Kaltschale aus dem Backofen

29. Juli 2013

Am Wochenende hatte ich (jeweils etwa 250 Gramm): Süßkirschen, Sauerkirschen, Schwarze Johannisbeeren, Rote Johannisbeeren und Himbeeren. Mit 125 Gramm Zucker ist im Backofen fast von selbst eine sehr fruchtige und erfrischende Kaltschale entstanden.

Man nehme:

  • 1.000 bis 2.000 Gramm rote Früchte
  • je 1.000 Gramm Früchte etwa 100 Gramm Zucker
  • eine tiefe Auflaufform aus Glas oder Keramik

Das Rohmaterial …


  • Der Backofen wird auf 140°C vorgeheizt.
  • Die Kirschen werden entsteint, die Beeren von den Fruchtständen abgezupft.
  • Alle Früchte werden in die Auflaufform gelegt und mit der entsprechenden Menge Zucker bestreut.
  • Die Auflaufform wird für 50 bis max. 70 Minuten in den Backofen gestellt. Nach ca. 30 Minuten wird die Form herausgenommen und der Inhalt einmal gründlich umgerührt. Nach 50 Minuten kann man eine kleine Menge entnehmen, abkühlen lassen und kosten.
  • Am Ende lässt man die Früchte in der Form abkühlen, füllt die Kaltschale in eine große Schüssel und stellt sie über Nacht in den Kühlschrank.

Das Ergebnis …

Die Kaltschale wird wirklich leckerer als eine Kaltschale aus dem Topf: Keine Frucht ist zerkocht, es muss kein Wasser zugegeben werden, der Zuckergehalt ist relativ gering – und die Kaltschale ist sehr fruchtig.


Ich bin auf die Idee gekommen, nachdem ich im Frühjahr dieses Rezept mit Rhabarber ausprobiert habe.



Die Kunst der Umfrage

27. Juli 2013

Heute zum Thema: Wie vermeide ich die Frage nach dem Gegenteil von Vertrauen?

Die Zeitung »Dresdner Neueste Nachrichten«gibt in ihrer Ausgabe vom 27.07.2013 die Ergebnisse einer Umfrage zur Organspende wieder. Unter Vertrauen zum Spendensystem gibt es folgende Antwortmöglichkeiten:

  • Habe volles Vertrauen
  • Bin mir nicht sicher, ob alles mit rechten Dingen zugeht

Richtige Formulierungen für die negative Variante wären:

  • Ich habe kein Vertrauen
  • Ich habe kein volles Vertrauen

Für die positive Variante könnte man auch die folgende Antwort vorgeben »Ich bin sicher, dass alles mit rechten Dingen zugeht.« Aber die Kombination aus diesen beiden Anwortmöglichkeiten lässt Fragen offen …



Tweet-Test

26. Juli 2013

Unter welchen Voraussetzungen wird ein Tweet eingebettet?


Eine Zelle mit Büchern

23. Juli 2013

Diese Zelle habe ich heute in Dresden-Hellerau fotografiert. Sie enthält Bücher, die von Bürgern gespendet wurden. Regel: Man muss die Zelle mit mindestens einem Buch betreten und darf höchstens ein Buch wieder mitnehmen.

Aufschrift: »Lesen gefährdet die Dummheit«.

In einem guten Gemeinwesen müsste der Inhalt der Zelle immer wertvoller werden ;-)



Draufgesattelt auf Ruinen

19. Juli 2013

Die folgenden Bilder zeigen Solaranlagen auf baufälligen Gebäuden am Bahnhof Zittau. Zittau ist eine kleine Stadt am östlichsten Ende Sachsens im Dreiländereck mit Polen und Tschechien. Ich konnte aus dem Zug nur einige Ausschnitte fotografieren – insgesamt scheinen es einige tausend Quadratmeter Dachfläche mit Solaranlagen zu sein. Es sieht gespenstisch aus.


Solaranlagen auf baufälligen Gebäuden am Bahnhof Zittau.


