelt sich der Barcode in ein positiv strahlendes Zeichen.

      Noch was zum Magnetismus : Ich erinnere mich an die Zeit als die Quarzuhren aufkamen. Da wurde doch ernsthaft in seriösen Blättern diskutiert, deren Magnetfelder würden das Eisen im Hämoglobin magnetisieren, was dann zur Blutverklumpung führen würde.
      Diese These könnten die Hersteller von Automatikuhren zur Förderung des Absatzes gelegentlich wieder aufwärmen.

      • Muriel sagt:

        Was aber zum Kuckuck ist RKK?

        Römisch-katholische Kirche.
        Tut mir leid, mir war nicht klar, dass dir die Abkürzung nicht geläufig ist.

      • stefanolix sagt:

        @Michael: Bei uns in der DDR waren Quarzuhren ein Statussymbol (toll und aus dem Westen!). Ich habe nie etwas über negative Strahlungen gehört.

        Ich kannte die Abkürzung TCM noch nicht. Wieder was gelernt. Aber das ist meiner Meinung nach meilenweit von der Barcode-Hysterie entfernt. Alte Heilmethoden kann man in die moderne Zeit weiterentwickeln.

        Noch mal zum Barcode: Dass es sogar ein »Umpolen« ins Positive sein soll, wenn man einen Strich darüber zieht, wusste ich nicht. Ich kannte bisher nur das »Entstören«.

      • Michael sagt:

        stefanolix sagt:
        10. Juni 2013 um 05:29
        @Michael: Bei uns in der DDR waren Quarzuhren ein Statussymbol (toll und aus dem Westen!). Ich habe nie etwas über negative Strahlungen gehört.

        Ja, klares Statussymbol wegen der digitalen Anzeige!
        Es ging nicht um Strahlung der Uhren sondern
        deren Magnetfelder würden das Eisen im Hämoglobin magnetisieren. Ich schreibe aus dem Gedächtnis. So was habe ich um 1970 in seriösen westlichen Publikationen gelesen. 1965 entwickelten Schweizer die ersten Quarz-Armbanduhren Die digitale Anzeige kam 1970, aber diese Uhren haben kein Magnetfeld.
        1961 wurde mit der Ruhla electric die erste elektrische Armbanduhr der DDR auf der Leipziger Messe als Eigenentwicklung vorgestellt.
        Und da nehme ich die DDR mal in Schutz : Solch´ pseudowissenschaftliches Gefasel wie es heute um schädliche Handystrahlen, Erdstrahlen, heilende Steine etc. gemacht wird gab es da nicht.

      • Paul sagt:

        Lieber Michael, Sie nehmen die DDR in Schutz. Das müssen Sie nicht, denn sie war etwas gaz besonderes.

        Es gab keinen sauren Regen, kein Waldsterben, keine Umweltprobleme. Die Seen um Bitterfeld waren beliebte Naherholungsgebiete.

        Ja, die DDR war eben etwas ganz besonderes.
        Gemeckert wurde auch nicht so doll. Da sorgte schon die Stasi dafür.

        Sie sehen selbst: Sie müssen sie nicht in Schutz bnehmen.

        Herzlich, Paul

      • Michael sagt:

        Hallo Paul,

        googeln Sie mal obiges.

        Gruß
        Michael

      • Michael sagt:

        Hallo Paul,

        googeln Sie mal

        Silbersee + Jodelschule

        Gruß
        M.

      • Paul sagt:

        Hallo Michael,
        das hat mir nicht weiter geholfen.
        Die Eingabe führt mich nach Rathen und den Karl May Fans.
        Auch der Silbersee im Ruhrgebiet sagt mir nichts. Loriots Jodelschule kann ich auch nicht deuten.
        Versuchen Sie es noch einmal.
        LG, Paul

      • stefanolix sagt:

        Die Wendung »die DDR in Schutz nehmen« kann missverstanden werden.

