Draufgesattelt auf Ruinen

Die folgenden Bilder zeigen Solaranlagen auf baufälligen Gebäuden am Bahnhof Zittau. Zittau ist eine kleine Stadt am östlichsten Ende Sachsens im Dreiländereck mit Polen und Tschechien. Ich konnte aus dem Zug nur einige Ausschnitte fotografieren – insgesamt scheinen es einige tausend Quadratmeter Dachfläche mit Solaranlagen zu sein. Es sieht gespenstisch aus.


Solaranlagen auf baufälligen Gebäuden am Bahnhof Zittau.

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13 Responses to Draufgesattelt auf Ruinen

  1. E-Haller sagt:

    Schon skuril – aber andererseits hat der Eigentümer ja nun eine Motivation, sich um den Erhalt der Gebäude zu kümmern. Fände ich persönlich besser als diese abgeräumten „Bahnhofsumfelde“, die man auch immer häufiger sieht…

  2. Wolf sagt:

    Warum hab ich bei diesem Titel nur gleich so eine Melodie im Kopf … Ob diese Dachtechnologie die Sanierung der Ruinen erleichtert oder wahrscheinlicher macht? Gute Aufnahmen jedenfalls.

  3. Klaus W. sagt:

    Hoffentlich ist kein Versicherer so blöd gewesen, diese Anlagen auf den Ruinen zu versichern. Interessant wäre zu erfahren, wer da investiert hat – nicht das da womöglich Gelder der Steuerzahler beim nächsten Wind verweht werden.

  4. Gast sagt:

    Vielleicht handelt es sich bei dem Gelände um eine Konversionsfläche, die eine solche Investition evtl. finanziell attraktiv macht. Am Ende der Laufzeit hat man dann sogar noch etwas aus den alten Gebäuden herausgeholt.

    • stefanolix sagt:

      Es handelt sich um das Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs, so viel konnte ich inzwischen herausfinden. Leider kommt man nicht näher an das Objekt heran und ich hatte kein Teleobjektiv mit. Die Gebäude sehen jedenfalls in der Realität noch viel schlimmer aus als auf den Bildern.

  5. Gast sagt:

    Bei den PV-Anlagen holt man zur Sicherheit normaler Weise einen Statiker dazu.. -Die Gebäude sehen zwar schlimm aus. Nur die Bausubstanz (das Tragwerk) scheint OK zu sein. (Glaubekaum dass der Investor zigtausende Euronen reinsteckt, wenn er sich nicht sicher ist, dass die Gebäude auch halten;-)

    • stefanolix sagt:

      Ich halte die Gebäude eigentlich für erhaltenswert, sie stehen ja schließlich für eine lange Zeit in der Geschichte der Stadt, aber so wird natürlich nichts daraus. Ich finde es einfach nur makaber.

  6. Paul sagt:

    Meine Vermutung, ich gebe zu eine Spekulation:

    Hier hat einer die Gunst der Subventionsstunde genutzt und dafür gesorgt, dass er innerhalb einer ganz kurzen Zeit richtig Kohle macht.
    Wenn Du ein freier Journalist wärst, könnte sich eine tiefer gehende Recherche lohnen.*
    Mich würde es nicht wundern, wenn Du dabei ganz schnell auf dubiose Geschäftspraktiken, vielleicht sogar alte Seilschaften triffst. Offensichtlich ist für mich, dass das Ganze mit minimalem Aufwand installiert wurde. Auch den Kauf von Gelände hat man sich gespart. Die Erneuerung der Gebäude wird nicht befördert, sondern sogar behindert. Aber der Investor wird wissen, dass nach der Errichtung der Anlage mindestens für 10 Jahre oder vielleicht sogar noch länger auf dem Gelände nichts passieren wird.
    Dann hat er sein Subventionsschäfchen längst im Trockenen und kann den ersatzlosen Abriss verkraften.**
    Wie sagte meine Oma immer? „Junge, das Geld liegt auf der Straße, man muss sich nur bücken.“
    In diesem Falle liegt das Geld nicht auf der Straße, sondern auf den Dächern von Ruinen. Man muss sich nicht bücken, sondern nur eine Leiter anlegen.

    Soweit meine Spekulation.
    Ich nehme aber Wetten an. Dann hab ich auch noch mein Gutes von der Sache.

    Herzlich, Paul

    *Vorausgesetzt, dass Du ein Medium findet, das sich für dieses Thema interessiert. Da hätte ich aber meine Zweifel.

    ** Er wird schon Mittel und Wege finden um sich vor der Abfallbeseitigung zu drücken. Ist das nicht sogar Sondermüll?

  7. Heike sagt:

    Also ich würde auch wirklich gerne Solar bei mir aufs Dach bauen aber die Gemeinde lässt das nicht zu.
    Da hat auch der letzte Sturm nichts gebracht der das alte das abgedeckt hatte und ich in der Hoffnung war nun könnte es klappen.

    Heike

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