Einblicke in die Jahresausstellung der HfbK 2013

18. Juli 2013

Jahresausstellung der HfbK in Dresden-Johannstadt (2013).


Die Berufsbetroffenheitsgesetzgebung

16. Juli 2013

Frau Erzaehlmirnix berichtet exklusiv über flächendeckende Arbeitsniederlegungen der Berufsbetroffenen. Sie fordern unter anderem eine einheitliche Urlaubsregelung und betroffenheitsfreie Tage. Der Streik hat bereits gravierende Auswirkungen:

Und in der Tat, nicht nur bei Dieter Z. blieb der Shitstorm aus, auch bei allen anderen Werbetreibenden und Medienleuten regte sich kein laues Lüftchen mehr seit diesem Tag. Twitter und Facebook, ja sogar die Blogs sind wie ausgestorben.

Die Forderungen der Berufsbetroffenenverbände nach Urlaubs- und Teilzeitregelungen sind aber erst der Anfang. Mittelfristig will man ein flächendeckendes Mindesthonorar für Netz-Aktivist*Innen und die 35-Tweet-pro-Tag-Woche durchsetzen.

Das Arbeitsrecht werde den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen nicht mehr gerecht und müsse umgehend ergänzt werden – so der Aufschrei einer furios auftretenden Sprecherin des Berufsbetroff*Innenverbandes »Kein Spaß für Niemand e. V.« ins Mikrofon des Morgenmagazin-Reporters.


Am Abend des zweiten Streiktages stellte sich heraus: Die Bundesregierung hatte schnell auf die Shitstorm-Niederlegungen reagiert. Die Arbeitsministerin legte in einer eilends einberufenen Kabinettssitzung die notwendigen Gesetzentwürfe vor.


In der »Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Betroffenheitsarbeit an Bildschirmgeräten« wird die ergonomische und gendergerechte Gestaltung der Hard- und Software für die Betroffenheitsarbeit beschrieben. Im Punkt 12 heißt es:

Der Vorlagenhalter muss stabil und verstellbar sein sowie so angeordnet werden können, dass unbequeme Kopf- und Augenbewegungen soweit wie möglich eingeschränkt werden.

In Ziffer 14 wird festgelegt:

Am Bildschirmarbeitsplatz muss ausreichender Raum für wechselnde Betroffenheitshaltungen und -bewegungen vorhanden sein.

Ziffer 18 besagt:

Die Betroffenheitsarbeit darf nicht zu einer erhöhten Wärmebelastung am Bildschirmarbeitsplatz führen, die unzuträglich ist. Es ist für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen.

[Die Zitate stammen wörtlich oder sinngemäß aus der Bildschirmarbeitsverordnung von 1996.]


Unter dem scharfen Protest der Berufsbetroffenenverbände legte die Arbeitsministerin auch den Entwurf für ein Allgemeines Berufsbetroffenheitsgleichstellungsgesetz vor:

Ziel des Gesetzes ist, Privilegierungen von Berufsbetroffenen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Besonders umstritten sind unter den Berufsbetroffenen die §§ 8–10:

  • Zulässige unterschiedliche Behandlung wegen beruflicher Anforderungen
  • Zulässige unterschiedliche Behandlung wegen der Religion oder Weltanschauung
  • Zulässige unterschiedliche Behandlung wegen des Alters

Eine bekannte Stiftung wies in einer Auftragsstudie für den Berufsbetroff*Innenverband umgehend nach, dass dieser Gesetzentwurf fundamentalen Positionen des queer-feministischen Weltbilds und der queer-feministischen Rechtswissenschaft widerspräche.

[Die Gesetzeszitate stammen wörtlich oder sinngemäß aus dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz von 2006.]


Unter dem Hashtag #Betroffenheit wehte in den folgenden Tagen ein laues Lüftchen durch das Netz. In den Berliner Medien wurde es zum Orkan gemacht. Die Socia-Media-Beauftragten der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender suchten verzweifelt nach originellen Berufsbetroffenen, doch die meisten Tweets kamen von Personen, die schon mindestens zweimal in jeder Talkshow gesessen hatten.