        Aber es ist trotzdem richtig, dass die allermeisten Menschen in der DDR recht gut einschätzen konnten, ob ein Aufdruck auf einer Verpackung schädlich für die Gesundheit ist. Mit der Aussage, dass Barcodes schädlich für die Gesundheit des Menschen seien, hätte sich damals im Freundes- oder Bekanntenkreis niemand blamiert.

      • Paul sagt:

        Hallo stefanolix,
        mal eine kleine Abweichung vom Thema.
        Wir DDR-Bürger waren (und sind?) in dieser Beziehung härter.
        Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie erfreut wir waren als wir nach Tschernobil die Obst- und Gemüseschwemme aus Bulgarien hatten, weil der „Westen“ die Abnahme verweigerte.
        Ach so, Pilze habe ich damals auch gesammelt und gegessen.

        Wir haben es überlebt! Was können uns da schon Barcodes anhaben?
        Herzlich, Paul

      • Michael sagt:

        Hallo Paul,

        Hier sind Silbersee + Jodelschule.

        Gruß
        M.

      • Michael sagt:

        Ich verstehe.
        Sie schreiben verschwollenes Zeug, sind aber zu erhaben für eine Erklärung.

      • Michael sagt:

        ´tschuldigung Paul.
        Das war der falsche Pfad.

  2. Antifa sagt:

    Ich habe mich schon gefragt, wann die Pointe kommt, aber im letzten Satz wurde sie ja eingebaut. Ja, auch diese Menschen haben das Recht zu wählen, aber ob überhaupt und wo sie ihr Kreuz hinsetzen, ist letztlich ihnen selbst überlassen. Das ist eben in einer Demokratie so.

    • stefanolix sagt:

      Richtig. Und es ist in einer Demokratie nicht möglich, den Wahlakt an einen Eignungstest zu koppeln. Aber manchmal würde man sich das wünschen.

      Im Grunde macht mir der Gedanke im vorletzten Absatz mehr Sorgen …

  3. Sathiya sagt:

    Nun, so ganz unrecht haben sie damit ja nicht: – Wenn der fragliche Barcode auf Alkoholika, Tabakwaren und derartigen Waren aufgedruckt ist. (Ironisch gemeint)

    Ansonsten – Kopfschütteln. Jeder Mensch glaubt an irgendwas, egal wie absurd es einem anderen vorkommen mag. Der Barcode – der moderne Dämon. ;-)
    Laß sie doch glauben, was sie wollen… solange es keinem schadet.

    Der vorletzte Absatz gibt mir auch zu denken. Einige Auswüchse moderner Damönenfurcht sehe ich ja in der Schulklasse meiner Jüngsten. Da kann man schon froh sein, wenn es sich nur um Globuli-Gläubige handelt… :-)

    Schöne Sonntagsgrüße, Sathiya

    • stefanolix sagt:

      Es gibt mir allerdings sehr zu denken, dass Du im letzten Absatz die Pünktchen über den Dämonen vertauschst: Wie viele Barcodes sind gerade in Deiner Nähe und wie sind sie ausgerichtet? ;-)

      Dir auch einen schönen Sonntag!

      • Sathiya sagt:

        Aäöü… sorry.
        War wohl die pööse Handystrahlung schuld… :-)
        ich geh dann mal den „Barcode an meinen Tabletten entstören“. Ich habe mich schon gewundert, warum mein Blutdruck ständig steigt statt zu sinken. :-)

    • Frank sagt:

      Jeder Mensch glaubt an irgendwas, egal wie absurd es einem anderen vorkommen mag (…) Laß sie doch glauben, was sie wollen… solange es keinem schadet.

      Sehe ich nicht so, dass diese deutlich steigende Akzeptanz bzw. dieses Ernstnehmen von esoterischem Unsinn aller Art harmlos ist. Es zeigt, dass – zusätzlich zu RTL- und BILD-Konsumenten – ziemlich viele Menschen bereit sind, freiwillig zu verblöden. Und das, obwohl es in unserer Geschichte die sehr positive Epoche der Aufklärung gab und wir heute dank Internet wunderbare Informationsmöglichkeiten nutzen könnten, um intelligenter zu werden. Diese freiwillige Verblödung wird dann auch oft genug an weitere Menschen übertragen – insofern schadet das durchaus Anderen. In größerem Maßstab betrachtet, senkt es die Durchschnittsintelligenz und das Urteilsvermögen der Bevölkerung.