Peer Steinbrück sah seine letzte Chance: Er berief umgehend eine Berufsbetroffenheitsbeauftragte in sein Kompetenzteam. Doch unterdessen gründete sich schon die »Alternative für Betroffenheit« (AfB). Peer Steinbrück sah seine Honorare davonschwimmen und trat als Kanzlerkandidat zurück.

Die neue Partei überholte in den Umfragen zuerst die Piraten, dann die FDP und schließlich die SPD. Die Grünen fielen unter die Fünf-Prozent-Hürde, weil sie sich zu lange auf die berufsbetroffene Wirkung ihrer Parteivorsitzenden verlassen hatten.

Angela Merkel saß in ihrem Sessel im Kanzleramt und wusste, dass sie wieder einmal gewonnen hatte: Die Arbeitsministerin würde sich gemeinsam mit ihrem gescheiterten Entwurf aus der Politik verabschieden. Der Weg in eine Koalition mit der AfB stand offen …



Wer hat’s erfunden?

15. Juli 2013

Die »Süddeutsche Zeitung« verbreitet zur Zeit in einem Artikel über Netzpolitik folgende Information über Peer Steinbrücks Internet-Expertin:

Gesche Joost hat einen Handschuh erfunden, der die Sprache Taubblinder in Mails übersetzt.

Ich habe versucht, mehr über den persönlichen Anteil der Frau aus Peer Steinbrücks Kompetenzteam an dieser Erfindung herauszufinden. Die Süddeutsche Zeitung scheint diese Information zum ersten Mal im Mai 2013 in einem (nach PR ausschauenden) Artikel der Autorin Constanze von Bullion veröffentlicht zu haben.

Wie so oft wurde die Information danach von vielen anderen Medien übernommen – es gibt zumindest viele Treffer bei einer entsprechenden Google-Suche.

Eine andere (ursprüngliche) Quelle, in der Frau Prof. Dr. Joost diese Erfindung persönlich zugeordnet wird, konnte ich nicht finden. Stattdessen habe ich Informationen über andere Personen gefunden, die den Datenhandschuh entwickelt haben.


In einer Sendung des Deutschlandfunks vom 24.05.2013 werden die Designforscherin Ulrike Gollner und der Designforscher Tom Bieling als Entwickler genannt. Von Frau Prof. Dr. Joost ist auf der Webseite zur Sendung überhaupt nicht die Rede. Zitat:

Ein spezieller Handschuh soll diese Kommunikationshürden überwinden. Den hat Tom Bieling mit seiner Kollegin Ulrike Gollner entwickelt.


Auf der Website des Design Research Lab zum Datenhandschuh steht:

Research by: Tom Bieling
Assistance: Ulrike Gollner
Supervision: Prof. Dr. Gesche Joost

Auch das Wort »Supervision« klingt für mich eher nicht nach »Erfinderin«.


In diesem Interview von Flux FM kann man sich anhören, was der Erfinder Tom Bieling zu dem Datenhandschuh sagt. Ein faszinierendes Thema. Aber auch dort habe ich nichts von einer »Erfinderin« Prof. Dr. Gesche Joost gehört.


Bleibt die Frage: Macht die »Süddeutsche Zeitung« bewusst Wahlkampf für Peer Steinbrücks Sympathieträgerin? Ich habe der »Süddeutschen Zeitung« eine entsprechende Information gegeben, aber sie hat bisher nicht reagiert.



Behördenarroganz

11. Juli 2013

Das Statistische Bundesamt stellt auf der Website Destatis viele wertvolle Informationen bereit. Man benötigt diese Informationen, wenn man sich beruflich oder privat eine eigene Meinung über Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bilden will.

Nur auf der Basis amtlicher Statistiken kann man letztlich die vielen Fehlinterpretationen der Statistik entlarven, die uns Ideologen, Lobbyisten und Politiker immer wieder zumuten.


Seit vielen Jahren ist es das erklärte Ziel des Staates, die Webseiten öffentlicher Institutionen barrierefrei zu gestalten. Das Ziel dieser barrierefreien Gestaltung ist die Inklusion von Menschen, die mit den herkömmlichen Ein- und Ausgabegeräten nicht umgehen können.

Um beim Beispiel Destatis zu bleiben: Auch Blinde und Sehschwache sollen mit den statistischen Daten möglichst gut umgehen können. Sie wollen in Berufen tätig sein, in denen man mit statistischen Daten arbeiten muss. Sie wollen sich auch eine eigene Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Problemen bilden.

In der Praxis funktioniert der barrierefreie Zugang leider nur eingeschränkt. Der folgende Teil eines Screenshots ist entstanden, als ich für ein Lehrbuch nach Daten über die Konzentration der Wirtschaftsleistung gesucht habe:

Screenshot mit vielen Anmerkungen »Nicht barrierefrei.«

Screenshot von einer Seite des Statistischen Bundesamts.

[Hier ist die Quelle.]


Dabei wäre es schon seit Jahren überhaupt kein Problem, diese PDF-Dateien barrierefrei zu gestalten. Hier sind einige Metadaten aus dem momentan jüngsten PDF-Dokument:

Author: Statistisches Bundesamt
Producer: Acrobat Distiller 4.05 for Windows
CreationDate: Mon Jul 12 11:24:46 2004
ModDate: Tue May 14 14:21:25 2013
Tagged: no
Form: AcroForm
Pages: 143
Optimized: yes
PDF version: 1.4

Es ist anhand der Metadaten zu vermuten, dass das Amt seit 2004 immer wieder die selbe Vorlage verwendet. Dabei wäre es gar kein Problem, die Daten mit modernen PDF-Werkzeugen barrierefrei abzuspeichern. Und selbst 2004 hätte man schon »tagged PDF« einsetzen können. Dass man auf einer Seite dutzendweise die Anmerkung »Datei ist nicht barrierefrei« lesen muss, erscheint vor diesem Hintergrund völlig unverständlich.



Der ZDF-Werbespot zur Frauenfußball-EM zeigt das Spiel einer Frau mit dem Ball – und deshalb passt er zu dieser Sportart.

10. Juli 2013

Das ZDF gerät gerade wegen eines Werbespots für die Frauenfußball-EM in einen Shitstorm: Man hat es in Mainz gewagt, eine Frau mit einer Waschmaschine in Verbindung zu bringen!

Auch die Illustrierte »Brigitte«, die Gruner-und-Jahr-Werbestrecke für Mode, Diät und Kosmetik, stimmt in den Chor der Aufschreierinnen ein und fragt: »ZDF-Spot zur Frauen-EM: Noch ganz sauber?«

Man sollte nach dem ersten Blick und der ersten Erregung immer einen zweiten Blick riskieren. Auf den zweiten Blick ist es ein Spiel mit Bildern und Symbolen: Selbst wer zu Hause keinen Fernseher hat, kennt die ZDF-Torwand und weiß, wie viele Sportler daran schon gescheitert sind. Diese Fußballerin bringt den Ball locker ins Ziel

Nach den beiden Blicken kann man noch etwas nachdenken. Das Klischee lautete früher: Die Hausfrau wäscht die Sachen ihres Mannes und ihrer Kinder. Aber das tut die Fußballerin im Werbespot nicht. Ihr geht es um den Ball – weil er ihr Arbeitsgerät ist – und sie hat an ihrer Waschmaschine sogar ein Leder-Programm. Der Spot zeigt also Selbstbestimmung der Frau – und keine Fremdbestimmung. Was man nach drei Minuten Nachdenken auch mühelos kapieren kann …



Fastfood: Die Seite 3 der heutigen »Sächsischen Zeitung«

2. Juli 2013

Als ich heute morgen im Zeitungsladen die Titelseite der »Sächsischen Zeitung« sah, wusste ich: Es ist wieder mal Zeit für einen kritischen Artikel.