      Diese Sache mit den Barcodes ist ja letztlich noch harmlos.

      • Frank sagt:

        Nachtrag: Man fragt sich automatisch, ob Leute, die auf solchen Quatsch hereinfallen, in der Schule überhaupt jemals zugehört haben? Mein Standard-Satz an der Stelle: Das kommt eben dabei heraus, wenn man in der Schule naturwissenschaftliche Fächer abwählen konnte.

      • stefanolix sagt:

        @Frank: Man kann Fächer erst relativ spät abwählen, bis dahin sollte der Grundstein gelegt sein.

        Es dürfte also eher daran liegen, dass Naturwissenschaft ohne richtige Didaktik und Überzeugung vermittelt wird, dass Unterricht in Naturwissenschaften zu oft ausfällt und dass die Schulen nicht überzeugend das kritische Denken unterstützen.

      • Jens Sodan sagt:

        ..oder liegt es daran, daß jeder gute Christ sein Kind lange vor der Schuleinführung in de Kirche presst, also lange bevor ein rationales Verstehen der Welt überhaupt möglich ist?

        Eine representative Umfrage unter Barcodophoben würde in diesem konkreten Fall sicher zeigen, dass da einiges an Garbage In ging, bevor dieser Garbage Out kam – daß es prinzipiell eine Korrelation zwischen geringer Bildung und hoher Religiosität gibt ist aber deutlich besser belegt als das Argument „Viele Naturwissenschaftler haben keinen Widerspruch zwischen ihrer wissenschaftlichen Arbeit und dem Glauben an die Existenz eines Gottes gesehen.“ (Und gerade Einstein aus seinem Staunen über die Komplexität der Welt und der Vermutung der ewigen Undurchschaubarkeit einen „Glauben an Gott“ unterzuschieben ist das reine religiöse Eiferertum.)

      • Michael sagt:

        Jens Sodansagt:
        10. Juni 2013 um 12:21
        ..oder liegt es daran, daß jeder gute Christ sein Kind lange vor der Schuleinführung in de Kirche presst, also lange bevor ein rationales Verstehen der Welt überhaupt möglich ist?
        Eine representative Umfrage unter Barcodophoben …

        In einer Diskussion über Barcodes die Religion auf das Niveau der Barcodephobie herab zu ziehen ist schon mehr als schnodderig.
        Und warum betreiben Sie Ihr Bashing just am Christentum und nicht am z.B. Islam? Ein Christ kann aus der Kirche austreten, wenn er meint das Leben rational zu meistern. Einem Muslim droht die Todesstrafe. Und was die Indoktrination betrifft soll es z.B. vorkommen, daß ein Pakistani dessen Muttersprache nicht Arabisch ist, seinen Sohn in die Koranschule steckt. Dort lernt den arabischen Koran auswendig, ohne ein Wort zu verstehen.
        I.O. Stefan ich beende meinen Ausflug.
        M.M.n. sollte man die Religion heraushalten wenn es um die hirnrissige Barcodephobie geht. Dagegen rangiert ja Esoterik noch Stufen höher.

      • Muriel sagt:

        In einer Diskussion über Barcodes die Religion auf das Niveau der Barcodephobie herab zu ziehen ist schon mehr als schnodderig.

        In der Tat. Diese Barcode-Geschichte ist anders als Religion schließlich ausgesprochen harmlos und gesamtgesellschaftlich so gut wie unschädlich.

      • Jens Sodann sagt:

        Daß der Islam seine Aufklärung noch vor sich hat, ändert doch nichts daran, daß dem Aufgeklärten im Abendland nunmal als erstes „Christentum“ einfällt, wenn er auf Irrationales stößt. Wenn positiv von Religion gesprochen wird, wird das in Europa schliesslich auch in der Mehrzal christlich konnotiert. RHIP, um mal eine Abkürzung etwas schräg zu verwenden.

      • Michael sagt:

        Muß das sein ?

        Muriel

        Michael:In einer Diskussion über Barcodes die Religion auf das Niveau der Barcodephobie herab zu ziehen ist schon mehr als schnodderig.

        In der Tat. Diese Barcode-Geschichte ist anders als Religion schließlich ausgesprochen harmlos und gesamtgesellschaftlich so gut wie unschädlich.

        So kann man seiner Schnodderigkeit auch Ausdruck verleihen.
        Was ist am christlichen Glaubensbekenntnis und an den 10 Geboten gesamtgesellschaftlich schädlich? Oder hatten Sie persönlich Schaden durch die Kirche resp. den Glauben anderer? Woher kommt Ihre Intoleranz?
        Jetzt bleibt Ihnen wohl weiter nichts übrig, als mit der Inquisition und den Kreuzzügen zu kommen.
        Bleiben wir doch lieber bei Aufklärung über Barcodephobie und ähnlichen Schwachsinn.

      • Muriel sagt:

        Was ist am christlichen Glaubensbekenntnis und an den 10 Geboten gesamtgesellschaftlich schädlich?

        Die defekte Epistemologie und die völlig unsinnige Moral, die dahinter stehen, zum Beispiel, der Gehorsam vor Autoritäten, die Vorstellung, dass bestimmte Gedanken und Gefühle verwerflich wären, und die irrige Vorstellung eines Lebens nach dem Tod, um ein paar Beispiele zu nennen.

        Oder hatten Sie persönlich Schaden durch die Kirche resp. den Glauben anderer?

        Aber ja.

        Woher kommt Ihre Intoleranz?

        Was meinen Sie mit Intoleranz? Dass ich Dinge als falsch bezeichne, die ich für falsch halte, und Dinge kritisiere, die mich stören? Die folgt unter anderem aus der Vorstellung, dass wir alle das tun sollten, weil es zu einer besseren Gesellschaft beiträgt.

        Bleiben wir doch lieber bei Aufklärung über Barcodephobie und ähnlichen Schwachsinn.

        Sie können bleiben, bei was Sie wollen, aber eine Aufklärung, die vor bestimmten Sorten von Aberglauben Halt macht, ist eine mir sehr suspekte Aufklärung.

      • Michael sagt:

        Muriel :

        Michael :

        Was ist am christlichen Glaubensbekenntnis und an den 10 Geboten gesamtgesellschaftlich schädlich?

        Die defekte Epistemologie und die völlig unsinnige Moral, die dahinter stehen, zum Beispiel, der Gehorsam vor Autoritäten, die Vorstellung, dass bestimmte Gedanken und Gefühle verwerflich wären, und die irrige Vorstellung eines Lebens nach dem Tod, um ein paar Beispiele zu nennen.

        Die RKK hat für ihre Institutionen und Glauben ihre Bezeichnungen. Nennen Sie einen Sinti + Roma etwa Zigeuner?
        Ansonst führen Sie hier moralische Kategorien an. Was schadet Ihnen oder der Gesellschaft die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod?! Diese Ihre Vorhaltung ist irre.
        Was Autorität betrifft wünsche ich Ihnen daß die Ihre, was immer dahinter steht, intakt bleibt.

        Muriel :

        Michael :
        Woher kommt Ihre Intoleranz?

        Was meinen Sie mit Intoleranz? Dass ich Dinge als falsch bezeichne, die ich für falsch halte, und Dinge kritisiere, die mich stören? Die folgt unter anderem aus der Vorstellung, dass wir alle das tun sollten, weil es zu einer besseren Gesellschaft beiträgt.

        Ich meine Ihre Intoleranz gegenüber der RKK.
        I. Ü. halte ich es so wie sie, wenn das Thema kommt, maße mir aber nicht an die Gesellschaft zu verbessern.

        Muriel :

        Michael :
        Bleiben wir doch lieber bei Aufklärung über Barcodephobie und ähnlichen Schwachsinn.