Auf der Seite 1 prangt nicht nur ein Bild der McDonalds-Filiale im Elbepark, sondern auch ein Hinweis: Auf Seite 3 soll es um die bekannteste McDonalds-Filiale Sachsens gehen.


Meine Erwartungen an die Qualität einer solchen Seite sind sehr gering, aber ich schlage die Seite 3 trotzdem auf. Diese Seite ist nicht als Verlagsbeilage und auch nicht als Werbung gekennzeichnet.

Doch immer wieder sind McDonalds-Logo, McDonalds-Schriftzug, McDonalds-Verpackungen und McDonalds-Fastfood auf den Bildern (Seite 1 und Seite 3) zu sehen. Eine kritische Aussage der Textautorin zum Fastfood oder zu den Arbeitsbedingungen ist auf der ganzen Seite 3 nicht zu finden.

Die folgenden – mehr oder weniger werbenden – Aussagen kann ich den Bildern und Texten entnehmen:

  1. Die McDonalds-Filiale sei nicht das schönste, aber eines der schnellsten Restaurants der Stadt.
  2. Zwei Pflasterer lassen sich vor dem McDonalds-Logo fotografieren. Der begleitende Text trägt die Überschrift »Das täglich Brot«. Tatsächlich erfährt der Leser, dass die beiden »so gut wie nie« etwas dort essen.
  3. »Romantik beim Bic Mäc« lautet die Überschrift über dem nächsten Foto. Im Text erfahre ich, dass sich ein junges Paar dort trifft – eine Sportlerin und ein Sportler. Zitat: »Aber ein Burger zur Motivation muss auch mal sein.«
  4. Auch eine Familie lässt sich in der McDonalds-Filiale fotografieren. Das Kind beschäftigt sich an einem Spielgerät, die Eltern sagen, dass sie »immer mal« zum Abendessen bei McDonalds sind.
  5. Natürlich darf die Schichtführerin nicht fehlen. Sie wird vor dem Gebäude fotografiert, damit der Schriftzug »McDonalds« auch noch ins Bild kommt. Frau W. arbeitet »viel und gern mit jungen Leuten« in ihrer Filiale.
  6. Der Teamgeist darf auf einer qualitätsjournalistisch wertvollen Zeitungsseite natürlich nicht zu kurz kommen. Eine vergnügte Damenrunde speist in ihrem »Treffpunkt McDonalds«.
  7. Schließlich darf am Ende der Blickkurve der Wohlfühlfaktor nicht fehlen: Die Überschrift über einem Bild mit zwei Frauen lautet in diesem Fall »Erst shoppen, dann schlemmen«.

Man verzeihe mir den harten Ausdruck – das ist sonst nicht meine Art. Aber mit einem Mindestanspruch an das Handwerk des Journalismus komme ich zu einem anderen Fazit: Erst lesen, dann brechen. Es ist praktisch, dass man sich dazu aus der Seite 3 eine Tüte falten kann.



Auf die einzelne Milliarde kommt es nicht mehr an …

1. Juli 2013

Der Freistaat Sachsen hat inzwischen eine Milliarde Euro für die Verluste der SachsenLB gezahlt. Vermutlich wird das morgen in der Zeitung stehen. Die Visualisierung der Gesamtverluste aus den »Garantieziehungen« gibt es heute schon bei mir:

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Und immer wieder das alte Lied:

Für die Ausgaben wurde durch den Garantiefonds Vorsorge getroffen, so dass diese auch in Zukunft kein Haushaltsrisiko darstellen. Der Bestand des Garantiefonds beläuft sich zum 30. Juni 2013 auf rund 823 Millionen Euro. Nach dem Garantiefondsgesetz werden dem Fonds pro Jahr mindestens 100 Millionen Euro zugeführt.

Als ob die Art der Verbuchung irgend etwas an den Verlusten ändern würde! Wenn es um diese Verluste geht, ist es völlig absurd, zwischen einem Garantiefond und dem Haushalt zu unterscheiden – beide werden aus unserem Steuergeld gefüllt.