        Sie können bleiben, bei was Sie wollen, aber eine Aufklärung, die vor bestimmten Sorten von Aberglauben Halt macht, ist eine mir sehr suspekte Aufklärung.

        Na da haben Sie ja ein weites Betätigungsfeld.
        Wie wäre es im Amazonas-Dschungel : Da bringen die Indianer Zwillingsgeburten um weil die Unglück bringen.
        Oder wie wäre es mit dem Islam + Saudi-Arabien?
        @ Stefan : So gerne mir das leid tut – das musste sein.

      • Muriel sagt:

        Och wissen Sie, Sie können gerne für irre halten, was ich sage, aber wenn Sie auf diesen Stil stehen, suchen Sie sich doch bitte einen anderen Gesprächspartner.

      • Michael sagt:

        Darf ich Sie daran erinnern, wer das Wort „irre“ in die Diskussion brachte :

        Michael :

        Muriel :
        … und die irrige Vorstellung eines Lebens nach dem Tod, um ein paar Beispiele zu nennen.

        Was schadet Ihnen oder der Gesellschaft die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod?! Diese Ihre Vorhaltung ist irre.

        Ansonst ist habe ich Ihre Äußerungen m.W. nicht mit einem Adjektiv belegt.
        Aber echt schön, wie Sie erst große Kisten aufreißen, sich aber vor dem Aufräumen drücken.

      • Muriel sagt:

        Darf ich Sie daran erinnern, wer das Wort „irre“ in die Diskussion brachte :

        Da missdeuten Sie meine Wortwahl. „Irrig“ bezeichnet einen Irrtum, „Irre“ eine Geisteskrankheit. Schlagen Sie’s nach, falls Sie es bisher nicht wussten.

      • Michael sagt:

        I.O. – da habe ich unsauber argumentiert. Ich entschuldige mich.
        Wie ist es nun mit Aufräumen?

      • Muriel sagt:

        Räumen Sie selbst auf, was immer Sie stört. Ich sagte schon, dass ich an Ihrem Stil keinen Gefallen finde, und da das hier alles Teil meiner Freizeitgestaltung ist, erlaube ich mir den Luxus, nur die Diskussionen zu führen, von denen ich mir was verspreche.

      • Michael sagt:

        Ich sagte es ja : Erst große Kisten aufreißen und wenn es argumentativ eng wird, hat man keine Lust mehr.

      • Muriel sagt:

        Naaaa… Reicht noch nicht ganz. Aber wenn du anfängst, mit den Ellenbogen zu flattern und Hühnergeräusche nachzuahmen, dann komme ich wieder.

      • Muriel sagt:

        Pardon. Mir war kurz entfallen, dass wir per Sie sind. War keine bewusste Provokation.

      • Michael sagt:

        Einfach billig …

      • stefanolix sagt:

        Hier ist das bekannte Zitat von Albert Einstein:

        Meine Religiosität besteht in einer demütigen Bewunderung des unendlich überlegenen Geistes, der sich in dem wenigen offenbart, was wir mit unserer schwachen und hinfälligen Vernunft von der Wirklichkeit zu erkennen vermögen.

      • Jens Sodan sagt:

        In einem Brief!

        Drei Jahre später: „“Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren.“ [1, Wie ich die Welt sehe] (um 1930)“ http://www.liss-kompendium.de/zitate/einstein-zitate.htm

        Sind es nicht immer die Gläubigen (aller Couleur, Michael) die sich gegen das achso ungerechte aus-dem-Zusammenhang-Reissen von Zitaten aus ihrem jeweilig sinnstiftenden Werk wenden?

        Einsteins Meinung zu Gott: E=MC2

      • stefanolix sagt:

        Ich nehme hier bewusst eine neutrale Position ein.

        Beide Eunstein-Zitate stehen nebeneinander und widersprechen einander nicht. Es lohnt sich, einen Augenblick darüber nachzudenken ;-)

        Und die Relativitätstheorie steht auch in keinem Widerspruch zu dem Zitat, das ich gebracht habe.

      • Muriel sagt:

        Es ist doch eigentlich auch völlig egal, was Einstein zu dem Thema meinte.
        Auch tolle Wissenschaftler können privat den größten Unfug glauben, solange sie den nicht mit in ihre Arbeit bringen.
        Kein Gott irgendeiner Art taucht in einer ernstzunehmenden wissenschaftlichen Veröffentlichung auf, so wie Newton ja auch furchtbaren Quatsch glaubte, es aber anscheinend sehr gut schaffte, den von seiner Mechanik zu trennen.

      • Michael sagt:

        Jens Sodansagt am13.6.2013 :
        Sind es nicht immer die Gläubigen (aller Couleur, Michael) die sich gegen das achso ungerechte aus-dem-Zusammenhang-Reissen von Zitaten aus ihrem jeweilig sinnstiftenden Werk wenden?
        Einsteins Meinung zu Gott: E=MC2

        Was soll mein Name da?

      • Jens Sodan sagt:

        Zwischen den beiden Zitaten gibt es keinen Widerspruch, wohl aber zwischen den beiden Zitaten und Deiner Vereinnahmung Einsteins für den angeblichen Glauben an Gott „hervorragender“ Wissenschaftler: „Wie gesagt: Hervorragende Wissenschaftler wie Albert Einstein haben keinen Widerspruch zwischen der Physik und dem Glauben an Gott gesehen.“ Soviel zum Thema „neutrale Position“.

        Und daß die Relativitätstheorie sehr nahe am Nichtexistenzbeweis Gott ist, ist einem richtigen Zealot egal aber natürlich sehr bitterer für einen Gläubigen, der sich für aufgeklärt hält, das verstehe ich schon, mit wem sollst Du abends reden vor dem zu Bett gehen, wenn bei Lichtgeschwindigkeit Schluss ist.. ;)

      • Muriel sagt:

        Und daß die Relativitätstheorie sehr nahe am Nichtexistenzbeweis Gott ist

        Dafuq?
        Wie kommst du denn auf das schmale Brett?

      • Michael sagt:

        Jens Sodansagt am 13.6.2013 :
        Zwischen den beiden Zitaten gibt es keinen Widerspruch, wohl aber zwischen den beiden Zitaten und Deiner Vereinnahmung Einsteins für den angeblichen Glauben an Gott “hervorragender” Wissenschaftler: “Wie gesagt: Hervorragende Wissenschaftler wie Albert Einstein haben keinen Widerspruch zwischen der Physik und dem Glauben an Gott gesehen.” Soviel zum Thema “neutrale Position”.

        Wo habe ich Einstein für mich vereinnahmt?
        Jens Sodansagt am 13.6.2013 :
        Und daß die Relativitätstheorie sehr nahe am Nichtexistenzbeweis Gott ist, ist einem richtigen Zealot egal aber natürlich sehr bitterer für einen Gläubigen, der sich für aufgeklärt hält, das verstehe ich schon, mit wem sollst Du abends reden vor dem zu Bett gehen, wenn bei Lichtgeschwindigkeit Schluss ist.. ;)

        Da könnten Sie auch mal eine Quelle nennen. Würde mich interessieren : Der Versuch eines Beweis für die Nichtexistenz Gottes. Das ist m.E. genauso unmöglich wie der Beweis des Gegenteils.

      • Jens Sodan sagt:

        @Michael, Du warst nicht angesprochen.
        @Muriel, die Betonung liegt hier auf „sehr Nahe“. Abgesehen davon, dass der Gottesbeweis oder sein Gegenteil sprengkrafttechnisch sowas ist wie ein Nazivergleich in einer politischen Diskusion, gemeint war, dass man mit der Relativitätstheorie deutlich mehr Unsinn, den die Weltreligionen so glauben, ad absurdum führen kann als, sagen wir mit Aristoteles‘ Lehre von den vier Elementen. Oder in Deinem Bild zu bleiben, für Bibelexegeten wird mit der Akkumulierung von Wissen um den Aufbau der Welt das Brett schmaler :)

      • Muriel sagt:

        Nee, ich glaub nicht.
        Also, um es fundierter zu sagen, müsste ich natürlich genau wissen, was du meinst, aber vorläufig bin ich mal überzeugt, dass du dich mit der Idee, irgendeine physikalische oder sonstige wissenschaftliche Erkenntnis könnte allgemein Götter widerlegen, entschieden zu weit aus dem Fenster lehnst.
        Konkrete Behauptungen wie „Die Erde ist 6000 Jahre alt“, klar, obwohl gerade die Relativitätstheorie dazu nun auch bemerkenswert wenig beiträgt, soweit ich das sehe, aber metaphysischen Bullshit wie „Es existiert ein transzendentes allmächtiges Wesen außerhalb von Raum und Zeit, das die Entstehung des Universums verantwortet und mit uns lustig Verstecken spielt“, niemals.

      • Jens Sodan sagt:

        Das man geschwurbelt formuliertem Glauben mit Wissenschaft nicht beikommen kann ist schon klar. Die physikalischen Limits die e=mc2 definiert sind aber für jede Entstehungsgeschichte ausserhalb der Wissenschaft (Big Bang etc.) der Todesstoss und mehr brauche ich nicht um für mich den letzten agnostischen „Glauben an Gott“ nach Bullshit abzulegen. Wie gesagt, daß das Michaels hier nicht tangiert ist klar, aber den wissenschaftsverehrenden Blogbesitzer hier sollte das schon vor einige Herausforderungen stellen, und der wurde ja von mir angesprochen (nicht die Gemeinde der Beseelten in aller Welt).

      • Michael sagt:

        @Jens Sodan : Soviel Zeit muß sein

        Jens Sodan sagt:
        14. Juni 2013 um 17:06
        @Michael, Du warst nicht angesprochen.

        Gibt es hier noch einen anderen Michael?
        Dort

        Michael sagt:
        13. Juni 2013 um 18:23

        Jens Sodan sagt:
        am 13.6.2013 :
        Sind es nicht immer die Gläubigen (aller Couleur, Michael) die sich gegen das achso ungerechte aus-dem-Zusammenhang-Reissen von Zitaten aus ihrem jeweilig sinnstiftenden Werk wenden?
        Einsteins Meinung zu Gott: E=MC2

        Was soll mein Name da?

        nannten Sie meinen Name im Zusammenhang mit „… achso ungerechte aus-dem-Zusammenhang-Reissen von Zitaten aus ihrem jeweilig sinnstiftenden Werk …“ und dann bin ich nicht gemeint ?!
        Also noch mal : Was soll das? Wo hätte ich das gemacht?

      • Muriel sagt:

        Die physikalischen Limits die e=mc2 definiert sind aber für jede Entstehungsgeschichte ausserhalb der Wissenschaft (Big Bang etc.) der Todesstoss

        Das stimmt doch einfach nicht. Wie denn bitte?

      • Jens Sodan sagt:

        Michael, ich kann nur schreiben, verstehen müssen Sie es..

      • Michael sagt:

        @Jens Sodan,

        verstehe.
        Sie schreiben verquollenes Zeug, sind aber erhaben über eine Erklärung.

  4. Manni sagt:

    Nun ja… Ich kenne einen, der agitiert mit den gleichen Argumenten gegen Mikrowellen-Geräte (nicht gegen „Mikrowellen-Fraß“, sondern gegen die Nutzung der Technologie).
    Was soll man dazu sagen. Die Menschen sind halt verschieden, manche recht speziell – am besten in Ruhe lassen und hoffen, daß sie in der Summe nicht wahlentscheidend abstimmen…

    • stefanolix sagt:

      Ja, mit dem Thema Mikrowelle hatte ich auch schon schöne Erlebnisse. Aber immerhin wird in der Mikrowelle die Nahrung wenigstens (durch die Erwärmung der Wassermoleküle) wärmer, während sie in der Produktverpackung einfach nur verpackt ist (kein Molekül der Nahrung wird durch den aufgedruckten Barcode verändert).

  5. Paul sagt:

    Lieber stefanolix,
    interessant ist, was sich aus dem Nachdenken über einen Barcode alles ergeben kann.

    Eigentlich wollte ich nach einem kurzen Überfliegen des Artikels schon weiter gehen. Die Anmerkungen von @Muriel und Deine Erwiderungen, haben mich dann doch bei der „Stange“ gehalten“ und zum Nachdenken angeregt.
    Auch die anderen Kommentare waren für mich Anregung zu eigenen Überlegungen.

    Kann es sein, dass es ein tiefes inneres Bedürfnis des Menschen ist, an etwas zu glauben?

    Der Mensch ist vielen unerklärlichen Eindrücken ausgesetzt. Durch zunehmendes naturwissenschaftliches Wissen, werden es nicht weniger sondern mehr.
    Waren dem Menschen früher Donner und Blitz, ja selbst das Säuseln eines leichten Windes oder der Schrei eines Kauzes unheimlich, so sind es heute Klimaerwärmung und Barcodes. Pars pro toto. Andere Beispiele lassen sich ganz leicht finden.
    Durch den Glauben war es möglich diese Phänomene zu „beherrschen“, zu „erklären“, damit umzugehen.

    Mein Eindruck, je mehr die etablierten Religionen als Träger eines Glaubens in Verruf geraten, desto größer wird das Bedürfnis nach „Ersatzreligionen“.

    Jedenfalls nehme ich die zunehmende Hinwendung zu einem Glauben ‚an was auch immer‘ wahr. Dazu gehören dann auch Magnetismus, Horoskop, Energiewandel u.v.a.m.

    Manche Katholiken „unterfüttern“ dann ihren eigentlichen Glauben noch mit Aberglauben, um sicher zu gehen. Dazu genügt ein Blick nach Südamerika. Aber auch in meiner unmittelbaren Umgebung nehme ich das wahr. In anderen Religionen wird es nicht anders sein. Als Katholik kann ich dies aber nicht so gut wahrnehmen.

    Wie soll man damit umgehen?

    Meine Oma sagte immer: „Junge, lass jedem Tierchen sein Pläsierchen.“

    Ich halte es mit Friedrich dem Großen: (Nach einem Faksimile:)
    „Die Religionen Müßen
    alle Tolleriret werden
    und Mus der Fiscal nuhr
    das Auge darauf haben
    das keine der anderen
    abruch Tuhe, den hier
    mus ein jeder nach
    Seiner Faßon Selich
    werden Fr.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/J#Jeder_soll_nach_seiner_Fa.C3.A7on_selig_werden.

    Aus der Psychiatrie habe ich gelernt, dass jeder einen „Sprung in der Schüssel“ hat. Nur bei dem Einen ist er sichtbarer als bei dem Anderen.

    Bei mir fällt es unter Toleranz, solange für mich keine Nachteile entstehen, dies zu respektieren.

    Werden nicht auch solche Außenseitermeinungen durch die öffentliche Erörterung unnötig aufgewertet?

    Dieser „Barcodeglaube“ hat doch auch was Positives. Wenn genügend dieser Stifte zur „Barcodeentzauberung“ gekauft werden, entstehen doch Arbeitsplätze. :-)

    Herzlich, Paul

  6. Muyserin sagt:

    Ich frage mich wirklich besorgt: Was ist mit den Kindern, deren Mütter so einen Unsinn glauben

    Gender bias much? (Dachtest Du wirklich, dass ich Dir das unkommentiert durchgehen lassen würde? ;))

    • stefanolix sagt:

      Nur ganz kurz: Der zweite Link führt zu einem Artikel bei »netmoms.de« und darauf bezieht sich meine Bemerkung.

      Es gibt barcode-gläubige Männer und Frauen (aber welches Geschlecht hat den größeren Anteil?).

      Die Wendung »deren Eltern so einen Unsinn glauben« wäre richtig gewesen.

  7. Ich habe mal eine Analyse zur ganzen Strichcode-Verschwörung verfasst und hier veröffentlicht:

    http://www.etikettenwissen.de/wiki/Strichcode-Verschw%C3%B6rung

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